Porträt

laut.de-Biographie

LaVive

Unaufhörlich arbeitet die Casting-Maschinerie. Im Dezember 2010 heißen die Klone LaVive. Aus der Talent-Suche "Popstars" gehen sie das zu diesem Zeitpunkt aktuellste Destillat aus einer weiteren Runde Verdampfung von Jungmädchen-Hoffnungen hervor.

Same procedure as every year: "Girls Forever" lautet Mitte 2010 der RTL-Aufruf zur Bewerbung von Heerscharen williger Mädchen um einen Platz in der späteren Band. Nahezu ein halbes Jahr lang zieht sich der Vorauswahl-Prozess durch 16 deutsche Städte, dokumentiert von Werbeclip-überfluteten Shows im hauseigenen TV-Sender.

Als Fachjuroren entscheiden Choreograph Detlef D! Soost, Die Happy-Sängerin Marta Jandovà und Produzent Thomas M. Stein, welche Mädchen nach einer monatelang andauernden Prozedur zwischen Workshops, Talent-Shops und Girls at Work-Übungen das Zeug zum "Popstar" haben. Zusammengeschrumpft auf elf Teilnehmerinnen wirft man die Single "I Swear" auf den Markt.

Danach erfolgt die Verdichtung von zehn Kandidatinnen auf die endgültigen vier späteren Band-Sängerinnen. Via Online-Abstimmung können die Zuschauer über den Namen der Combo bestimmen. Zur Wahl stehen neben LaVive auch Panter Loop und Metro Chics.

Am 9. Dezember 2010 freuen sich drei Dunkelhaarige und eine Blondine in der Finalshow über ihren Sieg: LaVive bestehen künftig aus Sarah Rensing, Julia Bergs, Katrin Mehlberg und der (zum Karrierestart) nachnamenlosen Meike.

Arbeiten LaVive mit liebevoll in langer, harter Arbeit entstandenen Songs? Pustekuchen. Bereits einen Tag nach der Wahl steht mit "No Time For Sleeping" wie von Zauberhand die erste Single zum Abverkauf parat. Nur eine Woche später, passend zum Weihnachtsgeschäft, buhlt das Debüt-Album "No Sleep" um willige Käufer. Mit einem Neuaufguss von Sounds, die auch ähnlich zusammengestellten Acts wie Monrose und Queensberry zu überschaubarem Ruhm verhalfen.

Leonore, Gabriella, Antonella und Victoria heißen nun also Sarah, Meike, Julia und Katrin. Doch in Sachen der Qualitäts-Zuordnung in Sachen Musik bleibt alles beim Alten: austauschbarer Allerwelts-Pop auf der Höhe der Zeit, hergestellt und konzipiert zum schnellen Verzehr.

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