@crunkernun mal ehrlich, eine musikbewertende journalistische einrichtung, welche für sich in anspruch nimmt ordentlich zu bewerten und auch auf texte zu achten, kann meiner ansicht nach, nicht einen redakteur beschäftigen, der scooter 3/5 punkte gibt.
nun mal ehrlich: tut sie aber.
denn irgendwie geht hier doch relation der bewertungsgrundlage komplett abhanden.
was soll "die relation der bewertungsgrundlage", die du forderst, überhaupt sein?
wie will man denn dann z.B. ein Album ala Radiohead oder ähnlichem bewerten ?
keine harten bässe, zu wenig mitgröll texte und die songs sind zu abwechslungsreich ?
keine ahnung. von radiohead versteh ich nichts, ebenso von keane. ich kenn die platten nicht. deswegen versteh ich nicht, wie du dir vorstellst, dass ich platten und künstler in meine bewertung einfließen lassen soll, mit denen ich nichts zu tun habe. oder wie das kollege tobias machen soll, der das scooteralbum vermutlich auch nicht ausgiebig gehört hat.
gleiches unterstelle ich übrigens dir: im grunde eine frechheit, dass du dir ein urteil über ein album anmaßt, das du nicht kennst. korrigier mich, sollte ich mich irren, aber mehr als angelesenes halbwissen des kalibers "scooter sind dumm und schlecht und scheiße" erkenne ich in deinem post - bezüglich scooter, wohlgemerkt - nicht.
nene leute, wenn man schon meint musik mit punkten bewerten zu müssen (was ich dumm halte, da jeder mensch halt nach genau anderen kriterien bewertet), dann doch bitte nach festgelegten maßstäben und nicht nach lust und laune.
genau da liegt der hase im pfeffer. jeder mensch - und jeder redakteur - bewertet nach anderen maßstäben. deswegen steht der name des zuständigen redakteurs dabei.
und zu freddy:
@freddyich ertrag nicht, wenn leute äpfel, birnen, verschiedene redaktöre und genres in einen topf zu stopfen versuchen. ermüdungserscheinungen, weeßte?
scheinbar verkennste du, dass nicht ich birnen mit äpfel etc vermische, sondern laut.de.
sie haben hier doch verschieden alle art von musikrichtungen, welche sie im gleichenverhältnis bewerten.
mitdenken ist nicht verboten. wir bieten dir außerdem nicht nur die zahl, sondern auch einen text, der erklärt, wie wir zu der jeweiligen zahl gekommen sind.
wenn man nach deiner logik, jeden redakteur für sich nehmen müsste, dann kann man musikjournalismus gleich ein grab schauffeln.
bullshit. jeder redakteur KANN nur nach seinen maßstäben und seinem kenntnisstand urteilen. nach deiner logik dürfte ja dann nur jemand eine plattenkritik verfassen, der jede jemals erschienene platte aus jedem erdenklichen genre kennt. würde mal schätzen, dass der musikjournalismus dann bereits tot wäre. dafür, sich das eigene grab zu schaufeln, hätte er jedenfalls definitiv keine zeit mehr.
denn dann wäre jede bewertung genau das, was es für den konsumenten unbrauchbar macht; unzwar eine einzelne persönlich meinung ... und die können bekanntlich ja sehr auseinander gehen.
du musst jetzt ganz tapfer sein.
genau das ist eine plattenkritik: eine einzelne meinung eines einzelnen redakteurs. nicht mehr will und kann es sein.
und soll ich dir noch was verraten, was dein weltbild vermutlich komplett in trümmer legt?
ich lege noch nicht einmal bei allen platten, die ich kritisiere, die gleichen maßstäbe an, was die wertung betrifft. einer ordentlichen platte eines newcomer-rappers, die mich gut unterhält und die ansprechend produziert ist, gebe ich vermutlich drei punkte. ghostface killahs letztem album gab ich auch drei punkte. nur ein narr könnte daraus schließen, dass sich besagter newcomer auf dem gleichen niveau bewegt, wie ein ghostface - an den ich aber selbstverständlich ganz andere ansprüche stelle. kontext rockt. und, wie gesagt, mitdenken. aber das haben nicht alle drauf.