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Im neuen Kings Of Leon-Video sollen Fans mit "physical deformities" auftreten - ein Beitrag zur Integration oder nur eine weitere Demütigung?
New York (joga) - Die Kings Of Leon haben in der vergangenen Woche eine Anzeige geschaltet, in der sie Laienschauspieler für ihr neues Video suchen. Bewerben konnte sich allerdings nur, wer entweder "hässlich" oder "ein bisschen langsam" ist oder sonstwie "von einem harten Leben gekennzeichnet".
Die gesuchten Darsteller mit "körperlicher Fehlbildung oder Deformation" sollen offenbar einen starken Kontrast zum Helden des Videos bilden. Hinreichend hässlichen Bewerbern stellte die Band, die 2011 als Headliner bei Rock Am Ring/Rock Im Park auftritt, ein Honorar von 300 Dollar pro Drehtag in Aussicht.
Videodreh am Wochenende
Der Videodreh soll bereits am Wochenende stattgefunden haben, die Anzeige auf Newyork.craigslist.com war zuvor offenbar nur wenige Stunden online. Entweder wurden die Kings Of Leon danach schon mit Bewerbungen überschüttet, oder sie wollten mit der etwas fragwürdigen Aktion nicht zu viel Aufsehen erregen.
Nun müssen sich die Pfarrerssöhne in diversen Blog- und Meinungs-Beiträgen den Vorwurf gefallen lassen, sie würden Behinderte beleidigen und Hässliche noch weiter erniedrigen. Tatsächlich wirkt die Aktion ja ein wenig wie die Zirkusshows von früher, in denen aus dem Unglück missgestalteter Kreaturen und der Sensations-Gier des Publikums Profit geschlagen wurde.
Ein Riss in der Hochglanzwelt
Heutzutage allerdings leiden Behinderte nicht mehr so sehr daran, angestarrt zu werden, sondern an der sich ausbreitenden Tendenz zum Weggucken und Ausgrenzen. Der moderne Ellenbogenmensch kann mit offensichtlicher Schwäche schlecht umgehen, deshalb tut er, als bemerke er sie nicht und bietet natürlich auch keine Hilfe an.
Man kann also die Aktion der Kings Of Leon auch als einen in der Hochglanzwelt des Pop womöglich besonders wirkungsvollen Beitrag zu Integration von Außenseitern verstehen. laut.de jedenfalls wünscht allen Kings Of Leon-Fans mit Behinderung, Kropf oder Narbengesicht einen grandiosen Auftritt!
"Tatsächlich wirkt die Aktion ja ein wenig wie die Zirkusshows von früher, in denen aus dem Unglück missgestalteter Kreaturen und der Sensations-Gier des Publikums Profit geschlagen wurde."
Sagt ausgerechnet der, der diesen Artikel "verfasst" hat.
Wie sollen sie denn sonst nach diesen Menschen suchen für ein solches Video?! Meine Fresse lauch.....
Das einzig demütigende bezüglich dieses Artikels ist die unglaublich unverschämte Überschrift.
"Heutzutage allerdings leiden Behinderte nicht mehr so sehr daran, angestarrt zu werden, sondern an der sich ausbreitenden Tendenz zum Weggucken und Ausgrenzen. Der moderne Ellenbogenmensch kann mit offensichtlicher Schwäche schlecht umgehen, also tut er, als bemerke er sie nicht und bietet natürlich auch keine Hilfe an."
Absoluter Müll?? Ich studier Sonderpädagogik und die integration verbessert sich durch gemeinsamen Unterricht und Betreuung in Grundschulen, Kinder lernen so schon früh mit Behinderten Menschen umzugehen und eben nich wegzugucken! Grade Einrichtungen in denen Behinderte getrennt von anderen Menschen betreut werden oder wohnen sind seit Jahren auf dem Rückzug! Wenn man schon solchen Mist vom Stapel lässt dann bitte mit irgendeiner vernünftigen Quelle zu diesen halbgaren Aussagen!!
Für mich liest sich dieser "Artikel" wie ein unfassbar schlechter Schnellschuß, a la "oh guck mal die KoL suchen Krüppel, schnell Clicks ziehn".
Die Überschrift ist herabwürdigend, der Artikel immer irgendwo zwischen nichtssagen und unterstellend und das Fazit wie Wecki schon geschrieben hat absoluter Unfug.
Aus persönlicher Erfahrung kann Ich nur sagen, dass selten Menschen mit Behinderung ein Problem mit solchen Aktionen haben, sondern nur jene die glauben jeder von denen würde sich wie ein Ausgestoßener vorkommen und wäre sozial abgekapselt.
Auf laut war schon viel grenzwertiger Scheiß, aber das hier verletzt echt mein soziales Wohlempfinden.
Hahaahhahahahahahahahahahhahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahaha.
Die Überschrift XD.
Was regt ihr euch eigentlich alle über die Überschrift auf? Krüppel ist ein Ausdruck für Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen. Nur weil es oft als Schimpfwort misbraucht wird entzieht es dennoch nicht die eigentliche Bedeutung.
@Sancho:
Naja, eben durch den Missbrauch als Schimpfwort hat sich die Bedeutung des Begriffs ziemlich gewandelt. Früher war "Krüppel" tatsächlich so 'ne Art "Fachbegriff", heute wird das aber eben nicht mehr verwendet -
ansonsten hat Wecki alles dazu gesagt 
Schuster, bleib bei Deinen Leisten @laut.de
Einfach unfassbar. Word @ Bricktop. So ziehmlich jeder Behinderte den ich kenne, hat noch nicht mal Lust sich bei irgendwas helfen zu lassen, wenn er es irgendwie selber schafft. Die sind eher angepisst wenn sie an jeder Ecke Hilfe angeboten bekommen. (Also scheinen sich ja doch viele zu kümmern wa?) Scheint mir als würde der Verfasser des Artikels kaum mit behinderten Menschen zu tun haben.
"laut.de jedenfalls wünscht allen Kings Of Leon-Fans mit Behinderung, Kropf oder Narbengesicht einen grandiosen Auftritt!"
Und ich wünsche Laut.de ein paar vernünftige Journalisten.
Liest eigentlich irgendjemand in der Redaktion die Kommentare?
Ähm ok hab mir jetzt doch mal den Artikel durchgelesen. Was genau findet ihr jetzt alle so schlimm daran? Ich für meinen Teil bin manchmal auch unsicher, wie ich mich körperlich oder geistig beeinträchtigten Menschen gegenüber zu verhalten habe. Das liegt aber keinesfalls daran dass, ich keinen Kontakt zu solchen Personen habe.
Viel schlimmer finde ich die Tatsache, dass diese Weichflöten Headliner bei RaR sein sollen. Dieses Festival mutiert leider immer mehr zu ner Popveranstaltung...
wie, wat, behinderte ins fernsehen ? aber dann bitte nur zum supertalent oder popstars, ist schon schlimm genug das allmählich auch fetten menschen dort eine plattform gegeben wird... wenn ich die glotze anschalt will ich schöne menschen schöne dinge machen sehen und net timmy mit nem makkaronibild...
artikel ist schnellschuss mit spekulationen, zumal unsinnigen
erstmal das video abwarten, dann kann man immer noch lästern oder beifall spenden, oder neutral bleiben, je nachdem
vorher macht das doch alles keinen sinn
Wie viele Krüppel brauchen die denn noch? Die haben doch schon fünf in der Band.
Zur "Krüppel"-Begriffsnutzung: Ich verstehe, dass Sancho sich da Beschreibungen wie "Ich bin ein emotionaler Krüppel" als gesellschaftstauglich vorbehält, das sind sie durchaus. BrickTop hat aber Recht, wenn er die Nutzung des Begriffs "Krüppel" ohne weiteren Kontext zur Beschreibung von Menschen mit körperlicher Behinderung anprangert und mit der Verwendung des N-Wortes gegenüber Menschen dunklerer Hautfarbe vergleicht: So ist der Begriff "Krüppel" nun mal inzwischen eindeutig in der Gesellschaft negativ konnotiert, da kann mit mit seiner "Ich mein es aber so uns so..."-Attitüde auffahren wie man will, man ist sich im Moment der Verwendung schon bewusst, dass es anderen Menschen negativ aufstößt und einen ggf. in Erklärungsnot bringt (dies wird Sancho dementieren, er kommt ja gar nicht erst in Erklärungsnot und sieht sich ja auch sonst gern in der Rolle des Agent provocateurs...). Tja, nicht überall im Leben bietet sich Konfrontationstherapie als Mittel der Wahl an...
Woher Sancho jetzt seine Meinung nimmt, der Begriff "Krüppel" sei offiziell nie als Schimpfwort "abgestempelt" worden, weiß ich auch nicht. Gibt's dafür in Deutschland jetzt auch schon eine Behörde? Wissenschaftlich, zumindest in beiden in diesem Fall von mir recherchierten Wissenschaften Linguistik und Psychologie, ist der Fall klar: "Krüppel" ist ein in unserer Gesellschaft ÜBERWIEGEND negativ konnotierter Begriff und sollte im Umgang mit körperlich beeinträchtigten Menschen vermieden werden, nicht nur der "political correctness" halber, gegen die einige Forumsnutzer ja vehement demonstrieren, sondern aus Respekt den Betroffenen gegenüber. Dafür braucht's keine Behörde, die uns diesen Begriff als offizielles "Schimpfwort" abstempelt, ein wenig gesunder Menschenverstand und Empathie gegenüber Betroffenen tuts an der Stelle auch, was weder "ungewolltes Mitleid" noch "übertriebene Fürsorge" für Betroffene darstellt... was wohl auch ohne weitere Worte meine Meinung zum vorliegenden Artikel ausdrückt.
[quote:1f1264037a="Hey Apple!"]
Liest eigentlich irgendjemand in der Redaktion die Kommentare? [/quote:1f1264037a]
Solange die Clicks nur so sprudeln ist doch dem Kaiser Rainer egal, was für gequirlte Scheisse hier von seinen Lakaien verzapft wird! Da kann man ruhig auch mal übers Ziel hinausschießen...
Steht eigentlich irgendwo, wer von laut diese News und Listen verbricht? Oder haben die irgendwo einen Textgenerator-Software für sowas, bullshit-o-matic 3.0 vermutlich...
...die Überschrift ist etas heftig. die Idee dahinter - einerseits - und anderseits. Denk da an das Video von Sigur Rose....das ist wirklich sehr schön, aber so als Vorzeigefreaks.......wie gesagt, wird man sich ansehehn müssen, wie das Video wirklich wird...
+
Zur Kritik an der Überschrift und der Verwendung des Wortes Krüppel: Schon mal was von der Krüppelbewegung gehört? Da versuchen 'Betroffene', das Wort zu rehabilitieren, vielleicht auch weil sie fürchten, dass es bald gar kein Wort mehr für sie gibt, das man verwenden darf, dass sie ganz aus dem Sprachgebrauch verschwinden.
Und sind die 'Betroffenen' (muss man SO reden?) aus dem Pop nicht bereits verschwunden? Oder glaubt hier jemand ernsthaft, dass Karrieren wie die von Stevie Wonder oder Ian Dury in der Form heutzutage noch möglich wären?
Schau an, der Herr Gauger. Ob wir ihn wohl im "Sack"-Thread auch noch einmal wiedersehen werden?
"betroffen" sind angesprochene Menschen nun mal - ein weiter verbreiteter Terminus als "Krüppel". Witzig, dass man sich darasn anstößt, zumal das Wort wenig abstrakt und absolut eindimensional in seiner Deutung ist - nenn doch mal gängige Alternativen zu "betroffener", ohne es in einem halben Satz zu umschreiben.
Sicher geht jeder Mensch anders mit seiner Behinderung um - einige wohl auch offensiv, wie die genannte "Krüppelbewegung". Eine Analogie seh ich in dem Wort "schwul", dies wird auch offensiv von Homosexuellen zur Selbstcharakterisierung verwendet, um der Schimpfwortbewegung entgegen zu treten - was dann heuer als zweischneidiges Schwert zu beobachten ist: Einige Homosexuelle fühlen sich dadurch diskriminiert - andere fordern dazu auf, sie als schwul zu bezeichnen. Die meisten Heterosexuellen nutzen es dennoch bewusst als verächtliches Schimpfwort. Den Begriff also vollends zu rehabilitieren sehe ich als sinnloses Unterfangen.
So mag es also viel mit der Intention zusammenhängen, mit der man einen Begriff benutzt - aber eben auch nicht komplett. Und wenn man dann negativ konnotierte Begriffe unreflektiert in seinen Wortschatz aufnimmt, nur um etwas grobschlächtige Provokation in seinem Umfeld zu säen, so ist das? Richtig, billige Polemik! Soweit waren wir ja bereits in einem anderen Thread...
Und ja, ich halte Karrieren behinderter Menschen im Musibusiness immer noch für möglich, und dass heute keine Stevie Wonder- oder Ian Dury-, aber auch keine Rolling Stones- oder Led Zeppelin-Karrieren mehr möglich sind, hat ganz andere Gründe: Frag mal, wie viele Plattenfirmen heute noch jungen Talenten wie Jamirquai anno 1992 einen 8-Alben-Vertrag auf den Tisch knallen würden, oder nach dem gefloppten 2. Album drauf bauen, dass sich das mit dem 3. Output wieder alles legt...

Nö, Zeit brauch ich dafür nicht, ich besitze nur eine sehr stark ausgeprägte Auffassungsgabe, die es mir erlaubt, aus Beiträgen von dir zu zitieren, die du schon vor Monaten vergessen hast (was man daran merkt, dass DU es nicht mal mitbekommst, wenn ich es tue ;-)... und das nach einmaligem Lesen. Aber ist nett, dass du meiner Beitragsfrequenz und -qualität zu entnehmen vermagst, es laufe gerade nicht so gut bei mir. Diese Kriterien an dich gelegt, schaut es ja dann ganz so aus, als liefe bei dir schon lange ziemlich viel schief, weswegen ich mir wohl an dieser Stelle verkneifen sollte, DICH nach Wegen aus der Lebenskrise zu fragen, hmm?
Finde ich auch... zumal wir doch auch weitläufige Überlappungen im gemeinsamen Musikgeschmack haben, auch wenn's bei laut nicht so durchkommt, da ich nicht so viele von mir verehrte Metal-Acts in der Liste führe...
Abgesehen davon, wieso sollte ich das "das Dümmste" in einer Diskussion getan haben? Habe nur versucht zu verdeutlichen, dass wenn man die von dir benutzten Kriterien zur Feststellung meiner "Lebenskrise" adäquaterweise auch bei dir anlegt (denn man misst ja gemeinhin nicht mit zweierlei Maß), könnte man auch zu dem Schluß kommen, dir ginge es schlechter als mir ;-) Das Dümmste in einer Diskussion ist für mich immer, irgendwann aus Mangel an Argumenten zu diesem "Du bist scheiße, ich nicht, und zwar weil ich recht habe und du nicht..."-Gehabe überzugehen... Wir waren nah dran, insofern vielen Dank zur Einleitung der "Ehrenrettung"... Obwohl man die meisten Verbalschlachten hier ja NOCH NIE als echte Diskussionen bezeichnen konnte, meine bescheidene Meinung ;-)
wäre ich nicht so sensationsgeil und wäre mir nicht so unglaublich stinkend langweilig würde ich laut.de ignorieren. irgendwie sind alle ziemliche deppen: die journalisten wie auch viele user.
schade war das erste musik online magazin was ich damals aufgegriffen hab vor vielen jahren. aber die bild liest man auch wennse mal da ist. vllt sollte ich die seite sperren und mir besser einen...

ja, in dem fall wohl schon, find die deutschen synchros aber in der regel nie so schlecht wie se gern gemacht werden ( ich mein, wenn "evil bitch" mit "trümmerlotte" übersetzt wird hat des doch was... ).. aber klar, bei wortspielen ist des immer so ne sache ( "friends" war im original sogar wirklich ansatzweise lustig... )
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