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Der arme Kanye. Erst will MTV ihm seinen Award nicht verleihen, dann berauben ihn unerbittliche Reporter an Flughäfen seiner Privatsphäre. Als wäre das nicht schon genug, machen ihm auch noch herzlose Weibsbilder das Leben schwer. Scheinbar zweifelt der Superstar, ob der Preis des Erfolges nicht doch ein bisschen zu hoch ist.
Zum Glück aber hat er ein Millionenpublikum, bei dem er sich über seinen Gemütszustand ausweinen kann. In diesem Sinne ist "808's & Heartbreak" mit seinen größtenteils herzzerreißenden Balladen über unglückliche Liebschaften zu tragisch-emotional geraten, um wirklich Spaß zu machen.
Zur Single "Love Lockdown" gesellen sich thematisch ähnliche Titel wie "Heartless" und "Bad News", die allerdings wesentlich weniger Experimentierfreudigkeit zeigen und sich in handelsüblichem Liebesgejammer erschöpfen. Die einzige Gemeinsamkeit ist der allgegenwärtige Autotune-Effekt. Der bleibt einem übrigens auf keinem Song des Albums erspart, was mit der Zeit ganz schön an den Nerven zerrt.
Ähnlich schwermütig gestalten sich die diversen Tracks, auf denen Mr. West die Schattenseiten des Promidaseins besingt. "My friend showed me pictures of his kids, and all i could show him was pictures of my cribs", singt Kanye in "Welcome To Heartbreak". Tja, ein Millionär hats schwer.
Sogar das selbstbeweihräuchernde "Amazing" wirkt zu traurig um zu überzeugen. Der positive Vibe von Hits wie "Good Life" oder "Gold Digger" kommt während des ganzen Albums nicht ein einziges Mal auf.
Rein technisch betrachtet spielt "808's & Heartbreak" allerdings wie immer auf hohem Niveau. Abgesehen von dem schon erwähnten Stimmeffekt läuft Kanye keinen Trends hinterher, sondern kreiert sie vielmehr. In Sachen innovativer Produktion macht ihm kaum ein Kollege was vor. Die Palette reicht von klassischen Streichern und Pianos bis zu techno-ähnlichen Synthie-Sounds. Man braucht lediglich etwas Zeit, um sich in die teilweise fremdartige Soundwelt rein zu hören.
Dank Melodie- und Rhythmusgefühl liefert Kanye also eine musikalisch hochwertige Platte ab, deren Atmosphäre lediglich ein bisschen zu eintönig und schwermütig ist, um sie wirklich gut zu bewerten. Wer gerade ähnlich depressiv drauf ist, wird sie aber wahrscheinlich rauf und runter hören.
| Shop | Titel | Info | Preis | Porto | Gesamt |
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Kanye West - 808s & heartbreak | Infos (Lieferzeit/Service) | €16,95 | €3,90 | €20,85 |
Gutes Review!
Schade das nicht auf Lieder wie RoboCop und Streetlights eingegangen wird!
Ansonsten Nettes zwischenalbum von West!
kommt aber nicht an die Vorgänger ran! Auch wenn man sie eigentlich nicht mit 808 vergleichen kann!
beschissene rezension, wow, ein millionär mit depressionen...also wirklich, bitte..jetzt mal abgesehn von dem ganzen paparazzischeiß, der typ hat seine mutti und sein frauchen verloren, da kann man doch ma ein bissi depri sein...und abgesehen davon, dass nich immer alles friede freude eierkuchen sein kann, spricht der typ (mehr oder weniger)millionen aus der seele...und auf die besten tracks (see you in my knightmares, paranoid oder say you will) wird auch nicht eingegangen...3 von 5 is aber dennoch richtig...
ich kann der review eigentlich vollständig zustimmen. die lieder sind zwar in sich sehr innovativ und gut hörbar, alles in allem wiederholen sich aber themen, stimmungen usw.
na klar will man sich als künstler weiterentwickeln, aber wenigstens ein paar positive tracks, in denen auch gerappt wird (à la gold digger o.ä.) hätte ich mir gewünscht. naja was solls, der mann kann mittlerweile ja eh machen was er will und das genießt er offensichtlich auch...
Also wenn ein komplettes Album mir den ziemlich ausgelutschten Cher-Effekt zumutet, dann kann der Rest noch so toll sein, da schalt ich definitv ab. Schade, man kann nur hoffen, dass das Niveau von Late Registration mal wieder annähernd erreicht.
mal ehrlich, was uns hier zugemutet wird geht gar nicht. hr. west ist da wo er hinwollte, auf britney spears niveau; dafür bekommt er vielleicht das, was für ihn immer wichtiger war als musik: anerkennung bei der jury. meine goldene ananas 2008 hat er sicher.
Mal wieder ein misslungener Versuch eines guten Rappers sich als ernstzunehmender Künstler zu etablieren. Ist ja langsam zum Heulen! Wer diesen Autotune-Schwachsinn als Weiterentwicklung bezeichnet, wäre mit Cher oder Britney teilweise wirklich besser aufgehoben. Und "er kann eh machen was er will" lass ich nicht gelten. Denn nach dieser Theorie könnte man auch beruhigt Madonna oder Kid Rock feiern
Album muss ich mir unbedingt anhören, obwohl ich ernsthaft bezweifel, ob ich mir dieses Autotune-Zeug auf Albumlänge geben kann, denn eigentlich gefällt mir Kanye mit seiner ganz normalen Stimme am besten.
Und wenn man mal so mit seinem "Konkurrenten" 50 vergleicht, dann ist mir Kanye inzwischen auch um einiges lieber und solche Experimente find ich auch interessanter als zum x. Mal den immergleichen Gangsta-Dreck zu produzieren.
Den Track fand ich auch nicht so schlecht. War einer der wenigen Tracks von 50 aus der letzten Zeit, den ich mir geben konnte. Bei "Get Up" sieht's da schon ganz anders aus. Irgendwie klingt da auch die Stimme irgendwie so komisch. Naja, nach dem G Unit-Sampler, der wirklich alles unterboten hat, bin ich bei denen eh skeptisch.
Zu 808's kann ich noch nichts sagen. Wenn's natürlich im Endeffekt einfach nur ein langweiliges Pop-Album wird, wär's natürlich schade, aber "Love Lockdown" war ja auch schon mehr Pop als Hip-Hop und ich hab's trotzdem gefeiert... 
Hör gerade ins Album rein. Musste "Say You Will" aber skippen, entweder war die Datei defekt oder die haben sich den Spaß gemacht, Soundeffekte drüber zu spielen...
Bisher bisschen enttäuscht, hauptsächlich wegen dem Auto-Tune und weil ich Kanye lieber höre, wenn er nicht so ein deepes Zeug macht...
jetzt aber genug gejammert, bitches. wenn kanye ein ganzes album lang die popschiene mitsamt autotune fährt, dann ist das dreist, dann ist das fresh - weil nicht annähernd so cheesy wie das genöle von diesem konvict-opfer - und es ist ein mittelfinger direkt in die fresse von euch ganzen raphörnchen.
das ding ist ein hit, von vorn bis hinten.
[quote:b8594aa5ee="gedapagué"]jetzt aber genug gejammert, bitches. wenn kanye ein ganzes album lang die popschiene mitsamt autotune fährt, dann ist das dreist, dann ist das fresh - weil nicht annähernd so cheesy wie das genöle von diesem konvict-opfer - und es ist ein mittelfinger direkt in die fresse von euch ganzen raphörnchen.
das ding ist ein hit, von vorn bis hinten.[/quote:b8594aa5ee]
gibts im us-rap nur 50 und kanye? 
gerade die kritisierte tatsache, dass eben kein einziger partytrack/gutelaunelied auf dem album ist, macht es einfach genial und zeigt einfach, dass herr west eier in der hose hat und es einfach nicht für nötig hält einen "clubhit" ala lil wayne und konsorten auf das album zu packen, welcher dann in den charts für popularität des albums sorgt.
meiner meinung nach sind gerade diese partytracks/clubhits/wie auch immer, der größte pop-mainstreem-rotz, den ich nicht mehr hören kann!
das album ist nur in einer hinsicht popiger, weil mehr gesungen wird und eingängige melodien komponiert wurden, der inhalt jedoch ist sowas von überhaupt nicht pop!
es geht zwar im großen und ganzen inhaltlich um herzschmerz, der aber völlig neu dargestellt wird (z.b. "bad news", der stärkste song auf dem album).
die thematik des albums hat nichts mit depri zu tun, es ist schlicht und einfach ein konzeptaulbum und zwar eines der besten, die es gibt.
und jeder der mal in der situation, die auf dem album beschrieben wird, steckt oder gesteckt hat(bei mir würde eher das zweite im weitesten sinne zutreffen) wird das album feiern. und alle präpubertären hiphop-kiddies die gangstarap und verbale schwanzvergleiche perferieren, werden es "haten".
@geda: Wenn Azad den Soundtrack zu einer erfolgreichen TV-Serie mit einem Pop-Act aufnimmt, wenn sido Kinderchor-Hooks in seine Songs einbaut, wenn die Fantas ausgerechnet einen Song mit Herbie als Single rausbringen, sind das auch alles "Hits" und Mittelfinger an die "Raphörnchen", gut ist es alles deswegen noch lange nicht. Meine Meinung
[quote:c2737c0cfe="gedapagué"]anyways, wenn young jeezy zu seinem gastpart auf "amazing" ansetzt... dann wirds unheimlich, so gut ist das.[/quote:c2737c0cfe]Ach du Kacke, der Part und Lil Wanyes (unverzeilicher) Beitrag auf See you in my Nightmares sind ja wohl 2 eigentlich vermeidbare Schwachpunkte der Platte.
[quote:150fd7a2c0="Do u know about the bird?"]gerade die kritisierte tatsache, dass eben kein einziger partytrack/gutelaunelied auf dem album ist, macht es einfach genial und zeigt einfach, dass herr west eier in der hose hat und es einfach nicht für nötig hält einen "clubhit" ala lil wayne und konsorten auf das album zu packen, welcher dann in den charts für popularität des albums sorgt.[/quote:150fd7a2c0]
Naja, das ist bei 808's noch nicht mal das Problem. Ich hör mir gerade ruhige, auch gerne melancholische und nachdenkliche Lieder an, aber Kanye hat das einfach nicht drauf und das liegt nicht mal an seinem Talent, denn das merkt man den Produktionen durchweg an, sondern an diesem Auto-Tune, mit dem er sich fast ununterbrochen nur behindert.
Jetzt kann man sagen, dass das doch gerade das Album so speziell macht und bei einigen Ausnahmen geht das auch noch klar, aber wirklich irgendeine Emotion weckt das Album nicht bei mir. Es soll melancholisch sein? Es soll zeigen, dass Kanye depremiert ist? Davon merk ich aber reichlich wenig.
Ich hör da nur Auto-Tune, Auto-Tune und Beats, die auch so klingen, als wären die damit verstückelt worden. Was dem Ganzen einfach fehlt, ist die Leidenschaft. Wenn ich schon was nachdenkliches veröffentlichen möchte, dann auch bitte mit der nötigen Leidenschaft. Da reicht es nicht, was "anderes" zu machen, auch wenn ich das auf jeden Fall sehr zu schätzen weiß.
Aber ich werd dem Album noch eine Chance geben, denn eigentlich hab ich von Kanye ein bisschen mehr erwartet. Besonders, weil "Love Lockdown" gut diesen Sound mit einer gewissen Energie kombinieren kann.
wer von euch kennt da album schon?
sind die songs nur anders oder banane?
ich kenne bislang nur das unübersehbare love lockdown. zumindest dieser track ist, meiner meinung nach, doch ein echter fortschritt. spannendes african-minimal funk-arrangement und ein gehaltvonller track, der mr west auf einmal als echten songwriter zeigt.
für mich ne tolle entwicklung. und wenn er jetzt noch richtig lernt, mit seiner stimme und der atmung beim singen umzuhgehen (vgl mtv awards), braucht er auch keinen cher-effekt mehr.
[quote:2cbcb1ba46="gedapagué"]ich finde es einfach herrlich arrogant wie er genau diese reaktionen provoziert, indem er es so ungeniert und gnadenlos übertreibt. nach diesem album ist autotune tot, und yeezy hat den overkill gezündet.[/quote:2cbcb1ba46]Sorry, ich sehe immer noch keinen Unterschied zu den von mir aufgezählten Acts. Den bisherigen Stil, für den ihn alle gefeiert haben, komplett aufgegeben, und nun Mainstream-Scheiß als Weiterentwicklung verkaufen. Und Kanye hat eine verdammt geile Stimme... Warum er sie so vergewaltigen muß, bleibt mir einfach ein Rätsel.
Okay, war sicher nen schlechtes Jahr für Kanye. Aber trotzdem geht er mir auf'n Sack - ob das ganze arrogante Gehabe bewusste Polarisation und Provokation ist, keine Ahnung. Ist auch wurscht.
Vor 21 Jahren (!) gab's übrigens das erste Major-Album von Too $hort- »Born to Mack«. Harte, dreckige Lyrics, legendäre Basslines und fette 808-Drums inkl. verzerrter Vocals mit abgedrehtem Echo und nicht mit so nem seichten Pop-Sell-Out-Autotuning-Mega-Bullshit, das einem noch als Innovation verkauft werden soll. Die beiden kann man zwar nicht vergleichen, aber wer was RICHTIGES hören will, der sollte lieber in die Vergangenheit investieren als in die Gegenwart.
Rap (und Hip Hop) sind schon lange in einer ewigen Dauerschleife. Den Leuten kann man alte Ideen eben einfach nochmal verkaufen, wenn die alten Sachen schon längst wieder vergessen sind. Lächerlich. Selbst der erste Hit von Kanye damals hatte nichts wirklich Neues vom musikalischen Standpunkt her.
Es geht bergab...
Es gibt wohl wenige Albumtitel, die einem unmissverständlicher klar machen, was einen im Folgenden zu erwarten hat - 808's und Heartbreak.....get it?
Sich dann über fehlenden ''positiven Vibe'' wie z.B in Goodlife auszulassen, ist schon sehr planlos.
Der Fakt, dass Kanye mal eben den von T-Pain und Cher arg vergewaltigten Effekt nimmt, um mit ihm seine innere Leere darzustellen - und das noch auf Albumlänge - kann man als monoton,genial,fresh,nervig oder innovativ bezeichnen. Fakt ist, dass Mr.West keine Angst davor hat, das aufzunehmen, was für ihn in genau diesem Moment Sinn macht und dabei immer ganz weit am großen Schubladenschrank vorbeigeht.
Genau das macht ihn für mich aus.
Achso...Nr.1: Ich feier das Album zutiefst- ganz ohne Antidepressiva Rezept.
Achso...Nr.2: ''Coldest Winter'' verwendet kein Autotune, denn der is für seine Mom.
...Manchmal haben auch Millionäre andere Probleme, als ''verpasste Awards'' und ''beraubte Privatsspähre''.


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