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Gaga ist also so was wie der MJ des Post-Millenniums, die Madonna der Gegenwart, die personifizierte singuläre Massenhysterie aller Boybands der vergangenen Dekaden. Auch wenn sich diesen Erfolg zwar niemand so recht erklären kann, besonders hinsichtlich der kurzen Laufzeit ihrer Karriere, lassen die statistischen Superlative am Status der Künstlerin keine Zweifel offen. Stattdessen scheint der Stuhl im Pop-Olymp erst einmal unantastbar, ganz gleich welche Qualität "Born This Way" innewohnt.
Das Phänomen Gaga darf als Spiegelbild einer medial übersättigten und gleichzeitig abgestumpften Gesellschaft gesehen werden, flehend um Sensation und lechzend nach immer schockierenderem Aktionismus. Oder als symbolische Willenlosigkeit des kommerziellen Musikgeschäfts, als simple Sättigung eines Marktzweiges, geregelt durch die globale Nachfrage. Oder schließlich als feist ausgeklügelte Strategie, via vorgekautem Marketing- und Mediaplan, den Ruhm eines Weltstars zu erlangen.
Der Erfolg von Stefani Joanne Angelina Germanotta liegt nicht nur in der Fügung und perfekten Ausführung dieser Kriterien, besonders aber in der konsequenten Konzeption ihrer selbst. Ihre eigentliche Funktion im Showbusiness, die einer Musikerin, spielt längst nur noch die Nebenrolle. Die Musik wird vielmehr zu einer Art Alibi, das die Daseinsberechtigung des exzentrischen Exhibitionismus legitimiert. Gaga ist keine Künstlerin mehr, Gaga selbst erwuchs inzwischen zum Kunstwerk.
Dazu gehören verstörende, Verwirrung stiftende Auftritte, die Wahrung der Illusion um ihre Figur und der gutmütige Deckmantel moderner Kunst. Ein Album wird dadurch zwar zum Sprachrohr eines ganzen Projekts, stellt letztlich aber nicht mehr dar als das Werk eines Werks bzw. das Produkt eines Produkts. Wenn man diesem sogleich anschmiegsame Labels wie Avantgarde-Techno-Rock für dosenüblichen Pop attestiert und ein Albumcover im Heavy Metal-Chic präsentiert, weil das so ja gar nicht vereinbar sei, zeigt das die gähnende Oberflächlichkeit der aktuellen Unterhaltungsindustrie, wie sie um Beachtung buhlt, perfekt auf.
Teil des Gaga-Werks ist allerdings auch der Einsatz für Minderheiten, ob für homosexuelle Soldaten, für anzupassende Einwanderungsgesetze oder als Spendenaufruf in den eigenen sozialen Netzwerken. Lady Gaga wird als postmoderne Avantgarde-Ikone umjubelt, gleichzeitig wird ihr als engagierte Aktivistin im Kampf um Gleichstellung niemand gerecht.
Während die Erläuterung der Person Gaga einiges an Zeit bedarf, bleibt der musikalische Output dieser Künstlerin weitaus simpler zurück. Als Pokerface 2.0 eröffnet "Marry The Night" den langersehnten Nachkömmling: "Ma-ma-ma-marry/ Ma-ma-ma-marry/ Ma-ma-ma-marry the night/ Oh/ Ma-ma-ma-marry/ Ma-ma-ma-marry/ Ma-ma-ma-marry the night". Ähnliche Wiederholungsstakkati, halbgare Übersteuerungen als Relikt der fiepsenden New Rave-Modeerscheinung, verhaltene Verse, übertriebene Hooklines, kein geglückter Opener. Leider sind das exakt die Accessoires, mit denen Frau Gaga ihre gesamte neue Kollektion plant.
Im Vorfeld fand "Born This Way" bereits reichlich Beachtung, wegen seiner angeblich unübersehbaren Nähe zu Madonnas "Express Yourself". Zwar klopft der Track der Queer-Szene aufmunternd auf die Schultern ("Don't be a drag, just be a queen"), allerdings klingt er vielmehr wie David Guettas "When Love Takes Over". Und das dazu noch ziemlich ebenbürtig ärmlich. Stattdessen kuschelt "Judas" viel enger mit "Like A Prayer". Außer einer wobbelnden Basslinie und dem gezückten Zeigefinger hat der Track aber keine ähnliche Sensation wie dessen Vorreiter zu bieten.
"Goverment Hooker" dagegen zeigt endlich einmal musikalische Qualität. Und dann auch ziemlich exakt auf, warum Lady Gaga die gesamte Szene zu einer Four-To-The-Floor-Marschroute verleitete, die sich von leichten 8-Bit-Sounds speist und mit Arpeggios Flipper spielt. Der Beat, endlich nicht ganz so gewohnt plump, dafür catchy, bouncig, ein paar Soundeffekte aus der Pariser Szeneküche und schon kann sich der Track sehen lassen. Wäre da nicht wieder einmal eine Hook, die das Fremdschämen als neue olympische Disziplin ausruft. Umgarnt von sinnlosen Flächen, langwierigen Synthesizer-Decken und Sing-Sang-Message wird binnen zwei Takten aus dem selbstproklamierten Hipster-Future-Sound billigster Kirmes-Techno, der zur Happy Hour im Kettenkarussell einlädt.
Alle Tracks auf "Born This Way" besitzen klare, eingängige Melodien, deren Mission in der Ohrwurm-Zucht liegen. Das Pop-Schema fungiert als bewährtes Fundament im funkelnden Pailletten-Palast. Das Übel liegt auch nicht in der Gestaltung der Verse, die Refrains verunstalten den Gesamtbeitrag. Sie sind es, die aus dem eigentlich künstlerischen Anspruch ein gerade mal schwaches Pop-Bläschen aufpusten. Das machen auch Tango-tanzende Gipsy-Cumbia-Gitarren im inhaltlich eigentlich stärkeren Stück "Americano" nicht wett. Menschenunwürdiger als die Einwanderungsgesetze der USA ist nämlich dieser spezielle Refrain, der aus der Gesellschaftskritik eine Folk-Schlagerparade à la Costa Cordalis macht.
Dada-Gaga wie in "Scheiße", wo unkenntliche, deutsch anmutende Wortfetzen ohne Sinn und Verstand knarzende Synthies von 2 Unlimited treffen, hält seinen Erwartungen als treibendes Rave-Brett auch nicht lange stand, jumpstylt dagegen lieber ausgiebig zu Eurodance und wäre ohne Chorus wieder gar nicht so blöd. Egal, "I, I wish I could be strong without the scheiße, yeh".
Die Definition der eigenen Freiheit mit "As free as my hair" zu vergleichen, halte ich jetzt einfach mal so unpassend wie die Katy Perry-Nachahmung in "Bad Kids", das seine rauen Electro-Rock-Gitarren einfach mal über Bord wirft.
Zwar versucht sich die Skandal-Nudel auf dem Album an etwas brachialerem Rotz-Sound, der die Skrupellosigkeit aller Punks dieser Erde vereinen möchte. Übrig bleibt aber nur eine Version mit kindergesicherten, abgeschliffenen Nieten.
"Born This Way" findet seine Klasse, wenn es eben nicht den neongefärbten Skandal-Marktschreier mimt, sondern auch mal ruhiger wird, wie in "Blood Mary", das Justice-gechoppte Samples hinter dem zurückgehaltenen Gesang verbirgt. Diese Momente sind aber viel zu rar.
Lady Gaga versteht die Inszenierung. Sie landet Performance-Acts statt veritabler Hits. Im kollektiven Gedächtnis bleibt dieses überschrill produzierte Glam-It-Produkt mit künstlerischem Anspruch auf alle Fälle, jedoch kein einziger Song, der die musikalische Zeitgeschichte prägt oder gar erschüttert wie im Falle "Thriller".
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Die Review ist GENAU so ausgefallen wie ich sie erwartet habe: 'Government Hooker' und 'Bloody Mary' werden gemocht weil sie anderst sind und mehr gelaber über Frau Gaga selbst als über das Album.
Das Album hat einiges mehr zu bieten als diese Kritik aufzeigt, aber anscheinend taucht Laut nur tiefer in die Materie ein wenn sichs um irgendeinen Künstler/Album handelt das nicht Major ist oder "Mainstream" fährt.
Klar, jeder seine Meinung. Aber diese plumpe Verheizung von aktuellen großen Künstlern nervt mich langsam wirklich.
KillPikachu, ist dir aufgefallen, dass die Kritik irgendwie ... überlang ist?
Ich finde es richtig frech, dass man Kate Bush nur einen winzigen Text widmete, aber hier ins Obit abschweift. Und ganz ehrlich - mehr als Lady GaGa die Person ist Lady GaGa nicht. Musik ist das Alibi, absolut.
Und wenn du ganz genau drauf achtest ist der Text klar strukturiert. Die erste Hälfte handelt von Lady Gaga und die zweite von der "Musik".
Ich will jetzt keine Worte zählen, aber hier wird mehr über Musik geredet als in anderen Reviews.
Wenn du das hier mit einer Bat for Lashes Rezension vergleichst wird dir auffallen, dass man hier verdammt gut auf den Inhalt des Albums eingegangen ist.
Ob es dir nun passt was drin steht ...
Auf Laut.de wirst du wohl nicht glücklich werden.
Gute Review, stimmt fast 1:1 mit Meinung überein.
Diese Review finde ich noch besser:
http://sputnikmusic.com/review/43507/Lady-Gaga-Born-This-Way/
Starkes Album, nach dem 170. Durchhören und ich möchte bitte einen klaren Gegenbeweis in Form eines Selbsexperiments bevor jemand das Album kritisiert.
Wieso hat das Moped eigentlich ein Gesicht?
Ach und gelungene Review Laut.de, könnts gleich in die nichtvorhandene Meilenstein-Kategorie verschieben, damit ich es auf die schnelle finde ohne mich durch das gesamte Archiv zu wühlen, falls ich mal eine Besprechung verpasse.
hehe... hoffentlich koppelt sie "Scheiße" exklusiv für den deutschen Markt als Single aus...
Ist es nur Autosuggestion, oder hört man neben sinnlosem, eher französisch anmutendem Baby-Brabbel auch so was wie "Isch lieben... Fräulein...", und vor allem aber "ar***gef***t wer'n..." aus der Strophe raus?
Ansonsten - vollkommene Zustimmung. Musik als belangloses, effekthaschendes und kalkültriefendes Beiwerk zur Vermarktung einer Kunstfigur.
... So so ... wie ich auch auf der Streamseite mit den 3 "Vorabsongs" schrieb, gefallen mir 4 Songs auf diesem Album sehr gut... und ehrlich gesagt wundert es mich, um zum Teil auch nicht. Ich verabscheue Mainstream-Pop-Musik und höre fast nur Alternative, Electronica und Rock. Ich muss aber sagen, dass die Tracks Americano, Marry the Night, Scheiße und Goverment Hooker extrem gut produziert worden sind. Ich finde das Experimentelle und der Einfluss von elektronischen Sounds zum Teil sehr gelungen... So deswegen wundert es mich nicht, dass ich doch eine Tracks auf dieser LP gerne höre. Es wundert mich auch warum ein Vogel seit 15min die ganze Zeit wie bescheuert vor meinem Fenster fliegt.
Na ja, Miss GaGa ist die Ikone des Mainstreams und ganz ehrlich: Mir bleiben mehr ihre seltsamen Outfits im Gedächtnis, als ihre doch zum Teil sehr eintönige Musik. Das ist einfach Fakt. Würde sie normale Klamotten tragen, wäre sie nicht so erfolgreich. Außerdem finde ich das ganze Projekt "Gaga" langsam etwas eintönig und ich glaube nicht, dass sie in ein paar Jahren noch so erfolgreich sein wird. Mich regt aber eins an ihr wirklich auf: Sie verdrängt zum Teil andere Künstler bzw. ich lese nur noch Vergleiche wie z.B. "Die hat den gleichen Stil wie Gaga, das ist von ihr kopiert oder auch oh ja Künstler XY ist viel besser als Lady Gaga." Nur eben zur Information: Schaut euch mal Videos von Moloko/Roisin Murphy und iamamiwhoami an. Die gab es vor Gaga. Mehr brauche ich da nicht zu sagen.
Es sind verdiente 2 Punkte. Ich habe 17 Tracks gehört und fand sgaen wir mal 3 1/2 gut und das ist für mich zu wenig. Also danke für die Review, ich kann dieser nur zustimmen.
... ich habe übrigens noch nie so ein schlechtes Cover gesehen. Hat sie das selber gemacht? 
Ich stimme unbedingt zu das die Review viel zu lang und vor allem in vielen Teilen nichtsagend ist oder nichts neues mitteilt. Gaga das Gesamtkunstwerk, Musik ist nur ein Alibi und so weiter... Das alles wussten und wissen wir schon. Von diesem neuen Album wird man auch nur darin bestätigt das die Gaga eigentlich nur im Nichtskönnen gut ist. Traurig nur das so viele auf dieses Nichts total abfahren.



@KillPikachu Nee, wieso? Katy Perry macht wenigstens keine prätentiose Bullshit-Mukke, die mehr sein will, als sie ist.
"Skandal-Nudel" ... da ist es wieder Laut.de, das gefühlte 100ste mal, dass ihr sie mit genau diesem Titel beschreibt.
Dabei hat Gaga deutlich weniger (richtige) Skandale als die ganzen geprügelten Rihannas, drogensüchtigen Britneys und wie sie alle heißen...
@KillPikachu Und wenn schon? Ein Katy Perry Album mit Zuckerwatten-Cover soll auch nicht mehr sein. Ein Album, dass von der Künstlerin selbst als Pop-Album der Dekade angepriesen wird, sollte meiner Meinung nach deutlich mehr bieten.
Was haben denn Lily Allen und Kate Nash gemeinsam? Bisschen vorsichtig, wer hier mit wem verglichen wird.
@IEatBounty Der Smilie sollte ausdrücken, dass die Aussage nicht ganz ernst gemeint ist. Ich finde zwar Lily Allen um Längen besser, aber natürlich kann man die beiden nicht vergleichen.
ist schon klar das Lady Gaga überbewertet wird aber so beschissen ist das Album auch wieder nicht 3/5
Wir sind uns doch wohl alle in einem Punkt sicher: Rebecca Black ist die einzig wahre.

Sie hätte im Vorfeld den Mund nicht so voll nehmen sollen, das verstärkt nur den Wunsch mancher, sie scheitern sehn zu wollen (wie z.B. laut.de-Redaktion?) Ich halte das Album für echt gelungen. Nach den Singles "Judas" und "Hair" hab ich echt wenig erwartet, aber das sind mMn auch die schwächsten Songs der Platte. Umso stärker war dann die Freude darüber, dass die restlichen Songs gut ins Ohr gehen, abwechslungsreich sind und gute Lyrics haben 4/5
PS: "Government Hooker" ist der absolute Wahnsinn 
oder Jeanette Biedermann, die will jetzt auch wieder Comeback starten! (zum 4. mal)
Ach geil, ich dachte ich wär der Einzige der ständig auf den Refrain von der Guetta Nummer wartet wenn das Lied in der Arbeit im Radio läuft (wovor man sich ja kaum retten kann).
Review klingt passend, Album wurde aber nicht gehört, was sich wohl auch nicht ändern wird, es sei denn, mein Freund mit dem fürchterlichen Musikgeschmack packt sich das ins Auto.
danke herr chugtai f d tolle review.
beste deutschsprachige musikanalyse. der punkt mit den versauenden refrains ist in der tat leider richtig.
einbettung ins soziokulturelle fehlt auch nicht.
d a s ist genau d i e sorte ausgewogener review, die spextypen und diskursrockfans nie auf die reihe kriegen. :bier:
Leserwertung 5 Punkte, wow, da haben unsere forums-fangirls hier aber mächtig auf die Tube geklickt 
Das nennt sich Review? Sollte es hier nicht um die Musik gehen? Warum besteht der Großteil des Textes aus einer Charakterisierung der Öffentlichkeitsperson Lady GaGa? Sowas hat NICHTS in einer Rezension des Albums Born This Way verloren. Die stärksten Songs der Platte sind hier gar nicht angesprochen worden!
Ich war kein Lady Gaga-Fan bis zu diesem Album. Habs so aus Langeweile vor der Veröffentlichung gezogen und es hat mich richtig umgehauen. Heute morgen hab ichs daher sofort samt "The Fame" und "The Fame Monster" gekauft. Auf Born This Way ist kein Song dabei, den ich nicht irgendwie mag.Schon beim ersten Hören fand ich Marry the Night, Born This Way, Government Hooker, Bloody Mary, Black Jesus + Amen Fashion, Heavy Metal Lover, Electric Chapel, Yoü And I und die Country Road Version von Born This Way fantastisch.
Das Jahrzehnt ist noch lang, aber für mich ist das bisher das beste Album des Jahrzehnts, wie Gaga treffend gesagt hat.
Wie sie sich in der Öffentlichkeit gibt (in wieweit das jetzt gekünstelt oder echt ist lass ich mal aus und vor) finde ich oft auch nicht so prickelnd, aber das hat wie gesagt nichts mit diesem Album zu tun und sollte in einer Rezension, wie am Anfang angemerkt, nicht thematisiert werden!
Eines kann man der Frau Gaga nicht vorwerfen: Musikalische Einseitigkeit. Sie hat eine beeindruckende Stimme und dass sie alle ihre Songs selbst (mit)produziert zeugt davon, dass sie wirklich Talent hat.
In Born this Way sind alle möglichen Genres kombiniert. Die Betonung liegt eindeutig auf schnelle Beats, aber das finde ich keineswegs übel. Die etwas rockigeren Nummern gegen Ende der Platte (der Höhepunkt ist natürlich You and I) runden das Gesamtpaket perfekt ab und dieses ergibt das beste Album, das ich seit Langem gehört habe!
Auch wenn diese "Rezension" schrecklich ist, wird das Album millionenfach über den Ladentisch gehen und ihr werdet so mit der Musik zugeballert, dass ihr es am Ende ebenso mögt. 
Ich verstehe nicht warum sich die Leute so über sie aufregen. Aber über Plastikpüppchen aus der Fabrik wie Katy Perry und Konsorten beschwert sich niemand.
Lady Gaga kann:
- tanzen (im Gegensatz zu Katy Perry, Madonna, Britney...)
- ziemlich gut singen (im Gegensatz zu Katy Perry, Rihanna, Britney, Madonna)
- ihre Lieder selbst schreiben (im Gegensatz zu so ziemlich jedem)
Naja, sobald man polarisiert, wird man gehasst, so scheint mir jedenfalls. So hart wie sie arbeitet fast niemand, ihr sei der Erfolg gegönnt.
Das Ablum finde ich übrigens schlechter als The Fame/ Monster.
Die Gaga ist zu groß, als dass man sich bemüht, den künstlerischen Kern Ihrer Arbeit herauszustellen, der für Leute, die hinter die Gliterfassade sehen, ohne Zweifel da ist. Laut kann von mir aus gut und schlecht finden was es will, aber diese Bemühtheit einen Mainstream-Künstler auf Gedeih und Verderb Haare in die schmackhafte Suppe zu legen, ist unnötig. Es sei denn, laut.de möchte die Bild-Zeitung der Musikkritiker werden. Dann sollte laut auch seine Anspruch genauso darstellen.
Achja zum Album: 4/5 in der Kategorie Dance-Pop, 1/5 in der Kategorie Alternativer Punkrock. Je nach Schublade, nicht wahr?

Großartige Musik und extreme Weiterentwicklung. Ist ja fast schon wieder indie, das jetzt gut zu finden - wo alle über Gaga herfallen (selbst "Fans"), weil sie "Fame Monster 2.0" erwartet haben und nicht DAS HIER.
[quote:58dec3e000="Hey Apple!"]Ich verstehe nicht warum sich die Leute so über sie aufregen. Aber über Plastikpüppchen aus der Fabrik wie Katy Perry und Konsorten beschwert sich niemand.
Lady Gaga kann:
- tanzen (im Gegensatz zu Katy Perry, Madonna, Britney...)
- ziemlich gut singen (im Gegensatz zu Katy Perry, Rihanna, Britney, Madonna)
- ihre Lieder selbst schreiben (im Gegensatz zu so ziemlich jedem)
Naja, sobald man polarisiert, wird man gehasst, so scheint mir jedenfalls. So hart wie sie arbeitet fast niemand, ihr sei der Erfolg gegönnt.
Das Ablum finde ich übrigens schlechter als The Fame/ Monster.[/quote:58dec3e000]
tanzen - mag sein, aber auf der reeperbahn beim table / lap dance wär sie mit ihrem stil doch besser aufgehoben
singen - studio-software sei dank (klingt sie jetzt wie madonna, und die kann bekannterweise auch nicht singen)
selber schreiben - der alte mythos ... mag sein sie schreibt ein paar textzeilen und klimpert den netten herren vom produzententeam mal was dazu auf dem keyboard vor. du kannst davon ausgehen, dass sie mit dem ganzen "rest" des produktionsprozesses dieser elektro-dancepop-grütze so viel zu tun hat wie der papst mit dem orion versand


Scheinbar doch recht viele begeistert von der Platte. Interessant, dachtr das Album würde nur Hardcore-Fans gefallen.
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