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Der selbstbetitelte Zweitling legt äußerst erfolgreich los: "Eure Hoheit" ähnelt mit gepitchten Endzeitstimmungschören und Pauken dem Übertrack "Veni Vidi Vici". Weghören fällt beim folgenden Titel weniger schwer. Zu synthielastig der Beat, zu 08/15 der Text, obgleich technisch einwandfrei gerappt. Selbiges gilt für den "Big Boss".
Dafür entschädigt der ehemalige "Straßenapotheker" auf klassischem G-Funk. Weil das Geld "rar ist wie Dateiarchive" werden Drogen vertickt bis du "vom Weißen high bist wie Bisswunden" - so kennt und schätzt man Kollegah, auch wenn er seit gefühlten fünf Jahren den gleichen Blödsinn erzählt. Während Favorite sich ständig selbst auf den Arm nimmt und an Ausstrahlung kaum zu überbieten ist, kommt Kollegah von seinem selbstauferlegten, in Stein gemeißelten Zuhälterimage wohl nicht mehr weg. Als wohne er wirklich "In Der Hood"...
"Kokamusik" zeigt dann eindrucksvoll, wie professionell Selfmade Records arbeitet. Sollte Kollegah nicht über ein Extraorgan verfügen, um während des Sprechens zu atmen, wurden mindestens drei Cuts völlig sauber bis zum puren Erahnen geglättet. Trotzdem kommt das nächste Highlight erst mit "Bad Boy": Denjenigen, die Rizbos Ausschlachterei alter Eurodance-Trashs kritisieren, serviert er mit Magic Affairs "Omen III" einen unbestrittenen Klassiker jener Ära. Auch der "Doubletime-Freestyle" - kein Freestyle, eher OneTake - kann sich durchaus hören lassen.
"30,3" entpuppt sich nicht, wie vermutet, als ein weiteres Drittel "Nutte Am Sack" des Bosses, sondern als veritable Sommerhymne, auch wenn die Vorstellung eines Jünglings in Armani-Anzug mit Zange am Grill leicht exotisch anmutet. Konsequenterweise kommt nach der veritablen Sommerhymne "30,3" der "Herbst". Das Sequel des "Boss Der Bosse"-Klassikers verdient besondere Beachtung und sticht angenehm aus dem grauen Themenpool heraus, auch wenn es das Original nicht erreicht.
Persönlich wird es auch bei "Bis Zum Tag". Ob fiktiv oder nicht - als Lovesong ist das Ding durchaus ernstzunehmen, obwohl hier Kollegahs Absenz jeglichen Gesangstalents noch tragischer zur Geltung kommt als sonst. Dieser Kritikpunkt prägt wie bei Favorite ein Album, das nach durchwachsenem Start gegen Ende hin richtig stark wird: Warum entscheiden sich junge Männer für Rap, um dann doch wieder talentfrei zu trällern?
Die Instrumentals tönen hingegen, obgleich stellenweise hoffnungslos synthieüberladen, um einiges angenehmer als beim Vorgänger. Technisch haut er nicht ganz so auf die Pauke wie auf "Alphagene". Trotzdem geht "Kollegah" als solider Zweitling in die Künstlerhistorie ein.
| Shop | Titel | Preis | Porto | Gesamt |
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Nach dem letztjährigen Charteinstieg mit "Alphagene" legt Kollegah nun mit seinem zweiten Album nach und knüpft mit der Video-Single "Big Boss" nahtlos an den Vorgänger an, welchem ich seinerzeit die Wirkung einer Schachtel Valium attestieren musste.
Auf dem vorliegenden Langspieler gelingt die Aktivierung des zweifelsfrei vorhandenen Potentials jedoch um einiges besser als noch vor einem Jahr, so dass die erstklassigen Wortspiele, Reimketten und Doubletime-Abfahrten ihre vollständige Wirkung entfalten können und mich auf Tracks wie "Kokamusik", "Bad Boy" und "Gangsterarronganz" zurück in die gute alte Zeit von Hits wie "Gangsterrapking" und "Du weinst Tränen" katapultieren, welche ich auf "Alphagene" so schmerzlich vermisste.
Dazu versteht es Kollegah wie kaum ein anderer, auf Tracks wie "Straßenapotheker" und "30,3" Storytelling mit technischen und sprachlichen Finessen zu verknüpfen. Als logische Konsequenz wird dann auch auf Vokalbeiträge anderer Künstler verzichtet. In Stücken wie "Eure Hoheit", "Doubletime Freestyle", "Halftime Freestyle" und "Outro" rechtfertigt Kollegah diese Entscheidung mit technisch brillianten Darbietungen.
Produktionstechnisch legt Kollegah sein Glück erneut vor allem in die Hände von Selfmade-Hausproduzent Rizbo, der neben Sixjune & Yoshi, Mauvais Garcon, Chrizmatic und Vizir mit technoiden Beats gute Arbeit abliefert und sich für "Bad Boy" sogar am Eurodance-Kracher "Omen 3" von Magic Affair vergreift.
Alles in allem eine deutliche Steigerung um Vergleich zum Vorgänger, auch wenn einige der SinSang-Hooks (z.B. "In der Hood") auf Dauer nerven.
Wertung: 4/6
PS: Die Street-Doku "Bei Nacht" hätte man sich dagegen sparen können, zumal sie von einigen Handelsketten zur schamlosen Preistreiberei mißbraucht wird.
PPS: Hören Sie Kollegah auch bei "Herr Merkt Radio" im <a href="http://www.laut.fm/herrmerktradio">Web-</a> oder <a href="http://www.laut.fm/user/herrmerktradio/stream.pls">Winamp-Stream</a>!
[url=http://herrmerkt.blogspot.com/2008/08/kollegah-kollegah-reviewplatte.html]Quelle
Nach dem letztjährigen Charteinstieg mit "Alphagene" legt Kollegah nun mit seinem zweiten Album nach und knüpft mit der Video-Single "Big Boss" nahtlos an den Vorgänger an, welchem ich seinerzeit die Wirkung einer Schachtel Valium attestieren musste.
Auf dem vorliegenden Langspieler gelingt die Aktivierung des zweifelsfrei vorhandenen Potentials jedoch um einiges besser als noch vor einem Jahr, so dass die erstklassigen Wortspiele, Reimketten und Doubletime-Abfahrten ihre vollständige Wirkung entfalten können und mich auf Tracks wie "Kokamusik", "Bad Boy" und "Gangsterarronganz" zurück in die gute alte Zeit von Hits wie "Gangsterrapking" und "Du weinst Tränen" katapultieren, welche ich auf "Alphagene" so schmerzlich vermisste.
Dazu versteht es Kollegah wie kaum ein anderer, auf Tracks wie "Straßenapotheker" und "30,3" Storytelling mit technischen und sprachlichen Finessen zu verknüpfen. Als logische Konsequenz wird dann auch auf Vokalbeiträge anderer Künstler verzichtet. In Stücken wie "Eure Hoheit", "Doubletime Freestyle", "Halftime Freestyle" und "Outro" rechtfertigt Kollegah diese Entscheidung mit technisch brillianten Darbietungen.
Produktionstechnisch legt Kollegah sein Glück erneut vor allem in die Hände von Selfmade-Hausproduzent Rizbo, der neben Sixjune & Yoshi, Mauvais Garcon, Chrizmatic und Vizir mit technoiden Beats gute Arbeit abliefert und sich für "Bad Boy" sogar am Eurodance-Kracher "Omen 3" von Magic Affair vergreift.
Alles in allem eine deutliche Steigerung um Vergleich zum Vorgänger, auch wenn einige der SinSang-Hooks (z.B. "In der Hood") auf Dauer nerven.
Wertung: 4/6
PS: Die Street-Doku "Bei Nacht" hätte man sich dagegen sparen können, zumal sie von einigen Handelsketten zur schamlosen Preistreiberei mißbraucht wird.
[url=http://herrmerkt.blogspot.com/2008/08/kollegah-kollegah-reviewplatte.html]Quelle
Schöne Rezi. Trifft auch meine Meinung zum Album. Nur die Aussage über Alphagene versteh ich nicht, weil das ist doch besser als die neue Platte...
PS: Gibt's noch eine Review zu Südberlin Maskulin?

Es wird kommende Woche eine Review zu "Südberlin Maskulin" geben. Nach den ersten Hördurchgängen tendiere ich zu 5/6 Punkten. In Kürze erfahren Sie mehr!
Ist ein ordentliches Album, gefällt mir besser als Alphagene. Kann mir fast jeden Track geben, nur "Strassenapotheker" und "Selfmade Hustler" gefallen mir nicht so. Beim Vorgänger fallen mir auf Anhieb mindestens 5 Tracks ein, die ich immer geskippt habe, obwohl da auch ordentliches Material vorhanden war. An das Niveau des ersten Tapes reicht es nicht heran (Yo, ich weiß, Standardspruch und so...), trotzdem für mich die zweitbeste Platte von Kolle. 4/5
PS: Hab mir gestern die Streetdoku gegeben & frag mich, was das überhaupt soll. Was interessiert mich, was irgendwelche Kickboxer über ihr ach so hartes Leben zu erzählen haben? Die hätten drauf verzichten & die CD ein paar Euro billiger machen können...


"die übliche 2-Punkte-Review"
yep genau so läufts ab, oder der rezensent hat die spendierhosen an und gibt diesem völlig "langweiligen,ghetto-gähn-aggro-berlin-miesestexte" album 3/5 uiui
ich gebe 6/5 modern classic in diesem bereich
für kollegah geb ich nichts, weil noch nicht ganz gehört
Naja, halbwegs vergleichbares - aber doch erheblich schlechteres - Album der letzten Zeit ist ja "Saadcore" und das hat auch nur 1 Punkt bekommen - find ich aber auch gerechtfertigt.
Hoffentlich kommt aber bald die Rezi. Auch, wenn's an meiner Meinung nichts ändern wird, ist es doch interessant, zu sehen, wie die Presse drüber denkt.
sorry, aber die Review hat mir tatsächlich mal nich gefallen: warum entscheiden sich gute Journalisten für eine langweilige Abarbeitung der Tracklist, wenn sie laut-Reviews schreiben? ich hatte eigentlich gehofft, dass man uns nochmal HipHop erklärt.
by the way: "Herbst" finde ich total beschissen; den Lovesong deplatziert auf nem Kolle-Release. Doubletime Freestyle ist viel zu kurz, um dauerhaft reinzuhauen und absoluter Höhepunkt ist das Outro.
hm kann mit der laut-Wertung nicht übereinstimmen
nur weil in den Hooks mehr gesungen wird nur 3 punkte? ich fand es sehr eingängig und musikalisch und hab Hooks wie "1001 Nacht" oder "Bad Boy" viel lieber als "Time is Money"
fakt ist einfach das in diesem Album immer noch viel mehr geniale Wortspiele und Punchlines drinstecken als 95% anderer releases
die beats sind auch erträglicher und abwechslungsreicher als "Alphagene" (auch wenn Big Boss und 1001 Nacht ziemlich ähnlich sind ^^)
"...so kennt und schätzt man Kollegah, auch wenn er seit gefühlten fünf Jahren den gleichen Blödsinn erzählt."
ja mit nen Zuhälterimage is es halt schwer von Drogen, Nutten, Waffen wegzukommen.
aber das image ist ja auch nicht so wichtig, viel wichtiger ist WIE man es präsentiert und da spielt kolle auf jeden fall ganz oben mit
album mindestens 4/5 imo
wenn alphagene schon die perfekte punktzahl erreicht hat...
weil man reviews auch schreiben kann ohne in einen topf voll peinlicher synonyme gefallen zusein.
weil man sich nicht einbilden muss, dass die eigenen abgegriffenen Phrasen (ja merkt und ja maddin ich gucke EUCH AN!) wirklich originell seien.
und weil Journalismus auch was mit sachlich-nüchternem schreibstil zu tun hat.
ich kann der review halbwegs zustimmen, hab nichts anderes erwartet.
die 3/5 stimmen auch deshalb, weil die 5/5 bei Alphagene völlig überzogenen waren und sich das jetzt wieder etwas relativiert hat.
Muß Maddin hier aber recht geben. Die Wertung geht zwar klar, aber die Review liest sich nicht so schön wie seine anderen. Kein Plan warum, aber diese Aufzählungs-Reviews sind irgendwie nicht so mein Fall. Und vor allem weil ich abe dafür geschätzt habe, daß er auf so etwas größtenteils verzichtet. Meine Meinung
Journalismus hat sicherlich nix, aber auch gar nix mit entertainment zu tun.
fänd es klasse, wenn sich fr. fromm auch zum release kurz äußern könnte. interessiere mich in dem fall auch für 'ne kritische meinung.
zu herbst: wie kann man auf der einen seite im intro darüber rappen, dass ihn die moraltexte mancher rapper zum äußersten treiben, um dann so ne deepe, mit verlaub, kacke plus schlecht eingesungener hook aufs album zu pressen?
außerdem passt das religöse gesabbel nicht zu seinen aussagen in interviews, seinen glauben nicht zu sehr nach außen präsentieren zu wollen. alles sehr widersprüchlich. vielleicht ironie, vielleicht nicht.
auf jeden fall wird mit "kollegah" nicht, wie angekündigt, alles "zerberstet".
also ich würd sagen das "Kokamusik" schon ein Banger ist, ob mit Cuts oder nicht, der 3. Part ist einfach beeindruckend
"Straßenapotheker" und das extrem chille Outro sind auch Highlights.
"30,3" ist einfach frisch und die Gesangshooks sind imo eingängig und musikalisch - nicht nervig.
"Herbst" ist kein Klassiker wie "Sommer", trotzdem höhrenswert.


Laut-Review geht klar. Punkte find ich etwas übertrieben. 3 würde besser hinkommen (trotz vieler starker Tracks auch einige Patzer), aber Alphagene wurde mit 5 Punkten auch überbewertet.
Wenn manche Aggro Berlin -Platten mit mehr als 2 oder sogar 3 Punkten ausgezeichnet werden, müssten Kollegah-Alben mit 6/5 bewertet werden ..
außer Fler kommt kein Rapper von Aggro auch nur annähernd an das Niveau von Selfmade (jedenfalls Fav und Kolle) ran..
Dem Album 4 Punkte zu geben, war Pflicht und auch Minimum.
Kollegah ist einfach unerreicht und kann deshalb keine 3 Punkte bekommen ..
Ach ihr Aggro-Fanboys, ihr könnt doch nich ansatzweise mit uns Kollegah-Fans mitreden, verzeiht euch in eure Löcher!
Irgendwann muss man sich ja mal hier anmelden bei dieser lächerlichen Community die hier teilweise rumrennt, um einfach nur zu haten.
Verpisst euch zur Südberlin Feminin Community!
Verpiß du dich lieber in dein ach so bosshaftes Forum, wo sie nix anderes zu erzählen haben, außer daß Kolle der Überboss ist.
"ihr könnt doch nich ansatzweise mit uns Kollegah-Fans mitreden" 
Stimmt, die Kolle-Fans sind alle so schlau und so anti-Mainstream, ich lach mich tot

krasse logikkkZum Glück lässt sich dieser Typ jetzt auch nicht mehr blicken. Hat sich das Registrieren echt für gelohnt... -.-
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