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Ohne Doppelleben geht für den gemeinen Popact heute ja gar nichts mehr. Mindestens zwei Referenzsysteme muss der heute schon pflegen, will er 1. halbwegs von seiner Musik leben und 2. nebenher auch noch irgendwie Indie-Kredibilität wahren.
Lily Allen, Feist und Regina Spektor haben zuletzt vorgemacht, wie man Charthit und gehauchten Alternativcharme konsequent zusammendenkt. Lenka Kripac aus Australien zieht jetzt nach.
Auch Lenka greift immer schön hübsch in die private Referenzkiste und pult da Björk, Elliott Smith und Nick Drake als Idole hervor; andererseits tritt sie demnächst beim SWR3 Pop-Festival auf, also im musikalischen Umfeld von Xavier Naidoo und Queensberry.
Auf der einen Seite covert die Anfangdreißigjährige Friendly Fires auf BBC Radio, auf der anderen verkauft sie den Schema X-Singalong von "The Show" an amerikanische Bekleidungsketten und TV-Serien. Und so weiter und so fort.
Derart sterbensöde, belanglose 08/15-Zuckerpop-Blaupausen für kleine, niedliche, harmlose, unsichere, manchmal ganz verschüchterte, dann wieder Blümchenwiesen-euphorische, nicht erwachsen werden wollende, ihr Schicksal in die Hände von Beziehungsglück und männlichem Widerpart legende Lolli-Mädchen muss man aber trotzdem nicht produzieren. Das hat ungefähr so viel Schmiss wie Emilias 1998er-Hit "Big Big World".
Dass sich manch überregionaler Schreiberkollege (wegen der Verwendung von total abgefahrenen Bläsern und Streichern in vielen Songs?) tatsächlich zur Vergabe eines Indiepop-Tags hinreißen lässt, verdient eigentlich nur konsterniertes Kopfschütteln. Von lyrischen Kostproben sieht diese Rezension jedenfalls mit guten Gründen ab.
Wer meint, dass er "Lenka" gehört haben muss, bezeichnet vermutlich auch Til Schweiger als tollsten deutschen Schauspieler und die Neon als politisches Monatsmagazin. Das hier besitzt leider nicht mal Trash-Chic.
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Die Single ist schon äußerst langweilig, aber auf Albumlänge muss das absolut einschläfernd sein. Was soll überhaupt dieses blöde Gehauchgesinge, das man zur Zeit an allen Ecken und Enden zu hören bekommt?
Frage mich, was für ein fangirl/boy für die momentane 5-Punkte-Userwertung verantwortlich ist.
Tja, von mir 'ne 2/5! The Show ist ganz nett, obwohl er totgespielt wird und ein bisschen belanglos ist. Trouble is a Friend ist dann aber ein ganz guter Song. Das war's dann auch, leider. Der Vergleich geht automatisch zu Sara Bareilles rüber, die mit Love Song einen ähnlichen Lauf nahm und auf laut.de die gleiche Rezi bekamm wie Lenka. Wobei mir Saras Album eindeutig mehr gefällt!
Für das Album gilt das Gleiche wie für "The Show": Ganz nett, wird aber schnell langweilig.
2/5 hätten's aber schon werden dürfen, bei ner 1-Punkt-Bewertung schwingt für mich immer so ein bisschen "Erzeugt Ohrenkrebs" mit, und das ist meiner Meinung nach trotz aller Nettigkeit und Belanglosigkeit nicht der Fall.
Die Single is ja ganz nett, mehr aber auch nicht..frage mich immer wieder, warum die Radiosender auf solches weichgespueltes Zeug abfahren!! Was sind das eigentlich fuer Musikredaktionen, die sowas erneut und erneut anpreisen?? Achso richtig, wuerde man den Leuten
tagsueber etwas vor den Latz geben, dass sich vom Radioeinerlei abgrenzt, wuerden diese sich vergrault fuehlen und abschalten bzw. nen anderen Sender suchen, wo weichgespueltes Zeug laeuft....
Das Album?...............ne, brauch ich nicht..da warte ich lieber, bis meine Lieblingsaustralierin Delta Goodrem etwas Neues bringt...da weiss man, dass man guten und anspruchsvollen (Piano)-Pop bekommt..
und Geruechten zufolge soll es ja bereits Ende diesen / Anfang naechsten Jahres soweit sein...Ich hoffe dann aber nicht nur in Australien...
Ganz so übel ist das Album auch nicht.
Mr. Manthe hatte aber sicherlich auch nicht gerade seinen besten Tag erwischt, mir ist in der Review eine Spur zu viel an reinem "Bähhh..was fürn Scheiß" enthalten.
Wäre Lenka vielleicht höchstens mal Mitte 20, man könnte ihr diesen etwas triefenden Charme des Kleinmädchenhaften eher abnehmen...mit 31 Lenzen ist das eben etwas schwierig(er).
Dennoch ist es ein Album, das ich durchaus am Stück hören kann, ohne daß ich den berühmten Ohrenkrebs bekomme. Passabler bis recht ordentlicher Mainstream-Pop mit zumindest recht hohem Wiedererkennungswert. Die Texte vergessen wir mal, was im Grunde problemlos zu schaffen sein sollte. Ansonsten darf man auch gerne ab und an mitschnippen, wenn das Album im Hintergrund säuselt.
Man sollt es mit dem "Boah ist das schlecht" hier nicht zu sehr übertreiben, finde ich.
Mir gefällt das Album.
Es ist natürlich nichts was man als Weltklasse bezeichnen kann. Aber ich glaube das ist auch nicht der Gedanke hinter diesem Album gewesen.
Es ist einfach als Gute-Laune-Pop-Album gemeint gewesen (ob das ganze Album in diese Musikrichtung geht lasse ich mal offen...), und ich denke, diese Bedingung erfüllt Lenka mit Bravour.
Denn was ist besser zum Nebenbei-Hören und Davon-Gute-Laune-Kriegen als Musik, auf die man sich nicht zu sehr konzentrieren muss um sie zu verstehen und die einfach mal so gar nicht anspruchsvoll ist?
3/5.
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