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Incubus haben sich stetig weiterentwickelt. Von funky Crossover-Brachialität über komplexen Alternative bis hin zu geradlinigem Mainstream-Rock. Nun die nächste Stufe. Die Ankündigung der Band, die Platte sei etwas komplett Neues und für Incubus-Fans vielleicht etwas erschreckend, ließ Schlimmes erahnen. Incubus goes Dance-Punk? Elektro-Pop? Nein, ganz so heftig fällt der Wandel dann doch nicht aus.
Gemeinsamkeiten mit den Vorgänger-Platten zu finden, ist dennoch nicht ganz einfach. Incubus schaffen mit "If Not Now, When?" eine sehr ruhige Pop-Platte voller leichtfüßig groovender Balladen. Einzig Brandon Boyds fantastischer Gesang und vor allem der Song "Adolescents" bauen eine Brücke zu "A Crow Left Of The Murder" und "Light Grenades". Von früheren Gitarren-Wänden, Bass-Geslappe und aggressivem Gesang bleibt die Band meilenweit entfernt. Ebenso allerdings auch von Balladen-Hits wie "Drive" oder "Love Hurts".
Die Veränderung wird schon im titelgegebenen Opener deutlich. An der Grenze zwischen Indie und Pop stampft der Track recht unspektakulär in Richtung Kitsch. Zum Glück kommen Incubus nie dort an, kleine Spielereien und ihr verdammt gutes und komplexes Songwriting lassen sie immer wieder die Kurve kratzen. So auch beim schönen Klavier-Song "Promises, Promises". Die E-Gitarre hält sich angenehm zurück, Piano und Bass bauen einen gemütlichen Klangteppich für Boyds Gesang.
Die folgenden Nummern gehen in eine ähnliche Richtung: ruhig, vielschichtig, angenehm, dunkel und romantisch. Den Groove haben die Herren ohnehin seit Jahren für sich gepachtet. Daran ändern auch neu entdeckte Ruhe und Gelassenheit nichts. Immer wieder brechen kleine Wendungen in die Lieder ein, wie das fusselige Gitarren-Solo in "The Original" oder die asiatischen Klänge in "Adolescents". Das eigenwillige "In Company Of Wolves" wandelt sich von einer sanften Pop-Ballade in einen düsteren Prog-Bastard.
Einzig im treibenden "Switch Blade" schaltet die Band mal einen (!) Gang hoch. Ansonsten regiert kuschelige Feuerzeug-Schwenk-Atmosphäre. Das wirkt auf die Dauer leider etwas eintönig, langweilig und zu anschmiegsam. Ein richtig guter Kracher fehlt der Platte. "If Not Now, When?" ist schön. Mehr aber auch nicht.
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Die Platte wäre nicht schlecht, wenn Sie nicht von Incubus wäre.
Witzig, fühle mich in meiner Meinung zu der Platte definitiv vom Textteil der Rezension bestätigt (zum größten Teil), werde aber nicht einig mit der Punktewertung...
Es wirkt ein bisschen so, als habe der Rezensent 3 Punkte gezückt, weil es eben "immer noch Incubus" sind, die es hier zu bewerten gilt - während ich eher 2 gegeben hätte, weil man "gerade von Incubus" bisher so viel mehr erwarten konnte als solch eine Schmonzette von Album.
Auch wenn sie sich nach "Morning View" immer mehr aus meinem Fokus entfernten (man erwartete das neue Album jeweils nicht mehr mit der selben Euphorie, wie sie nach"SCIENCE" stets vor den neuen Releases aufkeimte), hab ich mir "A Crow" und "Light Grenades" pünktlich zum Release zugelegt und auch dort Sachen gefunden, die meinen Kauf rechtfertigten. Diese Platte hatte ich 2x im Laden unter den Kopfhörern und hab sie letztendlich dort gelassen. Sie WOLLEN nun mal derzeit so klingen, aber ich WILL sowas nicht hören - nur weil es mal eine grandiose Band war, muss man ihnen nicht auf allen Pfaden folgen...
Uh, ein "düsterer Prog-Bastard". Bei dem Ding würden sich Tool und Opeth aber in die Hose machen, alter Schwede.
:P
Naja, wie schon gesagt wurde - musikalisch steckt da echt einiges drin. Nur ists eben seeehr glatt. Als alter "Fan" hab ichs aber gekauft.
Ich bin definitiv niemand der ein Album nur aufgrund des großen Namens lobt der dahinter steckt - eher im Gegenteil - die neue In Flames finde ich zum Kotzen
.
Was ich bei dieser Scheibe aber schon merke ist, dass, wärend ich beim ersten durchhören hier und da schonmal gähnen musste, ich mich beim zweiten mal schon hier und da gefragt habe, wie es dazu kommen konnte. Die scheibe erschließt sich zwar nicht auf anhieb - aber wenn man sich etwas Zeit nimmt erkennt man relativ schnell mehr Rafinesse.
Bei mir funktioniert diese Scheibe ähnlich wie bei Weezer's Pinkerton - nur vllt noch etwas schneller - weil "If not now, when" bereits auf Anhieb "love grenades" in den Schatten stellt
Das ist meine Meinung - ich habe Respekt davor wie schnell die Laut.de Redaktion eine häufig doch recht treffende Rezension hinbekommt - Aber wie schon gesagt - lasst diese Scheibe doch mal etwas reifen ;-)
Es sind immernoch gute musiker, keine frage(vor allem der sänger macht die band aus). Aber die entwicklung, die die band gemacht hat ist doch relativ enttäuschend. Ich fand schon a crow left of the murder ziemlich, ja doch, langweilig.
Man kann die neuen sachen zwar zwischendurch hören und von anderen band wär das ja vielleicht ok, aber Incubus könnten eigentlich was besseres abliefern
Auf jeden Fall besser als Light Grenades, aber nach CD2 von Monuments and Melodies habe ich auf einen ähnlichen Kracher gehofft. Das hat sich für mich leider nicht so ganz erfüllt, aber ein Paar Goldstücke findet man immer auf einer Incubus Platte.
Als langjähriger Fan ist es definitiv eine schwere Entscheidung, wie man das Album am ehesten noch "objektiv" bewerten könnte (geht ja sowieso kaum
) Meine Meinung: http://klangkino.blogspot.com/2011/07/musik-review-zu-incubus-if-not-now-when.html
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