laut.de-Kritik

An Robbie kommt der N'Sync-Jüngling noch nicht ran.

Review von

Nun hat also, kurz nach Nick Carter, auch einer der N Sync-Jungs ein Solo-Album heraus gebracht. Wie bei dem BSB-Boy klingen auch die Tracks von Justin Timberlakes erstem Album anders als der übliche "Boygroup-Sound". Allerdings klingt "Justified" nicht weniger kommerziell als die handelsüblichen Boygroup-Platten, sondern fast genauso schnulzig.

Doch es gibt auch Unterschiede: Die einzelnen Stücke haben zum Teil erfrischende Parts mit Gitarrenrhythmen oder orientalisch anmutenden Flötentönen, die sich dann aber leider viel zu schnell in die vorgefertigten Melodien einfügen. Auch die gesangliche Leistung ist sicherlich nicht zu verachten (wer's mag), wenn sie auch nichts wirklich Herausragendes zu hören bietet.

"Senorita" beginnt mit vielversprechend bluesigem Rhythmus und bleibt trotz schnellen Abflachens der interessanteste Titel. Weiter geht es mit "Like I Love You", das auch schon auf Single zu haben war. Wieder ein vielversprechender Anfang mit kräftigem Gitarrenakkord und rauher, fast geflüsterter Stimme; die spanisch-dramatisch anmutende Atmosphäre hält aber leider wieder nur 25 Sekunden. Dann übernimmt der Schwulst wieder das Kommando.

Etwas aus dem Rahmen fällt dank Timbalands Rap-Parts und dem durchgehenden Beat "What You Got", trotz der ewigen Geigen im Hintergrund. "Nothin' Else" ist wohl mit Abstand der softeste Song der ganzen Scheibe, "Take It From Here" und vor allem das Schluss-Stück "Never Again" entpuppen sich als absolute Rühr-Stücke. "Rock Your Body" ist dagegen eine Disco-Sound Nummer, ebenso "Take Me Now", dem auch Janet Jackson stellenweise ihre Stimme leiht.

Nun ja, "Justified" klingt mal ein wenig nach Prince, mal nach MJ, an einen Robbie Williams kommt Justin aber noch lange nicht nicht ran. Aber ganz schlimm-schlecht ist Timberlakes Solo-Debüt auch wieder nicht geraten und die vielen N Sync-Fans freuen sich ganz bestimmt über Justins neue Scheibe. Vor allem über die vielen schönen Schmuse-Songs!

Trackliste

  1. 1. Senorita
  2. 2. Like I Love You
  3. 3. (Oh No) What You Got
  4. 4. Take It From Here
  5. 5. Cry Me A River
  6. 6. Rock Your Body
  7. 7. Nothin' Else
  8. 8. Last Night
  9. 9. Still On My Brain
  10. 10. Take Me Now
  11. 11. Right For Me
  12. 12. Let's Take A Ride
  13. 13. Never Again

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2 Kommentare

  • Vor 10 Jahren

    Die Platte ist schon jetzt ein Pop-Klassiker des ersten Jahrzehnts des 21. Jahrhunderts. Vergleichbar vom Verkaufserfolg und der künstlerischen Bedeutung her mit der ersten Scheibe des "King of Pop" von Michael Jackson: "Off the Wall". Der "Prince of Pop" ist für mich der einzig legitime Nachfolger von MJ als größter aktiver Popstars der Welt. Interessanterweise erschien das letzte Werk von MJ 2001, ein Jahr bevor das hier besprochene Werk "Justified" erschien: ein nahtloser Übergang der Generationen.

  • Vor 10 Jahren

    na, wollen wir mal nicht übertreiben. bis auf cry me a river warn die singels ziemlich grausig.