- Top 100
- Redaktionsempfehlungen
- Zuletzt gehört
Format
Playlist
Aktuelle Sendung
SeitHomepage:
Nahezu überraschend, fast aus dem Nichts, taucht nach zwölf Jahren Kate Bush wieder aus der Versenkung auf. Seit ihrem 93er Album "The Red Shoes" war die Künstlerin scheinbar aus der Musikszene verschwunden. Nun sind endlich wieder neue Kompositionen der großen britischen Künstlerin zu hören, die nichts von ihrer Klasse verloren hat. Das aktuelle Album zeigt sich rundum gelungen und dokumentiert eindrucksvoll die Reife und unnachahmliche Präsenz von Kate Bush.
Viel Musik hat sie auf "Aerial" gepackt: Satte 16 Titel verteilen sich auf zwei CDs. Die erste Hälfte ist mit "A Sea Of Honey" betitelt und der ruhigere, besinnlichere Teil des Doppelalbums. Die Vorabsingle "King Of The Mountain" eröffnet die Reise in den Klangkosmos der Künstlerin. Auf breiten Soundteppichen schwebt melodisch Kates Stimme über einem dezenten Midtempobeat. Die beruhigende Erkenntnis: Kates Stimme verzaubert wie vor über zwanzig Jahren. Der Aufbau gestaltet sich abwechslungsreich. Zunächst streicheln sphärische Klänge, später folgen die Beats, noch weiter hinten im Song erklingen erstmals E-Gitarren - das alles ohne Hetze und Hektik präsentiert.
Originell der Song "Pi": Wer außer der phantasievollen Britin würde es wagen, einen Song zu schreiben über einen Mann, der Zahlen liebt? Äußerst verführerisch, wie Kate hier schlichte Zahlenreihen lockend und sinnlich intoniert. Ob "Mrs. Bartolozzi", "How To Be Invisible" oder der Schlussakkord "A Coral Room" - Kate Bush bereitet mit einem gelungenen Mix aus Synthieklängen, oft in den Vordergrund gestellten Pianoakkorden und allerlei Soundüberraschungen den Hörer gekonnt auf den eigentlichen Höhepunkt des Albums, CD 2 vor.
Unter der Überschrift "A Sky Of Honey" nimmt das Album immer mehr Fahrt auf. Nach dem "Prelude"-Morgenerwachen samt zwitschernder Vögel und den Gedanken eines Kindes zieht das Tempo weiter an auf "Prologue" und "An Architects Dream". Nach dem kurzen Intermezzo "The Painter's Link" startet "Sunset" zunächst verhalten. Im zweiten Teil des Songs setzt dann eine straighte Schlagzeugarbeit ein - einer der stärksten Titel des neuen Albums. "Somewhere In Between" und "Nocturn" halten das hohe Niveau. Im finalen Track "Aerial" werden dann sehr deutlich akzentuierte E-Gitarren ausgepackt, zu denen Kate mit sinnlicher Stimme flirrt und girrt.
Mit eleganter Zauberhand führt Kate Bush den erwartungsfrohen Hörer in ihr Wunderland aus sphärischen Klängen und sehnsüchtigen Melodien, verpackt in edle arrangementtechnische Raffinesse. Vieles weckt Erinnerungen an den (Bush-)Sound der achtziger Jahre, ist aber stets zeitgemäß auf dem Stand der heutigen Technik instrumentiert und umgesetzt. Oft steht nicht die Melodie im Vordergrund, es fasziniert dann die Atmosphäre, in die Kate ihre vielschichtigen Arbeiten hineintaucht.
"Aerial" ist kein Album zum nebenbei Konsumieren. Etwa zwei Minuten in einen Song hineinhören zu wollen, um ihn danach vorschnell zu beurteilen, funktioniert hier nicht. Dazu passiert einfach zu viel, und überraschende Wendungen und Umstrukturierungen innerhalb eines Titels sind nahezu immer zu finden. Kate fordert den Zuhörer und belohnt ihn reich für seine Aufmerksamkeit. Es bleibt die Hoffnung, dass die Künstlerin die Fans bis zu ihrem nächsten Album nicht wieder warten lässt.
Denn "Aerial" zeigt nachhaltig, welche Ausnahmestellung Kate Bush noch immer einnimmt. Ihre Phantasie, gepaart mit großem Einfühlungsvermögen, erschafft noch immer wunderbare und erhabene Musikgemälde.
| Shop | Titel | Info | Preis | Porto | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
![]() |
Kate Bush - Aerial | Infos (Lieferzeit/Service) | €12,49 | €3,95 | €16,44 |
![]() |
Kate Bush - Aerial | Infos (Lieferzeit/Service) | €35,99 | €0,00 | €35,99 |
![]() |
Kate Bush - Aerial | Infos (Lieferzeit/Service) | €56,99 | €0,00 | €56,99 |



Man glaubt es kaum, aber auf ner DM-Page hab ich was für dich gefunden, Andrack! 
http://www.depechemode.de/electro/2005/08/24/a-ha-neue-single-im-oktober/" rel="nofollow">http://www.depechemode.de/electro/2005/08/24/a-ha-neue-single-im-oktober/
Naja, John Cale hat aber auch nie aufgehört, Platten zu machen. Und in seinem Genre kann oder gar muss man auch mit Würde altern. So wie Leonard Cohen, der nächstes Jahr sein nächstes Album - zwar aus Geldnot, dafür wieder mit Anjani - rausbringt. Der war auch nie weg.
Eher albern find ich hingegen Reunions wie die angekündigten von Gang Of Four, Buzzcocks oder diese angebliche Clash-Reunion.
Man sollte wohl einfach die großen Namen vergessen und versuchen, die neuen Alben so unvoreingenommen wie möglich zu hören - soweit das geht. Ich hab - ehrlich gesagt - regelrecht Angst, von diesem Kate Bush-Album enttäuscht zu werden, so entrückt ist dieses Idol für mich.
Nach dreimal Hören: Ein wiegender Reggae-Rhytmus auf weichen Keyboard-Flächen gebettet. Mit Synthi-Wind und ein paar arg süßlichen Celtic-Elementen! An sich ist mir sowas inzwischen zu produziert, zu spät-PinkFloydesk, zu nett. Die Stimme ist unverkennbar, vermag aber kaum die notwendigen Gegenakzente an Herbheit und Spannung zu setzen. Na egal. Es ist Kate Bush!
Und wie klingt das "Sexual Healing"? Könnte in einer Bush-Version doch auch sehr spannend sein...
@Andrack: Ach, das wird schon! Es scheint jedoch wirklich ziemlich gefällig zu werden. Aber leider nicht so auf die intelligente Easy Listening Art. Ich glaub, da hat sich aber inzwischen mein Geschmack ein bisschen verändert. Na mal sehen, was mit dem Album wird. Ich brauch immer was Spannendes. Was Unerwartetes.
Also am besten das komplette Album abwarten. Ich hatte am Wochenende nach langer Zeit mal wieder "Hounds Of Love" aufgelegt, ist für mich immer noch ein Hammeralbum. Und man erschrickt bald, wie lange das schon her ist.
Ja, "Hounds Of Love" ist phantastisch, und "The Dreaming" ist noch besser. Die neuen Sachen scheinen - wen wundert's - eher an "Red Shoes" von 1993 anzuschließen. Da gibts auch einige Songs die mir ausgesprochen gut gefallen ("Rubbeband Girl", "Red Shoes", "Song Of Solomon"). Wenn sowas auf dem neuen Album kommt, wärs schön.
Die Vorabsingle (King Of The Mountain) entfaltet sich schon ein wenig, zumindest was den Gesang und das Songwriting anbelangt. An dem Sound werd' ich wohl keinen Gefallen mehr finden. (Die Schlagzeug-Figuren zum Beispiel find' ich furchtbar phrasenhaft und breitgetreten)
Hauptsache, es wird -als komplettes Album gesehen- nichts, wo gestöhnt wird: "Früher war alles besser", das ist ja leider bei solchen Zeitabständen - und Kates Fundus in der Vergangenheit - bestimmt wieder was, worauf sich einige vielleicht schon vorab mal einstellen (wollen). Aber ich traue Kate einfach kein mißlungenes Album zu.
Vergangenheitsmodus an: "Running Up That Hill" ist so ein Song, der für mich immer schöner geworden ist mit den Jahren. Geliebt habe ich ihn schon immer. 
hab´s vorhin erst auf ´nem plakat gelesen mit dem neuem album, da bin ich mal gespannt.
Es ist ein großartiges Album mit phantastischen Momenten. Soviel steht fest. Auch wenn ich für meinen Teil - genau wie bei dem offensichtlich ähnlichen 'Hounds Of Love' - mit einem Teil des Materials einfach nix anfangen kann: "How To Be Invisible", "Joanni", "An Architect's Dream", "Somwhere in Between", "Nocturn", "Aerial" sind mir schlicht und einfach musikalisch zu gefällig und zu wohnzimmertemperiert. Die Vorab-Single "King Of The Mountain" finde ich nach wie vor sogar richtig schlecht. Der Bezug zu King Elvis scheint mir irgendwie gewollt, die Zeile "Why does a multi-millionaire fill up his home with priceless junk" peinigt mich in ihrer Phrasenhaftigkeit und Pop-Reggae als Stil-Element finde ich sowieso unverzeihlich.
Umso faszinierender ist schon der zweite Song (über die Zahl Pi!). Bei "Bertie" (über ihren kleinen Sohn) war ich erstmal skeptisch: Mittelalter- und Renaissance-Musik zu Pop verarbeitet - das kann schlimm enden... Tut's aber nicht! Der Song ist phänomenal. Wahrscheinlich durch Kate's Stimme. In "Mrs. Bartolozzi" gehts um die Faszination für Wäsche und eine Waschmaschine... Davon ist übrigens auch die Innencover-Gestaltung geprägt. Sowas gefällt mir. "The Coral Room" - nur mit Gesang und Klavier - ist mein persönlicher Favorit. Sehr persönlich, sehr bewegend.
Die zweite CD "A Sky Of Honey" kann man eigentlich nur als Ganzes nehmen. Sie hat für mich jedoch musikalisch deutliche, einzelne Höhepunkte: "Prologue" nämlich, "The Painters Link" und vor allem "Sunset" - ein mit Jazz- und Flamenco-Elementen aufgewerteter Pop-Song.
Die Texte will ich mir auch einmal in Ruhe durchlesen. Das Album hat auf jeden Fall das Potenzial, sich weiter (und eventuell auch noch anders) zu entfalten als ein paar Tage nach dem Erscheinen.
Naja. Aber Blumen sind doch was Schönes. 
Wirklich wunderbares Album, hätte nicht gedacht, daß das sooo gut werden würde. Schöne Platte, die ich mir auch in sechs Jahren sicher gern mal hervorhole, um bestimmte Sachen dann (immer noch) gern zu hören. Kate halt. 
Es ist schon überraschend, wie bekannt Kate Bush trotz allem ist. Und obwohl sie in den letzten 12 Jahren im Grunde nichts veröffentlicht hat, war sie für mich dennoch lebendig. Ich als 81er Jahrgang habe so gut wie nichts aus den damaligen Veröffentlichungen mitbekommen und nur durch die Empfehlung einer Freundin habe ich mir vor Jahren einige von Kates CDs ausgeliehen. Nun bin ich 24 und fühle mich wirklich reif für diese Musik. Wuthering Heights klingt noch in meinen Ohren wie vor 6 Jahren, als ich zum ersten Mal das Video sah... und auch Eat the Music aus dem Red Shoes Album ist mir noch in Erinnerung. Und dann die Nachricht, dass sie tatsächlich ein neues Album gemacht hat...
"King of the Mountain" traf beim ersten Mal hören nicht meine Erwartungen, aber ich glaube, das war auch nicht Kates Intension. Erst, wenn man diese Musik öfter hört, offenbart sie ihre ganzen Details. Sie lässt sich nicht in Hast und Eile erschließen.
"Aerial" kann man, so wie es vorliegt, auch als 2 luftig verbundene Alben betrachten. Es gab eine Zeit von mehreren Tagen, in der ich nur mit der ersten CD beschäftigt war, weil sie einfach so interessant war, dass ich die zweite ganz vergessen hatte. Jede für sich läuft etwa 40 Minuten, daher ist das in Ordnung. Die Musik ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber dafür sehr abwechslungsreich. Niemals aber aufdringlich. Sie fließt, ganz im Sinne des Unter-Albumtitels "A sea of honey". Der Werdegang der CD lässt sich vllt. mit einem Stein beschreiben, den man in einen See wirft. Seine Oberfläche bewegt sich und schlägt langanhaltende und weit reichende Wellen... Nach 'King of the Mountain' folgt 'Pi', mit dem ich noch nicht so zurecht komme. Es ist eben ein wenig seltsam. 'Bertie', das von ihrem Sohn handelt, überrascht mit interessanter Instrumentierung (eine besondere Gitarre oder ein Tasteninstrument). Hier spürt man förmlich die Freude, die Kate an ihrem Sohn hat und die Einfachheit des Liedes ruft eine herzliche Gefühlsregung in mir hervor. 'Mrs. Bartolozzi', die Waschmaschine, ist ein ruhiges Pianostück, das zeitweise sekundenlang verstummt, um dann später mit kraftvollem Wind aufzubrausen. Mit 'How to be invisible' folgt ein Song, der einige Percussions und Drums enthält. Nicht so eingängig, aber auch hier heißt es eben Abwarten und nach und nach die Musik entdecken. Sie ist wie ein guter Wein, der seinen vollen Geschmack erst mit zunehmender Reife und in besonderer Atmosphäre genossen entfaltet. Ganz anders dagegen 'Joanni', das mit elektronisch-mystischem Drum angetrieben wird. Die weiten, vorsichtig inszenierten Klangteppiche und die Vocals von Frau Bush machen dieses Lied zu einem potentiellen Single-Kandidaten, wenn man ihn so bezeichnen möchte. Besondere Aufmerksamkeit allerdings gilt dem letzten der sieben Stücke dieser Reise: 'A Coral Room'. Hier geht es um Kates verstorbene Mutter (wie aus anderen Quellen zu erfahren war). Stellt man sich den "Korallenraum" bildlich vor und schließt dabei seine Augen, dann spürt man einen unsichtbaren Hauch von kaltem Wind, der eine Gänsehaut hinterlässt, nicht zuletzt durch seine Klangtiefe. Dieses Lied war auch der Grund, warum ich bisher noch nicht wirklich viel in "A sky of honey" gehört habe. Meinen Eindruck der zweiten Hälfte von AERIAL werde ich daher erst später schildern können.
PS: Vielleicht klingen meine Worte hier manchmal etwas komisch, aber ich glaube, man muss sich völlig fallen lassen, um dieses Album richtig fühlen zu können. Aber wenn man sich darauf einlässt, ist es einfach nur wunderbar.


ich hab das album jetz 2 jahre später erst gehört,und muss sagen das ist das beste nach hounds of love.ich glaube die frau ist für noch viel höheres bestimmt^^
einen kritikpunkt habe ich jedoch.der träumerische erste track von cd 2 hätte ruhig noch ausschweifender werden können.ich habe mich in diese klaviermelodie förmlich verliebt.

Wie, das ist schon wieder vier Jahre her? Seit 1978 lebe ich mit Kates Musik und finde, dass man die Zeit mit ihrer Musik vergisst. Für mich ist Aerial so neu und überraschend, wie zu Anfang, als ich es erstmals hörte.
Wenn man nach einem Beispiel für ewige Musik sucht - bei Kate wird man fündig.
Format
Homepage: