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Musik-Redaktionen werden täglich mit haufenweise Promo-CDs bemustert. Manche finden gleich einen Liebhaber, andere werden zu Müll der besonderen Art: verkaufen, verschenken, wegwerfen - alles verboten!
Los Angeles (joga) - Wer einer CD überdrüssig ist, kann sie als Untersetzer verwenden, kann damit Frisbee spielen oder sie aus Wut bis zur Unkenntlichkeit zerkratzen - kein Problem. Nur wegwerfen sollte er sie nicht, zumindest wenn es nach der Universal Music Group in den USA geht.
Das Majorlabel versucht derzeit in einem Prozess durchzusetzen, dass auch das Wegwerfen von CDs als "ungenehmigte Verbreitung" und damit als Copyrightverletzung gelten kann. Konkret geht es um den Fall des Journalisten Troy Augusto, der Promo-CDs auf Ebay angeboten hatte und daraufhin von Universal verklagt wurde.
Augusto hatte erklärt, er hätte die CDs verschenkt oder weggeworfen, falls er auf Ebay keinen Abnehmer gefunden hätte. Die Vertreter der Anklage machen geltend, dass Augusto die CDs überhaupt nicht weitergeben dürfe, da er sie nicht käuflich erworben habe. Vielmehr würden Rezensionsexemplare im Besitz der Urheber verbleiben und an Journalisten nur ausgeliehen.
Die Verbraucherschutzorganisation Electronic Frontier Foundation (EFF) befürchtet negative Folgen auch für den gewöhnlichen Konsumenten, sollte das Gericht der Rechtsauffassung des Klägers folgen, und hat deshalb die Verteidigung Augustos übernommen. Die Anwälte von Universal wollen Augusto nämlich die Beweislast auferlegen, dass er die CD käuflich erworben hat.
In diesem Fall müssten Käufer von CDs künftig ihre Kaufbelege möglicherweise für Jahrzehnte aufbewahren - jedenfalls zumindest so lange, bis sie sicher sind, dass sie ihren Silberling weder verschenken noch verkaufen noch wegwerfen wollen.
http://www.heise.de/newsticker/Musikindustrie-will-Wegwerfen-von-CDs-verbieten--/meldung/106423
http://www.taz.de/1/leben/internet/artikel/1/mussolini-und-die-filesharing-jaeger/?src=AR&cHash=31aaf2504e
Es wird immer lächerlicher mit dem Musikbusiness... Früher hat man ohne das ein Hahn danach kräht LP´s auf Kasetten überspielt. Heute liegt ne Abmahnung im Briefkasten oder die Polizei steht vor der Tür. Wo soll das noch hinführen?

>Leider wird in dem Artikel fast überhaupt nicht deutlich, das es eigentlich nur um Promocds geht und nicht um CDs allgemein
Falsch: Die Verbraucherschutzorganisation Electronic Frontier Foundation (EFF) befürchtet negative Folgen auch für den gewöhnlichen Konsumenten, sollte das Gericht der Rechtsauffassung des Klägers folgen ...
(wer lesen kann ... )
was für ein hochgradiger schwachsinn!
es überhaupt zu wagen, den kunden - gleichsam den labelsupportern - als dankeschön für den kauf bzw das rezensieren (und damit bekanntmachen) auch noch in den arsch zu treten und ihnen die verantwortung für die entsorgung als drohkulisse aufzubürden, ist sowas von zum kotzen....da fehlen einem ja die worte.
superwerbung!
zum glück kann man zumindest alle in deutschland befindlichen journalisten und käufer beruhigen.
das wegwerfen einer sache bedeutet hierzulande ja die gezielte und bewußte aufgabe an allen eigentums-und besitzrechtlichen positionen.
dieses befugnis steht jedem eigentümer an einer sache vollkommen selbstverständlich zu.
das gezielte "in den verkehr bringen" einer sache hat eine gänzlich verschiedene begriffliche definition.
beides gleichzusetzen hieße wirklich an den eigentumsgrundfesten unserer rechtsordnung herumzupfuschen.
dies wäre bei uns nahezu unmöglich.
aber schöner test für die reife des us-zivilrechts 

sorry, aber promo cds verkaufen geht echt gar nicht. Alles gerne nehmen, immer auf Gästelisten stehen, massig finished products einpacken und dann damit noch einen kleinen nebenreichbach machen, hat genau so viel Stil wie Kids abmahnen, die das Video ihres Stars auf YouTube stellen.
Es ist schon richtig Leute anzuzeigen die Promo CDs bei Ebay vertickenn, denn dort steht auf den meisten dick und fett drauf "For Promotinal Use Only" manchmakl auch nicht so dick.
Aber ich arbeite selbst in einer Promoagentur, und sowas ist das letzte die CDs bei ebay zu verticken.
Verschenken aber ist vollkommen okay, was sollte auch dagegen sprechen. Nur jemand der nichts für diese CDs bezahlt hat, und aber damit Geld verdienen möchte, den sollte man auch an den Arsch kriegen.
Das ist nämlich auch dem Käufer gegenüber unfair.
Bei uns sind auch schon einige solcher Fälle aufgetaucht und das wird dann ganz rigoros an die anderen Labels u. Profirmen weitergeleitet und der derjenige wird dann halt nicht mehr mit Musik bemustert und zwar von niemanden.

Versetzt euch bitte mal in die Lage eines Tonträgerherstellers, von mir aus auch eines kleinen Indilabels. Wenn von durchschnittlich 200 Promoexemplaren auch nur ein kleiner Teil illegaler Weise verkauft wird, fehlt das einfach in der Kasse. Und die sind lange nicht mehr so üppig gefüllt um den Nachwuchs Gehör zu verschaffen. Das Argument, früher hätte kein Hahn nach überspielten Kasetten gekräht zieht heute gar nicht, angesichts der weltweit massig verfügbaren 1:1 Raubkopien. Sind illegale Kopien schon schlimm genug für Label und Künstler, dann soll der Verkauf von Promos lächerlich sein? Hallo?!
Versetzt euch bitte mal in die Lage eines Tonträgerherstellers, von mir aus auch eines kleinen Indilabels. Wenn von durchschnittlich 200 Promoexemplaren auch nur ein kleiner Teil illegaler Weise verkauft wird, fehlt das einfach in der Kasse. Und die sind lange nicht mehr so üppig gefüllt um den Nachwuchs Gehör zu verschaffen. Das Argument, früher hätte kein Hahn nach überspielten Kasetten gekräht zieht heute gar nicht, angesichts der weltweit massig verfügbaren 1:1 Raubkopien. Sind illegale Kopien schon schlimm genug für Label und Künstler, dann soll der Verkauf von Promos lächerlich sein? Hallo?!
Versetzt euch bitte mal in die Lage eines Tonträgerherstellers, von mir aus auch eines kleinen Indilabels. Wenn von durchschnittlich 200 Promoexemplaren auch nur ein kleiner Teil illegaler Weise verkauft wird, fehlt das einfach in der Kasse. Und die sind lange nicht mehr so üppig gefüllt um den Nachwuchs Gehör zu verschaffen. Das Argument, früher hätte kein Hahn nach überspielten Kasetten gekräht zieht heute gar nicht, angesichts der weltweit massig verfügbaren 1:1 Raubkopien. Sind illegale Kopien schon schlimm genug für Label und Künstler, dann soll der Verkauf von Promos lächerlich sein? Hallo?!






super, wie die diskussion hier läuft.
durch die höchstrelevanten 2-8 promoscheiben, welche die bundesdeutsche cd-industrie ja empfindlich zu treffen scheinen, geht hier zum glück auch keiner mehr auf den lappalien- und bagatellenartigen versuch der tonträgerkonzerne ein, hier in grundrechtsrelevante rechtspositionen eingreifen zu wollen.
ist ja auch pillepalle, das universal-europe ja wahrscheinlich das gleiche vorhätte, wie die us-kollegen, wenn man sie nur lassen würde.
....man.....man....man
paranoia, anders kann man das verhalten der musikindustie im moment nicht beschreiben.
die deutsche musikindustie möchte filesharer mit internetverbot bestrafen, die amerikanische will käufern jegliches eigentumsrecht absprechen, bin mal gespannt was denen als nächstes einfällt.
einfach ignorieren, und nichts mehr kaufen und zwar solange bis der gesunde menschenverstand bei dieser industrie wieder einzug hält.
gruss
Genug aneinander vorbei geredet 
Ich denke mein Standpunkt ist klar.
Dich zu überzeugen lieber Skywise, vermag ich vielleicht nicht im Stande sein, so hoffe ich zumindest die werten Mitleser entnehmen der Disskussion etwas brauchbares. Denn Label ist nicht immer gleich "böse Industrie" sondern manchmal auch einfach Idealist und integer. Also Augen auf beim Musikkauf.
die labels, welche ich und andere hier zu kritisieren belieben, sind ja auch die multinationalen konzerne; nicht das knuffel-label um die ecke. 

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