Porträt

laut.de-Biographie

Justin Berkovi

Der kleine Justin Berkovi wächst in Brighton auf, wo nur das Meer den Horizont begrenzt. Mit dem Rauschen der Wellen als ständigem Wegbegleiter entwickelt Berkovi früh ein musikalisches Gehör. Sehr zur Freude des Vaters, eines engagierten Jazzmusikers, findet auch Justin Berkovi an wilden Rhythmen und schönen Melodien gefallen. Der Liebe zum Rhythmus fröhnt er auch in späteren Tagen mit seinen Alben auf bekannten Szene-Imprints wie Harthouse, Force Tracks, Djax-Up, Music Man oder seinen eigenen Labels Predicaments und Nightrax.

Groß wird Justin Berkovi mit den Grooves lokaler Hip Hop-Crews, bevor ihn, wie so viele auf der Insel, Ende der 80er Jahre das Clubfieber packt. Fortan machen seine Helden elektronische Musik, sei es als Produzenten, sei es in der Rolle des Disc Jockeys. Doch Berkovi sieht seine Zukunft zunächst noch nicht in der Musik. Er macht 1996 seinen Abschluss an der Sussex University und beschließt, die nun freie Zeit in seinem Studio zuzubringen.

Kaum zwei Jahre und eine EP auf Mosquito und Sativae später debütiert der Brite mit dem Album "Charm Hostel" auf dem Frankfurter Traditionslabel Force Inc. und erntet international viel Lob und Anerkennung. Seither zählt er neben Luke Slater, Cristian Vogel, Dave Clarke oder Simon Begg zur Avantgarde der britischen Technoszene. Harte Grooves und dunkle Atmosphären entlockt Berkovi seinen Gerätschaften mit Vorliebe, auch wenn er allzu stringente Festlegungen stets vermeidet.

Trägt Berkovi seine Sampler, Effektgeräte, Groovebox und wer weiß was noch alles in den Club, dann steht straight four-to-the-floor-Techno im Mittelpunkt. Gleichwohl zeichnen sich seine Live-Sets durch ihren evolutionären, stets lebendig-organischen Charakter aus. Der gefällt auch John Peel, und so bekommt Berkovi eine Einladung des legendären Radio-DJs, bei einer seiner Peel Sessions auf zu spielen.

Seine beiden Labels Predicaments und Nightrax gehen 1998 an den Start und werden vom ersten Release an bei Produzenten, Presse und Konsumenten gleichermaßen hoch geschätzt. Mit DJ Rush, dem Sonic Groove-Gründer Adam X und Dave Tarrida geben sich schon bald internationale Schwergewichte auf Predicaments die Klinke in die Hand. 2002 schaut seine Freundin aus früheren Tagen, Miss Kittin, im Studion vorbei. Das deepe "My Voice" rockt in jenem Jahr die Clubs rund um die Welt.

Nach dreijähriger Album-Pause gibt es 2004 endlich wieder ein Lebenszeichen des arbeitswütigen Briten. "Passion" heißt der leidenschaftliche Longplayer, mit dem Berkovi sich beim belgischen Label Music Man einmal mehr ein Stelldichein gibt. Gleichzeitig zum Longplayer nimmt Berkovi auf Monika Kruses Terminal M Label den Dancefloor in die Zange und arbeitet unter dem Pseudonym BTrax an harten Tanzflächen-Brechern.

Alben

Justin Berkovi - Passion: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 3 Punkte

2004 Passion

Kritik von Daniel Straub

Zwischen unterkühlter Entfremdung und rollendem Tool-Techno. (0 Kommentare)

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