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Auf dem Hipster Rap-Thron ist noch ein Plätzchen frei und Kid Cudi, ein junger Mann aus Cleveland, erhebt Anspruch darauf. Die richtigen Voraussetzungen bringt er mit: Er hat die musikalische Open-Mindedness, er rappt so gerne und schludrig wie er singt, verpackt die dicken Eier in ein wenig zu engen Hosen und gibt auch sonst nicht viel darauf, in ein Hip Hop-Bild zu passen, das von engstirnigen Säulen-Apologeten dereinst in den Stein gemeißelt wurde.
Doch Kid Cudi zeigt auf seinem Debüt in knapp 60 Minuten, wie Rap im Jahre 2009 zu klingen hat: nicht wie Rap! Auf "Man On The Moon" grasen 15 Songs auf den synthetischen Weiden der neuen Club-Welt, schnabulieren mal bei Kanyes 808-Drums, mal bei schmachtigen 80s Synthie-Sätzen und erfreuen sich auch sonst an einem Sound-Entwurf, der sich aus den Ideen einer neuen, nun ja, coolen Pop-Generation zwischen Ratatat und MGMT speist. Glöckchen läuten, Streicher zirpen, Elektro-Laute piepsen und Cudi setzt im Opener hauchend zum Gesang an: "I can have anything and everything I ever wanted. I can think of anything and everything I ever needed. Here in my dreams!" Damit liefert der Freigeist sogleich den richtigen schlafwandlerischen Einstand (lies: das trotzige Totschlagargument für etwaige Hater).
CuDi will Künstler sein. Um jeden Preis. Dabei lässt er natürlich die wichtigste Regel für den modernen Hipster nicht außer Acht: Strenge dich richtig an, so dass niemand merkt, wie sehr du dich anstrengst. Musik wie Flanellhemden von Chanel. Kalkuliertes Understatement, das seinen Preis hat. Ein paar genölte Reime hier, einige frech gebrummte Gesangseinlagen da - fertig ist der Soundtrack für diejenigen, die sich die Jeans vom Designer zerlöchern lassen.
"Man On The Moon" folgt einem Konzept, das den jungen Künstler mit Hilfe seiner Träume, Wünsche, Ängste und Freuden in fünf Akten beschreibt. Den roten Faden liefert Alt-Rapper Common, der den allwissenden Geschichtenerzähler gibt: "This is the story of a young man who not only believed in himself but his dreams, too."
Die Genre-/Thema-/Stil-Grenzen sind dabei fließend - das hat Cudi offensichtlich von Ziehvater West gelernt. Sex-Fantasie auf Lady Gaga-Sample ("Make Her Say"), abstrahierte Mims-Referenz ("Soundtrack 2 My Life"), käsige Indie-Gitarre ("Up Up & Away") und Downtempo-Clubnummer mit Hit-Potential ("Day'n'Night") - im Cudi-Kosmos ist alles zu finden.
Richtig gut wird es, wenn die New Yorker Synthie-Instrumentalisten von Ratatat ihre treibenden Trademark-Beats zur Verfügung stellen ("Alive" und "Pursuit Of Happiness") oder Kanye West seine Achtziger-Affinität einmal mehr mit zerfledderten Schepper-Drums und simpelsten Synths therapiert ("Sky Might Fall"). Genau das unterlegt passend Cudis Kopfkino und gibt dem freshen Stoner den nötigen Kick für seine bewusst schludrige Stimme.
Ob und wie man das nun schlussendlich Rap nennen kann, müsste Cudi freilich noch mal mit Afrika Bambaataa klären. Aber vielleicht schaut der Mann vom Mond ja kurz bei Planet Rock vorbei.
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album ist top deluxe fantastico usw.
super chillig, entspannte flows, außergewöhnliche beats und ein gutes gesamtkonzept. zum guten rapper macht ihn das nicht, aber das stört kaum.
die review drängt viel zu stark den "Hipster"-aspekt hervor, finde ich. ich sehe kid cudi gar nicht so stark darin.
das album ist wirklich außergewöhnlich. es klingt "schwebend" (ein anderes wort fällt mir nicht ein) und selten aufdringlich. da macht das konzept wirklich sinn: musik, die man beim (ein)schlafen hört. fasziniert mich.
mal wieder eine dieser Kritiken die sich zunehmend auf laut.de zu mehren scheinen (vielleicht fällt's mir auch erst seit ein paar Jahren auf) in denen so gut wie gar nicht wirklich auf die Musik eingegeangen wird. 0 Inhalt, total nichtssagend und überflüssige oberflächlichkeiten - klingt vielleicht gemein, aber wenn ich das (im übrigen geniale und zum meilenstein prädestinierte) album noch nicht gehört hätte wäre ich nach dieser review genauso schlau wie vorher.
Und nein das hat nix damit zu tun, dass ich der Platte bedingungslos mehr als 3 Punkte geben würde sondern einfach dass ich zwangsweise bei so einer besprechung das gefühl hab der autor hätte sich nicht gebührend mit dem Werk auseinandergesetzt und das finde ich - auch wenn ich schon immer gelegentlich eine gewisse konservative (?) ader in den ansichten der laut-redaktion feststellen musste, die innovation allzugern futuristische beständigkeit abspricht (beispiele seien hier jay zs blueprint 1 oder peaches the teaches of peaches die sich bei miserablen wertungen im nachhinein als meilenstein des jungen jahrtausends entpuppten) - ehrlich gesagt sehr schade..
Nee. Beats sind die schlimmsten, die ich auf ner Platte, die sich Hip-Hop schimpft, bisher hören musste. Rap ist kein richtiger Rap, Gesang kein richtiger Gesang. Wirkt alles wie ein halbherziger Auswurf, um Hipster abzuzocken.
der eine mag den autotune, der andere nicht.
is doch scheiss egal wie viel sterne des gibt. tut mir leid wenn das euch verletzt.
der autor bringt seine meinung ein und ich finds auch besser einen gesamtüberblcik zu bekommen, als dass er zu jedem track sagt wann welche drums einsetzen.
er sagt was er denkt und regt zum nachdenken und nachhaken an. is ja nicht so das es vollkommen aus der luft gegriffen ist was geschrieben wird. streitbar schon. na und? wird anscheinend wenigstens nciht von irgendnem major gesponsert.
wie schon gesagt, es geht erstens nicht nur um diese review und zweitens nicht um die bewertung. aber ich finde eine plattenrezension sollte in erster linie um die platte, um die musik an sich gehen. dazu muss nicht jeder track auseinandergenommen werden, aber gerade ein so dichtes Werk wie dieses (z.B.!) lädt förmlich dazu ein den Tanz der Lieder unter einander (dass Make her say z.B. genau diesen etwas unvorteilhaft unterbricht hätte er erwähnen können) zu verschriftlichen, die atmosphäre zu beschreiben und die stilistik mit etwas konkreteren ansätzen als einem nichtssagenden "käsige Indie-Gitarre" zu verdeutlichen. Stattdessen geht der halbe Artikel um die Person KiD CuDi und seine Rolle auf der neuen "Hipster Welle"..
Abgesehen davon wünsche ich mir generell manchmal, dass Reviews objektiver wären. Aber das nicht nur hier bei laut.de 

meiner meinung nach sollte eine rezension, wo auch immer sie lesbar gemacht wurde, unvoreingenommen sein. Es ist falsch, mit einem Bild herumzulaufen, ohne das Bild gesehen zu haben. Ich kann nur von mir sprechen aber was ich zu hören bekommen habe war das beste POP-Album seit einer ganzen Ewigkeit. Das ist kein HipHop, das ist kein Hipstertum, nein, das ist einfach gute Musik.
Ich fand Day´n´Night war nicht wirklich nen Hit im Sinne von gut, dafür wars einfach zu klebrig und süß aber "Alive", "Up Up an Away", "Pursuit of Happiness", "Cudi Zone" und noch einige andere gehen bös hoch.
Ich will jetzt nicht den Engelen bashen aber das ist doch einfach nur scheiße, was der da von sich gibt, beim Lesen bekommt man doch das Gefühl, dies sei keine Review sondern eine reine Abrechnung mit dem Medienphänomen "Hipster". Irgendwie arm. Aber was solls, wer als Clevelander eine Bone-Hommage abliefert gehört gehört und wer als Hiphop-Rezensent diese nicht erkennt gehört in die Schule =)
Ich kann der Scheibe auch nicht wirklich was abgewinnen. Das beste an Kid Cudi ist der Day'n'Night Remix von Fashawn...
ich ging ja eigentlich nicht davon aus, dass mir das gute ding gefallen würde, da es nicht unbedingt mein genre ist, (day'n'night mal ausgenommen) jedoch war es bei fm4 mal ablum der woche und die haben da so durchgezapped und das hat mir dann doch irgendwie zugesagt.
mittlerweile hab ich es auch ein paar mal gehört und es sind echt ein, zwei, drei songs dabei, die ich nicht missen möchte.
Irgendwie mutet die Review so an, als hätte der Rezensor überhaupt keine Ahnung von der Materie..ein wenig peinlich und sehr, sehr oberflächlich. Geniales Album though!
Inwiefern und was hat das was ich im übrigen höre mit meinem Verständnis von Hiphop zu tun?
Sorry Jack the Rapper , aber du musst nicht gleich persönlich werden, wenn dir was an meiner Aussage nicht gefällt. Deinen Post hab ich übrigens schon zur Prüfung gemeldet, weiß allerdings nicht, wie auf dem Board hier mit User-bashing umgegangen wird


Sicher, einige Songs sind ziemlich poppig geschrieben worden, andere eher nicht.
Doch ich seh schon, die Diskussion führt zu nichts, da wir offensichtlich ein grundlegend Anderes Verständnis von "was Hiphop nun ist und was es ausmacht" haben.. 



Nein kein Juice für mich :d (aber wär mal wieder ne Idee, hab die Zeitschrift schon lang vergessen :x)
Mit Flo Rida und den BEP stimm ich dir zu, da sind inzwischen soviele Disco/Dancefloor Elemente und was nicht alles drin, dass man einfach nur noch den Kopf vor Verwirrung schütteln muss :/ Zu Drake will ich mich noch nicht äußern, weil ich die LP noch nicht zu hören bekommen habe.
Also nachdem ich das Album gehört habe, ist mein Urteil:
Vom musikalischen Aspekt, also Musik, Rythmus, Refrain, usw : 4-5 Sterne.
Aber:
Die Texte sind teilweise so depri, dass man sich das nicht zu lange anhören sollte.
Das perfekte "Nacht"-Album. Das Konzept-Album spannt den Bogen von Anfang bis Ende, es macht Spaß der "Geschichte" zuzuhören.
Die Songs selbst sind einzelnd auffällig unauffällig, wohingegen das Album als Gesamtes erfreulich stimmig ist. So soll es sein: Ich will nicht nur einen geilen Song, nein wenn ich schon Geld ausgebe, will ich auch ein komplettes Album. Mehr bitte!
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