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Zugegeben: Auf Joss Stones beiden Alben "The Soul Sessions" und "Mind, Body & Soul" war längst nicht sämtlicher Kritiker-Jubel auch tatsächlich reines Song-Gold. Aber das Ganze machte verdammt viel Spaß mit seinem frisch polierten, gut gelaunten Retro-Chic und einer spannenden, aufregenden Stimme, die so wohltat zwischen all den genormten Teenie-Randbegabungen verschiedenster Couleur.
Und: Einer so jungen Künstlerin gegenüber zeigte man gerne Nachsicht, wenn sie denn mit tatsächlichen Klasse-Momenten so einige Etablierte gekonnt vom Konkurrenz-Bänkchen pustete. Von diesem authentischen Charme ist auf dem Drittling "Introducing Joss Stone" leider nichts, aber auch gar nichts übriggeblieben. Mädel, was haben sie mit dir gemacht? Produzenten, welche Teufel haben euch geritten?
Der Grusel beginnt sofort nach dem Intro mit "Girl They Won't Believe It": Die aalglatte Happy-Nummer verschreckt neben allerlei musikalischen Vordergründigkeiten besonders mit seinen schauerlichen Hauruck-Beats. "Headturner" und "Tell Me 'Bout It" bieten netten Gebrauchs-Soul-Pop, hauen aber nicht vom Hocker. "Tell Me What We're Gonna Do Now" groovt stets viel zu brav und zu gefällig. Eine Menge läuft schief im Laufe des Albums: Da ist zunächst einmal die üble, konturlose Abmischung sämtlicher Titel. Wohin nur ist die Sound-Transparenz der vergangenen Alben verschwunden? Joss' Stimme ist viel zu sehr in den Hintergrund gelegt, von kribbelndem und sinnlichem "Direkt-ins-Ohr-hauchen", wie es damals aus den Boxen klang, ist hier kaum etwas auffindbar.
Nerviger Intonations-Manierismus macht sich breit bei Joss: Das Übermaß an den Pflicht-"Uh-Uhs", "Uh Yeahs" und "Mmhs" geht rasch auf den Senkel, taucht jedoch leider ständig wieder auf. Einen - aber wirklich nur einen - überdurchschnittlichen Klasse-Track hat "Introducing..." dann doch zu bieten: In dem mit trockenen Beats und prächtig adaptierter Prince-Attitüde versehenen "Put Your Hands On Me" blitzt die alte Soul-Hoffnung nicht nur gelegentlich auf, sondern ist voll wieder da. Geht doch! Kleine, aber prima Ideen im Aufbau, dezente Breaks, Joss röhrt und gurrt, kocht hier eine kräftige, nahrhafte Soul-Brühe - warum nicht öfter so? Die aufkeimende Hoffnung erstickt dann wieder jäh bei der trägen, langweiligen Lauryn Hill-Kollaboration "Music", bevor spätestens die harmlos-belanglosen "Arms Of My Baby" und "Bad Habit" dem Album seinen endgültigen Garaus bereiten.
Ärgerlich auch das konzeptionell spannende, in der Ausführung aber völlig verschenkte "Proper Nice": Das behäbig-schlaff verwischte Chill-Arrangement lässt den Titel nie im Glanz erscheinen, und Joss' merkwürdig leidenschaftsloses Heruntersingen lässt den Titel entgültig im Hör-Hinterhof der Musikgeschichte verschwinden. "What Were We Thinking" ist lieblose Alben-Auffüllware, das ausgelutschte Sing-A-Long in "Baby Baby Baby" ist einer Joss Stone - wie sie sich in der Vergangenheit präsentierte - einfach nicht würdig. Natürlich darf man dem Album das, was an der Künstlerin in den zurückliegenden Jahren so begeisterte, bei aller Kritik nicht vorwerfen: Das Hantieren mit Soul- und Blues-Elementen der sechziger und siebziger Jahre des Vorjahrhunderts.
Aber: Es bleibt ein Unterschied, Versatzstücke aus dem Fundus der Musik-Geschichte tatsächlich neu zu beleben, oder sie lediglich zu kopieren. Genau das ist das Hauptproblem an diesem Album: Da geht es nie in die Tiefe, da wird nur an der Oberfläche gekratzt. Da werden einfach zuviele Stil-Elemente unüberlegt in einen gefälligen Soul-Eintopf geworfen, bis kaum ein Eigengeschmack der Zutaten erkennbar bleibt. CD-Vinyl-Knistern, allerlei Scratches hie und da: Das lockt niemanden mehr hinter dem Küchenofen hervor. Und selbst die beste stimmliche Meisterköchin kann aus vorab nicht passend gewählten Zutaten kein exquisites Mahl kreieren, besonders wenn man sie eigentlich gar nicht richtig am Herd hantieren lässt.
Joss, schmeiß' sie raus, die ganzen überflüssigen Tüftler und Gimmick-Produzierer, ab in ein kleines Studio - und ein besseres Händchen beim eigenen Songwriting sei dir gewünscht. Böse bin ich dir nicht wegen einem weniger gelungenen Album, doch die neuen Songs taugen lediglich als Burger-Budenbeschallung. Verschleudere dein Talent bitte nicht auf diese Weise. Das nächste Mal dann wieder im Club - bei Scotch und Zigarettenqualm. Und nicht wie hier in der cleanen Mineralwasser-Bar mit lustfeindlichem Rauch- und Saufverbot.
| Shop | Titel | Preis | Porto | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
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Introducing Joss Stone | €6,97 | €3,95 | €10,92 |
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Introducing Joss Stone | €7,99 | €3,00 | €10,99 |
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Introducing Joss Stone | €9,97 | €3,95 | €13,92 |
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Introducing Joss Stone | €10,06 | €3,95 | €14,01 |
Ganz meine Meinung. Ich wollte mir diese CD kaufen. War beschlossene Sache. Ich hatte aber ehrlichgesagt Gegenteiliges erhofft, da mir schon die ersten beiden zu glatt waren. Schade, dass es noch viel ärger in diese Richtung ging. Dem Autor des Artikels stimme ich in so gut wie allen Punkten zu.
Ein Jammer. Denn ich halte Joss für ein Ausnahmetalent a la Chaka Khan - grammy-würdig.
Oliver
Journalist, München
Ganz meine Meinung. Wobei ich dem Vorgänger auch nicht viel abgewinnen konnte. Aber diese Stimme...
Momo
Fußballer, Köln
Kann diese Kritik grundsätzlich überhaupt nicht teilen.
Stimmlich hat die Kleine nichts an ihrem Sound und Charme verloren - ich finde im Gegenteil dass Sie was Phrasing und vor allem Timing angeht noch eine tüchtige Schippe drauflegen konnte.
Was die Produktion angeht, finde ich den Style und den Sound die logische Weiterführung der
vorherigen Scheiben. Die Grundsounds der Einspielungen sind absolut rootig und wie gehabt eine gelungene Homage an Motown & Co. Gutes Mixing und dosierte Effekte sorgen dann für den
gewünschten Transfer der ganzen Sache in unser
Jahrhundert und das halte ich für sehr gelungen
weil nicht übertrieben.
Ich finde die Platte absolut klasse und seit Langem mal wieder ne Produktion die mich persönlich total anmacht und Klassikerpotenzial hat.
Viele Grüße
Olly Rohles
Musiker, Trier
ich hör da nix mehr von motown raus. stimme ist nach wie vor brilliant. aber:
1. songwriting wirklich nicht das gelbe vom ei
2. super aufdringliche beats und allgemein komplett überproduziert.
wirklich schade ... tendiere in der hinsicht liebend gerne auch weiterhin zu amy winehouse, die frau jones im vergleich locker abhängt. (meine meinung
)
also ich finde das review verdammt oberflächlich...
der kritikier hat sich das album wohl nur einmal auf ner scheiss anlage angehört, anders kann ichs mir nich erklären.
ich finde das die neue cd von allen 3 alben am natürlichsten klingt.
das man nichmehr soviele "atemgeräusche" hört liegt wohl am ehesten daran das sich ihre gesangstechnick weiter verbessert hat.
also ich persönlich kann mit jedem lied auf der cd was anfangen!
Liebe Joss Stone,
sie müssen wahrlich eine der besten Schauspielerinnen überhaupt sein. Sie haben es geschafft, die Leute lang Zeit zu täuschen. Als sie mit ihrem zweiten Album auch in Deutschland so richtig bekannt wurden hielt jeder sie für eine junge, aufstrebende Musikerin, für frischen Wind in der Szene. Man sprach ihnen ein großes Maß an Talent und Individualität zu. Doch nun erscheint ihr drittes Album "Introducing Joss". Sie sagten in einem Interview sie würden erst jetzt ihr wahres Ich vorstellen und hätten bei diesem Album viel mehr Freiheiten gehabt. Doch was ist das für ein ich, das nur andere Nacheifert. Ihr ersten beiden Alben waren eindeutig besser, sie hatten noch einen eigenen Stil, zumindestens glaubten die Leute das. Auch wenn ich sagen muss, dass "Put your hands on me baby" ein gelungener Song ist, so sind die meisten anderen Tracks eher durchschnittlich. ich hoffe sie werden wieder die schauspielerin, die sie einmal waren.
du bist doch nur neidisch weil sie besser aussieht als du femme fatale[/quote]
So wie du das da so schreibst könnte man meinen du bist einer dieser kleinen Fans, der sich die ganze Bude mit Postern von ihr voll hängt und ziemlich sauer ist wenn jemand sie kritisiert, niedlich!
@ femme-fatale233
ich denke eher du solltest dich mehr für die Musik und den Ausdruck öffnen, ich denke du hörst Musik nur, aber du fühlst sie nicht
denn sonst würdest du merken, dass Joss Stone auf diesem Album wirklich mehr von sich zeigt und man sie auch mehr spürt, man merkt in dieser CD steckt ihr herz
und versuch mir nicht irgendwelche pubertären Gefühle mit Postern und allen zu unterstellen
ich kaufe mir kein merchandise von Künstlern
mich interessiert einzig und allein die Musik und was sie mich fühlen lässt
und Joss Stone ist was Ausdruck angeht momentan eine der besten Künstlerinnen
aber bei deinem Nickname nehme ich an, dass du eher zu der Amy Winehouse Fraktion gehörst
aber amy finde ich sagen extrem schlimm, da sie nichts eigenes auf die Beine setllt, sondern sich nur dem Trend anpasst
erstes Album Jazz (totalflop): sie veröffentlicht ihr erstes Album gerade zu der Zeit, wo Künstlerinnen wie Norah Jones und Katie Melua mit ihren Jazzsongs die welt verzaubern und denkt sich auf den Zug springe ich doch gleich mit auf, dann habe ich endlich einmal erfolg, wo es geendet hat man ja gesehen im Flop und im Drogensumpf
zweites Album Soul. nach dem Flop vom ersten Album schaut man sich um und sieht, dass Soul wie er von Joss Stone und anderen praktiziert wird total im Kommen ist, also wieder rauf den Zug, andere imitieren um wenigstens einmal im Leben Platten zu verkaufen
und leider muss man sagen sind die Luete auf diese billige Masche von Amy Winehouse reingefallen
aber so war das schon immer die meisten Menschen nehmen lieber billige Kopien wie Amy Winehouse anstatt wahre Künstler wie Joss Stone, deren Musik noch Gehalt, Gefühl und Sinn hat
selten so einen bockmist gelesen. alleine ihr erstes album als totalflop zu bezeichnen, ist nicht nur falsch, sondern absichtlich gestreuter nonsens, um die von einem selbst favorisierte sängerin aufs podest zu heben. amys erstes album hat in UK platin eingesackt. soviel zum flop. meine herrn. bei so viel ausgemachtem blödsinn mag man gar nicht mehr mit dem kopfschütteln aufhören. ich war selbst auf das neue stone-album gespannt. nach dem hören dachte ich nur "das kanns ja nicht gewesen sein".
Yo leute,
zum autor dieser kritik:
junge, nicht nur einmal das album anhören.... du hast doch keine ahnung, du musst zwischen der musik hören...
zu den anderen, die dieses album schrecklich finden:
ihr liegt leider falsch. mein gott, dieses mädel hat wirklich soul im blut, sie ist ne ausnahmekünstlerin. Stilistisch könnte die Abwechslung kaum größer sein. Die Mixtur aus Soul, R&B, HipHop und klassischem Motown-Girlgroup-Sound funktioniert von der ersten Nummer an perfekt. back to the old school soul
natürlich gibt es kleine mankos auf dieser lp , zb music mit lauryn hill.
aber mal ehrlich leute, wer kommt nicht bei "put your hands on me baby" in wallung und möchte am liebsten seinen liebsten, ihr wisst schon was.... oder wer kommt nicht in verträumte situationen bei "music outro" wenn die trompeten sanft eintönen...
Mhm also ich finde die früheren Joss-Sachen auch interessanter...die aktuelle Scheibe ist enttäuschend, weil Mainstream und halt Massenware. Schade drum! Ich hoffe immer noch das sie sich mal ganz alleine traut und nicht von irgendwelchen Hit-Producern an die Hand genommen wird.
Ich besitze des Album jetzt seit gut 3 Monaten. Anfangs war ich sehr geneigt, Artur Schulz beizupflichten. Nach 2 oder 3 Hörsessions wurde es gar in die hintere Regalecke verbannt.
Ein paar Wochen später kopierte ich mir das Album einfach mal so fürs Auto, uns siehe da: es begann plötzlich (Mainstream, glatt oder was immer hin oder her) zu grooven.
Und ich entdeckte, daß die junge Frau Stimme und Talent hat, auch ein nur mittelprächtig produziertes Album wie dieses noch etwas aus dem Feuer zu reißen, ganz ohne Zweifel.
Mit ein paar der brühmten Ecken und Kanten in Stimme und Produktion könnte sie jeder dieser durchgestylten Plastikpuppen im heutigen R&B mehr als Paroli bieten, ohne gleich oder weiterhin in der Ecke "Old School Neuentdeckung" verharren zu müssen.
Nicht, daß ich dieses Album jetzt in Höhen hieven möchte, in die es nicht hingehört. Aber als ordentlicher musikalischer Zeitvertreib fürs Auto oder für ein gepflegtes Abhängen in der Sonne taugt es allemal.
Natürlich hatte ich mir nach den beiden vorhergehenden Alben zumindest ein ähnliches Kaliber erhofft, aber ich sehe in "Introducing..." keine Art von Totalabsturz.
Sollte das nächste Album allerdings in die gleiche Kerbe wie dieses schlagen, werde ich wohl Joss Stone von der Liste meiner veritabel respektierten Künstler(innen) streichen.

Ich kann die ansicht des Autors auch nicht teilen. Auch das man das erste album immer mit in die Diskusion bringt finde ich für falsch.
"The Soul Session" ist kein Album was in der hinsicht von JOss gemacht wurde. Sie selber findet es nicht schön und nennt es auch nicht ihres!
Aber introducing... finde ich eine nette weiter entwicklung. Sie hattte immer gesagt das das neue album anders sein wird. Mit anden Musikalischen Eigenschaften! Und ich finde es sehr gelungen. Lieder die einfach ins ohr gehen, einfach gute laune bringen! was möchte man den sonst noch?
Das ganze album ist doch ein neuer "schritt" in ihrem leben, das sieht man auch wie sie sich äußerlich verändert hat. Kompletter image wechseln ;D
Ich finds klasse
Jungs und Mädels, seid doch mal ein bisschen freundlich zueinander!
Einige Beiträge hier sind doch nicht niveauvoller, als die sonntägliche Stammtisch-Fußball-Besserwisserei. Seid Ihr alle Max Merkel, oder was? Möchte mal wissen, ob auch nur ein einziger hier eine vernünftige Liedtextzeile aufs Papier bringt oder in ein Mikrofon trällern kann. Wer meint, er (sie) kanns: Bitte youtube-Link angeben, dann können wir’s nachprüfen. Ansonsten bitte den Ball ein bisschen flacher halten!
Ich bin hier derjenige, der direkt vom Joss-Stone-Konzert in der Münchner Tonhalle an den heimischen Mac geeilt ist, um Euch allen mitzuteilen, dass Miss Stone eine wunderbare Live-Sängerin und Entertainerin ist. Ich danke dem Schöpfer, und da werden mir sicherlich alle Besucher des Konzerts beipflichten, uns einen sinnlichen, humorvollen Abend mit bester musikalischer Unterhaltung geschenkt zu haben.
Freilich ist die neue CD gewöhnungsbedürftig. Aber wir haben hier eine junge Künstlerin, die uns noch viele Jahre Freude machen wird. Manchmal etwas mehr, manchmal vielleicht auch etwas weniger, ist halt so. Queen hatten auch schlechte Alben.
Und in einem werden wir uns in diesem Forum doch einig sein: Schätzen wir uns glücklich, und danken wir täglich dem Herrn, dass uns unser Geschmack hierher, und nicht in das Forum von Status Quo getrieben hat!
hi leute,
also ich kenne joss stone erst seit heute, bin zufällig auf sie gestoßen und ich finde die musik echt total geil. Zwar ist dieses Album verglichen mit den beiden Vorgängern schwächer, aber nur 2 Bewertungs-Punkte? Hallo? Man kann mir nicht erzählen, dass dieses Album schlechter ist als "Here I Stand" von Usher (3 Punkte).
Schon richtig, und die Review ist nur die Meinung des Schreiberlings. Nur dass hier Gefahr gelaufen wird, dieser Meinung zu glauben, weil Review-Schreiberlinge ja meist ach so musikalisch gebildete Menschen sind denen weniger musikalisch gebildete Menschen manchmal doch leider blind vertrauen - DEM muss man schonmal entgegenwirken.
Wah, die haben alle recht: Lautuser ist ein Volltrottel. 
Natürlich sind Reviews subjektiv und es wird immer jemanden geben, der anders denkt als der Rezensent. Wer issen bitteschön so blöd und lässt sich von nem Kritiker sagen, ob er das Album nun wirklich kaufen muss oder nicht? Das kann einen Anreiz bieten, einen Gedankenanstoß, aber die endgültige Entscheidung trifft jeder für sich selber.

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