Der Beginner zeigt wenig Verständnis fürs Schweizer Minarettverbot und mieses Catering.
Zürich (adm) - "Das Minarettverbot hat mich geschockt." Jan Delay zeigte sich nach der Zustimmung der Schweizer zum Bauverbot von Minaretten überrascht von der eidgenössischen Intoleranz. Nach seinem Auftritt in Zürich vor einigen Tagen hielt er gegenüber 20min.ch mit seinem Ärger über die "krasse Ignoranz" der Schweizer nicht hinterm Berg.
"Das ist völlig behindert. Lasst doch die Leute ihre eigenen Kirchen bauen." Viel von seiner früheren Vorstellung über die Schweizer als liebes, tolerantes Volk scheint nicht übriggeblieben zu sein.
Dieter Bohlen sei ein Hassprediger
Darüber, dass Deutschen in der Schweiz momentan wenig Sympathie entgegenweht, kann der Ex-Beginner dagegen nur schmunzeln: "Das kann ich eher verstehen, wir haben ja wirklich Hassprediger: Dieter Bohlen, Uli Hoeneß...."
Auf die Datenklau-Affäre angesprochen, ist er hingegen einverstanden mit dem Vorgehen der deutschen Regierung, die von Schweizer Banken geklauten Kontodaten steuerflüchtiger Deutscher zu kaufen: "Das sind alle die Wixer, die so dermaßen Kohle haben und sich dann auch noch weigern, dem Staat etwas zu geben. Das finde ich schlimm." Man darf annehmen, dass Mr. Soul seine eigene Steuererklärung korrekt ausgefüllt hat ...
Endstation Soul für die Kinder des Alpenstaates?
Nichtsdestotrotz besucht Delay den Alpenstaat oft und regelmäßig - auch, wenn es ihm leid tue, dass viele schöne Dinge von früher nicht mehr existieren würden: "Früher war das Catering in der Schweiz immer super, jetzt ist es richtig schlecht, kein Witz. Deshalb nehmen wir jetzt einfach immer unsere eigene Küche mit." Das sei zwar teurer, aber man müsse sich auf Tour nun mal gut ernähren.