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Der Südstaatenpatriot kann sich seinen geplanten Truppenbesuch im Irak nicht auf seine aufgebrummten Sozialstunden anrechnen lassen.
Detroit (thk) - Der selbsternannte Rock N Roll Jesus ist kurz vor Weihnachten mächtig pissed off. Der Grund für die Schieflage des Rockschen Feiertagssegens heißt Alvin T. Wong, seines Zeichens Richter in Dekalb County, Georgia. Ihm obliegt die Durchsetzung eines Strafbefehls, den sich Kid Rock nach einer frühmorgendlichen Restaurantschlägerei im Oktober 2007 eingehandelt hat.
Deswegen wurde der Raufbold und Widerholungstäter vor einiger Zeit zu 80 Stunden gemeinnütziger Arbeit verdonnert. Sein kreativer Lösungsvorschlag: die Sozialstunden einfach im Rahmen seines vierten US-Truppenbesuchs abarbeiten. Liveauftritte und Meet & Greets während der anstehenden Festtage. Eine entsprechende Anfrage Kids an das zuständige Gericht hat Richter Wong jetzt jedoch knallhart abgelehnt. Begründung: "Es würde den eigentlichen Zweck der Strafe völlig verfehlen, ihm etwas als gemeinnützige Tätigkeit anzurechnen, das ihm ansonsten vor den Kameras sehr viel Spaß bereitet."
"Schlag ins Gesicht"
Robert J. Ritchie alias Kid Rock macht dem Ärger nun im Blog auf seiner Homepage Luft: "Scheinbar hält der Richter andere Tätigkeiten für wichtiger, als dass ich für jene Männer und Frauen singe, ihnen die Hand gebe, mich mit ihnen fotografieren lasse und Zeit mit ihnen verbringe, die sich selbst in eine riskante Lage begeben, um ebenjene Freiheiten zu beschützen, die er und wir alle hier genießen dürfen. Das kommt mir wirklich vor wie ein Schlag ins Gesicht."
Des Weiteren könne er sich keine sinnvollere Art vorstellen, dem Wohl der Gemeinschaft zu dienen. Zumal doch die Weihnachtsfeiertage für die Soldaten in weiter Ferne und von ihren Familien getrennt immer die schwerste Zeit bedeuteten. Er selbst könne nach zwei weihnachtlichen Aufenthalten bei den Soldaten im Wortsinn ein Lied davon singen - siehe folgendes Video.
Ignoranter Richter?
Auch ansonsten zeigte Kid Rock viel guten Willen. Noch vor Beginn der Gerichtsverhandlung organisierte er auf eigene Faust eine Benefizveranstaltung in einem Waffelrestaurant. Den Erlös von 20.000 Dollar spendete er ganz vorbildlich einem lokalen Obdachlosenheim. "Ich dachte mir, ich könnte die Gelegenheit nutzen, um noch das Beste aus meinem schlechten Verhalten rauszuholen", so der resignierte Rocker.
Dem Richter war's scheinbar Wurst, weshalb er wohl für immer und ewig beim "Devil Without A Cause" unten durch ist: "Dieser Richter hinterlässt bei mir einen ganz miesen, ignoranten Eindruck." Ob er trotz des Knüppels, den die ihm Justiz zwischen die Beine wirft, Weihnachtslieder bei seinen Buddies in der Wüste singt, bleibt nun abzuwarten.

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