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Living Colour fristen über 20 Jahre nach "Vivid" immer noch ein Nischendasein. Im Niemandsland zwischen Vergessen, Semiprominenz und Kultstatus mucken Vernon Reid und seine Mannen umher. Daran wird auch Album Nummer zwei nach der Reunion nichts ändern. Zu unkonventionell präsentiert sich das Quartett. Trotz einiger wirklich herausragender Nummern will "The Chair In The Doorway" nicht wirklich zünden.
Das liegt unter anderem an der teilweise unterirdisch schlechten Produktion. Ein Opener sollte den Hörer entweder überrollen, an der Hand nehmen oder nacheinander erst das eine, dann das andere. Nichts dergleichen passiert bei "Burned Bridges". Das klingt alles so, als hätten die Musiker ihre Instrumente im Studio mal eben in fünf Minuten aufgestellt und drauflosgeholzt: nicht wirklich durch- und überdacht.
In der aufkommenden Hektik spielt die Band eher gegeneinander an, als dass sie zusammen nach vorne preschen würde. Keine Frage, jedes Teil des Ganzen klingt gut, nur möchte sich keine Synergie einstellen, wenn alle unisono musizieren. Das ändert sich schlagartig, wenn überflüssiger Ballast von Bord fliegt und sich die Songstrukturen überschaubarer gestalten. "Young Man" mit locker-flockigem Four To The Floor/Funk-Beat und das ganz schmucke und dunkel stampfende "Method" legen davon beredtes Zeugnis ab.
Mit diesem Song-Doppelpack löst sich die zuvor herrschende Verkrampftheit in Wohlgefallen auf. Vereinzelte Blueslicks päppeln den Abwechslungsreichtum auf, engagiert vorgetragene Gitarrensoli geben dem Affen Zucker und immer wieder das Wahnsinnsorgan von Corey Glover: Diesen Mann mit reifendem Wein zu vergleichen, wäre fast schon untertrieben. Allein seine Gesangsleistung hebt das Album eine Stufe höher.
Da klingt sogar ein poppiges Stückchen wie "That's What You Taught Me" trotz Glöckchen im Hintergrund gänzlich unpeinlich. Auf eine stilistische Stringenz pfeifen die Herren aber ausgiebig, weshalb das folgende "Out Of My Mind" die süßliche Stimmung mit Brachialriffs plattwalzt. Wenn es Living Colour doch nur gelänge, die sehr lebendigen Ansätze in ein komplettes Album zu gießen!
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schön auf den punkt gebracht, alex
so geht mir das mit mr reid und co auch seit 20 jahren.
man möchte das alles so gern mögen und wartet jedesmal auf den funky hardrockenden oberburner; doch am ende ist alles so normalo feierabendmucker-stoff für frickelfreunde, denen dream theater dann doch zu anstrengend sind.
schade; ich will mehr schwarze richtig rocken sehen!
oh gott.....ich weiß, dass die echt gut sind.
aber wenn man da nicht drauf steht, ist das ganz und gar unerträglich.
ein kumpel von mir liebt kings x heiß und innig. .....und meshuggah,mekong delta und dieses ganze geometrie-metal zeug.
nich so meins....
darauf kann ich nicht ernsthaft eingehen.
frag mal jimi hendrix und ice t

alex hat mich auch schon zurechtgewiesen, dass kings x geil sei. evtl verwechsle ich die tatsächlich.
@mbh:
na und? das ist doch nicht ernsthaft der mühe wert, hier nach rassismus zu buddeln.
mehr schwarze an die rockgitarren!
mehr weißer funk/soul/hiphop (wenn es gekonnt ist)
mehr juden, die klezmer mit punk und metal verwursten; mehr araber davon sowieso gern!
gegen dieses langweilige blackmusic/whitemusic-diktat.
in gewisser hinsicht schon,
wie schon matthias
http://www.laut.de/lautstark/cd-reviews/b/blk_jks/after_robots/index.htm
schrieb, galt und gilt rock unter schwarzen leider noch oft als "weißenmucke", die man eben nicht ausübt.
als künstler einfach zu machen, worauf man bock hat, bis es eben nicht mehr auffällt, dass es eine schwarze rockband gibt, d a s wäre doch wünschenswert.
und bis zur echten emanzipation - der befreiung aus jeglicher schublade - braucht es da eben mehr bands. bad brains sind auch so ein fall.
die obig verlinkten südafrikaner halten aus meiner sicht übrigens genau das, was living coulour seit 20 jahren versprechen. checkt das ruhig mal an.
Ich kenne und besitze alle Alben von King's X. Es gibt ein paar Stücke, die vielleicht etwas verschachtelter sind, aber Progeinflüsse wird man da vergeblich suchen. King's X sind in erster Linie eine Rockband, früher auch mit einigen Metalanleihen.
Vielleicht rührt das daher, dass Sänger Doug Pinnick mal auf einer Dream Theater-Platte Gastsänger war? Keine Ahnung.
[quote:fde63ca6be="MannBeißtHund"]
bitte wie?
meine zeitweise (unentschuldbare) abwesenheit scheint zu bewirken, dass mir eure worte, wertester, wie ein versiegelt rätsel vorkommen.


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