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Nervensägen, die an den Nerven sägen! Speziell zur fünften Jahreszeit kommt zweifelhafte Freude auf!
Konstanz (laut) - Je höher der Promillespiegel, desto niedriger der Anspruch an die Musik, die auf Partys gespielt und abgefeiert wird. Der Après Ski hat einen ganz neuen Industriezweig erfunden, mittlerweile spezialisieren sich einige "Musiker" darauf, dem alkophilen Teil der Bevölkerung Mitgröl-Futter zu liefern.
Dass man beim Saufen eher weniger auf die Musik achtet, ist verständlich, dass aber immer und immer wieder der gleiche Scheiß wiedergekäut wird, kann einem mit mit Fug und Recht auf die Nüsse gehen.
Wir zeigen euch hier, um welche Songs ihr - auch und gerade in der fünften Jahreszeit - einen großen Bogen machen müsst. Hier sind sie,
Platz 25
"Wir singen trallala / Und tanzen rummsassa / Wir wollen fröhlich sein / Und uns des Lebens freu'n" - diese sinnentleerten Zeilen bescherten Tony Marshall sechs goldene Schallplatten und ein gesichertes Einkommen. So verabschiedete sich der gelernte Opernsänger von der klassischen Musik und bespaßte fortan das deutsche Volk. Bis heute ist "Schöne Maid" im festen Repertoire jeder Stimmungskapelle.
Platz 24
"Heute Nacht feiern wir / Machen durch bis um vier": Wenn Roberto Blanco es krachen lässt, dann aber richtig. Vorgetragen von einem dauergrinsenden Schlagerstar, ließ die Partyhymne weibliche Bierzeltbesucher in den Siebzigern reihenweise dahinschmelzen. Blanco ist immer noch im Geschäft - der Spaß geht weiter!
Platz 23
Wenn alle zusammen auf Eins und Drei klatschen, fühlt sich keiner allein. Ist das nicht schön? Selbst Partymuffel müssen sich zusammenreißen, um bei diesem stumpfsinnigen Rhythmus nicht versehentlich mitzuwippen: "Und dann die Hände zum Himmel / Komm, lasst uns fröhlich sein!"
Platz 22
Die Hände klappen auf und zu wie Schnäbel, anschließend wird mit den Ellenbogen geflattert, ein Arschwackler dazu - Klatsch, Klatsch, Klatsch, Klatsch! Um dem Ganzen noch einen draufzusetzen, wird diese erniedrigende Choreografie zu einer ultranervigen Melodie aus dem Jahre 1981 getanzt - damals der Partyhit des Jahres und auch heute noch unverzichtbar für jeden Kinderfasching!
Platz 21
Alkohol ist gefährlich. Wenn alle Partygäste so richtig dicht sind, klopft regelmäßig das Grauen an die Tür. Irgendeine selbst ernannte DJane kloppt dann stets "It's Raining Men" in den bedauernswerten Player und versucht, alle zum Tanzen zu bewegen. Furchtbar dröger Landdisco-Gospel von zwei wohlbeleibten älteren Damen. Die allenfalls notgeile Hymne an alles Maskuline geizt nicht mit eindeutigen Zeilen wie: "I'm gonna go out and gonna let myself get absolutely soaking wet". Bitte, bitte, liebe Erdbeersekt-Trinkerinnen: Erspart uns doch zukünftig diesen grindigen Geronten-Porno-Schleim von der Stange.
Platz 20
Ja, die anale Phase ... Manche kommen nie wirklich raus, andere erleiden jährlich einen faschingsbedingten Rückfall. Hihihi, er hat "Po" gesagt. Einen Finger? Dafür möchte man Mickie Krause einen ganzen Narrenbaum in den Arsch schieben. Mit Anlauf. Und dann fliehen. Nach "Paris, Athen. Auf Wiederseh'n!"
Platz 19
Ach, wäre er doch nur in seinem Kornfeld geblieben und hätte die Sterne angeschaut, der selbsternannte König von Mallorca. Dann wäre uns immerhin dieses Lied erspart geblieben. Und so manches andere auch. So müssen wir leider auf Partys, Dorffesten und am Ballermann Jürgens grauenhafte Songs ertragen.
Platz 18
"Klingelingeling, kommense alle, alle an die Eier ran." Wunschdenken, meine Herren! Wer würde wohl tatsächlich die dicken Dotter von Klaus & Klaus begrabbeln wollen? Die möchte man doch eher schwungvoll in die Pfanne hauen ...
Platz 17
"Hast du etwas Zeit für mich? Dann singe ich ein Lied für dich." Ach, passt schon, Nena, lass mal gut sein. Das Lied war doch tatsächlich einer der erfolgreichsten Songs der Neuen Deutschen Welle und sogar international ein großer Hit. Übrigens hat die amerikanische Band Goldfinger den Song gecovert. Die punkigen Gitarren machen diese unsäglich nervige, gehirnzerfressende Melodie keinen Deut besser. Aber wenigstens fehlt in dieser Version Nenas grauenhafter Gesang.
Platz 16
Hossa! Ja Mensch, der Rex Gildo, der kann schon heiße Stimmung machen. Ist natürlich perfekt auf Abschiedspartys - also wenn man irgendwann die Gäste loshaben möchte. "Es gibt viel Tequila, der glücklich sein lässt." Um bei diesem penetranten Gedöns wirklich glücklich zu sein, bedarf es allerdings einiges mehr an Tequila. Eine große Runde griechischen Wein zum Beispiel.
Platz 15
Multi-Kulti auch zur Fassenacht. Der Karnevalsschlager kennt keine Grenzen. Die Integration von der Deutschen liebstem Fastfood war nur eine Frage der Zeit, "denn Döner macht schöner". Niemand allerdings interpretierte diese Nummer besser, als weiland Gina Wild, pardon, Michaela Schaffrath im Dschungelcamp.
Platz 14
2003 wars, als Buddy und sein Wellen-Dejott am Wetter vorbeisangen, dass sie jetzt in den Süden der Sonne hinterher fahren wollen. Man beachte: In jenem Jahr litt Deutschland unter einer Mörderhitze von 40 Grad Celsius, während man in den Mittelmeer-Ländern des Öfteren den Regenschirm aufspannen musste. Also nix wars mit der Sonne hinterher und so einem Blödsinn. Als das Teil in die Charts ging, fragten nicht wenige, ob das von Seeed stamme. Die Tomaten auf den Ohren müssen wahrlich monströse Ausmaße angenommen haben.
Platz 13
Wenn die Fichten vom Waldesrand aufspielen, möchte man auf der Stelle in den Forst rennen, und diesem elenden Waldschrat endlich den Hals umdrehen, damit sich die Frage, ob er denn noch unter den Lebenden weile, erledigt hat. Nicht nur, dass man beim sächsischen Idiom nach wie vor nässenden Hautausschlag bekommt, nein, die zum Lied gehörende Choreografie mit dem dämlichen Hochgehüpfe und dem Gefuchtel mit den Armen erinnert stark an Wasser-Aerobic für die Altersklasse 85+.
Platz 12
Die Hühners aus Kölle haben - wie Niedecken mit Bap - in Hochdeutschland den kölschen Slang salonfähig gemacht. Ganz besonders interessant bei Zeilen wie "Mir jonn zum F.C. Kölle un mir jonn zum KEC, mir drinke jän e Kölsch un mir fahre KVB". Damit dürften die Eingeborenen Colonias aber recht alleine dastehen. Besonders beim Bier. *rülps*
Platz 11
Ach, könnte man es dem roten Pferd doch gleichtun! Sich umdrehen, und mit dem Schwanz lästige Schmeißfliegen wie Markus Becker weg-wedeln. Sollen sie doch über Mallorca galoppeln. Hauptsache außer Hörweite.
Platz 10
"Komm hol das Lasso raus / wir spielen Cowboy und Indianer": Sexuelle Anspielungen gepaart mit Dumpfbacken-Beats und Autoscooter-Atmosphäre haben noch keinem hochprozentigen Fetenhit geschadet. Interpret Olaf Henning, auf dessen Konto auch poetische Zeilen wie "Schlafen, das wolln wir noch lange nicht / und wenn schon dann bitte zu zweit" gehen, sehnt sich nach der Popularität von Jürgen Drews und würde wahrscheinlich sogar mit dem Wendler tauschen. Bis es soweit ist, schwingt er sein Lasso aber auch ohne zu klagen in Festzelten zwischen Bergisch Gladbach und Wipperfürth. Ja, da darf man jetzt schon mal schadenfroh sein.
Platz 09
Äh, was is denn 'ne Allee? Kann man sich ja schon mal fragen mit zwei Liter Sangria im Schädel und drei Strohhalmen in der Fresse. Abhilfe schafft Tim Toupet: "Allee / Allee / Allee / eine Straße / viele Bäume / ja das ist eine Allee." Erschreckend, mit wie viel bodenloser Dummheit man deutschen Pauschaltouristen das Geld aus der Tasche ziehen kann. Tim Toupet, von seiner psychisch offenbar bereits beeinträchtigten Marketing-Abteilung der "Robbie Williams der Partyszene" genannt, wirds freuen. Fastnacht, Après-Ski, Unterhosenpartys, Malle: Irgendwo braucht man Leute wie ihn immer.
Platz 08
"Who the fuck is Alice?" Der Smokie-Fan weiß: die wohnt gleich nebenan. Dem bier- und sangriaseligen Sangesvolk ist das aber herzlich wurscht, solange man so schön debil das F-Wort grölen darf. F wie furchtbar, wie Fremdscham, wie fickt euch selbst!
Platz 07
"Darf isch misch mal durchschummeln?", fragt Drafi Deutscher im beigefügten Video-Ausschnitt mit der im Volksmusik-Genre gebotenen Anbiederung einen Studiogast in der TV-Sendung "Disco". Denn: It's Schunkel-Time everybody! Schon seit 1966 schummeln sich vor allem selbsternannte Party-DJs mit dieser Untoten-Nummer durch finstere Schlager-Abendveranstaltungen. Sogar im Ausland feierte man "Marble Brakes And Iron Bends" großflächig ab. Das ist sicher mehr als die meisten im Problembezirk Wedding geborenen Menschen heute von sich behaupten können und irgendwie mag man es dem sympathischen Lebemann Deutscher auch nicht übelnehmen. Aber der Song ist und bleibt eine Qual, nicht nur, und zwar nicht nur wenn Angela Merkel ihn an der Drehorgel singt (auch bei YouTube).
Platz 06
Wenn es schon in Deutschland kaum möglich ist, sein Abitur abzulegen ohne an dieser akkordgewordenen Redneck-Hymne vorbeizukommen, wie muss das dann erst an Schulen in Jacksonville oder Fort Lauderdale sein? Dort muss es doch auch wache Geister geben, die zwar ihre Heimat durchaus lieben, deswegen aber noch lange nicht auf zeigefingerwedelnde Patriotenlyrics mit abgestandenen Pick Up-Fahrer-Grölrefrains stehen. Dass es mittlerweile 37 Jahre her ist, seit Lynyrd Skynyrd diesen Text als Antwort auf Neil Youngs kernige Südstaaten-Kritik in "Southern Man" verfassten, macht die Sache nicht besser. Was lange währt, bleibt manchmal schlicht und einfach scheiße.
Platz 05
Off Beat! Jungs, ihr spielt hier einen Off Beat. Noch nie in der Geschichte der Musik wurde ein Rhythmus so dermaßen verdödelt wie bei den Österreichern von Opus. Man achte auf den Text: "When we all give the power / We all give the best / Every minute of an hour / Don't think about the rest / And you all get the power / You all get the best / When everyone gets everything / And every song everybody sings." ... Das alpenländische One Hit Wonder tingelt immer noch mit diesem Song-Auswurf als Trumpfkarte im Gepäck durch die Welt und überall trällern die Leute mit: "Na naaaa na na na!"
Platz 04
Wow, das ist nun wirklich übel. Stumpfer Beat, noch stumpferer Text. Wer denkt sich denn so einen Müll aus? Ganz raffiniert, wie hier mit Erwartungen gespielt wird. Na, wird er Titten singen? Nein! Wunderschöne Augen reimt sich ja auch viel besser auf Schnitten. Nach dem Song hat man definitiv keinen Bock auf nackte Frisösen, auch wenn sie noch so feuchte Haare haben. Man hat eher Lust, in Frisörläden ordentlich zu randalieren.
Platz 03
Hip Hop goes Proll-Disco - die Atzen haben dieses Prinzip perfektioniert, das muss ihnen der Neid lassen. Horden komasaufender Teenagerhorden führen auf den Lippen, was ihnen Manny Marc und Frauenarzt zusammen mit etlichen Hektolitern Alcopops eingetrichtert haben. Und jetzt alle: "HEY, DAS GEHT AB?!" Wir reihern die ganze Nacht.
Platz 02
Er ist der personifizierte Après Ski-Mützenkasper. Mit dem Anton startete er seinerzeit seine Karriere. Es versteht sich von selbst, dass der Track mittlerweile zum Inventar jeder Bar gehört, die in der Mehrzahl Alkopops vertickt und in denen sich der Großteil der Besucher gegen Ende des Abends im eigenen Erbrochenen suhlt. Prost Mahlzeit!
Platz 01
"Hier fliegen gleich die Löcher aus dem Käse." Kein Wunder, nicht mal die halten diesen Gaudiquark aus. Wurde die Polonäse im 16. Jahrhundert noch von polnischen Würdenträgern zu Ehren ihres Landes getanzt, dient sie heute alkoholisierten Zwangsfröhlichen als Vorwand für Ringelpiez mit Anfassen. "Wir gehen los mit ganz großen Schritten, und Erwin fasst der Heidi von hinten ... na? Is' klar, "an die Schulter." Ich muss weg.
Ja, die Liste bringt auch nichts. Diese Musik ist gewiss nicht für gemütliche Stunden zu zweit gedacht. Natürlich ist da alles irgendwie schlimm. Sowas würd' ich nicht mal illegal aus dem Netz runterladen :-).
Womit Du mich aber immer kriegen kannst, ist die Musik vom einzigartigen, oft kopierten, nie erreichten Michael Wendler. DER WENDLER! :-D
Das hat zwar einen Party- und Alk-Faktor, aber doch mit einem gewissen Qualitätsanspruch :-).
was zum teufel ist dieses "finger im po"-lied???! wer kommt auf so nen scheiß und wer hört sowas? andere lieder auf dieser liste mögen abgedroschen und/oder dämlich sein. aber keines davon kommt mir so daneben vor wie das hier.
Wer auch immer diese Liste erstellt hat war noch nie auf ner Karnevalssitzung. Jetzt hab ich mich schon gefreut dass die ganzen sinnlosen Jecklieder mal runter gemacht werden und mischt einfach irgendwelche Partylieder (die zum grössten Teil garnichts mit Karneval zu tun haben) um mal wieder ne Liste rauszubringen. Und dass ihr Sweet Home Alabama da rein und auch noch so hoch setzt ist ja wohl die grösste Frechheit.
In meiner Ecke ist "we will Rock you" auch dicke dabei.
Alle im Kreis auf die Knie und abwechselnd auf den Boden kloppen und in die Hände klatschen.
In der Mitte ein dickbäuchiger Brian May der die Luftgitarre mishandelt.
Spitze, fremdschäm deluxe.
cih vermisse "lass die finger von emanuela" und "bettina, pack deine brüste ein" in der liste....keep it real
die nächste liste von laut.de wird dann wahrscheinlich: "die top 25 der instrumentalstücke mit den unsinnigsten texten"
Sweet Home Alabama ist also schlimmer als irgendein Song über Döner?
sweet home alabama ist der absolute bodensatz... nur um dass noch mal festzuhalten... das kann gar nicht hoch genug in so ner liste stehen... die meisten anderen songs haben ja noch den vorteil dass man außerhalb debiler partys davon verschont bleibt... aber sweet home alabama kann dich überall erwischen... so gefährlich, so schrecklich weil so hinterhältig... und ja ich geb's zu... vor 15 jahren fand ich den auch mal "cool"
Wenn schon Viva Colonia dabei ist, vermiss ich ehrlich gesagt auch Superjeilezick von Brings, Verdamp lang her von BAP und von den Bläck Fööss Drink doch eine mit oder Mer losse d'r Dom en Kölle. Also wenn schon Karnevalsklassiker bashen, dann doch auch bitte richtig. Und Holm's Mendocino wurde auch nicht beachtet.
@Der_Dude:
Auch wenn "Ich bin solo" scheiße ist, kommt es nicht an die Debilität von "Finger im Po" ran. Ich konnte mit Fäkal-Humor noch nie wirklich was anfangen... aber das kann man ja nicht mal mehr als Humor bezeichnen. Ich mein, was hat der Satz "Finger im Po" mit dem restlichen Text zu tun? Ehrlich WTF?!
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