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Das Finale der Vodafone Live Music Awards in London dürfte manchem Zuschauer einen spürbaren Stich versetzt haben. Der Preis in der Kategorie "Best Live Return" ging nicht etwa an die wiedervereinigten Rock-Urgesteine von Led Zeppelin - sondern an die Spice Girls.
London (max) - Die alljährlich stattfindenen Vodafone Live Music Awards setzen auf Jury-Nominierung und anschließendes öffentliches Votingverfahren. So darf das britische Volk demokratisch entscheiden, welches musikalische Comeback der vergangenen zwölf Monate das populärste war.
Zur Auswahl im Exportschlager-Katalog standen 2008 The Verve, Led Zeppelin, die Spice Girls und Iron Maiden. Letztere hatten aber bereits im Vorfeld der Awards um eine Ent-Nominierung gebeten. In ihrer Begründung gaben die Mannen an, niemals weg gewesen zu sein, es also auch keinen "Return" geben könne. Für die Metaller wurden deshalb kurzfristig die Indies von "James" nachnominiert.
Die Stimme des Volks
Am Donnerstag Abend platzte dann die Voting-Bombe: Als das Nineties-Zuckerwatten-Popquintett den Rock-Titanen um Plant, Page und Jones den Rang ablief, staunte selbst das einzige anwesende Spice Girl Emma Bunton nicht schlecht. Sie sei "ein bisschen geschockt" von der Tatsache, soeben einen altehrwürdigen Rockact wie Led Zeppelin geschlagen zu haben.
Allerdings hat sie für den Erfolg auch eine Erklärung parat: "Die Sache ist doch die: Wenn du auf ein Konzert gehst, dann willst Du Spaß und Unterhaltung und einfach einen guten Abend. Genau das haben wir den Leuten geboten und ich denke, das ist genau das, was sie so mochten."
Spice Girls vor Dauer-Comeback?
Die Frage, ob die schmeichelhafte Entscheidung der Öffentlichkeit die Gruppe nicht vielleicht doch zu einer dauerhaften Reunion bewegen könnte, verneint Baby Spice allerdings. Zu groß seien mittlerweile ganz einfach die individuellen, persönlichen Interessen der einzelnen Mitglieder. Das Comeback sei von Anfang an als eine zeitlich begrenzte Rückkehr für eine letzte, gemeinsame Welttournee angelegt gewesen.
Die weiteren Gewinner des Abends:
Best Live Act: Primal Scream Best Male: Mark Ronson Best Female: Kate Nash Best International Act: Kings of Leon Outstanding Contribution to Live Music Award: Primal Scream XFM Live Breakthrough: The Ting Tings Music Festival of the Year: T in the Park Live & Unsigned Act: Kiddo360 Sony Ericsson Tour of the Year: Take That Arena Tour
Ich halte von derartigen Preisverleihungen gar nichts, ob sie nun von einer Jury oder von der Öffentlichkeit per Voting kommen. Im o. g. Fall kann man z. b. davon ausgehen, dass das Spice Girls Publikum votinggeiler ist als das überwiegend im Schnitt ältere Led-Zeppelin Publikum. Dass über 20 Millionen Anfragen für Karten der Led Zeppelin Reunion eingangen sind, spricht doch für sich.
richtig.
von led zeppelin wird man auch noch die nächsten 20 jahre reden. frag dann nochmal nach den spice girls.
ansichtssache 
allein die tatsache, daß wir hier nach 20 jahren noch über led zeppelin diskutieren, spricht doch für sich.
Von wegen "nur noch alte Leute kennen LedZep" - ich bin 25 und hab immer eine LedZep-Platte im Auto dabei.
Stairway to Heaven oder Moby Dick haben 20 Jahre lang junge Musiker inspiriert und das wird auch in weiteren 20 Jahren noch der Fall sein.

Ist doch lustig, dass der Künstler selbst weiß, dass er den Preis nicht verdient hat, aber irgendwie diesen rechtfertigen muss.
"Die Leute hatten eine gute Zeit" ich piss mich weg, wenn ich ne Tasse Kafffee trinke, habe ich auch eine gute Zeit 
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