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Einen Rapper, der etwas in der Birne, entsprechend Dinge zu sagen und zudem das Talent zur human beatbox hat. Einen überaus tauglichen Saxofonisten. Einen Weltklasse-Drummer. Und Bass. Iswhat?! könnten einen glatt auf den Holzweg führen, mehr brauche es nicht, um eine umwerfende Platte aufzunehmen.
Nichts anderes bietet "Big Appetite": clevere, bei allem Minimalismus herzerwärmend charmante Kompositionen, die, statt zwischen Jazz und Hip Hop zu mäandern, beide Genres verschmelzen und damit dem einen wie dem anderen neue Perspektiven eröffnen.
"Next level shit" also? Solch überstrapazierte und entsprechend ausgeleierte Begrifflichkeiten wollen so gar nicht haften bleiben. Natürlich handelt es sich bei der Truppe aus Ohio keineswegs um die ersten Brückenschläger zwischen - nur scheinbar so konträren - musikalischen Welten.
Vergleichbar ungekünstelt, dabei aber ähnlich kunstvoll gelang die Synthese seit A Tribe Called Quest-Zeiten nicht mehr - oder, man hat es nicht mitbekommen. Die Feststellung der zuständigen Promo-Dame ("Keine Sau kennt diese Band!") erweist sich als überaus zutreffend.
Wenn überhaupt sind es die Jazz-Magazine, die die Combo auf dem Schirm haben. Hip Hop-Kontexte entpuppen sich, was das Thema Iswhat?! angeht, weitgehend als tabula rasa. Eine allgemein gehaltene Suche nach "Iswhat?!" und "Big Appetite" liefert immerhin Hilfe beim Umgang mit Fressattacken. Es ist ein Skandal.
Die Faszination von nahtlos in flüssige Raps hinüber gleitende Spoken Word-Passagen oder schnaubenden Beatbox-Einlagen droht tatsächlich an einem breiten Publikum vorüber zu ziehen. Die Stimme Napoleon Maddox' dient als vollwertiges Instrument. Gesungene Zeilen verschmelzen mit hellen Saxofonlinien zu betörenden Melodien ("Cats") - oder donnern geradezu Dälek-like über den Hörer hinweg ("Trouble").
Zu einer Crew, von der man noch nie gehört hat (Skandal, wie gesagt: Bei "Big Appetite" handelt es sich keineswegs um ein Debüt-Album!), gesellen sich Gast-Künstler, deren Namen einen ebenso ratlos zurück lassen: Phalon Jibril? Ill Poetic? Piakhan? Never heard of these clowns - und kein Einziger liefert einen guten Grund dafür!
Hamid Drakes Drums schlagen, mal jazzig, mal ungeheuer funky, Spannungsbögen, deren Wirkung man sich nur schwer entziehen kann. Percussion, hier ein Klavier, da ein paar Scratches oder Geräusch-Einsprengsel runden das stimmige Gesamtbild ab. Ebenso ein wenig Latin-Flair ("Hungry") oder ein Hauch Blues ("Cramps").
Um vergleichbar vor Qualität und Unterhaltungswert berstende Musik zu erschaffen, verfügen Iswhat?! jedoch über weit mehr als "nur" einen Rapper, einen Saxofonisten, einen Bassmann und einen Drummer. Hinzu gesellen sich - offenbar bei allen Beteiligten - Virtuosität, überbordender Einfallsreichtum, Freude an Improvisation und Innovation sowie - niemals zu verachten - schier abartige Musikalität. "It's just fantastic"
| Shop | Titel | Info | Preis | Porto | Gesamt |
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Iswhat?! - Big Appetite | Infos (Lieferzeit/Service) | €15,95 | €3,90 | €19,85 |
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Jazz mit Hip-Hop? Hätte nicht gedacht das das auf Albumlänge so gut hinhaut, die Jungs könnten neben The Roots die zweite Rap-Band werden die in meine Playlist kommen mal kucken ob sich der Eindruck lange hällt.
"Phalon Jibril? Ill Poetic? Piakhan? Never heard of these clowns - und kein Einziger liefert einen guten Grund dafür!"
Versteh ich ehrlich gesagt nich, kein Einziger liefert einen guten Grund gekannt zu werden oder nicht gekannt zu werden?
Ey manchmal fühle ich mich noch dööferer als ich eh schon bin, die doppelte Verneinung macht mich echt fertig und dann noch der plötzliche Umschwung von Englisch auf Deutsch. Da minus mal minus plus ist, könnte der Satz ja auch heißen: "Jeder von ihnen liefert einen guten Grund schonmal von ihnen gehört hätte haben zu müssen und können zu sein"
Isch hab Apitur sach ick nur.
naja DC find ich mäßig(wale nicht so, kenn starr war mal fett, oddisee auch irgendwie nichts besonderes. wen hab ich grade vergessen?) überall is was los, man muss nur suchen. die zukunft der musik-szene liegt hier im internet, das stimmt.
@ gutelaune: Da stellt mir direkt wieder jemand Unwissenheit unter. Liegt eher daran, dass ich Rap aus UK lieber mag. Vor allem die Beats sind einfach was ganz anderes. Dizzee Rascal ( ok nur die ersten beiden Alben)und Roots Manuva zB. machen eben Tracks die mir liegen. Das ist eben ne andere Art von Rap als aus den USA. Da mögen Underground Rapper noch so viel können. Und "21:4 the day after" is haltn gutes Album meine Güte.


@ gutelaune: Ok kein Ding
Ich versteh ja auch was du meinst. Oddisee is echt verdammt gut. By the way ich hab Mtv und Viva seit 5 Jahren nicht mehr angeguckt
. Die neue Dizzee Rascal macht mir allerdings Angst o_O. Ich sag nur Bonkers "würg". Da hör ich mir lieber Graftin oder Live O an
.


hör dir mal das diamond district free album an, das ist wirklich sehr sehr dope, gerade acuh was die Beats von Oddisee angeht. Kommt am 27. Okt dann auch als pysische CD/Vinyl raus.
http://mixtapesammelstelle.de/2009/04/16/diamond-district-in-the-ruff/
Man will ja auch mal ein bisschen zu knacken haben an so einer Review, dass man sich das auch merkt...
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