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Nachdem die Diskussion um das neue Musikvideo "Stress" von Justice kein Ende nimmt, äußert sich das französische Duo nun in einer Pressemitteilung.
Paris (cat) - Die Diskussion um das neue Justice-Video "Stress" gerät mehr und mehr zu einer Debatte um die Grenzen künstlerischer Freiheit. "Gewaltverherrlichung" und "Stigmatisierung der Banlieue-Bewohner" sind integrale Stichworte des Diskurses. Während die Medienlandschaft noch nach der Intention des Elektro-Duos forscht, versuchen Justice selbst nun Ruhe in die Kontroverse zu bringen.
"Wir haben weder die Absicht noch die Legitimität, tiefgehend über soziale Probleme zu sprechen," erklären die Franzosen laut Spex in einer Pressemitteilung. Das umstrittene Video sei mit keinerlei stigmatisierenden, rassistischen oder gewaltglorifizierenden Absichten gedreht worden. Vielmehr sei "Stress" Ausdruck ihrer kreativen Freiheit und soll eine konstruktive Debatte anregen, "wie das Kino, die Literatur oder gegenwärtige Kunst es so oft machen."
Die Idee zum Video-Clip war, "einem im Radio nicht verbreitbaren Titel einen im Fernsehen nicht verbreitbaren Clip zu schenken", erkären Augé und de Rosnay. Dass das Resultat dermaßen umstritten sein würde und sie dadurch mit dermaßen schweren Themen konfrontiert würden, hatten die Musiker nicht erwartet. Allerdings waren sich Justice ob eventueller kritischer Interpretationen bewusst - und veröffentlichten den Clip daher ausschließlich auf der Webpage Kanye Wests.
Die Gedanken der Zuschauer zu beeinflussen sei laut Xavier und Gaspard definitiv nicht die Aufgabe von Kunst und Unterhaltung: "Wir haben immer dem Zuschauer die Wahl gelassen, dieses Video anzuschauen oder es zu ignorieren." Aus diesem Grund fiel auch die Entscheidung, keine Fernsehübertragungen des Clips zu erlauben. Material zu kontrollieren, das einmal in die Mühlen des Worldwidewebs gelangt ist, erweist sich allerdings als ein Ding der Unmöglichkeit.



Ich bin sogar blond und blauäugig. Ich rege mich auf, weil du das künstlerische Produkt einer Band, die internationaler und freidenkender kaum sein könnte, in ein völlig falsches Licht stellst und mir somit eine meiner Lieblingsacts ankratzt.

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