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"Die Männer, um die es geht auf dieser CD, die habe ich alle wirklich kennengelernt; mit denen mehr oder weniger auch eine Beziehung geführt. Manchmal nur kennengelernt, und keine Beziehung geführt, manchmal auch nur eine Beziehung geführt, ohne sie kennengelernt zu haben."
So dringt Ina Müller selbstbewusst in eine eigentlich maskulin besetzte Domäne vor: die des offensiven Verweises auf Liebschaften, für deren Zahl drei Finger nicht mehr ausreichen. Ohnehin präsentiert sich Ina von jeher als quirlig und unternehmenslustig, mitsamt starker Medien-Präsenz. Jüngst etikettierte Spiegel Online die Entertainerin mit dem mehrdeutigen Begriff "Hochdruckunterhalterin".
"Paparazzia" nimmt denn auch die Titelseiten-Sucht so manch aufmerksamkeitsheischenden B-Promis aufs Korn. "Die Nummer" variiert beschwingt den Wahnsinn des alltäglichen Zahlen-Terrors zwischen vergessenen Schuhgrößen, Datums-Verpflichtungen und PIN-Eingaben, gipfelnd in einer frechen Refrain-Pointe. "Ja Ich Will" beschreibt angerockt, dass manch männliches Balzverhalten auch Frauen sprichwörtlich auf den Sack geht.
Ein Großteil der Songs auf "Das Wär Dein Lied Gewesen" stammt aus der Hand Alexander Zuckowskis. Die Texte entstanden natürlich unter den Fittichen des erprobten Frank Ramond, dem stilsicheren Lyrics-Bob Ross der Plattenfirma 105 Music (Annett Louisan, Stefan Gwildis).
Kernstück des Albums ist der Song "Mit Mitte 20", der - vorsichtig formuliert - in Silvio-Berlusconi-Terrain wildert, natürlich aus weiblichem Blickwinkel. Denn "Mit Mitte 20 sind die Jungs noch süß / sind noch nicht so ranzig / nicht so feist und fies." Hier mag Inas derzeitige Verbandelung im echten Leben als besondere Inspiration gedient haben.
Das Gesamtpaket lässt nur wenig Krittelpunkte zu. So z. B. In Sachen einiger Blues/Soul-Gesangspassagen - da wirkte Ina auf dem Vorgänger "Liebe Macht Taub" durchgehend überzeugend. Heuer schleichen sich mitunter Momente wie Rauhkehlchen auf der Suche nach dem Hustenbonbon ein. Die ein oder andere Text-Passage explodiert nicht übermäßig originell, doch das machen die zahlreichen fetten Treffer mehr als wett.
Mit (auch musikalisch) verschmitztem Humor arbeitet die bereits live-erprobte Neunziger-Hommage "Brittpopp". Sie hat bei Männern tiefe Spuren hinterlassen, die damalige britische Invasion. Denn "Immer wenn ich Britt popp / denk' ich an Oasis", setzt ein besungener Kumpel ganz klare Wonderwall-Prioritäten.
Als stärkste Ballade sticht "Fremdgehen" hervor. Dank originell umgesetzter Lyrics und stimmiger Atmosphäre bietet sie eine ungewöhnliche Sichtweise auf den Umgang mit eingeschlafenen Beziehungen. Der "Podkarsten" entpuppt sich als pfiffige, und im Refrain mitreißende, Abgeh-Nummer zum Thema Internet-Verflechtungen in Sachen Facebook, Twitter & Co.
"Das Wär Dein Lied Gewesen" gefällt musikalisch als wohltemperierter Mix zwischen Pop unterschiedlichster Coleur, ein bisschen Rock und exakt platzierten Balladen. Das richtige Umfeld für Ina Müller, sich selbst in unterschiedlichster Beleuchtung in Szene zu setzen.
| Shop | Titel | Info | Preis | Porto | Gesamt |
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Ina Müller - Das wär dein Lied gewesen | Infos (Lieferzeit/Service) | €14,99 | €3,95 | €18,94 |
"Das Gesamtpaket lässt nur wenig Krittelpunkte zu". Ergo: Drei Sterne. Aha.
Irgendwie vermisse ich den Grund für die Abwertung als solches. Der Eindruck ist zwar immer subjektiv, aber wenn die Verbindung zwischen Bewertungstext und Punktevergabe sich nicht erschließt, ist das schon komisch. Dem Text nach hätte ich auf mindestens vier Punkte geschlossen.
Btw: Mir geht die Tante aufn Keks, von daher pauschal null von mir 
artie, du schreibst
"Die Texte entstanden natürlich unter den Fittichen des erprobten Frank Ramond, dem stilsicheren Lyrics-Bob Ross der Plattenfirma 105 Music (Annett Louisan, Stefan Gwildis)"
genau den teil kann ich nicht nachvollziehen.
dass ein label bzw diverse künstler den herrn als lyriker nutzen, ok - geschenkt!
aber deshab gleich so zu tun, als ob der mann als einziger fließende sätze zu papier bringen kann, weil er j e d e r dame (typ egal?) nun diese pseudo-pfiffige notting-hill-gebrauchslyrik aufzwingt - und alle zusammen zwingen es dem land auf - das ist doch tüdelkram, echt!
da wünsche ich mir schon ein wenig kritischere distanz. allein in diesem jahr fallen mir schon locker drei platten ein, die interessantere texte machen - und das seit langem!
ich liebe notting hill auch.
als einzige cineastische ausdrucksweise wäre das aber genau so banane.
ich dachte, in eurer szene wäre es immer das größere problem, erstmal herauszufinden, wer eigentlih der vater ist.
nein, aber die steilvorlage von jemand, der überall husos sieht und dann nach der mutter (???) fragt....konnte ich mir nicht entgehen lassen.
Wie erwähnt: Die Ina ist 'ne Gute. Ihre Musik finde ich auch ganz nett, aber auch nicht mehr.
Der Bohlen des Schlagers ( Frank Ramond ) hat wieder zugeschlagen? Oder besser: um sich geschlagen?
Liebe Ina, so sehr ich dich in Deinen Reportagen bei NDR mag. Aber dieses Album ist Resourcenver-
schwendung. Ich dachte erst noch, es ist vlt. noch als Hintergrundmusik im Shopping-Center brauchbar aber selbst da würde ich meine Familie unter den Arm nehmen und flüchten.
Ich könnte mich zu zwei Mitleidssternen durchringen. Die haben aber nullkommagarnichts mit musikalischer Arbeit zu tun. Die sind für die blonde aus dem Norden............
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