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Die Berliner Rapper K.I.Z. haben am Schlesischen Bahnhof in Berlin-Kreuzberg ein illegales Konzert veranstaltet, um "den öffentlichen Raum nicht nur den Überwachungskameras zu überlassen".
Berlin (joga) - Schöne Promoaktion: Kurz vor der Veröffentlichung ihres Albums "Hahnenkampf" haben die Berliner Rapper von K.I.Z. mit einem illegalen Konzert am U-Bahnhof Schlesisches Tor einen Riesen-Wirbel ausgelöst. Das Konzert war zwar nicht bei den Behörden angemeldet, die Nachricht davon hatte sich aber bei vielen Fans schon herumgesprochen.
Royal Bunker, das Label der Hip Hopper, hatte die Aktion unter dem Motto "Reclaim Your U-Bahn" kurz zuvor angekündigt: "Um Punkt 20:30 werden die Gäste gebeten, gemeinsam mit der Band einen oder mehrere U-Bahnwaggons zu besteigen, um bei den Klängen einer mitgebrachten Gesangsanlage, sich die Kleider vom Leib zu reißen, zu tanzen, öffentlich Sex zu haben und bei schaukelndem Gedränge zu schwitzen."
Aus dem Sex in der U-Bahn wurde zwar nichts, da Polizei und Sicherheitskräfte der Berliner Verkehrsbetriebe den Bahnhof dicht machten. Daraufhin verlegten K.I.Z. ihr 'Equipment', ein kleines Soundsystem und ein paar Mikros, kurzerhand auf eine Wiese am Schlesischen Tor.
Als die Polizei versuchte, auch die dortige Versammlung aufzulösen, ging ein regelrechtes Katz und Maus-Spiel los. Die Band und etwa 500 anwesende Besucher wollten sich zunächst über die Warschauer Brücke absetzen, die aber bereits abgesperrt war. Vom Görlitzer Bahnhof wurden die Hip Hopper schließlich in verschiedene Seitenstraßen getrieben, ließen sich den Spaß aber dadurch nicht verderben.
Ein Mitschnitt der Aktion auf youtube zeigt fröhlich feiernde Fans und eine Polizei, die von dieser Art Spaß-Guerilla ganz offensichtlich überfordert war. Obwohl mit mehreren Mannschaftswagen angerückt, mit Kameras und Kampfausrüstung ausgestattet, wurde die Polizei dennoch nie Herr der Lage.
Im Nachhinein sprach ein Polizeisprecher von einer "friedlichen Räumung", während die Urheber der Aktion eine übertriebene Machtdemonstration der Polizei beklagen. Tatsächlich gewinnt man aus dem Video den Eindruck, die Polizei habe deutlich überreagiert. "Die wollten nur ein bisschen Freestyle machen. Die Bullen haben sie eingekesselt und sind aggressiv auf die Leute losgegangen", beschreibt eine Passantin das Geschehen.



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