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Auf seinem zweiten Studiorelease müht sich Bieber mit eigens für ihn geschriebenen Weihnachtsliedern ("The Only Thing I Ever Get For Christmas", "Mistletoe", "Christmas Eve") sowie Coverversionen bekannter Songs ab. So lange der 17-Jährige die flachen Neukompositionen vor sich hin säuselt, bleibts belanglos. Richtig weh tut dagegen, wenn alte Weihnachtsklassiker wie "Santa Claus Is Coming To Town" und "Silent Night" dran glauben müssen.
Passend zur leicht nachvollziehbaren Verkaufsstrategie gibt sich auch Justin Bieber keine große Mühe und singt das ihm vorgelegte Material leidenschaftslos und uninspiriert herunter. Dabei vermisst man jegliche Ecken und Kanten, von Ausstrahlung und Authentizität ganz zu schweigen.
Vielleicht ist Justin ja im Stimmbruch. Vielleicht fürchtet er, seine Stimme könne sich überschlagen, sobald er zu sehr aus sich heraus geht. Auf "Under The Mistletoe" erinnert er weniger an einen Weltstar, als an einen mürrischen Teenager, den die Eltern vor der Bescherung nötigen, Weihnachtslieder mitzusingen.
Die Instrumentierung orientiert sich an den billigen Mitteln, die bei amerikanischen Pop- und R'n'B-Alben schon seit Jahren Gang und Gäbe sind. Glockensounds und Schellenkränze unterstreichen die adventliche Stimmung passend zu den plumpen Lyrics ("I should be playing in the winter snow / But I'mma be under the mistletoe", "Mistletoe").
Eigentlich ist es ja kein Wunder, wenn ein 17-Jähriger wenig Begeisterung dafür zeigt, ein ganzes Album lang in Gedanken an den bald kommenden Weihnachtsmann, Mistelzweige und Esskastanien zu schwelgen. Die Tracklist wirft zudem die Frage auf, ob die billige Rechnung wirklich aufgehen kann.
Während die Sidekicks Mariah Carey ("All I Want For Christmas Is You"), Boyz II Men ("Fa La La") und Usher ("The Christmas Song (Chestnuts Roasting On An Open Fire)" kaum überraschen, fällt man bei Busta Rhymes' Erwähnung doch fast vom Glauben ab. Wie viel Geld muss der Wortakrobat dafür bekommen haben, dass er bei "Drummer Boy" im gewohnten Eiltempo über das frohe Familienfest rappt?
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"I should be playing in the winter snow / But I'mma be under the mistletoe"
was ist daran plump?
Nachfolgend möchte ich zwei Interpretationsansätze zu folgender zitierter Textstelle geben. Erste Interpretation: er sollte im Winterschnee mit seinen Freunden spielen (btw wurde anscheinend extra auf "winter snow" abgestellt da "snow" auch mit "coke" interpretiert werden könnte und man kein "political statement" zur Debatte über Drogen abgeben wollte). Sodann wird im zweiten Satz darauf hingewiesen, dass die Person anscheinend lieber mit jemandem unter der Mistel sitzt (als Metapher für Weihnachten). Damit wird das Problem des Rückzugs aus einer sozialen Gemeinschaft infolge einer Ehe/Beziehung thematisiert. Viele Leute die sich über Jahre hinweg den Schwur der Ehe geloben, isolieren sich und sehen es nicht nötig an ihr weiteres soziales Umfeld zu erhalten und pflegen, da man ja Gatte/Gattin/Familie hat. Im Falle einer Scheidung fallen die Personen oft in eine Depression, da sie nun nicht mehr im Stande sind Kontakte aufzubauen aufgrund der jahrelangen Isolation und zudem niemanden mehr haben, der sie in der Zeit der Depresssion unterstützt. Das entwickelt sich zu einem Teufelskreis. Ich denke JB hat das ziemlich treffend mit zwei einfachen kurzen Sätzen angeschnitten.
Nun gibt es imho noch eine zweite Interpretation: die Person, um die es in dem Lied geht, hat keine Freunde mit denen sie draussen spielen kann und zudem auch niemanden mit dem sie Weihnachten feiern kann. Hier wird die Weihnachtszeit als besonders schwere Zeit für depressive Menschen thematisiert. In dieser Zeit möchte man gerne seine nächsten um sich haben, um gemeinsam ein frohes Fest feiern. Nun gibt es aber Leute die keine solche Verwandten mehr haben oder keine Freunde. Statistisch ist belegt, dass die Selbstmordrate während der Winterszeit um Weihnachten/Neujahr herum am ausprägtesten ist, folgend aus den zuvor erwähnten Kriterien.
Ich hoffe damit gezeigt zu haben, dass manchmal auch die simpelsten Aussagen eine grosse Bedeutung haben. Daher finde ich es etwas anmassend und voreilig solche "lyrics" zu zitieren und vorbehaltlos als plump zu bezeichnen.

)ja irgendwie schon 
Ich fand den immer irgendwie cool weil er ... so verdammt schnell is ^^
nun, deswegen werd ich ihn auch sonst noch cool finden, ich hoffe er kann durch diese Tat wenigstens seine Kinder aufs College schicken *hrhrhr*
okay nochmal drüber nachgedacht was passieren würde, wenn ich ein "guter, bekannter Musiker" wäre und der Chef von o.g. ... "Interpreten" mich für ne Comp anruft.
2 Möglichkeiten
-erstens, ich krieg mich nicht mehr ein vor lachen, und o.g. Chef hört 20 Minuten irres gekicher
-zweitens, es gibt so verdammt viel Kohle das ich mir sage "was solls, machste eben"
1 und 2 schliessen sich nicht aus 
"Passend zur leicht nachvollziehbaren Verkaufsstrategie gibt sich auch Justin Bieber keine große Mühe und singt das ihm vorgelegte Material leidenschaftslos und uninspiriert herunter. Dabei vermisst man jegliche Ecken und Kanten, von Ausstrahlung und Authentizität ganz zu schweigen."
Mir kommts so vor als ob der Autor dieser Kritik ernsthaft was anderes erwartet hat.
Ein Weihnachtsalbum -noch dazu von Justin Bieber- ist kacke? Überraschung! Übrigens...aber psst: Den Weihnachtsmann gibt´s nicht wirklich.
Busta Rhymes ist und war ne Commercial-Whore, was nun endgültig bewiesen sein sollte.
Ach was, zwischen einem Neptunes- und einem Tiesto/Justin Bieber-Feature gibts egtl keine wesentlichen Unterschiede, bis auf, dass Neptunes cool sind. Aber das Kommerzlevel ist dasselbe.
außerdem war Busta ja eigentlich schon immer Kommerz. Aber so dermaßen angebiedert und verkauft hat er sich bis dato noch nicht, glaub ich :-/
@Rhyme
Ey, laber nisch!! Eminem ist der beste Rapper auf der Welt, der is übelst real... oh, was, ein Track mit Rihanna... und einer mit Bruno Mars... und B.o.B.... ok, hast ja recht 

mistelzweige in der Redaktion? ich finde, das ist noch viel zu früh; wie überall, wo Weihnachten viel zu früh beginnt und dann aber auch zu früh schon vorbei ist...wenn das mit den Jahren so weitergeht, wird sich das alles verschieben und schon zu Ostern Weihnachten gefeiert werden...
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