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Die mit dem Albumtitel bezeichnete Klapse war seinerzeit die erste Einrichtung für sozial schwächer gestellte Menschen mit Dachschaden. Auf dem Cover mimen die Engländer, gehüllt in Gewänder mehr oder minder bekannter Personen, die Insassen. So glotzen uns Napoleon und ein x-beliebiger Geistlicher durch einen Spiegel an. Mit diesen Impersonifikationen vergleichbaren stilistischen Eklektizismus legen die Mannen um Hauptsongwriter Sergio Pizzone musikalisch an den Tag.
Dessen Namensanalogie zu Ennio Morricone, als Komponist zuständig für die auditive Untermalung zahlreicher Western, basiert nicht nur auf der italienischen Herkunft. Morricones Geist in Pizzones Gedanken verleiht vielen Tracks eine typische Western-Note.
Oft werden die Melodien von einem Kinderchor wie im Fieberwahn gedoppelt. Dazu kommt der gemächliche, orchestrale Aufbau: Dezente Einsprengsel von Glockenspiel, Kettenrasseln, Vinylknistern und süffige Synthiesounds verleihen den Songs zusätzlich einen filmmusikalischen Anstrich. Zusammengehalten wird der Reigen durch die für Kasabian typische Kombination aus Dance und Punk.
Das trockene Schlagzeug rumpelt wie eh und je, Pizzone lässt zahlreiche simpel strukturierte Punkriffs im Noisegewand vom Stapel, scheut sich nicht vor Ausflügen in Mariachi-Gefilde. Der Bass pumpt die Achtel wie von Sinnen, und ganz die Soundforscher ist dem Quartett kein Schlenker zuviel, keine Melodie überflüssig. Eine chromatische Abfahrt ins Land der Balkan Beats, psychedelische Klangcollagen, alles scheint wie von Geisterhand miteinander verwoben.
Richtig geil gerät das von einem mächtigen Riff, einem coolen Gitarrenlick und der unwiderstehlich groovenden Rhythmussektion angetriebene "Fast Fuse" - textlich eine Huldigung der "Schnell leben und jung sterben"-Einstellung. Bei "Vlad The Impalter" schält sich aus einem chaotischen Beginn ein in die Rhythmik gezwängtes Riff heraus, das vor Energie zu bersten droht. Hochexplosiv: Das mit einem Bläsersatz beginnende "Take Aim". Serge schraddelt auf einer alten, rostigen Klampfe im unsicheren Grenzgebiet zwischen Dur und Moll.
In "Ladies And Gentleman" vernimmt man förmlich das erotisch gehauchte Gainsbourgsche "Je T'aime". Assoziativ und herrlich anachronistisch bis zum Anschlag, aber in einen Kontext verpackt, der dieser Melange erstaunlich viel Frische abgewinnen kann. Und tanzbar ist es allemal, falls die Sperrigkeit und Soundwülste zwischendurch überfordern. Noch einen Gospel zum Abschied, ein wenig Spiritualität nach all dem nihilistischen, schaurigen Klängen, denken sich Kasabian, und weisen mit dem abschließenden "Happiness" den Weg zur Himmelspforte. Kasabian bauen eine individuell und schräg klingende Soundlandschaft, die stark polarisiert und auf Abgrenzung setzt. Allerdings sind die Songs unter der Fassade eher minimal gestrickt, folgen einfachen Schemata, was Harmonien und melodische Gestaltung betrifft. Effekthascherei oder Klangreichtum, philosophierende Eremiten der Musik mit oder großspurige Wahnsinnige, die ihre Visionen aus einem Elfenbeinturm herausposaunen? Ja und Nein. Let's call it der Einfachheit halber unberechenbar und äußerst interessant.
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ziemlich geiles album.
für mich auch das beste kasabian album.
bei den ersten hören wirkt es sehr konfus und noch nicht überzeugend, aber mit jedem mal mehr hören wird es immer besser.
die sounds machen sogar fast süchtig, dass man nur schwer wieder los kommt.
auf jeden fall eine sehr gute abwechslung zu dem standard kramm, den man in letzter zeit so hört.
Mir isses persönlich zu verkopft. Und stellenweise macht es Zahnschmerzen. Trotzdem schön, wenn es gefällt.
Ich muss sagen, ich finde das Album richtig geil! Anfangs noch etwas verworren, wenn man sich aber reingehört hat macht es fast süchtig. Es strotz nur so vor Abwechslung und man kann es von vorne bis hinten durchhören, weil kein Song merklich abfällt.
Chapeau die Herren Kasabian, tolle Leistung
Das ganze Album ist von vorne bin hinten gelungen! Das ganze? Nein! Ein kleines Gallien in Form eines Liedes leistet ungebrochenen Widerstand gegen die Perfektion diese Prachtalbums! Bei "Ladies and Gentleman" erklärt sich für mich die Schönheit auch bei wiederholtem Durchhören noch nicht. Schwamm drüber! Beste Album des Jahres!
wow,
ich kannte die band nur vom namen und dachte mir mal komm ich hör mal rein. WOW muss ich da sagen , wow,
das nenn ich ja einfach mal nur geil.
beim ersten hören schon die ausgefallenen beats bewundert , irgendwie sperrig und dennoch pasat alles.
wow , mal eben googlen was es ncoh so gibt von der band .
Danke LAUT.DE für den Tip !!!
Gefällt.
Wie Kasabian halt jedes mal gleich als ersten Titel den Übercatcher reinknallen. "Underdog" hat dich genauso nach der ersten Milisekunde wie "Club Foot" vom Erstling.
Die Band hat einen sehr sehr geilen Drive, weil er recht undurchsichtig ist.
Bin auch begeistert vom Album 
Zugegebenermaßen fiel mir "Underdog" in der Werbung im TV auf, zum Glück sehe/höre ich die aber äußerst selten, so dass sich das Lied nicht bereits ausgenudelt hat in meinen Ohren. Auf jeden Fall machte es mich aber neugierig auf mehr. Berechtigterweise, das forschen hat sich gelohnt! Mittlerweile hab ich das Album und bin neuer stolzer "Fan von". Irgendwie eine prima und gekonnte Mischung aus gestern und heute...
Auf dem ersten Album habe ich damals durch Zufall den sehr geilen Track "Club Foot" wiedergefunden, der mir in irgendeiner Skate-Videospiel-Werbung positiv aufgefallen war. Das Album war durchaus gelungen, auch wenn es gegen Ende etwas schwächer wurde. Das zweite Paket von Kasabian hat mich schwer enttäuscht, nach zweimaligem Anhören hat es sich als unhörbar etabliert und seitdem liegt es in der Ecke.
Ich hätte nicht gedacht, dass die nochmal mit so einem krassen Album daherkommen, wie es das dritte zweifelsohne ist. Man mag kaum beschreiben, welche unterschiedlichen Element sich da zu einem großartigen Ganzen mischen. Das Album geht etwas weg vom urbanen Touch des Erstlings und kommt natürlicher daher. Das Paradebeispiel dafür ist "Ladies and Gentleman", im Gegensatz zu "vlad the impaler", was schon ordentlich aus dem Gesamtkonzept fällt.
Und "Fast Fuse" kann man nur lieben. kurzum: Geniales, originelles Album
Es hat ein paar Anläufe gebraucht, aber mittlerweile gefällt mir das Album wirklich sehr gut. Dieser Filmmusik-Stil liegt mir sehr, das könnt ich mir den ganzen anhören. Nicey McNice!
mit kasabian auf albumlänge hab ich irgendwie immmer schon probleme gehabt.
aber man kann echt nicht abstreiten, dass manche tunes dieser band krass gut sind.
auch auf diesem album.
wie z.b. "underdog", "where did all the love go?" und "vlad the impaler", sehr fein.
das video zu vlad the impaler... sehr geil
bin immer noch ein fan des debüts und fand empire eher weniger interessant aber das aktuelle album hat doch schon sehr viele gute lieder zu bieten.
gefällt sehr sehr, vorallem "where did all the love go?", "fire" und "underdog".
also ich bin überwältigt und zwar auf die ruck-zuck-art...
Kasabian waren mir bislang als irnwas zwischen elektro und rock aufgefallen, aber mit diesem album haben sie meine Erwartungen übertroffen...
thick as thiefs könnte von mando diao sein, fire erinnert mich an the doors, des where did all the love an beatles, vlad the impaler bringen mir goose wieder ins gedächtnis, underdog an so nen 80er oder 70er-klassiker...und klar: take aim -> morricone grüßt bzw. schießt
=> Fazit: 
Dieses album erschließt sich einem nicht auf anhieb. Erst mit dem dritten mal hören fängt man an zu verstehen: Eh eine echt geile Platte! Dieser psychodelische Sound, die orienatlisch angehauchten Klänge machen den Unterschied zu einer 08/15 Indieplatte aus. Das Album hat echt Substanz. (Nicht für Lady Gaga Hörer geeignet
)
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