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In London ist das Lagerhaus der PIAS-Labelgruppe abgebrannt. Wie die Aufstände die Musikwelt betreffen und was Musiker dazu twittern.
London (lau) - "Also alles, was von unserem Sortiment übrig ist, ist hier im Büro." Sichtlich geschockt zeigte sich das Label Memphis Industries via Twitter. Es ist eines von mehreren Labels, die einen Großteil ihrer Warenbestände bei dem Brand einer Lagerhalle der Sony DADC (Digital Audio Disc Corporation) in England verloren haben.
Zahlreiche Künstler betroffen
Auch Künstler wie die Arctic Monkeys, Adele, Radiohead oder The Strokes sind betroffen. Große Teile der Waren der PIAS Labelgruppe, die unter anderem Labels wie Domino, Warp, Kitsune, Beggars und Sub Pop beinhaltet, verbrannten bei dem Feuer, das während der andauernden Aufstände in London in dem Gebäude gelegt wurde.
Doch nicht nur in der Hauptstadt rebelliert die Jugend. In Manchester etwa fiel Liam Gallaghers Modegeschäft "Pretty Green", das er erst im Dezember eröffnet hatte, den Krawallen zum Opfer.
Kate Nash hilft Aufräumen
Als Aufräumhelfer auf den zerstörten Straßen zeigten sich unter anderem die Kaiser Chiefs und Kate Nash. "Ich hab meine Müllsäcke, ich muss nur noch Handschuhe finden", twitterte die Britpopperin. Was andere Musiker via Twitter zu den Aufständen meldeten, lest hier:

Lily Allen zeigt sich empört über das Verhalten des Prime Ministers David Cameron. "Wie kommt es, dass Cameron seinen Urlaub nicht abbricht, um sich um diese Krise zu kümmern? Sind wir am Rand eines Bürgerkriegs oder was?"

Auch Natasha Bedingfields Heimatstadt Lewisham wird von Protesten und Aufständen geschüttelt. Sie sendet via Twitter eine Nachricht an Familie und Freunde: "Lasst euch nicht unterkriegen. Liebe ist stärker als Hass."

Popmieze Jessie J schickte gleich zahlreiche Tweets in die Welt. An die Demonstranten geht raus: "Das ist KEIN Weg, Respekt zu bekommen. Das ist KEIN Weg, Gerechtigkeit zu finden. Das ist KEIN Weg, um Frieden zu gewinnen."

Der britische R'n'B-Star Chipmunk sucht Hilfe von oben: "Gebete sind wichtiger als Tweets. Verteilt Liebe!"

Mit ihrem Tweet sorgte M.I.A. für Wirbel unter Fans und Followern: "Ich gehe da jetzt runter zu den Aufständen, um Tee und Marsriegel zu verteilen", zwitscherte die Sängerin provokant. Sie entfernte den Tweet jedoch später und ersetzte ihn durch Beileidsbekundungen.

Eine etwas andere Richtung als M.I.A. schlägt Paradiesvogel Boy George in seinen Tweets ein: "Wo sind die Konsequenzen? Wo ist das Gesetz? Entschuldigung, setzt das Militär ein! JETZT!"

Auch über den großen Teich schwappt die Bestürzung. Justin Bieber twitterte routiniert: "An alle Leute in UK, ich hoffe, ihr seid ok."

Good Charlotte-Fronter Joel Madden hält sich momentan in London auf und scheint hin- und hergerissen zwischen Schrecken und Faszination: "Wir haben verrückte Dinge in London gesehen. Heute Nacht sah ich eine Gruppe Aufständische, Kinder in Kapuzenpullis und mit Bandanas über ihrem Gesicht. Keins davon war älter als 19. Verrückt. Wäre das meine Stadt, würde ich da rausgehen und versuchen, den Scheiß zu stoppen. Meine Gedanken sind bei den Betroffenen."

Der hierzulande eher unbekannte britische Musiker und Poet Scroobius Pip bringt die Krawalle und die Reaktionen knackig auf den Punkt: "Das ist Britannien, wie es sich selbst ins Gesicht schlägt. Immer wieder."
Reverend and The Makers verarbeiten ihren Schrecken akustisch und visuell und laden einen neuen Song auf YouTube hoch, der BBC-Bilder der Gewalt zeigt und die Stimme der Nachrichtensprecherin samplet.
Jaja, kriminelle Jugendbanden. Selten so einen Schwachsinn gelesen. Treffen die sich in einer Räuberhöhle und planen sie, Äpfel vom Nachbarn zu stibitzen? Wie organisiert und "banden"artig sollen die bitteschön sein? Ist das hier taktischer Guerillakampf?
Hohler Nonsens ist dieses Geschwafel. Hier bricht nur die Wut und Hilflosigkeit junger Menschen durch. Zurecht. Der Auslöser war nach wie vor, daß POLIZISTEN kriminell gehandelt hatten. Sie hatten einen jungen Menschen erschossen, ohne daß dieser sich gewehrt hatte. Und das TROTZ ihrer Polizeiausbildung. Dies kommt auch hier häufig vor, in Großbritannien liest man davon aber sehr häufig.
Wenn das ohnehin als ungerecht erlebte Klassensystem auch noch heuchelt, die Polizei sei für den Schutz aller da, passiert eben so etwas. Polizisten werden als unmoralisch, verantwortungslos, gewalttätig und hörig betrachtet - zurecht. Wie Arno Grün erstklassig analysiert hat, verbirgt sich hinter der Maske des Anstands nichts als Zerstörungsdrang.
Hinzu kommt mit Sicherheit noch das paranoide Klima in Großbritannien. Seit CCTV werden wöchentlich Überwachungsaufnahmen verschiedenster Klein- bis Großdelikte in den Nachrichten gezeigt. Wie aggressiv Menschen werden, die sich permanent beobachtet fühlen müssen, ist auch längst hinlänglich belegt. Daß so eine große Explosion kommt, war für mich nur eine Frage der Zeit.
Nun das es kommt in England ist klar (erinnere da etliche Berichte wie im Weltspiegel). In erster Linie war das nichts Politisches, auch wenn der eine oder andere aus Wut am sozialem Umbruch mitgeschwommen ist. Politische Botschaft Fehlanzeige. Hier mal zu den Absprachen der Kriminellen untereinander: http://www.dailymail.co.uk/news/article-2024295/UK-riots-2011-Spooks-trail-BlackBerry-Messenger-ringleaders.html
Man raubt nicht verletzten "Kampfgenossen" auf der Straße aus oder verlangt von ihnen ihre Kleider, wenn es wirklich um einen Aufstand der Armen gegen die Oberen sein soll (siehe andere Artikel in der englischen Presse).
MIA geht mir mit ihrem ewigen 'GEGEN DAS SYSTEM!' Mist langsam auch auf den Sack, einfach mal die Raffel halten wenn man nichts anständiges zu sagen hat.
ich denke man brauch kein raketenwissenschaftler zu sein um zu verstehen, dass der großteil der jungendlichen diese heikle politische situation ausnutzt um druck abzulassen. viele von denen können in fernsehinterviews noch nicht einmal begründen warum sie wut auf die polizei haben, was ja ihr vorrangiger grund zur randale sei. aber ausgeraubt werden dann hifi läden und autos von bürgern in brand gesetzt.
In spätestens zwei, drei Jahren fängt das auch in Berlin an. Regierungen versagen der Reihe nach beim Thema Sozialpolitik und Integration. Eine Schande und völlig logisch, dass es soweit kommt wie einst in LA oder nicht ganz so einst in Paris. Heute London, morgen Berlin.
gott ist das peinlich, wenn sich bei jedem aufstand oder aus dem ruder laufender demo immer wieder die gleichen altklugen spacken erheben, die zwar kein plan von der jeweiligen situation und den emotionen, die die beteiligten empfinden, haben, aber trotzdem meinen den kompletten durchblick zu haben und deshalb die beteiligten für das, was sie aus verzweiflung heraus tun zu verurteilen. fickt euch, ihr seid der wahre abschaum.
ok.
1. verstehe ich es, wenn man es auf den ersten blick für grundlose zerstörung hält.
2. den leuten da gehts ja nicht erst seit dem bullenmord scheiße, die leben in tottenham seit jahrzehnten in einem der abgefucktesten viertel in uk. klar, dass sich in der langen zeit frustration aufstaut wenn sich die zustände nicht merklich bessern. die leute, die jetzt london auseinandernehmen sehen keinen anderen weg, sich gehör zu verschaffen. kein wunder, wurden sie doch jahrelang von staatlicher seite ignoriert.
ob man das als legitimation gelten lassen kann, ist vom betrachter abhängig. die wut der leute ist imo allemal verständlich.
so beschissen kann es denen garnicht gehen, würde es ihnen beschissen gehen, hätten sie lebensmittelläden geplündert und nicht unterhaltungselektronik!
nebenbei zünden sie unzählige häuser an und nehmen in kauf das menschen zu schaden kommen/umkommen.
ich sehe nur einen randalierenden mob der spass an der gewalt hat und sich an belanglosem materiellem kram bedient.
schade das sich durch solche bilder niemand mehr für die ursachen interessiert - wen wunderts!?
@Ragism nööööö er hat sich nicht gewehrt.. mit ner pistole auf nen polizisten schießen läuft nicht unter "sich wehren", richtig?
btw. der tweet von MIA hat mich entdültig davon überzeugt dass sie einfach nur saublöd ist.
Ich kann schon verstehen, wieso die Randalierer da in ihren runtergekommenen Vierteln schlecht drauf sind - trotzdem sehe ich es nicht ein, warum ich denen jetzt so sozialarbeiter-mäßig übers Köpfchen streicheln sollte. So "böse" kann der Staat zu mir gar nicht sein, daß ich in meiner Nachbarschaft Häuser anzünde, wo ich nicht weiß, ob da drin jemand schläft o.ä. Dann sollen sie das Regierungsviertel und Ministerien plattmachen, wenn sie sich nicht anders zu helfen wissen - aber doch nicht durchs (eigene) Wohngebiet ziehen.
@Sancho: in dem punkt hast im grunde du recht, auch wenn man das nicht wirklich miteinander vergleichen kann.
... ich denke, das problem an den aufständen ist, dass tatsächlich sehr viele der aufständischen einfach irgentetwas zerstören, ohne dass es die leute trifft, die ihre lage zu verantworten haben.
soziale Randgebiete und ein aufgebrachter Mob sind nicht gerade Brutstätten von überragender Intelligenz.
Der Skandal ist doch eher, das sich der intelektuelle Teil der Gesellschaft solche "Brutstätten" gern mal ignoriert.
Bis der Mob mal (wieder) lautstark und Gewalttätig ausbricht.
Je mehr Gettos geschaffen werden, um so mehr wird so eine Situation immer wieder geschehen.
Hier eine Botschaft, eine Revolution von unten oder gar eine Solidarität untereinander zu suchen ist sinnlos. Der Mob wird von Dummheit und Trieb gesteuert, da fragt keiner nach, ob das Opfer eventuell auch "ne arme sau" ist.
antik, mein freund. ich teile durchaus deine leidenschaft in der kritik der gesamtbritischen (und hierzulande nicht viel, aber entscheidend besseren) "sozial- und integrationspolitik'.
was uich nicht verstehe - obwohl ich nun wirklich das gegenteil eines bellenden staatsanwalts bin - ist aber dieses wiederum auch blind machende, weil unproduktive 'hand vor den arsch des pöbels/mob halten'. das sind keine sozialistzen oder romantisch revolutionäre anarchisten. sie machen nicht halt vor den eigenen leuten oder wehrlosen. widerliche mitleidslosigkeit. nichts ist schlimmer! solche kann man später mehrheitlich auch für nix mehr gebrauchen, wenn man keine sa oder ähnlich paramilitärisches gründen will. das ist einfach das pack 'bestie mensch'. harry brown lässt grüßen. schade.
egal, wie die gründe sind, egal wie aussichtslos die situation anmutet. selbst wenn:
es gibt gründe, warum zb in israel - trotz dauerbedrohung - 300.000 angepisste auf die strasse gehen, ohne den eigenen nachbarn - der immerhin auch kein bonze ist - zu verletzen, ruinieren und vielleicht töten.
sogar die angepissten und wirklich elend armen ägypter haben das trotz immenser gegenwehr friedlicher geschafft. am ende gehen sogar die jemeniter zivisierterter zu werke, als diese sich bewusst auf instinkt rückstufenden tiere in menschwengestalt.
die gründe? so schnell keine ahnung. keine heuchelei.
aber wenn ein selbstmitleidiger wixxer ankommt und nicht das system fikkt - weil zu dumm!!! - sondern lieber den kleinen sauer zusammen gesparten kiosk der cousine anzündet - gern auch, wenn diese noch darin sitzt - dann ist das symptom für friedliche typen wie uns und unsere familen/freunde so bedrohlich, dass ich mir auch die uzi schnappen würde, um meine leute zu verteidigen.
DANKE @ Sancho und den Anwalt.
Und an die hoffnungslosen "Ich möchte selbst in Scheisshaufen einen Che Guevara erkennen, weil er auf dem Bürgersteig irgendwie so total gegen das System ist"-Romantiker wie Antik und Ragism:
Merkt ihr überhaupt noch was? Die, die da gerade London anzünden sind ungebildete, stumpfsinnige und vor allem asoziale Typen vergleichbar mit einigen U-Bahn Schlägern in D, von denen in jüngster Vergangenheit des öfteren durch den glücklichen Zufall einer Überwachungskamera berichtet werden konnte und die in Ausübung ihrer Grosstaten mit Sicherheit genauso wenig irgendeine politische oder gar sozialkritische Meinung vertreten wollten, wie es gerade diese Arschlöcher in London machen!
Es mutet so unfassbar grosskotzig von euch an diese Beurteilungen aus dieser Distanz herauszuhauen. Wäre gespannt ob ihr im Angesicht eines Ladenbesitzers, der gerade mit seinem Leben davongekommen ist aber ansonsten seine Existenzgrundlage verloren hat, genauso mit hochgezogener Nase im Batik-T-Shirt das wahre Motiv hinter allem erkennend argumentieren würdet, wenn er euch nach eurer Meinung fragt.
Ganz ehrlich, so einen Scheiss wie von Antik ("den richtigen Gründen" - die kennen die meisten so gut wie die Wurzel aus 9) und Ragism (die bösen Polizisten) hab ich lange nicht gelesen und wäre jetzt froh es auch einfach überlesen zu haben...
Aber wenn sich der Dunst der Räucherstäbchen lichtet, sieht so mancher wieder etwas klarer.
So long. Nichts für ungut.
Ich möchte an dieser Stelle noch anmerken, dass ich die Aktion von Kate Nash richtig gut finde. Grad eben noch in Facebook nen Post von ihr gelesen in dem sie um Hilfe beim Aufräumen bittet und eine Liste aufzählt von Dingen die die Leute jetzt brauchen und darum bittet, dass die Leute, die es können, diese an die Opfer spenden.
@ antik ii
würdest du danebenstehen und beifall klatschen wenn sie aus den richtigen gründen dein auto auf den kopf stellen, deine bude und alles was du hast anzünden und nebenbei noch deine schwester überfahren?
und jetzt komm mir nicht mit "ich habe gar kein auto/gar keine schwester"
Großbritannien bekommt die Quittung für Neo-Liberalsimus und Sozialabbau, so wie Frankreich 2008 die Quittung für seine mangelhafte Integrationspolitik bekommen hat. Es ist nicht richtig, was viele Menschen in London zur Zeit tun, aber die Regierung hat lange Zeit über die Probleme dieser Viertel hinweggesehen und damit derartige Zustände fahrlässig in Kauf genommen.
Geniale Idee: Alle Sozialarbeiter entlassen, zehn Jahre warten, bis einem die Brennpunkte um die Ohren fliegen, und dann die Polizei zum Niederknüppeln einer Katastrophe losschicken, die durch vorrausschauende Politik vermeidbar gewesen wäre. Das kommt davon, wenn Politiker nicht langfristig planen und nicht über die Grenzen ihrer Legislaturperiode hinaus denken.
nur mal um ein kleines beispiel zu nennen:
ein freund von mir aus london hat erzählt, dass sein nachbar sich mit einem hifi laden selbstständig gemacht hat. der laden wurde zum großen teil ausgeräumt und sonst zerstört. das schöne ist jetzt, dass seine versicherung komplett abblockt, da das plündern in einer solchen situation wohl in einem paragrafen ausgeschlossen wurde, wegen der unmöglichkeit so viele maskierte in einem mob zu identifizieren. bei diebstahl oder brandschäden wäre gezahlt worden. nun ja, der nachbar steht jetzt vor dem ruin und wird wohlmöglich wieder seinen alten job als lehrer anfangen müssen.
man kann sich also fragen, ob ein legitimer grund für frust dieses vorgehen rechtfertigt.

@cat: das ist die 'vandalismus-klausel'.
versicherungsverträge sind in solchen fällen meist nicht das papier wert, auf dem sie stehen. auch hier in germany liefe es ähnlich und wäre somit k e i n opferloses verbrechen.
Über Sinn und Vertretbarkeit der Aktionen müssen wir nicht reden. Über die Versäumnisse der Regierung (und die anderer Regierungen) allerdings schon. Die Wurzeln sind wichtig, nicht die aktuellen Auswüchse.
@stummerzeuge: Die Wurzeln sind ja für den Normalbürger gar nicht mehr zu erkennen. Wer versteht schon die politischen und wirtschaftlichen Zusammenhänge so weit um ein klares Feindbild vor Augen zu haben. Welcher Durchschnittstyp von der Straße versteht schon die Wirtschaftskrise und findet für sich die "Strippenzieher"?
Die Menschen sind wütend, aber sie wissen nicht, gegen wen sie ihre Wut richten sollen. Die politischen Entscheidungsträger auf EU-Ebene z.B. sind größtenteils irgendwelche mehr oder wenger unnahbare Technokraten gegen deren Entscheidungen man sich nicht wehren kann.
Man wundert sich, dass die Leute in Stuttgart wegen so etwas unwichtigem wie einem Bahnhof auf die Straße gehen. Aber das ist eine der wenigen Situationen, in den sich konkrete Feindbilder herausbilden können. Das ist heute wirklich selten.
diese schwäbischen bahnhofsheinis inkl ihrem teutonischen wasserglasstürmchen sind eine niedliche peinlichkeit auf beiden seiten. wenn es bei u8ns hierzulande bei solchen unfreiwillig komischen pseudorebellionen bleibt, bin ich heilfroh, dass die deutschen endlich mal charakterlich weiter bzw reifer sind als die nachbarn. wär doch schön.
In Berlin und FFM und im Ruhrpott gibt es ähnliches Potential wie in Paris und London - wenn nicht schnellstens an der Sozialpolitik gearbeitet wird ist es nur noch eine Frage das Zeit. Stuttgart 21 ist natürlich dagegen zu vernachlässigen, auch wenn der Bahnhof natürlich völliger Unsinn ist.
Hab mir vorhin die Rede von David Cameron angeschaut und der hat schon versprochen, dass sämtliche Schäden ausnahmslos ersetzt werden. Insofern haben die Opfer möglicherweise doch noch Glück im Unglück.
200 Millionen Pfund Schaden sind aber schon heftig!
CafPow, Du musst weiter denken und a la FK hinter die Kulissen blicken. Die Tat der Polizei war nur der Auslöser, das Potential an Wut und Verzweiflung (über 1.000.000 arbeitslose Jugendliche, Kürzungen im Sozialwesen, seit Jahren vernachlässigte Stadtteile, Parallelgesellschaften, fehlende Integrations-Politik, etc pp) hat schon Jahre geschwelt.
oke. Und deshalb brenne ich irgendwelche Läden von irgendwelchen Leuten nieder, denen es vorher mindestens, und nachher garantiert so dreckig geht wie mir?
all der Mist mit der solzialen Ungerechtigkeit und so weiter hat einfach NICHTS mit diesen Ausschreitungen zu tun. Den Typen ist es scheiss egal ob was geändert wird. Die wollen nur stänkern. Das was die da machen hat nix mit einer ordentlichen Demo zu tun.
Natürlich hat das nix mit einer Demo zu tun und natürlich denken die Randalierer nicht für 5 Pfennig - die Hintergründe jedoch sprechen für sich, völlig klar, dass eine deratige Politik irgendwann zu Eskalationen führt. Wie gesagt, es ist exakt das was damals in L.A. passiert ist oder vor einigen Jahren in Paris/Marseille. Soziale Benachteiligung, übertriebene Polizei-Gewalt, Schikanierung der Einwanderer etc - wie bereits oben beschrieben.
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