laut.de-Kritik

Epischer Alleingang des Hatebreed-Fronters.

Review von

Hatebreed-Chef Jamey Jasta ist ein umtriebiges Kerlchen, das wissen wir schon lange. Mit Kingdom Of Sorrow hat er mit dem Crowbar-Gitarristen Kirk Windstein neben Icepick sogar schon ein drittes heißes Eisen im Feuer. Doch nun steht das Soloalbum des Fronters an.

Hier zeigt er sich teilweise von einer extrem melodischen Seite, die ihm viele wohl gar nicht erst zugetraut hätten. Dabei zocken auch bei Jasta zwei Kingdom Of Sorrow-Mitglieder mit, nämlich Gitarrist Charlie Bellmore und sein Bruder Nick an den Drums. Die Band ist, wie der Ami so schön sagt, just by accident entstanden. Nachdem die Jungs anfangs lediglich zusammen ein paar Songs von Jameys Bands und diverse Coverversionen live spielten, kamen nach und nach eigene Nummern dazu.

Die sind zum Teil nicht wirklich weit von Hatebreed entfernt, gehen vielleicht noch eine Spur metallischer zu Werke und hinterlassen, wie im Falle des Openers "Walk That Path Alone", nur verbrannte Erde. Mit "Anthem Of The Freedom Fighter", "Enslaved", Dead Or Depraved" oder "Heart Of Warrior" finden sich jedenfalls echte Nackenbrecher auf der Scheibe, die sich hinter Jameys Hauptband nicht verstecken müssen.

Doch bereits "Mourn The Illusion" lässt aufhorchen. Jamey greift tatsächlich auf echten Gesang zurück. Man muss neidlos anerkennen, dass der Knabe auf dem Gebiet ebenfalls eine ordentliche Figur macht. Solch epische Ansätze wie in "Nothing They Say" oder "Set You Adrift" würde man bei Hatebreed wohl zu keiner Zeit tolerieren. Von daher ist der Schritt zum Soloalbum der einzig richtige.

Da kann man sich auch mit jeder Menge Gästen austoben, was Jasta natürlich macht und auf Sangeskollegen wie Randy Blythe (Lamb Of God), Tim Lambesis (As I Lay Dying), Skateboarder Mike Valley (Revolution Mother) oder Phil Labonte (All That Remains) zurück greift.

Die gesanglichen Freiheiten, die sich damit bieten, nutz vor allem "Something You Should Know" mit Phil Labonte aus. Ansonsten fallen die Partner bis auf Randy Blythe kaum ins Gewicht. Der hat für das thrashige "Death Bestowed" gleich noch Gitarrist Mark Morton mitgebracht, doch es ist natürlich Zakk Wylde, dessen Solo einen im treibenden "The Fearless Must Endure" förmlich anspringt.

Hatebreed-Fans können die Scheibe antesten. Aber auch Leute, die bislang mit Hatebreed nicht so viel anzufangen wussten, könnten auf Jasta die ein oder andere interessante Nummer finden.

Trackliste

  1. 1. Walk That Path Alone
  2. 2. Mourn The Illusion
  3. 3. Screams From The Sanctuary
  4. 4. Nothing They Say
  5. 5. Anthem Of The Freedom Fighter
  6. 6. Something You Should Know
  7. 7. Set You Adrift
  8. 8. Enslaved, Dead Or Depraved
  9. 9. With A Resounding Voice
  10. 10. The Fearless Must Endure
  11. 11. Heart Of Warrior
  12. 12. Death Bestowed

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