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Wenn der Kuchen pausiert, proben die Krümel den Aufstand. Während die Deftones auf die schnelle Genesung ihres Bassisten hoffen, ruhen sich Linkin Park immer noch auf ihren emsig erarbeiteten Lorbeeren aus.
Die derzeitigen Inhaber des Nu Metal-Throns sind mit ihrem bislang durchschlagendsten Werk "Minutes To Midnight" (2007) noch immer in diversen Albumcharts vertreten. Dank sechs Millionen verkaufter Exemplare bekamen sie vom Internationalen Verband der Musikindustrie (IFPI) das Gütesiegel "erfolgreichste Rockband des Jahres 2007" verpasst.
So ändern sich die Zeiten – die beständig schrumpfenden Korn sind längst nur noch ein Schatten ihrer selbst, Limp Bizkit sind völlig in der Versenkung verschwunden und die krisengeplagten Deftones haben zuletzt mit "Saturday Night Wrist" gerade noch mal die Kurve gekriegt.
Und die sechs Kalifornier von Linkin Park waren zur richtigen Zeit am richtigen Ort und füllen immer noch das Vakuum, das die Vorgänger hinterlassen haben. In Ermangelung neuen Songmaterials schicken sie die darbende Fangemeinde nun mit dem Doppelpack "Road To Revolution - Live At Milton Keynes" zum Überwintern.
Alle Die Hard-Freunde des Fünfers dürften mit der zweiten Konzertaufzeichnung zum Hören (CD) und Sehen (DVD) über die Weihnachtsfeiertage gut beschäftigt sein. Zwar gibt das von Labelseite angeführte Verkaufsargument "umweltfreundliche Verpackung aus recyceltem Material" berechtigten Anlass, an der Hörerfreundlichkeit des eigentlichen Inhalts zu zweifeln, doch sobald "One Step Closer" über den Bildschirm flimmert, werden die Bedenken größtenteils weggewischt.
Abstriche muss man beim Gitarrensound hinnehmen, der im Mix gegenüber dem dominanten Gesang deutlich den Kürzeren zieht. Live kommen Linkin Park daher nicht ganz so wuchtig und breitwandig daher wie auf dem gleichnamigen Tonträger. Und ob hier tatsächlich alle Spuren "live" eingefangen wurden, darf bezweifelt werden.
Für ihre Verhältnisse präsentieren sich die Rap-Rocker mit Mut zur Elektropopballade am 29. Juni 2008 im Londoner Milton Keynes National Bowl wohl in Topform: 18 (CD) respektive 19 (DVD) Songs mit überdurchschnittlicher Hitparadenquote quer durch die Diskographie, wobei das aktuelle Studioalbum mit acht Stücken am stärksten berücksichtigt wird.
Sehr zur Freude der 50.000 johlenden Zuschauer holen Cester, Bob, Brad, Phoenix, Joe und Mike zur Zugabe noch einen altbekannten Überraschungsgast auf die Bühne: Bastard Pop Kollaborateur Jay-Z supportet seine Kumpels bei den beiden Nummern "Numb/Encore" und "Jigga What/Faint" am Mic. Und Herr Z genießt es sichtlich, seine Skillz zur Abwechslung mal vor Rockpublikum zu präsentieren.
"Im letzten Jahr haben wir über hundert Projekt Rev-Shows vor Hunderttausenden von Fans gespielt", fasste Sänger Chester Bennington die Tour zusammen. Jeder dieser Gigs sei etwas ganz Besonderes gewesen, "aber die Milton Keynes-Show war eine der denkwürdigsten. Es war einer dieser Abende, an denen Band und Publikum eine Einheit bildeten, und wir wollten diese Erfahrung mit allen Fans teilen, die in dieser Nacht nicht selbst dabei sein konnten."
Diese können dankend annehmen und die drei versteckten Songs auf der DVD suchen. Der Rest braucht diese aalglatte Packung wohl weniger oder dürfte sich in Anbetracht des Titels mindestens zu Recht fragen, was daran bitteschön revolutionär sein soll.
| Shop | Titel | Info | Preis | Porto | Gesamt |
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Linkin Park - Road to Revolution-Live at Milton Keynes | Infos (Lieferzeit/Service) | €8,97 | €3,95 | €12,92 |
"Cester, Bob, Brad, Phoenix, Joe und Mike"
what? Ich würd sagen er meint: Chester, Rob, Brad, Phoenix, Joe und Mike.
"Und ob hier tatsächlich alle Spuren "live" eingefangen wurden, darf bezweifelt werden."
Es ist allgemein bekannt, dass sich LP Live so ziemlich anhören, wie auf Platte. Es kommt vor, dass instrumentals mit eingebauten "exotischen Instrumenten" abgespielt werden, die SO live nicht gespielt werden, aber Gitarrenriffs auf jeden Fall NICHT. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass sie das noch "retouchiert" haben. Wenn die live aufnahme zu lasch war, hätten sie einfach n anderes Konzert vertonen können, die schneiden doch eh immer alles mit...
Eine schwache Rezension, an der ich schon nach der ersten Zeilen stark das Interesse verloren habe.
Deftones in einem Atemzug mit abgehalfterten Nu Metal Veteranen nennen? Disqualifikation!
LinkinPark ist und bleibt kitschiger mainstream emo-schrott. bissel pseudoklavier da, bissel weinerliches rumgeheule dort und dann noch paar verbrauchte riffs - fertig is die linkin-soundsoße. jetzt könnt ihr euch gern alle aufregen, trotzdem is das billiger (auf hochglanz polierter) müll.
ich erwarte die ersten lamentierenden die-hard- fans.
aber ein zugeständnis muss ich machen: mit linkin park hab ich immerhin zum metal gefunden! als sie noch ein wenig nach metal geklungen haben...
früher fand ich linkin park echt gut, mich haben zwar schon immer diese sinnlosen live alben etc. gemervt, aber ich mochte die musik, aber minutes to midnight ist nur noch dreck und diese geldmacherie mit dem live zeugs führen sie fort.....naja LP r.i.p

Warum zur Hölle nennt man LP jetzt noch Nu-Metal-Band? Was bitte hat das neue Album zu 90% mit Nu-Metal zu tun? o.O
....jo stimmt schon. Hybrid Theory geht aber noch.Hatte früher mal so ne Likin Park Phase die mich dann zu der "härteren" Musik geführt hat 
wenn ich linkin park und live in einem satz lese, muss ich an das foo fighters interview denken
Overdubs sind völlig okay.
Macht Phil Collins ja schliesslich auch.
Ich fahr mal das Boot gegen die Strömung, ich kann mit Linkin Park viel anfangen.
Die Live Alben hol ich mir zwar nicht, aber die Studiosachen gefallen mir. Auch Shinodas Ableger Fort Minor weiß zu gefallen.
Wieviele Bands gibt es noch, die diesen (Crossover) Sound haben?
Nur weil die NuMetal (== Crossover) Szene es nicht geschafft hat, etwas großes neues zu werden, hat sie doch viele Menschen geprägt.
Danach kam ja der ganze Quatsch mit den "The-Bands" und "Garagen" Sound. Diesen Trend finde ich mal richtig, richtig schlecht. Und da hat sich keiner drüber ausgelassen, dass die am Ende doch alle den selben Sound haben und nichts nennenswertes produziert haben.
Und ja, Limp Bizkit kommen zurück, wie sie das machen, liegt noch in der Zukunft und steht einer Bewertung noch bevor, aber sie kommen zurück (was ich auch gut finde, aber genug gegen die Strömung geschwommen, sonst geh ich noch unter) 



Mal kurz was zu dem Album:
Wie schon gesagt ist der Sound erstklassig. Da hört man einfach raus, dass da schon ordentlich Geld in die Aufnahmen geflossen ist.
Aber was noch viel interessanter ist, ist natürlich die Musik selbst und da haben Linkin Park wirklich eine gute Wahl getroffen. Aus jedem Album wird mindestens ein Lied genommen. So z.B. von "Collision Course" "Numb/Encore", von Reanimation "KRWLNG", von "Hybrid Theory" "One Step Closer" und von Meteora "Numb".
Die Lieder werden fast immer in einer sehr ansprechenden Art präsentiert und ganz selten bekommt man einfach nur einen lauen Aufguss der Album-Version. So wird bei "Pushing Me Away" auf eine Piano-Version zurückgegriffen, bei der Chester beweisen kann, wie sehr sich seine gesanglichen Fähigkeiten in den letzten Jahren verbessert haben. Früher war ich von Live-Auftritten der Band wirklich immer enttäuscht, weil Chester einfach nicht die Stimme halten konnte (das sie nicht ganz so kräftig wie auf CD klingt, ist nicht mal das Problem), aber inzwischen hat er wirklich dazu gelernt.
Gutes Album. Wertung geht deshalb voll in Ordnung, denn für ein Live-Album kann man einfach nicht mehr geben.
meiner meinung nach ist es vollkommen egal, ob man lp geil oder zum kotzen findet.
objektiv sollte eines klar sein:
von den ganzen bzw meisten sog numetalbands, welche vor ein paar jahren das licht der welt erblickten, konnte man künstlerisch im wesentlichen nicht so viel erwarten; zu schwaches songwriting, zu wenig wiedererkennungswert (außer zb korn).
lp hingegen verfügen über das musikalische talent, total eingängige catchy melodielinien zu schreiben, ohne daß die musikalische qualität leidet und ins banale abgleitet.
gerade seit sie sich aus dieser zwanghaften hiphop-isierung der frühphase befreit haben (die auch besser weil persönlicher klang, als bei kollegen a la papa roach und co), sind die tracks vielleicht nicht so aggressiv, aber songstrukturell gehaltvoller.
titel wie breaking the habit oder shadow of the day sind schon arg nah am perfekten popsong (im sinne von unterhaltungssong) und funktionieren pathetisch im stadion gleichermaßen wie a-capella in intimer clubatmosphäre.
diesen spagat schafft auch das album
zusätzlich schreiben sie mitunter intelligente texte, die sowohl sprachlich wie auch inhaltlich überdurchschnittlich sind.
das können als gesamtpaket nur wenige.

Ausserdem hat Linkin Park einfach ein paar Klassiker die immer gehen, also so zum Anhören.
In the End. Points of Authory etc..
da gibt es von limp bizkit aber auch mehr als genug. nookie, break stuff, faith, my generation, rollin´ etc. dass kommt auf partys immer gut!
die review ist übrigens unterirdisch. weshalb haben die deftones mit dem letzten album "gerade so" die kurve gekriegt? SNW ist doch großartig. und auch die s/t ist gut, zwar kein white pony niveau, aber gut.
und nUmetal machen mittlerweile weder die deftones, noch linkin park.
[quote:7bf49d9dce="JOO!"]da gibt es von limp bizkit aber auch mehr als genug. nookie, break stuff, faith, my generation, rollin´ etc. dass kommt auf partys immer gut![/quote:7bf49d9dce]
Nur haben Limp Bizkit mit ihren letzten beiden Alben ihren Status vernichtet.

der mit dem "perfekten popsong" war ich.
dein posting unterschreibe ich sofort für den allergrößten teil des numetal. doch genau zu solchen hüpfburg-metalbands zählen lp ja nicht (mehr).
ich unterstelle mal, dass du die von mir angesprochenen beispiele kennst. natürlich muß man diese lieder nicht lieben. ich halte es nur für unfair, eine band, die inzwischen viel eher in der poprockenden ebene fuß gefasst hat - die näher bei den rock-global-playern u2, coldlplay oder oasis zu verorten ist - immer mit derselben keule zu kommen, obwohl das einfach nicht real dem songwriting und arrangement entspricht.
tja, so unterschiedlich sind da die empfindungen.
mit meteora gehe bis auf zwei drei ausnahmen konform mit dir.
aber m2m ist für mich die häutung hin zu großem pop mit clever eingesetzten gitarren und piano. den songwriterpreis des jahrtausends kriegen die natürlich nicht.
aber schlechter als die gegenwärtigen durchschnittscomebacks der großen namen a la springsteen oder oasis ist das auch nicht.
und das spricht man ihnen oft zu unrecht ab; die einen, weil sie enttäuscht sind über die veränderung; die anderen, weil sie das kiddie-bandvorurteil haben.
dass ausgerechnet ich als schöngeist hier den lp-verteidiger gebe, kommt mir langsam selbst merkwürdig vor.
entweder überseht ihr alle was bei der band oder die haben es geschafft, mich perfekt zu manipulieren.
ich hoffe, ersteres trifft zu 
oasis haben ein versuchtes stetig misslingendes dauercomeback, dessen anfang die shoulder of giants war.
außerdem verstehst du doch trotzdem, wie mein posting inhaltlich gemeint ist
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