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Der Soul trägt seine Handschrift: Isaac Hayes wurde gestern tot in seinem Haus gefunden.
Memphis (ebi) - Hits wie "Theme From Shaft" und "Soul Man" oder "South Park"-Synchronsprecher - Isaac Hayes dürfte schon jedem begegnet sein. Gestern wurde der Sänger und Produzent, der als erster schwarzer Musiker einen Oscar erhielt, tot in seinem Haus in einem Vorort von Memphis aufgefunden. Hayes wurde 65 Jahre alt.
Seine Frau Adjowa entdeckte ihn am frühen Morgen leblos neben einem eingeschalteten Laufband, teilte der zuständige Sheriff mit. Eine Stunde später wurde die Soul-Ikone in einem Hospital für tot erklärt. Die genaue Todesursache wurde nicht bekannt. Der Musiker soll sich allerdings gerade von einem Schlaganfall erholt haben, schreibt die New York Times.
Der unfreiwillige Black Moses
Der mehrfache Vater, der in seiner Kindheit noch auf Baumwollfeldern arbeitete, prägte das Gesichts des Souls der 60er und 70er Jahre als Songwriter des R'n'B-Labels Stax Records und schrieb u.a. den Titeltrack des berühmtesten Blaxploitation-Films ("Shaft").
Zu seinen bekanntesten Alben zählt "Black Moses" (1971), auf dessen Cover er sich in Kruzifixform ablichten ließ und das ihm einen unliebsamen Spitznamen bescherte. Hip Hop-Größen wie Dr. Dre, Snoop Dogg oder Tupac sampelten später seine Tracks.
Ab Mitte der 70er Jahre, als ihn der musikalische Erfolg verließ, arbeitete Hayes auch als Schauspieler und erlebte 1997 als Synchronsprecher des Chefs in der Cartoonserie "South Park" ein Comeback. 2002 wurde sein musikalisches Erbe mit der Aufnahme in die Rock and Roll Hall of Fame gewürdigt.
wenn ein mensch stirbt ist das immer traurig, wenn ein musiker stirbt auch...
dass er scientologe war, sollte man trotzdem nicht leugnen, aber es ist hier in diesem kontext einfach nicht wichtig und macht sein tod in keinster weise mildernd tragisch
mein beileid;
dennoch bin ich mir nicht sicher, ob der begriff "soullegende" hier angebracht ist.
ist das dieselbe stufe wie j.brown, ike turner, ray charles?
bis auf shaft und soul man hat der mann doch soviel bahnbrechendes nicht gerissen, oder?
von 71-75 war er gut dabei, aber in den letzten 33 jahren war das doch eher bescheiden.
falls ich da nur uninformiert sein sollte, bitte ich um korrektur.
ausserdem war er der duke
auch wenn der duke später ein anderer duke war, war er auch schonmal der duke, aber ein anderer duke als eben dieser duke
Ansonsten geh ich da übrigens ziemlich mit dba auf einer Ebene.
Musikalisch war es eher ruhig, als er bei SP auftauchte. "Hei, der Kerl von Shaft aus den 70ern!"
Isaac war ne coole Sau, das musikalische Output aber nicht immer so
wie sein Image.
eben; ich meine das auch rein künstlerisch.
die begabung und das output haben ja nichts mit der politischen/religiösen verwirrung zu tun
@Anwalt:
Nun ja, es gibt nicht viele Künstler, die von sich behaupten können, praktisch im Alleingang ein komplettes Label gerettet zu haben.
Im Grunde genommen würde ich Isaac Hayes nicht unbedingt auf eine Stufe stellen wollen mit James Brown, Ray Charles oder Ike Turner, weil hier irgendwie der Zusammenhang nicht so richtig passen will. Isaac Hayes würde ich gleichsetzen mit Stax Records - in so ziemlich allem, was damals bei Stax wirklich erfolgreich vom Band lief, hatte er entweder als Produzent, Arrangeur, Interpret, Begleitmusiker oder Songautor seine Finger drin. Er war für einen gewissen "Sound" verantwortlich. Insofern würde ich ihn eher mit einem Label wie Motown, oder noch besser dem Gamble/Huff-Label PIR auf eine Stufe stellen, nicht mit einer bestimmten Person.
Hinzu kommt, daß er durch sein Auftreten und durch seine Erfolge ins damalige Selbstbewußtsein der Schwarzen paßte - durch den Erfolg von "Shaft" und den von ihm eingeheimsten Oscar wurde die weiße Bevölkerung der USA auf die schwarze Subkultur aufmerksam.
Daß sein Stern nach dem Aus von Stax stark gesunken ist - klar. Aber immerhin war sein Einfluß prägend genug, um in den 90ern immer wieder über Samples aus seinen Stücken zu stolpern 
Gruß
Skywise
Jetz kann er bis in alle Ewigkeit im Himmel mit Lord Zenu und L Ron Hubbard kleine Kinder vergewaltigen.
KLar hatt Isaac hayes viiieeeeel Scheiße eingesungen und produziert. Ich darf hier an Ménage À Trois erinnern. 
Aber weiß nicht ob sich hier mal jemmand den OST zu Shaft gegeben hat und nich nur den Titelsong. Der hat nich umsonst dafürn Grammys und Oscars bekommen. Von den anderen Blaxploitation scores will ich garnicht erst anfangen.
Und außerdem war er einer der ersten die Musik aus ihrer 3 min Single beschränkung befreit hat.
Musikalisch hat Isaac Hayes bestimmt mehr drauf gehabt als z.Bsp. James Brown
Gebt euch mal das Live Album zu Wattstax, das 17 min cover zu ain't no sunshine ist unübertroffen.
80iger 90iger war nichts mehr los.
Aber was der man in den 70igern gebracht hat reicht zur Legende alle mal.
Also in meiner Erinnerung war (in Europa) schwarze Pop-Musik in der ersten Hälfte der 70er wie die von James Brown, den Temptations oder (dem) Stevie Wonder (dieser Zeit) eindeutig auf der "progressiven Seite". Das hörten Leute, die zu der Zeit auch Jazz oder Fusion mochten. Als das Shaft Theme in den Hitparaden aufstieg, hatte man zwar den Eindruck, dass das vielleicht nur ein Einzel-Erfolgstitel sein könnte, zugleich aber das Gefühl, dass ab jetzt eine Welle körperbetonter Popmusik heranrollt, die so ungeheuer erfolgreich werden wird, dass die Unterscheidung in "progressiv" und "kommerziell" in der Folgezeit irgendwie lächerlich und provinziell wirken wird.
Also ich denke, was weiter oben für die weiße Bevölkerung der USA steht, galt vielleicht auch für die europäische Bevölkerung als Ganzes.



Schade, der war schon sehr gut. Hab mir als Reaktion mal wieder ´n par Soul- und R ´n B-scheiben aus den 60´s und 70´s angehört. Danach wurde mir via SWR3 zuerst Beoncey Knowles und dann Rhianna zwangszugute geführt. Wie lange sind Soul und R´n B eigentlich schon tot?!
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