Porträt

laut.de-Biographie

Lisa Wohlgemuth

"Man hört schon, dass ich aus dem Erzgebirge komm'." Nee, ihre sächsische Herkunft kann Lisa Wohlgemuth nicht verbergen - jedenfalls nicht, sobald sie den Mund auf macht. Will sie ja aber auch gar nicht.

Schließlich ist Lisa ein Erzgebirge-Mädel durch und durch. Geboren am 11. März 1992 in Annaberg-Buchholz, lebt sie später mit ihrer Familie in Neundorf. Sie wächst bei ihrer Mutter zusammen mit vier älteren Geschwistern auf.

Als ihr Vater bei einem Verkehrsunfall ums Leben kommt, ist Lisa neun Jahre alt. "Ich habe schon immer gesungen, das hat mir geholfen, das zu verarbeiten", sagt sie später.

Mit elf entdeckt sie zudem den Tanz für sich: Sie schwingt die Beine in einer Showtanz-Truppe, wenn sie nicht gerade mit ihrer Band Broken Promises auf allen Hochzeiten aufspielt oder ihrer Leidenschaft für Motoren frönt.

Lisa steht auf schnelle Autos, auf Motorräder - und offenbar auch auf die Fahrer derselben. Als Grid Girl treibt sie sich knapp bekleidet auf Rennstrecken herum:

"Da kann man super Kontakte knüpfen, nicht nur, weil man dort in kurzen Höschen rumrennt." Ah, ja. Ob es diese Kontakte waren, die Lisa beim Fotowettbewerb "So sexy ist das Erzgebirge" in die Top Ten beförderten?

Beruflich legt Lisa ebenfalls Ehrgeiz an den Tag: Nach der Mittleren Reife macht sie eine Ausbildung zur Sozialassistentin. Später schließt sie noch eine Friseur-Lehre an.

Aber eigentlich will sie singen. Doch mit dem Gesang ist es bei ihr nicht so furchtbar weit her: "Deine Stimme ist im Mittelbereich", krittelt Dieter Bohlen nach ihrem Casting für die zehnte Staffel von "Deutschland sucht den Superstar".

Trotzdem schickt er Lisa in die nächste Runde weiter: "Wie du das verkaufst, das gefällt mir sehr gut. Ich hätte nicht gedacht, dass sowas aus dem Erzgebirge kommt. Ich finde dich lustig, du bist unterhaltsam."

Von Lisas Lustigkeit bleibt beim Recall in der Karibik allerdings kaum etwas übrig. Bedröppelt wirkt sie, gar nicht mehr fröhlich. Warum sie die Jury dennoch unter die sechs Kandidaten hievt, die per Zuschauer-Abstimmung eine zweite Chance bekommen, wissen die Herren Juroren allein.

Das Publikum steht jedoch ganz auf Lisas Seite. Mit satten 27,6 Prozent der Stimmen zieht sie, gefolgt von Simone Mangiapane, doch noch in die Live-Shows ein und zeigt dort mit "I'm Like A Bird" von Nelly Furtado eine passable Leistung.

"Wir haben einen Fehler gemacht", bereut Dieter Bohlen, dass er Lisa Wohlgemuth nicht gleich mitnehmen wollte. "Du gehörst definitiv in die Top Acht. Bei den Sängerinnen bist du fast die Beste - weil du so natürlich bist."

Das Publikum bestätigt das. Woche für Woche schicken die Anrufer Lisa in die nächste Runde. Sie lässt erst ihren Flirt Erwin Kintop, dann die gesanglich um Welten stärkere Susan Albers, am Ende auch den haushohen Favoriten Ricardo Bielecki hinter sich.

Am Ende steht die Wackelkandidatin Lisa Wohlgemuth zusammen mit Beatrice Egli im Finale und singt den von Bohlen komponierten Titel "Heartbreaker". Gegen die Schlager-Front kommt sie allerdings nicht mehr an. Lisa verlässt DSDS als Zweitplatzierte.

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