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Die Popdiva stellt Rekorde auf: 13 Mal war sie bei den MTV Video Music Awards nominiert, acht Trophäen staubt sie ab. Vor Rührung kullerten Tränen.
Los Angeles (anu) - Derzeit gibt es kein Entkommen vor Lady Gaga: Nachdem die Skandalnudel ihren mit Fleisch behangenen Körper auf dem Cover der japanischen "Vogue Hommes" präsentiert hatte, gehörte sie am Wochenende auf den 27. MTV Video Music Awards in L.A. zu den Gewinnern. Sie nahm acht Trophäen mit nach Hause und war damit die Abräumerin des Tages.
Tränen von Gaga
Die Popdiva musste sich ohnehin keine Sorgen machen, mit leeren Händen nach Hause gehen zu müssen: Mit 13 Nominierungen, unter anderem in den Kategorien beste Künstlerin, bestes Pop Video und bestes Dance Video für "Bad Romance", stellte sie einen neuen Rekord in der Geschichte der VMAs auf.
Vor Rührung kullerte ein Tränlein über ihre Wange, als Popmutti Cher ihr den Hauptpreis für das Video des Jahres überreichte. Nebenbei verriet Gaga den Titel ihres neuen Albums: "Born This Way" soll es heißen, eine kleine Kostprobe folgte auf dem Fuße.
Die 24-Jährige grub tief in der Verkleidungskiste und fischte dabei für jeden Auftritt eine neue Skurrilität heraus: Auf gelenkbrecherischen Plateau-Absätzen, mit meterhohem Federschmuck auf dem Kopf und in luftigem, fleischfarbenem Outfit stakste sie auf die Bühne und wechselte zwischen den Preisvergaben immer wieder die Kostüme. Ob ihr das wohl der Geist von Andy Warhol eingeflüstert hat? Mit dem soll sie regelmäßig imaginäre Gespräche führen, auf deren Grundlage sie all ihre Entscheidungen fällt.
Taylor Swift vs. Kanye West
Auch Eminem zählte zu den glücklichen Gewinnern: Achtmal war er nominiert, zwei Mondmänner in den Kategorien bester Künstler und bestes Hip-Hop-Video für "Not Afraid" nahm er mit nach Hause.
Ebenso unvermeidbar wie Gaga: Justin Bieber. Die Nervensäge Nummer eins stellte in der Rubrik Bester Nachwuchs Kesha, Jason Derulo, Nicki Minaj und die Broken Bells in den Schatten. 30 Seconds To Mars packten ihre Trophäe für das Beste Rock-Video für "Kings And Queens" auf ihre Motorräder, mit denen sie angerollt waren.
Obwohl Taylor Swift trotz Nominierung keinen Preis abräumte, ließ sie es sich nicht nehmen, ihre Bühnenperformance zu einem persönlichen Rachefeldzug gegen Kanye West zu machen: Zu Zeilen wie "32 and still growing up now" teilte sie mit ihrem neuen Song ordentlich aus. Kanye nahms gelassen: Er beendete die VMAs mit einer fulminanten Show inklusive Goldregen und rehabilitierte sich damit für die Peinlichkeiten seines letztjährigen Auftritts.
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