laut.de empfiehlt

Kellermensch

Der Bandname könnte erst mal abschrecken - oder auch nicht: Man denke nur an den Erfolg von Rammstein. Ums kurz zu machen: Die Dänen liehen sich ihren Bandnamen von Dostojewski, genauer dessen Roman "Aufzeichnungen aus dem Kellerloch". Entsprechend düster gehalten sind zwar der recht spezielle Sound, der Bühnen-Style und die Ästhetik in den Videos.

Allein: Kellermensch haben echte Underground-Rockhits in der Hinterhand. Bandchef Sebastian Wolff zählt Nick Cave And The Bad Seeds, Tom Waits sowie Tool als Lieblingsbands auf. Und gemessen an den eingangs erwähnten Rammstein, gehören sie zu den unterbewertesten Bands im Alternative-Zirkus. Man höre nur eines ihrer bekanntesten Stücke an, "Army Ants" (von 2011).

Oder das brandneue "Mediocre Man":

Nach jahrelanger Pause hat das bei aller Düsternis ursympathische Kollektiv endlich wieder die neue Platte - "Goliath" erscheint am 27. Oktober - im Kanal und stellt diese, wie gerade gesehen, auch live auf die Bühne. Das Kellermensch dabei ein für eine Rockband relativ untypisches Set-Up auffahren (etwa einen zusätzlichen Kontrabassisten neben dem Basser, der seinen Viersaiter wie eine Gitarre bedient), macht die Sache nur noch spannender. Wir freuen uns auf die Dänen!

Termine

Mo 30.10.2017 Hamburg (Molotow)
Mi 01.11.2017 Berlin (Musik & Frieden)
Do 02.11.2017 Köln (Jungle Club)

Artistinfo

LAUT.DE-PORTRÄT Kellermensch

"Kellermensch sind wie eine musikalische Sonnenfinsternis: Kalt-warm im Wechselspiel, dunkelschön, aber strahlend zugleich", heißt es großspurig im …

Noch keine Kommentare