Porträt

laut.de-Biographie

Leng Tch'E

Razorgrind ist die Bezeichnung einer Foltermethode aus China. Dabei wird das Opfer in feinen Schnitten in möglichst viele Stücke zerteilt. Die Crux bei der Sache ist, dass das Opfer dabei nichts spürt, bis es zu spät ist. Razorgrind ist seit Leng Tch'E auch eine neue Kategorisierung eines Subgenres des Metal.

Die Ursprünge der belgischen Band liegen in der Grindcore-Formation Anal Torture. Als es mit dieser zu Ende geht, gründen die übrigen Mitglieder Anfang 2001 Leng Tch'E. Ziel ist, noch extremere und härtere Mucke zu machen.

Das setzen Gitarrist Glen Herman (Dark Ages) und Drummer Sven De Caluvé (Aborted-Frontmann) sogleich in die Tat um. Später kommen Shouter Isaac Roelaert und Bassist Kevin dazu. Damit sind die Razorgrinder komplett.

Das Debütalbum nehmen sie in den CCR Studios in Belgien auf, wo auch schon Aborted zu Werke gingen. Bei The Spew Records aus Italien erblickt das Werk mit dem naheliegenden Titel "Death By A Thousand Cuts" 2002 das Licht der Öffentlichkeit. Mit den Grindcorelern von Black Ops erscheint kurz darauf eine Split-CD.

Es kommt zu einem Support von Amon Amarth in Israel, dann dreht sich das Line Up-Karussell ausgiebig. Am Ende bleiben Sven (Drums, Vocals), Nicolas Malfeyt (Bass), Geert Devenster und Jan Hallaert (beide Gitarre) übrig. Als neuer Brüllwürfel stößt Boris Cornelissen hinzu.

Wie im Grindcore üblich, veröffentlichen Leng Tch'E nicht nur mit "ManMadePredator" (2003) und "The Process Of Elimination" (2005) weitere Alben, sondern auch diverse Splits und Singles. 2006 gelingt ihnen der Sprung über den Atlantik, sie touren sowohl in den USA als auch in Kanada. In Deutschland sieht man Leng Tch'E hingegen nur im August auf dem Summer Breeze-Festival.

Für die Aufnahmen zu "Marasmus" ziehen sich die Belgier mit Produzenten Fredrik Nordström in die Fredman Studios (At The Gates, Arch Enemy) zurück, den finalen Mix verleiht dem Teil Alan Douches in New York (Nile, Mastodon). Zu haben ist die Scheibe im März 2007, bevor es erneut auf Tour geht, unter anderem mit Immolation oder Krisiun.

Danach packt mit Drummer Sven das letzte Originalmitglied sein Koffer und drückt die Sticks Tony Van den Eynde in die Hand. Geert hat die Band verlassen. Am Mikro müssen sich die Fans ab Mitte 2008 ebenfalls an einen neuen Mann gewöhnen: Fortan brüllt Serge Kasongo durch die Boxen.

Nachdem es im selben Jahr auf einer Split mit Fuck The Facts bereits einen Vorgeschmack gibt, folgt 2010 mit "Hypomaniac" der erste Longplayer im neuen Line-Up. Wie sich zeigt, gehören die ganz rohen, brutalen Momente weitgehend der Vergangenheit an.

Alben

Leng Tch'E - Marasmus: Album-Cover
  • Leserwertung: 4 Punkt
  • Redaktionswertung: 4 Punkte

2007 Marasmus

Kritik von Michaela Putz

Verdammt abwechslungsreiches Album der Razorgrinder. (0 Kommentare)

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