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Jörn Menge über finanzielle Engpässe bei Laut Gegen Nazis und die Frage, warum sich manche Bands gegen rechts engagieren und andere nicht.
Hamburg (joga) - Seit sechs Jahren engagiert sich Laut Gegen Nazis e.V. gegen Rechtsradikalismus, Rassismus, Antisemitismus und Homophobie. Der Verein hat bereits viele Aktionen und Kundgebungen organisiert, er unterstützt - gemeinsam mit der Amadeu Antonio Stiftung Berlin - junge Initiativen, die mit viel Zivilcourage z.B. gegen Ausländerfeindlichkeit kämpfen. Und er geht stets dahin, wo es wehtut, etwa in die Fußballstadien, in denen rechte Gesinnung sich oft artikuliert.
Unterstützung erfährt der Laut Gegen Nazis e.V. dabei von prominenten Musikern wie Smudo, Silbermond oder Bela B. Natürlich ist man aber auch auf Spenden angewiesen, und genau daran hapert es seit einigen Monaten. Wir sprachen mit Jörn Menge, dem Initiator und Kopf von Laut Gegen Nazis über die aktuelle Situation und die Frage, warum sich manche Bands oder Musiker gegen Nazis engagieren und andere nicht.
laut.de: Am 4. September findet auf dem Spielbudenplatz in Hamburg eine große Kundgebung für den Verein Laut Gegen Nazis statt, weil euch finanzielle Mittel fehlen. Wird es schwerer für euch, Unterstützer zu finden und woran liegt das?
Jörn Menge: Der 4. September 2010 war eigentlich schon länger als Großkundgebung für ein bundesweites Zeichen gegen Rassismus, Antisemitismus, Homophobie und Menschenverachtung geplant. Hierfür haben wir den Justizsenator der Hansestadt Hamburg Dr. Till Steffen als Schirmherren gewinnen können. Erst Ende Juli wurde deutlich, dass unsere wirtschaftliche Kraft keine langfristigen Planungen mehr zulässt. Bis zu 60% Einbrüche auf der Einnahmenseite im ersten Halbjahr, haben uns dann veranlasst, eine offizielle Pressemitteilung zu unserem Geldmangel zu versenden.
Einerseits ist sicherlich auch bei uns die Folge der Wirtschaftskrise zu spüren. Unternehmen, die noch vor einem Jahr Projekte mit finanziert hätten, haben diesen Zustand zumindest als Argument benannt. Wobei erschreckend ist, dass ein Teil der befragten Unternehmen sich deshalb nicht engagieren, weil sie bei diesem Thema einen Umsatzeinbruch bis zu 30% fürchten. Das entspricht den Statistiken, die sagen, dass ca. 30% der Bundesbürgerinnen und Bundesbürger rechtsradikales Gedankengut in ihren Köpfen tragen (lt. Studie/Friedrich Ebert Stiftung und statistischer Erhebung des Bundestags).
Aber auch Spender und neue Mitglieder für den Verein Laut gegen Nazis e. V. (unser Förderverein), blieben in den letzten Monaten aus. Zudem ist das Thema Rechtsextremismus auch kein beliebtes Spendenthema. Wir haben da zwar einige Erfolge erzielt. Grundsätzlich aber ist das Thema unattraktiv und es gibt Berührungsängste mit einem unangenehmen Thema, das uns aufgrund der Vergangenheit des Landes alle angeht. Aber wir können natürlich auch kein amtliches Ergebnis vorweisen und behaupten, dass wir mit unserer Arbeit erreichen, dass es weniger Nazis und Rechtsextreme gibt. Wir bauen keine Brunnen.
Prominente Persönlichkeiten aus Kultur und Gesellschaft unterstützen eure Arbeit, darunter einige deutsche Musiker und Bands. Sucht ihr eure Partner selber aus, oder nehmt ihr auch 'Bewerbungen' entgegen?
Selbstverständlich fragen wir die Persönlichkeiten auch an. In den letzten Jahren war es allerdings auch so, dass wir ein erhöhtes Engagement feststellen konnten und viele unserer Partner auf uns zukamen. Ein durchaus positives Signal. Bewerbungen gibt es in dem Sinne nicht. Viel mehr leben wir von der Mund zu Mund-Propaganda und davon, dass sich Persönlichkeiten mit Herz engagieren und nicht mit der PR-Brille.
Wer hat euch bislang am meisten unterstützt?
Das ist eine schwere Frage, jedoch können wir sagen, dass Smudo, Peter Lohmeyer, Silbermond, Sportfreunde Stiller, Revolverheld unsere ersten Partner wurden. Und das vor sechs Jahren. Jede Partnerin und jeder Partner hat sein vollstes Engagement im Rahmen der mit ihnen durchgeführten Aktionen und Veranstaltungen erbracht. Auch die hier nicht erwähnten Künstlerinnen und Künstler. Dafür danken wir, weil sie ihre Popularität für ein ernstes Thema unkompliziert zur Verfügung stellen. Keiner der Künstler und Bands hat je Gagenforderungen gestellt.
Achtet ihr auf die politische Einstellung eurer Partner?
Wer sich bei unserer Kampagne engagieren möchte, ist herzlich willkommen. Wir handeln nach dem demokratischen Prinzip der Meinungsfreiheit und sind überparteilich. Hierbei geht es darum, gegen den wachsenden Rechtsextremismus in Deutschland zu agieren. Dies bleibt unser Thema. Wer wen wählt, interessiert uns nicht.
Silbermond propagieren etwa in "Irgendwas Bleibt" den Rückzug aus einer unübersichtlichen Öffentlichkeit ins Private. Stört euch das nicht?
Fakt ist, dass Silbermond uns immer dann, wenn es öffentlich wird, stark unterstützen. Ein Liedtext unterscheidet sich meist vom wahren Leben. Dazu fällt uns ein Urteil schwer, aber wir können sagen, dass diese Band uns öffentlich nie im Stich gelassen hat.
Habt ihr schon mal eine Zusammenarbeit abgelehnt?
Wir lehnen eine Zusammenarbeit nur dann ab, wenn jemand die PR-Wirkung unserer Kampagne nutzen möchte ohne hinter der Aussage zu stehen. Gott sei Dank haben wir bisher nur gute Erfahrungen gemacht und hatten nie das Gefühl, dass uns jemand benutzt. Für alle Beteiligten lege ich meine Hand in das Feuer, dass diese in keiner Weise auf sich selbst bedacht sind.
Habt ihr schon mal jemand - z.B. wegen seines Gesinnungswandels - rausgeschmissen?
2005 hat sich die ehemalige Ex-Tagesschausprecherin Eva Herman mit einem Hörbuch und kleinen Aktionen im Rahmen unserer Kampagne glaubwürdig engagiert. Bis zum Jahr 2007. Als ihr erstes Buch erschien, waren wir bereits skeptisch. Als ihr zweites Buch erschien, mussten wir aufgrund ihres Verhalten einen Ausschluss aus unserer Kampagne anstreben und haben diesen auch erwirkt. In ihrem zweiten Buch hatte sie die Familienpolitik der Nazis beschönt und auch entsprechend in Interviews agiert. Der NDR kündigte ihr nach diesem Desaster ebenfalls ihre Arbeitsstelle. Wir hatten sie zeitgleich aufgefordert, eine Stellungnahme bei uns über ihre Äußerungen abzugeben. Dies tat sie nicht, so dass wir sie auffordern mussten, nachdem sie sich mit der Teilnahme bei uns in der BILD öffentlich für ihre missverständlichen Aussagen zur Nazipolitik entschuldigen wollte, nicht mehr mit uns in der Öffentlichkeit zu argumentieren. Vor etwa einem Jahr sandte sie uns sprachwissenschaftliche Auswertungen über ihre damals getätigten Aussagen zu. Sie wollte durch uns rehabilitiert werden. Wir haben darauf nicht mehr reagiert.
Habt ihr schon einmal Absagen von Bands oder Musikern bekommen? Die Ärzte beispielweise engagieren sich ja bereits anderswo. Rammstein dagegen wollten aus anderen Gründen nicht, oder?
Nun, das kommt vor. Die Ärzte und Die Toten Hosen haben ihre eigenen Aktionen gegen Nazis. Bela B. unterstützt unsere Kampagne aus vollem Herzen als Solo-Künstler und sammelte ohne, dass wir es wussten bei seiner letzten Tournee Spenden für unseren Förderverein. Von Rammstein haben wir durchaus Absagen erhalten. Es sei klar, woher die Band kommt (linkes Spektrum Berlin) und es sei indiskutabel, sich unbedingt gegen Rechtsextremismus öffentlich zu engagieren, war immer die Aussage. Man kann es der Band vielleicht nicht übel nehmen. Jedoch wird sie auch aufgrund ihres Auftretens von sehr vielen Menschen kritisiert. Es hat etwas Martialisches, Germanisches, wenn man sich die Shows ansieht. Wir kritisieren hierbei ganz deutlich, dass man in Kauf nimmt, auch das falsche Klientel aus der rechten Szene auf seine Konzerte zu ziehen. Dies ist sogar nachweisbar. Bei jedem bisher durchgeführten Konzert der Band in Deutschland, haben uns Securitys und auch das Personal berichtet, dass rechtsextreme Gäste durchaus zu sehen und zu spüren waren. Bei Rammstein hätten wir uns durchaus ein Engagement im Rahmen unserer Kampagne oder im Rahmen anderer toller Aktionen von Initiativen gewünscht. Eine öffentliche Stellungnahme zu diesem Thema findet seitens der Band nur sehr selten statt.
Du meinst also, dass Rammstein ein Engagement bei euch ablehnen, weil sie finanzielle Nachteile fürchten?
Es wäre unverschämt, der Band so etwas zu unterstellen. Nur böse Zungen würden davon ausgehen, dass eine Mitwirkung bei Initiativen gegen den Rechtsextremismus in Deutschland auch den Umsatz von Rammstein schmälern würde. Jedoch wollen wir niemanden etwas unterstellen, sondern würden uns natürlich freuen, wenn Rammstein klar Stellung bezieht und vielleicht selber erklärt, warum ein Engagement in diese Richtung so gut wie gar nicht stattfindet.
Worin siehst du die wichtigsten Ziele für die Zukunft?
Die wichtigsten Ziele unserer Kampagne sind klar definiert. Wir wollen unabhängig ein Bewusstsein in der Zivilgesellschaft zu dem Thema Rechtsextremismus und Nazis schaffen, damit Rassismus, Antisemitismus, Homophobie und Menschenverachtung keine Chance haben. Hierzu bedienen wir uns an PR und Marketingstrategien. Nur leider ist es so, dass immer mehr Menschen das Thema nicht sehen wollen und als unangenehm empfinden. Wir leben in einer Zeit, in der Zeitzeugen der NS-Vergangenheit aussterben. Wir wollen erreichen, dass neue Nazis keine Chance erhalten, ihre menschenverachtende Ideologie in die Gesellschaft zu tragen. Mit Hilfe der Popularität unserer Partner können wir die Gesellschaft sensibilisieren.
Dabei wünschen wir euch viel Erfolg!
Bin selbst Ausländer und mit Sicherheit kein Unterstützer der gewaltsamen Aktionen von Rechtsextremen. Denn Gewalt ist nie eine Lösung!! Dennoch sollte man als Deutscher sein eigenes Volk und seinen Stamm wahren, so ist es in Frankreich und so ist es auch in anderen Ländern. Denn anderfalls geht Deutschland kaputt! Schließlich sollten sich Ausländer den Deutschen und dem deutschen Lebensstil, Kultur, Mentalität und Sitten anpassen und nicht umgekehrt. Und da sehe ich hierzulande einige Probleme!
Rammstein wird kritisiert wegen ihrem Auftreten von wegen germanischen Shows etc.??? Was ist denn falsch daran?? Darf man denn hierzulande nicht einmal auf seine Staatszugehörigkeit und Geschichte stolz sein ohne gleich als Nazi verdächtigt zu werden?? Die deutsche Geschichte hat einige Schattenseiten, es ist aber nicht alles schlecht was schlecht gemacht wird, genauso wenig wie alles Gold ist was glänzt..lol...
"Wir lehnen eine Zusammenarbeit nur dann ab, wenn jemand die PR-Wirkung unserer Kampagne nutzen möchte" ... "sondern würden uns natürlich freuen, wenn Rammstein klar Stellung beziehtund vielleicht selber erklärt, warum ein Engagement in diese Richtung so gut wie gar nicht stattfindet"
Rammstein wollen einfach unpolitisch bleiben und sich in keine politische Richtung drängen lassen. Die Band ist nicht politisch. Die Texte nicht. Ihr Auftreten nicht.
Btw. engagiere ich mich auch viel gegen Nazis. Trotzdem kann man Rammstein nicht dazu zwingen irgendwas zu tun.
[quote:a83f8d93f3="Shlumpf!"]
Das wundert hier ja auch niemanden mehr[/quote:a83f8d93f3]Warum muss sich jemand rechtfertigen, wenn er keine lust hat sich politisch zu äußern, bzw nicht die politische richtung dieses verein's vertritt? es wurden schon mehr anti-rechts veranstaltungen organisiert, als ausländer in deutschland verprügelt worden sind. Absolut belanglos euer politisches gewixe und genauso an der realität vorbei, wie die rechte haltung eurer gegner.Warum organisiert ihr z.b nicht lieber schulartikel und bildungsmaterial für bedürftige kinder um was zu ändern, anstatt euch narzistisch an eurer eigenen moral zu befriedigen? Leute wie ihr, mit ihrem schuhkarton-denken, haben über jahrzente jeden vernünftigen dialog und jede kritik, die zur positiven entwicklung einer gesellschaft notwending ist, im keim erstickt und die unzufriedenheit der menschen in diesem land gestiftet.Ihr seid die hauptursache weshalb europa rechts gewählt hat, oder was nicht zu hoffen ist, rechts wählen wird.
@dezibiel: was du da schreibst, ist absolut hanebüchener Unfug. Niemand muss sich für seine politischen Äußerungen (oder Nicht-Äußerungen)rechtfertigen? Oh doch, zumindest wenn man nicht als Feigling, der seine wahre Haltung verschleiert oder als absolut unbedarft und naiv erscheinen will.
Schulartikel und Bildungsmaterial für Bedürftige sind ganz sicher eine gute Sache, haben aber nichts mit dem Rechts-Links-Problem zu tun. Als ob tatsächliche oder vermeintliche soziale Benachteiligung ein Grund für Gewalt und Hass auf andere sein kann. Dialog und Kritik zu einer positiven Entwicklung einer Gesellschaft sind absolut notwendig, setzen aber voraus, Ursachen nicht immer bei anderen, sondern zunächst auch bei sich selbst zu suchen. Und genau diese Suche nach Schuldigen an der eigenen Lage werfe ich Rechten UND Linken vor.
@ hela
was willst Du überhaupt? Deine meinung aus meinem mund hören? Und wenn dies nicht der fall ist, mich in die ecke drängen und druck ausüben bis ich diese vertrete? Das nennt sich gleichschaltung. Wenn ich keine lust habe meine politische meinung zu publizieren, kannst du mich nicht dazu zwingen. Warum nicht gleich mir eine Schild umhängen, welches mich als RAF opfer darstellt und zum töten auffordern. Wäre diesmal bestimmt irgendwie in ordnung für dich.
Ich bin selber gegen rassissmus. Wenn aber bald auf breite front gegend ausländer gemacht wird ist unbestritten, auch wenn nicht zu rechtfertigen, die einseitige berichterstattung in den medien mit zu verantworten.
Ich bin entsetzt, dass hier in diesem Forum so viele Relativierer, Verharmloser, Blinde, Taube, Ahnungslose und mit rechtem Gedankengut kokettierende Kommentatoren unterwegs sind. Sich als Musiker gegen Rechtsextremismus einzusetzen halte ich schon allein deswegen für sinnvoll, da Musik nun mal von Rechtsextremen benutzt wird, um ihre menschenverachtende Ideologie unters (vor allem junge) Volk zu bringen. Sich dagegen zu positionieren (auf welche Art auch immer), halte ich für eine Selbstverständlichkeit.
Was das Beispiel "Rammstein" angeht: Natürlich wissen die, dass die viele Fans aus dem rechten / braunen Spektrum haben. Und natürlich heißt das noch lange nicht, dass sie selber rechts sind (das sind sie auch wohl nicht). Sie kokettieren aber mit Versatzstücken brauner Symbolik, Sprache und Gestik. Dazu gehören u.a. Musikvideos mit Ausschnitten aus Leni Riefenstahls Propagandafilmen, das martialische Auftreten und die Goebbelsche Sprachästhetik. Wer das nicht sieht und hört, ist nicht nur auf einem Auge blind bzw. auf einem Ohr taub. Selbstverständlich würden die Teile ihrer Fans vergraulen, wenn sie sich klar gegen rechts positionieren und natürlich hätte das sicherlich auch Auswirkungen auf die Umsätze dieser Band. Etwas anderes anzunehmen wäre naiv. Dümmliche Ausreden zusammen zu stricken, macht die Sache nicht besser.
Besonders bedenklich finde ich, dass so ein Kommentar, wie der von 18:38 Uhr hier stehen bleiben kann (abgesehen von "John Rambo" mit seinen paranoiden Überfremdungsängsten). Ja, man kann sehr wohl alle Nazis über einen Kamm scheren, und das, obwohl es dicke, dünne, große, kleine, junge und alte davon gibt. Alle zusammen eint eine menschenverachtende Gesinnung. Für diese Gesinnung sind viele bereit, gewalttätig zu werden. Die ideologischen Wegbereiter, die sich nicht selber die Finger schmutzig machen, stehen dabei den Schlägern in puncto Amoralität in nichts nach. Ende der Durchsage!
Lieber Don Altobello,
die menschen haben eine so paranoide überfremdungsangst, weil städte wie brüssel z.B. jetzt schon zu 60% aus nicht Belgiern bestehen und Grüne Politiker aus Kreuzberg wegziehen, weil Sie Ihre Kinder nicht der Integration opfern wollen. Vielleicht wohnst Du im Allgäu aber wenn ich nach 18.00 in meiner kleinstadt vor die türe gehe, fühle ich mich fremd in Deutschland, weil keiner mehr deutsch spricht und auch nur noch wenige deutsche anzutreffen sind. In vielen läden lassen mich die meisten Ausländer dann auch verstehen, dass ich eigentlich nicht unerwünscht bin und begegnen mir herablassend. Ich habe 2 monate in Kanada, 1 jahr in Australien und 1,5 jahre in den USA gewohnt, wo ich dieses gefühl nur in schlechten bezirken vermittelt bekommen habe und mich ansonsten wohler gefühlt habe als momentan in Deutschland. Dort wurde auch wirklich multi kulti gelebt. Ich habe einen hochschulabschluss und plane deutschland mit meiner ausländischen frau und unserem kind in den nächsten jahren zu verlassen, sowie 100 000 andere qualifizierte leute jedes jahr, die wohl erahnen, wo das ganze hinsteuert.
Nur wer würde in den USA noch Rammsteinplatten kaufen, wenn sie sich gegen Rechts engagieren würden? Die leben nunmal von ihrem "deutschen" Image und sind doch gerade DESWEGEN in den USA auch erfolgreich. Außerdem wüsste ich nicht, seit wann es verwerflich ist, wenn eine Band NICHT an politischen Konzerten teilnimmt... dann könnte man Accept, Scorpions oder Westernhagen auch gleich als Nazis bezeichnen...
an laut.de: man, wann kriegt ihr hier endlich ne saubere Zitier-funktion hin?
laut.de 3.0 ist bereits mehrere Monate halt, und es funktioniert noch immer nicht richtig - lächerlich.
Und was ist mit all den andern schönen Versprechen à la Ersatzforum?
@ dezibel
Ich bin in Essen-Kray aufgewachsen, mir kann sicherlich keiner was vormachen. In meinem Post ging es auch nicht darum, dass es Probleme mit der Integration in diesem Lande gibt. Natürlich gibt es die. Aber wenn es Leute gibt, die ganz sicherlich keinerlei Rezepte für eine bessere Zukunft dieses Landes haben, dann sind das Rechts- bzw. Links- oder Sonstwieradikale.
richtig, dieses ganze radikal zeugs nervt, genau wie sämtliche zigtausen aktionen dagegen. muss ehrlich sagen, dass ich jetzt noch keinerlei veränderung nach einer solchen aktion bemerkt habe. festzustellen sei aber noch, dass mir linksradikale-hippie-die-welt-ein-land-sülzer genau so aufn sack gehen, wie rechtsradikale-alles-plattmachen-was-anders-ist-hohlbirnen.
einfach mal die mitte wählen und den kopfinternen schwarz-weis fernseher gegen einen mit hoher auflösung und farbe tauschen...
@dezebiel: es ist absolut nicht mein Ziel, dich oder irgendwen sonst hier in die Ecke zu drängen. Es geht mir aber darum, möglichst vielen Leuten klar zu machen, dass Kunst, Musik etc. keinesfalls so unpolitisch und harmlos sind, wie manche glauben! Altobello hat es oben am Beispiel Rammstein verdeutlicht - die Reihe ließe sich beliebig fortsetzen. Egal ob es um Rechte, Linke oder auch integrationsunwillige Ausländer geht - sie alle eint eine Unkultur der Abgrenzung gegenüber den "anderen" und diese dokumentiert sich meist auch in ganz bestimmten künstlerischen Ausdrucksformen. Wer sich dieser Ausdrucksformen dann bedient, muss sich zumindest grobe Fahrlässigkeit vorwerfen lassen und braucht sich nicht zu wundern, wenn der Beifall
von der falschen Seite kommt.
Ich verweise auf Don Altobellos Kommentar von oben als den bestmöglichen Kommentar - und nominiere ihn für den sinnvollsten Kommentar seit Beginn von laut.de
(was natürlich nicht besonders schwer war zu knacken ;-) )
Ich verweise auf Don Altobellos Kommentar von oben als den bestmöglichen Kommentar - und nominiere ihn für den sinnvollsten Kommentar seit Beginn von laut.de
(was natürlich nicht besonders schwer war zu knacken ;-) )
[quote:3ad89825df="Shlumpf!"]
Hör mal ich hab ganz andere Sorgen als mich von jemanden aus einem Musikforum im Internet als Nazi bezeichnen zu lassen nur weil derjenige anscheinend blind oder selber ein Faschist ist. Und dazu einfach unfähig ist zu diskutieren. Über mir sind genug andere die das auch für Schwachsinn halten aber ich bin ja der Onkelzhörer. Frag mal den Dude der ja selber halber Türke ist ob ich ihm wie ein Nazi vorkam!Don Altobello: Du verkennst, dass das Prinzip der Hetze durch Musik in beide Richtungen funktioniet. Klar rufen Rechte durch ihr Liedgut mitunter auch zur Gewalt gegen Andersdenkende auf. Das tun Linke aber ebenso. Dort wird es aber toleriert. Man will ja nix dagegen sagen, bevor man noch selbst als Rechter dargestellt wird. DAS ist ebenso ein Mittel des Faschismus, was diese Leute eigentlich bekämpfen wollen. Und dann auch noch Menschen hier als "Relativierer" darstellen, weil sie eine abweichende Meinung haben? Das geht mal gar nicht. Genausowenig solltest du deinen Posaunenchor mit "Ende der Durchsage" schließen und anderen Leuten die Möglichkeit nehmen, sich argumentatorisch daran zu reiben. Das ist im höchsten Maße autoritär und ein faschistoides über-den-Mund-fahren. Mach dir bitte erst einmal Gedanken über deine eigene Gesinnung. Hinterfrage sie. Nur dadurch bist du davor gefeit, selbe Fehler zu begehen wie diejenigen, gegen die du anzugehen versuchst. Alles andere lässt dich zu einem selbstgerechten Krieger verkommen, der Feuer mit Feuer bekämpft. Und weißt du was? Die Nazis von damals dachten auch, sie wären die Guten.
hab den ganzen scheiß hier nicht gelesen, aber ich finds aufmunternd zu sehen, daß so viele andere auch kein leben haben. danke!
[quote:f74932fb76="Shlumpf!"]Spenden. Macht mich nicht zum Heiligen, aber weil ich weiß, dass mein Engagement ansich limitiert ist, versuche ich nicht, jede Initiative von Anfang an klein zu reden[/quote:f74932fb76]
Hab ich das gemacht?
@Don Altobello: selten so ein treffendes posting gelesen.
@Hustensaft: selten so ein armseliges posting gelesen.
Ich verweise auf das Beispiel im Bezug auf Sarrazin (User Bimsbirne).
Wenn 51% der Leute dessen Thesen recht geben, dann bin ich der Meinung dass es höchste Zeit ist die Probleme anzusprechen und nicht wegzusehen! Meinungsfreiheit ist da ein ganz wichtiger Punkt. Wenn man aber natürlich jede Klage gegen Kopftuchtragen gleich als nazistische Einstellung bezeichnet, führt dieser Weg ins Chaos!
Jeder muss sich anpassen und nicht umgekehrt. Und gerade das läuft in Deutschland verkehrt- sag selbst ich als Bürger mit Migrationshintergrund.
Don Altobello, danke für deinen Kommentar. Deinen Einleitungssatz kannst du aber leider nicht nur auf das Forum hier, sondern auf die Gesellschaft im Allgemeinen übertragen. Muss man sich ja nur mal die Reaktionen (z.B. Leserbriefe in der Tageszeitung) auf diesen Sarrazin-Spinner anschauen, jetzt haben die ganzen Rechtskonservativen endlich wieder einen zum Anbeten, in dessen Schatten sie ihre ausländerfeindlichen Sprüchlein bringen können. Irritierenderweise ist diesen Leuten oftmals gar nicht bewusst, wie sehr sie sich mit ihren Äußerungen am rechten Rand entlang hangeln, weil ja, man ist schon gegen Ausländer und ja, Juden sind schon was Böses, aber rechts? Ich doch nicht. Wahnsinn.
Und lieber Dezibiel, ich wünsche dir viel Glück auf der Suche nach einem neuen Heimatland, in dem Inetgration und das Miteinander verschiedener Kulturen zu 100 % funktioniert (wir haben es hier mit einem gesellschaftlichen Wandlungsprozess zu tun, der auf "beiden Seiten" eine Annäherung erfordert und sowas funktioniert nicht von gestern auf heute). Da das, wie ich vermute, schwer sein dürfte, schlage ich vor, dir ein Land zu suchen, in dem "Andersartigkeit" in welcher Form auch immer von Staats wegen gar nicht erst zugelassen ist. Allerdings dürftest du dann gewisse Schwierigkeiten bekommen.
P.S.: Wenn ich irgendwo noch mal zu lesen bekomme, dass links- und rechtsradikal praktisch dasselbe ist, dann kotz ich.
ach herrje, immer dieses Geschimpfe gegen rechts blubb blubb. Warum gibt esm mal nicht ein Event gegen Autonome? Am besten am selben Tag während einer NPD-Demo irgendwo im schönen Grünen. Jeder bekommt Stichwaffen und Knüppfel und los gehts.
Würde mich bei so einer Gutmenschen-Kinderkacke als Band auch nicht hergeben.
an die sarrazin-kritiker hier:
habt ihr überhaupt eine einzige zeile seines buches gelesen? denke wohl eher nicht... ansonsten schließ ich mich sanchos letztem post an, dass ihr euch vonjeglicher diskussion drückt indem ihr nur andere posts stark redet und die gegenmeinung als schwach anprangert...
Ich habe nicht alles gelesen, was hier steht.
Ein möchte ich klar stellen: (Rechts-)extremismus ist nicht politisch. Es widerspricht den Menschenrechten, über die wir uns hoffentlich alle einig sind. Jeder Mensch ist gleich und verdient es gleich behandelt zu werden.
Unabhängig davon, ob jemand nun lieber einen Sozialstaat oder einen martkliberalen Staat möchte.
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