laut.de-Kritik

Macht weniger Sinn als ein beherzter Schuss ins Knie.

Review von

Sorry, aber was soll denn bitte der Scheiß? Gleich um es von vorneherein klar zu stellen: hier wird nicht die musikalische Qualität einer Band wie Iron Maiden angezweifelt, sondern lediglich die der vorliegenden Platte. Bei Iron Maiden kann man sicher nicht davon sprechen, dass Single-Releases eine besondere Bedeutung hätten, vielmehr sind Maiden eine Album-Band. Auch deshalb macht eine Compilation wie sie jetzt mit "Edward The Great" vorliegt noch weniger Sinn als ein beherzter Schuss ins Knie.

Nicht einmal das Argument, dass Neueinsteiger einen guten Überblick erhalten, zählt hier, denn die Songs - so gut sie auch sein mögen - sind alles andere als repräsentativ. Die zwei mickrigen Songs mit Blaze Bayley am Mikrofon kann man getrost in die Tonne kloppen und dann den Deckel zuschweißen. Jeder Maiden Neuling fährt besser, wenn er sich die jeweiligen Alben zulegt, zumal es mit "Best Of The Beast" und dem Sampler samt Computer-Spiel "Ed Hunter" schon Zusammenstellungen gibt, die dem hier wie ein Ei dem anderen gleichen.

Ach, ich vergaß, auf Ironmaiden.com gibt es die unglaublich einzigartige Möglichkeit, sich das Booklet runter zu laden. Die Begründung: dann müssen die, die alle Platten haben, sich nicht diese auch noch kaufen. Toller Service, zumal es heutzutage ja gar keine Möglichkeit gibt, sich das Ding woanders zu besorgen, sehr nobel das! Die Maiden-Gemeinde wird wohl sehr bald das Mäntelchen des Schweigens über diesen Quatsch legen, recht hat sie!

Trackliste

  1. 1. Run To The Hills
  2. 2. The Number Of The Beast
  3. 3. Flight Of Icarus
  4. 4. The Trooper
  5. 5. 2 Minutes To Midnight
  6. 6. Wasted Years
  7. 7. Can I Play With Madness
  8. 8. The Evil That Men Do
  9. 9. The Clairvoyant
  10. 10. Infinite Dreams
  11. 11. Holy Smoke
  12. 12. Bring Your Daughter To The Slaughter
  13. 13. Man On The Edge
  14. 14. Futureal
  15. 15. The Wicker Man
  16. 16. Fear Of The Dark (Live At Rock In Rio)

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