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Ein Künstler nennt sich James Blunt und beginnt sein Album mit einem Titel namens "High". Klarer Fall von sich selbstüberschätzendem Hip Hop-Halbstarken, mag man meinen, aber falscher könnte man kaum liegen. Blunt ist kein kiffender Rap-Prolet, sondern genau das Gegenteil. Ein sensibler junger Engländer, der mit seiner für einen richtig guten Sänger etwas zu hohen und ein klein bisschen zu rauhen Stimme und seiner Gitarre die Herzen seiner Hörer zum Schmelzen bringt, das ist James Blunt.
Sein Debütalbum "Back To Bedlam" lässt aber auch die Fachwelt schwärmen. Sonnenbrillenfetischist Elton John bezeichnete die Single "You're Beautiful" als rechtmäßigen Erben seines "Your Song". Der Produzent von "Back To Bedlam", Tom Rothrock, erklärt Blunt sogar zur (britischen) Antwort auf den verstorbenen Indie-Gott Elliott Smith. Au weia, da hat Blunt aber etwas zu leisten. Doch seine Musik klingt genauso, als würde ihm all das, nämlich Stardom, überhaupt nichts bedeuten. Man hat es hier mit einem bodenständigen Typen, mit einer ehrlichen Haut zu tun, das vermittelt "Back To Bedlam" mit Leichtigkeit.
Auch wenn die Vorschusslorbeeren sicher etwas großzügig über den ehemaligen Army-Captain ausgeschüttet werden, die Richtung stimmt. Der Hörer bekommt bei diesem Album schnell das Gefühl, dass dies eine besondere Platte sein wird. Musikalisch bewegt sich Blunt auf den akustischen Pfaden von Bands wie Travis, Coldplay oder Starsailor. Der traurig-rührende Northern Soul hat auch in Großbritannien noch ein Zuhause. Zarte Songstrukturen verpacken tief sitzende Melancholie und lassen fast vergessen, dass der Sommer gerade erst zurückgekehrt ist.
Keine Frage: was hier passiert, gehört in den Herbst, wenn man auf wärmende Freunde angewiesen ist. Das schrecklich eingängige "You're Beautiful", ein Song über Verlangen und Hoffnungslosigkeit, gehört zu den stärksten Stücken der Platte. Blunt beweist ein treffliches Gefühl für den Moment, lässig groovt er sich durch die Songs, ohne dabei allerdings Konzessionen an den Dance-Floor zu machen. "Back To Bedlam" gehört ins Schlafzimmer, vor den Kamin, zwei Weingläser passen auch nicht schlecht. Oder aber ein Whisky, der einen durch einsame Nächte begleitet. Mit Stücken wie "Goodbye My Lover", "Tears & Rain" oder "Cry" legt Blunt seine Seele offen, doch genau das macht ihn sympathisch.
"No Bravery" hat der feinfühlige Songwriter während eines Einsatzes mit der britischen Armee im Kosovo geschrieben. Nach gut vierzig Minuten bleibt eine Gänsehaut, die auch beim Spaziergang im Park noch ein wenig anhält. Zugegeben, der Sound ist nicht gerade neu, aber eigentlich möchte man mitheulen, so schön sind die Songs. Wenn da nicht dieser verdammte Sonnenschein wäre, der noch in der Nase kitzelt.
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Ich kann der Kritik nur voll und ganz zustimmen! Ich hab mir das Album gekauft und war bereits nach dem 1. hören begeistert. Sehr schöne, ruhige Songs mit schönen Texten...
Obwohl "You're beautiful" schon fast totgespielt wurde (bei Radios usw.) - immernoch ein sehr gutes Lied...
mit james blunt darf endlich mal wieder jemand gehasst werden
es ging mir eher um den klang, ausgelutschte songs,...und in den charts ist er ja auch. bumm
ach, vapour ... so klappt das aber nicht mit der nachbarin
@manus21: das mit you're beautiful ist nicht so sehr ein problem, wenn man (außer laut.fm natürlich) kein radio hört 
und das mit dem soldat im kosovo find ich eigentlich eher unsympathisch. aber ich will keine politische diskussion anfangen. - aber da kann ja auch seine musik nüscht für.
Tja, mit der Kritik bin ich ja so einigermassen einverstanden, aber die Wertung von 3 Punkten widerspricht dieser Kritik vollends. Beim lesen der Kritik würde ich meinen es wären zumindestens 4 Punkte: man möchte mitheulen; besondere Platte; feinfühlig usw.
Dagegen wurde die Stimme als zu rauh und zu hoch beschrieben, gerade die Stimme ist es, was die Lieder so einzigartig macht. Klar jeder hat seine Meinung, aber das die Lieder in den Sommer nicht passen, kann ja wohl kein ernsthaftes Kriterium für eine Platte sein. Eine sehr gute Platte hört man doch das ganze Jahr, und dies ist wohl mit dieser sehr gut möglich.
Auch wenn die Songs nicht gerade neu klingen, ich möchte ein "Goodbye My Lover" nicht mehr missen: ich habe Rotz und Wasser bisher bei dem Lied geheult, es ist einfach genial !
mhmm..matze.. hättest du nicht ein bisschen gegen den elliott smith vergleich hetzen können. was eine frechheit!
Wie alt bist du? 13? Hoffe, radiohead/Bright eyes kommen nie wieder in die Charts, da hätte ich echt die Arschkarte gezogen...warum darf man keine gute Musik hören, auch wenn sie leider in die Charts gerät. Törnt das ab? Ist man dann weniger individuell, wenn man seine Persönlichkeit durch den Musikgeschmack definiert und etwas hört, dass auch die Masse mag? Ist das alles nicht sowas von egal...ausgelutschte Songs, okay, deine Meinung, warum nicht...
haha...reingefallen!
btw. kann ich diese ganze bagage a la david gray, john mayer, daniel powter, pete yorn oder daniel beddingfield einfach nicht mehr ertragen. und jap..ich stecke sie alle in eine schublade.
was bleibt ist ein famoser josh rouse...ein ed harcourt, der auch endlich mal wieder etwas von sich hören lassen könnte...oder magnet aus norwegen. was ein singer/songwriter album!

ok ich setz da ganz große stücke auf dich. so vom 13 jährigen plattenfan zum "reviewristen"
haha

ja ja... james, der kleine friedensengel.
ich kenn ja nur die single und darf mich nicht so weit aus dem fenster lehnen. aber der elliott-smith-vergleich ist wirklich unter alle sau. so ein hausfrauentröstender, banaler schmalz, pfui! nee, das geht gar nicht. 
edit: zu langsam. wie immer.
jaja ein bisschn blauäugig ist der/die gute nougi da schon etwas herangetappst. so mit soldaten, schlichten....naja naja. aber matze hat recht. endlosthema mit hohem farbeutelwurf-risiko
mmh, okay, das muss man jetzt nicht ausdiskutieren, was falsch, was richtig...aber Magnet - die Review klingt vielversprechend...werd's mir mal anhören. Adiu, muss noch arbeiten! P.S.: macht eure Lieblingsmusik nicht von den Charts abhängig...und wie alt bist du, vt? tatsächlich schon 14 ;-)
tausch die erste zahl mit einer anderen und du kommst nah dran
ich hätte nicht gedacht dass das album so schön ist...gerade dadurch dass radio etc mir mit dem lied echt voll auf die nerven gegangen ist..habs dann aber von nem kumpel bekommen und war regelrecht begeistert!
Das album ist aber nicht das wahre wenn man einer Liebe hinterher trauert....die gedanken an die person die man liebt oder geliebt hat kommt bei den wunderschön schnulzigen und verträumten klängen einfach hoch...
aber somit ists für die erste romantische Nacht perfekt!
Also: KAUFEN KAUFEN KAUFEN!
sorry mir hard fi einfach nicht gefallen!
nicht böse sein!
oh je...lieben wir nicht alle die offenheit und toleranz der menschen gegenüber verschiedenen musikgeschmäcken?
Und die einfach einen dummmen kommentar abgeben nur um was gesagt zu haben!
Es lebe die Meinungsfreiheit!
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