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Sony BMG verklagt das Unternehmen The Amergence Group auf Schadensersatz. Das von der Firma produzierte Kopierschutzprogramm hatte PCs anfällig für Hackerangriffe gemacht und Rechner beschädigt.
München (al) - Der deutsch-japanische Major SonyBMG verklagt das Unternehmen The Amergence Group auf Schadensersatz. Vor knapp zwei Jahren hatte SonyBMG ein von der Firma entwickeltes Kopierschutzsystem verwendet, das Verbraucherschützer bald als Spyware identifizierten. Die Folge war ein immenser Imageschaden und Schadensklagen in Millionenhöhe.
The Amergence Group hatte, damals noch unter dem Firmennamen Suncomm International, das CD-Kopierschutzprogramm MediaMax entwickelt. Das Programm installierte beim Abspielen von CDs Treiber auf den jeweiligen Computern, die die PCs für gezielte Hackerattacken verwundbar machte. Beim Deinstallieren der Software wurden einige Rechner beschädigt.
Daraufhin verklagten mehrere Verbraucherschutz-Organisationen das Label auf Schadensersatz, das in der Folge eine große Zahl von bereits ausgelieferten CDs zurückzog. SonyBMG beschuldigt die Firma Amergence nun, ein mangelhaftes Programm abgeliefert zu haben. Amergence soll SonyBMG einen Teil der angefallenen Kosten erstatten.
SonyBMG fordert laut einem Bericht von AP zwölf Millionen Dollar. Der sogenannte "Rootkit-Skandal" hatte das Major-Label eine dreistellige Millionensumme gekostet. Das beschuldigte Unternehmen wies die Vorwürfe zurück. SonyBMG habe bei der Konfiguration des Kopierschutzes das letzte Wort gehabt.


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