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Datum: 27. April — 6. Mai 2018
Location: Festival
Krems/Donau

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Donaufestival

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Donaufestival

Wir haben in guter alter Tradition DEN Einstiegstipp parat. Angenommen, der avantgardistisch veranlagte Musik- und Kunstfan hat im Festivalsommer nur einen Schuss frei - dann legen wir ihm eine Adresse ans Herz: Gleich zu Saisonbeginn startet das nahe Wien gelegene Donaufestival in Krems durch, das sich längst international als singulärer Event etabliert hat.

Kurator Thomas Edlinger geht, nachdem bereits sein Debüt-Line-Up aufhorchen ließ, 2018 in die zweite Saison. Sound, Kunst, Avantgarde und Subkultur reichen sich dabei in der schönen Wachau an zwei Wochenenden die Hand (27.bis 29. April sowie 4. bis 6. Mai). In diesem Jahr lautet das übergeordnete Motto: 'Endlose Gegenwart'. Konkret heißt das: An sechs Spieltagen mit über 80 Events fragen die Veranstalter nach "Brüchen der endlosen Gegenwart und dem Potential von Be- und Entschleunigung". Gemeint ist damit z.B., dass es in unserer erlebten, modernen, Technologie geprägten Welt und Alltagskultur keine Pause mehr gibt: 'A city, that doesn't sleep' im globalen Modus sozusagen. 24/7 all over. Wie vom Online- mal in den Offline-Modus schalten?

Die Performance von The Agency ("Medusa Bionic Rise lockt das Publikum in ein Fitness-Trainingscamp inklusive Designerdrogen-Apotheke"), eine Ausstellung von Ryan Trecartin und Lizzie Fitch ("wie ein brachialer Mix aus YouTube-Schminktutorials und Trash-TV") in Kooperation mit der Kunsthalle Krems und vor allem die Gigs von Artists wie Laurel Halo, Mouse on Mars, Amnesia Scanner, Godspeed You! Black Emperor, James Holden & The Animal Spirits, Venetian Snares x Daniel Lanois, Nadah El Shazly, Manuel Göttsching oder Molly Nilsson u.v.a. bieten für derlei real erlebte Emotionen den perfekten Ressonanzboden.

Geschmack und Sachverstand gehören seit jeher zur DNA des genre- und stilübergreifenden Programms, das sich in die Sparten Performance, Art & Installation, Talk, Video & Film sowie Sound unterteilt. Checkt die einzelnen Veranstaltungen an dieser Stelle.

Schweißtreibend und intellektuell fordernd gleichermaßen, wie man sieht. Und so tut es nur gut, sich zwischen den vollgepackten Wochenenden ein paar Tage Pause zu gönnen. Alle Shows gehen in verschiedenen Kremser Locations über die Bühne. Bitte beachten: Für alle Veranstaltungen gilt 'first come, first served', denn aufgrund unterschiedlicher Raumkapazitäten ist der Zutritt teilweise stark limitiert.

Bewährt haben sich auch die Neuerungen aus dem vergangen Jahr, etwa die innenarchitektonisch neu gestaltete Festivalzentrale (Bar und Veranstaltungsort zugleich). Und auch die Stockholm-Syndrom-Events (an geheim gehaltenen Spielorte, die erst nach der Anmeldung am Veranstaltungstag enthüllt werden) finden wieder statt.

Tagesbillets kosten jeweils 33 Euro (am selben Tag 35 Euro). Beliebt sind die Wahlabos: frei kombinierbare Tagespässe von zwei (62 Euro) bis sechs Tagen (168 Euro). Ein Shuttle-Bus in Richtung Wien lässt sich ebenfalls buchen (pro Tag 9 Euro, kein Ticketverkauf im Bus!), so kommt ihr entspannt in die Hauptstadt zurück.

Auf der Festivalpage finden sich zudem Tipps zu Unterkünften (unter dem Menüpunkt 'Service'), Anfahrt und alles was man sonst noch wissen sollte. Krems, wir sind mit euch!

Offizielle Festivalpage: Donaufestival