Selten traf das im Rap wohl am häufigsten bemühte Sprichwort so sehr zu wie in diesem Fall: "You can take your boy out the hood / But you can't take the hood out the homie." Snoop Dogg bringt es in "Institutionalized" auf den Punkt - und beschreibt damit Kendrick Lamars Reise nahezu perfekt.

Denn …

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  • Vor 2 Jahren

    Da ich weder US-Amerikaner bin, als Weißbrot kein Problem mit Rassismus habe da dieser weder an mir ausgeübt wird noch ich ihn ausübe und die Beats unglaublich sperrig sind, kann ich mich weder mit dem lyrischen Inhalt noch mit dem Sound was anfangen.
    Interessant für Betroffenen aus Übersee, Studenten für Politikwissenschaften und vermutlich Poesie (?!) aber für einen weißen Europäer aus dem Mittelstand in den Dreizigern ist das Album leider nix.
    Schade, Section 8.0 und GKMC habe ich übertrieben abgefeiert aber für das hier fehlt mir das Verständnis. Mit Wohlwollen 2 von 5 aber auch nur weil mir "I" und "King Kunta" was gebe und Snoop wieder seinen Ladi-Dadi-Flow auspackt.

  • Vor 2 Jahren

    Puuh, die Rezension strotzt ja nur so vor Superlativen. Ich bin gespannt, ob das Album diese hohen Erwartungen bei mir erfüllen kann. Vom "bedeutendsten Rap-Album des Jahres" zu sprechen ist meiner Meinung ganz schön hochgegriffen...

  • Vor 2 Jahren

    Dieser Kommentar wurde vor 2 Jahren durch den Autor entfernt.

  • Vor 2 Jahren

    Da hat die Zusammenarbeit mit Flying Lotus aber deutliche Spuren hinterlassen. :ill:

  • Vor 2 Jahren

    Kendrick Lamar ist der Gegenpol zu den aktuellen Hip Hop Mainstream Acts. Anstatt von Molly, lila Sprite, Partys und Selbstbeweihräucherung zu erzählen, hat er eine Message. Liebt euch selber, respektiert euer Gegenüber, nur so können wir auch als Gegenreaktion Liebe und Respekt erwarten. Im Gegenzug zu der einzigartigen Message, ist das Album rein soundtechnisch vielleicht weniger eingängig als andere, aber bei dieser Musik geht es nicht darum den Kopf ab zu schalten, es geht darum ihn zu ein zu schalten

  • Vor 2 Jahren

    Also zu Kendrick Lamar, ich feiere ihr. Er hat bisher nur gutes unters Volk gebracht. Allerdings kann ich die Rezensionen von Herrn M. nicht so ernst nehmen und deshalb bin ich auch bei dieser Vorsichtig. Die Kritik geht nicht an seine Person oder Schreibstil, sondern an seine art Dinge warzunehmen. Wenn ich mir die letzten Kritiken ansehen und er fast bei 90% 4-5 Sterne vergeben hat und alles über den Klee gelobt hat. Stellt sich mir die Frage wie realistisch seine einschätzungen sind.

  • Vor 2 Jahren

    Hat nen ordentlichen Hype. Mir gefällts, wie langlebig das allerdings sein wird, wird sich zeigen. GKMC wird mir bis heute nicht langweilig.

    King Kunta läuft derzeit rauf und runter.

  • Vor 2 Jahren

    Also "I" find ich ganz grausam. Aber wenn der Rest davon abweicht werd ich mir das auch mal geben.

    • Vor 2 Jahren

      Also, die Albumversion ist neu aufgenommen und passt meiner Meinung nach jetzt besser in den Kontext des Albums. Aber gibt definitiv bessere Tracks auf der Platte.

    • Vor 2 Jahren

      Danke für die Info. Am schlimmsten fand ich eigentlich Kendricks Stimme. Aber gut, dann weiß ich bescheid.

  • Vor 2 Jahren

    album natuerlich nochmal angehoert bevor ich hier meinen geistigen duenpfiff abgebe. stimmt schon dass es eher ein politisches album ist. sind schon viele reden und gespraeche mit drauf. denke mir dass es vielen unterdrueckten schwarzen in den usa wirklich viel bedeutet. selbst gott kanye spricht ueber das album von einer inspiration. wobei kanye ja die gesamte menschheit unter sich hat :D

    politik kann ja trotzdem musikalisch sein. ratm waren ja auch extrem politisch und gleichzeitig musikalisch. leider fehlt mir der knall den ich beim vorgaenger hatte. und damit meine ich nich aggressive texte/beats. dieser funky/leichter jazz hauch der durch das ganze album geht wirkt leider ein wenig angepasst. gkmc hatte einfach aus der masse herausgestochen und war einzigartig. das album hier haetten einiger andere rapper ebenfalls hinbekommen. ganz gut ist es dann iwie doch. wuerde 6 geben. koennte noch ne 7 werden.

  • Vor 2 Jahren

    so wie fler ein abo auf schlechte Bewertungen hier hat, siehts bei lamar andersrum aus

    kann mit dem wenig anfangen

    • Vor 2 Jahren

      Jo, ist aber halt auch berechtigt. Lamar liefert durchweg geile Mucke, Fler ist einfach wack ohne Ende.

    • Vor 2 Jahren

      was für ein vergleich, das ist ja so als würdest Nickelback mit Radiohead in einen Topf werfen.

    • Vor 2 Jahren

      fler hat dieses jahr ebenfalls ein top-album abgeliefert. dieses immergleiche flergehate ist überholt und langweilig

      es ging primär um die vorurteile die auf laut überhand nehmen

    • Vor 2 Jahren

      Ist doch alles Geschmackssache, ich persönlich finde, dass er mit zwei Punkten noch ganz gut weggekommen ist, ob das Kendrick Album nun aber die Höchstpunktzahl verdient, wird sich bei mir wahrscheinlich erst mit der Zeit rausstellen. Nach den ersten drei Durchläufen bin ich noch nicht 100% vom neuen Soundbild überzeugt, ist halt schon arg sperrig und vertrackt, aber gut Ding will Weile haben. Eingängige Musik ist natürlich auch nicht verkehrt, aber ich persönlich mag es beim Hören auch etwas gefordert zu werden.

    • Vor 2 Jahren

      eigener Geschmack hin oder her, der Vergleich zwischen Fler und Kendrick hinkt. Kendrick schafft es in einem einzigen Track mehr musikalische Breite und Kreativität zu transportieren als es Fler in seiner gesamten Karriere geschafft hat. Die Texte bzw deren Aussage müssen wir erst gar nicht vergleichen...

  • Vor 2 Jahren

    Eindrucksvoller kann man es nicht zeigen, wie man voellig den Bezug zur Basis verliert. Ich moechte schon fast "Musik fuer den Anwalt." schreiben. Super spannend ist das alles, blah blah. Das nervige Gejazze, ey, nix gegen Jazz, ich hoere ja selbst Coleman, Ayler etc., aber das will ich hier einfach nicht haben.
    Genauso wenig grooviges Funkgenudel und all das Zeug, das den homie jetzt tatsaechlich aus der hood rauszieht: denn DAS hoert dort keiner mehr.
    Hatte mich ja schon vor Monaten darueber ausgekotzt, dass Thundercat und diese Brainfeeder-Leute nun da mit dran rumschaffen, und selbst Sounwave hat nix auf die Kette bekommen. Insgesamt 2-3 brauchbare instrumentals, das war's.

    Das Einzige, was mich freut: Drake wird vor Wut in seinen Cosby-Pulli beissen, weil ihn das hier - wieder mal, wie immer - als einen Typen dastehen laesst, der nichts zu sagen hat, weil sein scope niemals ueber seinen eigenen Bauchnabel hinausgeht, und der Kendrick in Sachen skills sowieso in aller Hinsicht unterlegen ist. Technik, Stimmeinsatz und all das, darueber muss man ja hier gar nicht reden.

    Allerdings auch: wir leben nicht in 'Higher Learning', daher moechte ich gerne wissen, welcher durchschnittsschwarze Jugendliche ohne Ivy League-Ambitionen das hier textlich mehr abfeiert als Migos. Oder ob er mit 'King Kunta' einen duemmlichen Mister X dazu bewegen kann, 'Roots' zu lesen/schauen, weil er nicht weiss, wer Kunta Kinte ist.
    Wenn man einfach 'Ghettoside' von Jill Leovy liest, gibt's was fuer die Birne UND man muss sich nicht zusaetzlich von diesem Soundbild abfucken lassen.

    Es gibt in 'Breathe' von 'Gunz n' Butta' eine Stelle, wo der Killa erzaehlt, dass er verzweifelte Anrufe von seinen homies auf seinem "Hawaiian phone" erhaelt; ein Teil der Konversation: "Hurry up back, black." - "Why?" - "'cause we dyin', homes. Rappers, they tryin', homes, but softer than styrofoam."

    Das moechte ich dann mal dringlich an Jay Rock richten: HURRY UP BACK, BLACK. TDE dyin', homes.

    Ich gehe nun weiter Stack Bundles hoeren.

    • Vor 2 Jahren

      Heute nochmal versucht, ging nur bis 'u', dann musste ich abbrechen. Normal muesste ich jetzt erstmal 2 Wochen lang gkmc hoeren, um das aus meinem Kopf zu waschen - aber ich hoere gerade nur den KILLA.

    • Vor 2 Jahren

      Ich verstehe nicht inwiefern"den Bezug zur Basis verlieren" ein Problem sein soll, oder hat er mal gesagt, dass seine Absicht wäre mit dem Album 15 jährige Gangster für die Rassenthematik zu sensibilisieren?
      Ich finde das Album ziemlich gut nach zwei Durchläufen.

    • Vor 2 Jahren

      Darüber bin ich auch gestolpert. Halte es sogar für relativ normal, dass man sich - spätestens nach so einem Durchbruch - entwickelt. Thematisch, persönlich, etc. Die "Basis" tut das halt nicht. Wird gerade Rappern aber häufig vorgeworfen.

    • Vor 2 Jahren

      Mhaha, "Musik fuer den Anwalt." :D
      Nichts gegen den Anwalt an sich (Obwohl... Bei seinen seltenen, fragwürdigen Äußerungen zu Rap...), aber schon allein dadurch habe ich fürs Erste komplett die Lust auf das Album verloren. Werde wohl erst in ein paar Wochen mal zumindest versuchen, mir das einigermaßen unvoreingenommen zu geben. Vielleicht ist das ja dann immerhin DAS Album, mit dem man - bei Bedarf - genrefremde Freunde davon überzeugen kann, wie innovativ und relevant Rap doch sein kann. ;)

    • Vor 2 Jahren

      Der_Dude: Danke fuer die Empfehlung, beats sind auch cool, aber ich komme nicht auf seine Rhotizitaet klar.

      Bzgl. der "Basis": Es geht mir dabei weniger um die Thematik, den Stoff, den ich da brauche, bringen auf TDE ja schon Jay Rock und Q. Sondern einfach um dieses Soundbild. Ich haette gar nichts gegen das Album, wenn es nicht - wie Sodhahn ja schon angemerkt hat - so bemueht und erzwungen klingen wuerde. Oder auch: softer than styrofoam. Wenigstens ein PAAR richtige banger haetten schon viel ausgemacht.

      Icy: Bei genrefremden Freunden wirst du mit dem Album sicher einiges erreichen koennen. Vermutlich wuerde ihre weitere Genrefortbildung dann allerdings etwas einseitig verlaufen.

    • Vor 2 Jahren

      King Kunta und The Blacker The Berry sind doch zwei Banger.

    • Vor 2 Jahren

      Halt nicht gerade das, was ich unter banger verstehe. Soll halt einfach nicht sein mit mir und diesem Album.

  • Vor 2 Jahren

    in dem moment wo der feuilleton etwas entdeckt und hervorhebt isset meist schon nicht mehr feierbar. merkwürdiger gezwungen avantgardistischer sound trifft verkopfte lyrics. gefällt mir überhaupt nicht.

    • Vor 2 Jahren

      Dein Leben scheint ja ziemlich unfrei zu sein, wenn du deinen Musikgeschmack von Zeitungsartikeln abhängig machst.

    • Vor 2 Jahren

      Korrelation (wie sich Sodhahns Kommentar liest):
      Der Feuilleton entdeckt einen Künstler und ich finde ihn scheiße. Beides ist der Tatsache geschuldet, dass der Künstler einfach scheiße geworden ist.

      Kausalität (was Olivander Sodhahn unterstellt):
      Der Feuilleton entdeckt einen Künstler und deshalb finde ich ihn scheiße.

    • Vor 2 Jahren

      Mich stört ja eher das 'wo'.

      Außerdem falsch. Es liest sich so: Erfahrungsgemäß feiert das Feuilleton verkopfte Musik ab. Ich mag keinen verkopften Rap. Demnach ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass mir das, was im Feuilleton steht, nicht gefällt.

      Ich taufe diese logische Totgeburt Kauselation. Prost.

    • Vor 2 Jahren

      Haftbefehl, der ja gerne als Feuilleton-Rapper verschrien wird, macht also verkopften Rap?

    • Vor 2 Jahren

      Funk und Jazz im Rap sind avantgardistisch haha

    • Vor 2 Jahren

      Wenn ich keine Erfahrung mit der üblichen Internet-Korinthenkackerei hätte, hätte ich mich nicht über 'erfahrungsgemäß' und 'meist' abgesichtert - genau wie Sodi auch.

      Du versuchst hier zum zweiten Mal im selben Thread über unsaubere beziehungsweise schlichtweg unerlaubte rhethorisch-logische Winkelzüge dein Ego zu massieren, aber das kannst du bei mir vergessen.

      Schlag mal "principle of charity" nach oder troll dich in ein Milieu, in dem diese Konversationstaktik jemanden beeindruckt.

    • Vor 2 Jahren

      Ok, dann werde ich in Zukunft versuchen dieses Prinzip anzuwenden. Dennoch ist Sodhahns Kritik insofern falsch, als das ja das Album insgesamt ziemlich gehypet wird und nicht nur im Feulleton. Zudem verkauft es sich dabei auch noch gut, bzw. wird oft gehört: http://hypebeast.com/2015/3/kendrick-lamar…

    • Vor 2 Jahren

      Die Gleichung "Feuilleton = Mist" ist genauso ein Quatsch wie "Charts = Qualität" oder aber "Charts = mindere Qualität". Es gibt immer Ausreißer und Ausnahmen in alle Richtungen.

    • Vor 2 Jahren

      Die Kritik war doch, dass verkopfter Rap vornehmlich von Kritikern gefeiert wird, oder nicht? Ist zwar kein Rap-Album, aber "You're Dead" von Flying Lotus wäre dann ja ein Beispiel für Sodhahns Kritik. Das hat sich ja nicht sooo gut verkauft (Peaks: US-Charts Platz 20, DE 83), aber wurde ausschließlich gut bis sehr gut bewertet.

    • Vor 2 Jahren

      die beats gehen teils echt gar nicht

    • Vor 2 Jahren

      Du verstehst die Beats vermutlich teils garnicht, weil Du zuviel Fler und Änis gehört hast. ;)

    • Vor 2 Jahren

      Warum auch nicht.die haben ja auch top street-beats.am besten gefallen mir grad die produktionen auf dem hanybal album sehr, das du ja auch feierst. Im us-rap kenn ich einfach zuviel als das mich dieses teils unausgegorene,überproduzierte und mit allen mitteln möchtegern experimentielle vom hocker hauen muss

    • Vor 2 Jahren

      Craze: hast Du schon reingehört, wie ist Deine Meinung?

    • Vor 2 Jahren

      Jo, ich habe mehr als nur "reingehört". Finde es absolut gut, ist aber halt keine Mucke so zum nebenher dudeln lassen und natürlich auch Nix, womit der Garry in Augsburg am Bahnhof die Bitches ausm Lumia Lautsprecher beeindrucken kann. Also ich finde es wirklich gut.

    • Vor 2 Jahren

      Schon erstaunlich wie die Meinungen auseinandergehen bei dem Ding. Danke für Deine Meinung, bin gespannt wie es mir taugt.

  • Vor 2 Jahren

    Weis nicht was ihr habt...Super Album.!!! Man hört Dre auf jeden Fall raus und so tracks wie " These Walls" erinnern mich irgendwie an stankonia zeiten
    ich finde es Gelungen!!

  • Vor 2 Jahren

    Das Album ist zu intelligent für euch Schulabbrecher.

  • Vor 2 Jahren

    Dieses Album ist sowas von overrated.
    Ich finde selbst Drakes Mixtape besser und das muss etwas heißen.

    2/5 at best, ich habe OD, S80 und GKMC sowas von gefeiert, aber das ? Ne trifft gar nicht meinen Geschmack Kenny.

    Das einzig positive ist King Kuta, The Blacker the Blerry und Snoops Feature.

    Größte Enttäuschung im jungen 2015.

  • Vor 2 Jahren

    Ich finde die Beats auf diesem Alben absolut genial, weil sie Spagat zwischen Oldschool und Newschool unglaublich gut hinbekommen haben.

    Auch die Texte und die Themenauswahl sind ziemlich gut, vor allem, weil das meiste deutlich komplexer ist, als es auf den ersten Blick scheint.

    Die ganzen Themen sind zwar bei uns in Europa nicht so präsent, wie in den Staaten, dennoch kann meiner Meinung nach jeder etwas aus den Texten ziehen.

    GKMC war nie so mein Ding, da mir das irgendwie alles zu modern und Trap-lastig war.

    Daher ist das hier das erste Kendrick Album, was ich richtig feiern kann und eines der besten Rap-Alben seit langem.

    Die besten Track sind mMn. King Kunta und The Blacker the Berry aber ich find auch den Rest größtenteils sehr gelungen.

  • Vor 2 Jahren

    Die Superlative sind absolut gerechtfertigt. Hier unsere Kritik: http://istinalog.net/2015/03/18/from-compt…