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Fassen wir einmal kurz zusammen: ein Klassikerdebüt, mehrere Grammys, modische Stil-Ikone und die Rap-Wiederbelebung von Common. Ein sehr gutes zweites Album, George W. Bush ans Bein gepinkelt, als mieser Verlierer bei den MTV Music Awards belächelt und zum Mann des Jahres vom GQ Magazine ausgezeichnet. Kanye West hat etliche Gründe, um völlig überzuschnappen und in Selbstherrlichkeit zu versinken. Ganz genau. Es ist Zeit für die "Graduation".
Die Graduation von Kanye West wohlgemerkt. Denn um was es hier in erster Linie geht, ist Kanye selbst. Nichts mehr mit Zurückhaltung. Polo-Kragen hoch und ab dafür. Narzissmus deluxe.
Auf "College Dropout" wanderte Mr. West noch mit Jesus, kreuzte U- mit E-Rapmusik, entwarf Fitnesspläne und sampelte Lauryn Hill. Auf "Late Registration" brachte er Blutdiamanten ins Gespräch, deckte den Schuldigen für die Crackepidemie auf, betrauerte seine Großmutter und sampelte Curtis Mayfield. Auf "Graduation" feiert er sich selbst, motiviert sich selbst, erklärt sich selbst, erzählt von seinen Frauen und sampelt Daft Punk.
Wahrlich eine neue Stufe in Sachen Selbstverliebtheit im Hip Hop-Genre. Denn Kanye startet nicht den Hahnenkampf, wer denn nun der Beste ist. Nein, er schmückt sich ganz einfach mit prunken Federn und stolziert mit Louis Vuitton-geschwellter Brust aufs Parkett. Vorhang auf für "Mr. West, Mr. Fresh, Mr. by his self, he's so impressed!" Eine wahre Verkaufsveranstaltung für das eigene Ego. Oder besser: Perfekt die Möglichkeit genutzt, einem Millionenpublikum mal ein wenig von sich zu erzählen. Geredet wird sowieso und verkaufen tut sich das ganz sicher, denn Kanye weiß: "People talking shit but when the shit hit the fan. Everything I'm not, make me everything I am."
Inhaltliche Abwechslung gibt es also auf "Graduation" nicht. Und auf Album eins und zwei variierten Tempi und Töne auch öfters. Dennoch, und damit beweist Mr. West seine Klasse, wartet die dritte Platte des Hip Hop-Bohemien mit etlichen Glanzstücken auf.
Zwei davon sind bereits bekannt. Auf der ersten Single "Can't Tell Me Nothing" halten Young Jeezys Adlibs ein klaustrophobisches Bläsergerüst zusammen, während Kanyeezy dem Rest der Welt seinen ansehnlich Flow-Hintern zeigt ("This is my life homie, you decide yours."). Mit "Stronger", Single Nummer Zwei, gelingt Kanye die beste Verschmelzung von Dancemusic und Hip Hop seit MC Hammer. Denn, das sollte man nicht vergessen, heraus kommt dabei Popmusik. Einmal mehr, verdammte gute Popmusik. Diese pumpenden Drumsounds ziehen Daft Punk doch glatt die Masken aus.
Interessant ist "Graduation" tatsächlich immer dann, wenn Kanye inhaltlich und textlich auf richtig dicke Eier macht. Wenn er sich etwa den angesagtesten Rapper derzeit einlädt, den Song nach dem kontroversesten, aber besten Baseballspieler derzeit benennt und mit Lil Wayne auf "Barry Bonds" den richtig heißen Scheiß aus einem herrlich simplen Drumloop presst.
Oder etwa auf "Champion", bei dem sich das Steely Dan-Sample zwar nah an der Schmerzgrenze bewegt, aber im Zusammenspiel mit jovial hüpfenden Drums einfach so typisch Kanye West ist, dass nur noch völlig überhebliche Lyrics fehlen: "You don't see just how wild the crowd is? You don't see just how fly my style is? I don't see why I need a stylist when I shop so much I can speak Italian." Na also. Sowieso hat der Louis Vuitton Don die besten Ideen, wenn es um Mode geht: "I'm like the fly Malcolm X: Buy any jeans necessary." Da kann man nur fragen, wer zur Hölle auf so was kommt?
Eben jemand, der einen feuchten Dreck darauf gibt, ob man es peinlich findet, die Schnürsenkel der 300 Dollar-Sneakers auf die Farbe der neongelben Uhr abzustimmen. Auch musikalisch macht Herr West genau das, was ihm mundet. Und er kann sich sowohl das, als auch die 300 Dollar-Sneakers leisten. Denn gut ist "Graduation" ohne Frage.
Dass das Album nicht an die vorangegangenen Releases heranreicht, liegt erstens an Kanyes kurzlebigen Raps. Hochaktuelle popkulturelle Querverweise sind eben so langlebig wie die Popkultur selbst. Zweitens leidet Kanyes eigentlich gefeierter Facettenreichtum an sich wiederholenden Songstrukturen. Fast die Hälfte des Albums besteht aus Instrumentals, die ähnlich aufgebaut sind: eine Sample-Line und ein wuchtiger Boom Tschack. Im Einzelfall mag das begeistern (wie etwa auf "Stronger" oder "Flashing Lights"), bei dieser Anhäufung ermüdet es aber.
Und schlussendlich schneidet sich Kanye mit seinem übertriebenen Narzissmus ins eigene Fleisch. Wer thematisch nicht über den eigenen Gucci-Sonnenbrillenrand blickt, sieht am Ende vielleicht am stylishsten aus, hat aber den Blick fürs Wesentliche verloren.
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[quote:9b33d657d7="[Ninja]Killer"]
Wenn Kanye West mehr Alben als 50 Cent verkauft, beendet 50 Cent seine Karriere
[/quote:9b33d657d7]
Aber eine Probe auf's Exempel wäre es dennoch wert.
Aber eine Probe auf's Exempel wäre es dennoch wert.[/quote:f1fa4b0f49]Ich find sein Sound hat sich allgemein etwas verändert, ein drittel des albums hat southern beats, sehr langsam im tempo, ein weiteres drittel sehr sehr poppig und ein drittel bleibt da noch für seine alten sehr sample-lastigen "hiphop"-beats 
Alles irgendwie auf massentauglichkeit aus... aber trotzdem einzigartig.
Kanyes Ode an seine Heimatstadt hätte auch ein paar Worte in der Review verdient 
hey,
hab mir grad Kanyes Album gekauft und muss sagen auf den "ersten Blick" bin ich etwas enttäuscht. Natürlich hat er mal wieder ein, zwei Burner-Hits auf die CD gepackt(mit DaftPunk einfach ein genialer Mash-Up Song gemacht), doch finde ich das Album leicht unstrukturiert und zu Ego-bezogen.
Um 50 Cent zu schlagen, reicht es jedoch um Längen 
mfg
Mhm...also in seiner gesamten Qualität ist es doch nicht schlechter als der Vorgänger...!?
Also ich bin auch relativ enttäuscht von dem Album. Hatte nach den beiden Vorgängern ziemlich hohe Erwartungen und hab mich tierisch auf das neue Album gefreut. Die meisten Beats gefallen mir überhaupt nicht, find manche sogar ziemlich nervig. Ich halte es auf jeden Fall für einen Rückschritt im Vergleich zu Late Registration. Da hör ich lieber die beiden Freshmen Adjustment Sampler oder das neue Common Album. Die Beats sind da nämlich jeweils um einiges besser.
Ich habe von Kanye gerade die Songs geliebt in denen es NICHT um ihn ging und wie toll er ist oder um seine Frauen(habe Gold Digger gehasst).
Mir werden glaube ich die Song mit Inhalt am meisten fehlen(falls es echt keine gibt).
Ich finde es schwach von ihm sich so dem Kommerzwahn zu ergeben aber sein auftreten bei Preisverleihungen usw waren ja von Anfang an sehr arrogant und selbstverliebt...
Das Album ist ein Brett, ich hätte mindestens 4 gegeben...
[quote:c308363ca6="m0s!"]ey du kack redakteur.....kanye hat allein schon 4 verdien weil er kanye ist, also ein klasse mann, also ....>_>
achja, rechtschreibung un grammatik sind schlecht und.....
www.alternative...bla bla
ihr nüchternen muddafigga hihi[/quote:c308363ca6]
Wieso postest du eigentlich was =? Willst du etwa Kritik an den Mann bringen indem du sie beleidigst? Weil wenn ja, zeigt das nur, dass du hier einer der wenigen (vielen) bist, denen lieber das Keyboard wegnommen werden sollte.
Desweiteren ist deine Aussage einfach nur dumm. Besonder der Satz, "...alleine schon... weil er Kanye ist....". Objektivität gehören nicht zu deinen Stärken was. Sich aber wie ein Proll zu verhalten aber ganz oben.
ihr nüchternen muddafigga hihi
Hört auf euch zu streiten!!!
Was mir fehlt ist workliche Aussage auf diesem album...eben etwas mit großem Inhalt.
Mir persönlich gefällt nur Homecing sehr gut(zum Teil auch wegen Chris Martin) und auch musikalisch fehlt mir so einiges, es sind zwar gute Beats dabei aber so Hammer Teile wie Jesus Walks z.B. fehlen fidne ich.
An sich ein gutes Rap Album aber bisher hatte Kanye imemr mehr zu sagen als das normale...
mal ein Zitat:
"They say you can rap about anything except for Jesus
That means guns, sex, lies, video tapes
But if I talk about God my record won't get played Huh?"
Für mich rappt auf dem Album zum Großteil darüber und darüber wie toll er ist und DAS will ich von Kanye nicht haben.
Mir fehlt tiefgang wie in Space Ship oder Roses und mir fehlt persönliches wie in Family Buisness oder gerade Last.
Auch wenn er in Big Brother einiges erzählt fehlt mir einiges an persönlichen Elementen.
Für mich ruft der Titel Graduation(wie ja in Amiland der High SChool Abschluss heißt und den Kanye nicht hat) dazu auf darüber zu Rappen und warum er von der School gedroppt ist
Auch wenn das in seinem ERstlingswerk thematisiert wurde finde ich das deutlich interessanter als das Thema wie toll Herr WEst ist.
Wenn ich hören will wie toll der Herr ist dann höre ich mir seine ersten beiden Alben an und nicht sein 3. denn auf den beiden ersten sagt er es vielleicht nicht aber man spürt es währrend es mich auf dem jetzigen schnell nervt.
Also ich kann wzar nicht sagen ob er nun bessere oder shclechtere Beats macht und ob er schlechter oder besser rhymt aber die Thematik des neuen Albums ist für mich kompeltt uninteressant.
Ich werd es noch ein paar mal hören aber schnell davon gelangweilt werden.
Dann lieber das schlichte und wudnerschöne von Roses oder das harte und ehrliche von Jesus Walks.
[quote:ef9ccba579="[Ninja]Killer"]Er wird halt dann ein dreiviertel Jahr von der Bildfläche verschwinden (Also nur noch 2 BestOf-Alben, eine Live-CD/DVD, unendlich viele TV-Auftritte in etlichen Talkshows, etc.) und dann groß mit seiner 100 Wochen Hitsingle "Back In Da Club" seine glorreiche Rückkehr feiern.[/quote:ef9ccba579] nice statement!! musste lachen^^
zum album...ich weiß nich so recht.. ich finds au schlechter als die letzten beiden alben.. aber ich hätt trotzdem vier punkte gegeben... dass es eintöniger sein soll akzeptier ich no als minus punkt.. aber das bischen selbstverherrlichung hat sich ein kanye au glaub ich mal verdient und stört mich au nich! wenn andere andauernd sagen wie geil er is warum darf er das dann nich auch ?! ;-)
halt den Rand.
Ich weiss noch nicht so recht, ob ichs mir kaufen soll. Good Life z.B. find ich richtig grottig, aber Abstürze hatte es bislang auf jedem seiner Alben.
Stronger aber ist vielleicht der grösste Pop-Hit des Jahres.
Etwas schlechter also die ersten beiden aber immer noch gut...
Ja, finde ich auch das Album ist auf jeden Fall gut, und er hat ja schon auf den anderen Alben bewiesen was er alles kann. Ich finds jetzt nciht so schlimm das er mal keine richtige Message hat und das er darüber rappt wie toll er ist, soll er doch machen ist doch aus so.
Klar fehlen ein Paar Tracks mit richtigen Aussagen, wie gesagt das hat er uns ja auf den anderen schon gezeigt, dass er das kann.
Ich finde es hätte schon 4 Sterne verdientaber naja, ist halt Meinungssache.
ziemlich enttäuschend - kanye hat eine ähnliche entwicklung angenommen wie fiddy (haha)
- nein, zugegeben, so schlimm wie "curtis" ist "graduation" nicht, es ist sogar eigentlich ganz gut, nur halt deutlich schlechter als die letzten beiden alben, überhaupt, an college dropout kommt es nicht annähernd dran.
das liegt vor allem daran, dass es keinen überragenden track gibt. auch wenn "stronger" mir anfangs sehr gefallen hat, kann ich das heute nicht mehr behaupten. der stärkste Track ist vielleicht "can't tell me nothing" - den konnte man ja auch schon auf myspace hören, auch "big brother" gehört zum besten.
bei "the glory" kann man ein hochgepitchtes sample in college dropout manier hören. auch gut. auf skits wurde diesmal gänzlich verzichtet.
insgesamt gefallen mir alle tracks fast gleich gut (4 Punkte) bis auf "barry bonds"(3 Punkte), was auch nicht viel schlechter ist, aber wo lil wayne mitmacht, und den kann ich gar nicht leiden.
auch fällt auf, dass "graduation" weniger tracks hat und auch weniger abwechslungsreich ist als seine vorgänger.
im übrigen: die "late registration" war neu für nur 12,99 zu haben, bei "graduation" liegt der preis zumindest bei den großen electro-märkten um einige euros höher. vielleicht liegt das ja an dem überflüssigen poster, das in der cd enthalten ist.
anzumerken ist noch, dass es sich um eine "enhanced cd" handelt, die jedoch bei genauerem betrachten nur 3 links enthält und werbung für kanyes offizielle homepage macht. auch nicht gerade toll.
3,92/5
für mich wären es falls es irgendein Rapper gewesen wäre 3 oder max. 4 Punkte da eben richtige Banger fehlen.
Da es aber ein Kanye WEst Album ist gebe ich nur 2
[quote:5570cffb7f="The|SquaLL"]für mich wären es falls es irgendein Rapper gewesen wäre 3 oder max. 4 Punkte da eben richtige Banger fehlen.
Da es aber ein Kanye WEst Album ist gebe ich nur 2[/quote:5570cffb7f]
na, das wäre vielleicht etwas zu hart.
und außerdem wäre das ja ein bißchen unfair, 2 punkte weniger zu geben, nur weil es kanye ist.
Ich finde das Album enttäuschend.
Vor allem beattechnisch hat Kanye normalerweise einen guten Geschmack bewiesen, hier nicht.
Mir gefällt das neue Common oder Talib Kweli Album um Längen besser, sowohl von den Texten als auch von den Beats.
Außerdem kann ich dem Reviewer nicht ganz zustimmen, Champion find ich wegen dem dauernd wiederholten sample im beat nervig, und auch barry bonds ist langweilig.
Stronger ist nicht schlecht aber man hätte mehr draus machen können, Bittersweet mit John Mayer find ich ganz chillig und ganz lustig von Beat her. Ich hätte 2/5 gegeben
also ich finde das album durchweg stark, anders als bei "Late Registration". der einzige ausfall bleibt nur das wirklich grauenhafte cover.
highlights sind die von vielen geschmähten "Good Life" und "Barry Bonds".
@screwball: late registration fanderst du damals doch auch nur 3-4 punkte wert? und ein höherer cd-preis für eine brandneue cd im gegensatz zu einer 2 jahre alten ist ja wohl normal?
Ich finde das Album großartig. Klar gibt es Selbstbeweihräucherung, aber das Album kann vieles mehr!
Ich persönlich habe eine vergleichende Review von 50 Cents "Curtis" und Kanye Wests "Graduation" geschrieben.
Interessierte klicken [url=http://herrmerkt.blogspot.com/2007/09/curtis-versus-graduation-der-vergleich.html]hier!
Gratulation an den Rezensenten! Wunderbar, wie sarkastisch die Selbstverliebtheit des "Louis Vuitton-Dons" auf den Arm genommen wird. Und genau das, was den Autor an diesem Album stört, stört mich auch: keine Gil-Scott Heron Samples mehr wie auf "My Way Home", kein Common-Feature mehr, keine atmosphärischen Jazz-Samples wie auf "Drive Slow". Stattdessen Synthesizer-Overkill, Lil Wayne-Feature und die Anmassung, Chris Martin nicht einmal als Feature zu erwähnen sondern als Randnotiz im Booklet. Die Unterstützung durch ein paar andere Rapschwergewichte hätte Kanye sicher gutgetan und ihn vielleicht etwas von seinem hohen Ross heruntergeholt.
Auf jeden, die Kanye Party bei den VMAs war echt ziemlich cool, und obwohl mir West ziemlich am Arsch vorbei geht, wär ich da verdammt gern reingesprungen. 
Immerhin weiß ich jetzt, dass ich Touch The Sky und Good Life zieeeemlich gut finde.
Late Registration ging mir nach ner Zeit unheimlich auf die Murmeln, aber von dem, was ich von Graduation bei Saturn bis jetzt probegehört hab, war das meiste ziemlich taitalta.
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