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Was haben wir mit Herbert gelitten. "Mensch", was war das nur für eine tragische Geschichte. Vor fünf Jahren durfte die Öffentlichkeit die Bewältigung der Tragödie bestaunen. Mit dem Vorgängeralbum gab Herbert seinen Fans und denen, die sich einfach so voyeuristisch engagieren wollten, ein vermeintliches Schlüsselloch zur geschundenen Künstler- und Menschenseele an die Hand. Vielleicht konnte die Katharsis auch nur so funktionieren.
Wie meinte der Bochumer doch selbst im letzten Jahrtausend: "Es Bleibt Alles Anders". Wir schreiben das Jahr 2007 und trotzdem hat der Slogan nach wie vor eine scheinbar zeitlose Geltungsdauer. Oder würden wir nicht alle plötzlich vor Erschrecken zusammen zucken, wenn er statt typisch quäkender Stimme auf einmal in tiefem Blues-Bariton zu singen begänne? Herbert baut auf Bewährtes. Das umfasst nicht nur das in leichten Nuancen variierte Klangkostüm, sondern bezieht auch die textliche Seite mit ein. Fortschritt zeigt "12" im Hinblick auf die augenzwinkernde Durchnummerierung der Trackliste. So beraubt er seine Songs zwar eines Teils ihrer Identität, geht jedoch mit CD-Hörern konform, die sich ja ohnehin nur über die Nummern der Songs verständigen.
Auch auf seinem zwölften Album beherrschen sozialkritische Beleuchtungen des Alltagslebens das Programm. Selbstverständlich im ebenfalls bekannten raumgreifenden Pathos, den Grönemeyer so gerne und oft zur Schau trägt. "Lied 1 - Stück Vom Himmel" thematisiert das Verhältnis der Menschen zu Gott (welchen Glaubens auch immer) und das zu Mutter Erde. Massig Streicher-Arrangements, heftig einsetzende - nach japanischen Monsterdrums klingende Schlagzeug-Parts unterstreichen die bedeutungsschwangeren Worte "Ein Stück vom Himmel, ein Platz von Gott, ein Stuhl im Orbit, wir sitzen alle in einem Boot". So hübsch die Melodie auch klingt, man fühlt sich etwas erschlagen vom üppigen Bombast und den sloganartigen Zeilen. Zwar lockert ein flirrender Pianolauf im Mittelteil die Stimmung etwas auf, aber insgesamt fährt Grönemeyer etwas zu viel wagnerianischen Übermut auf.
Wie eine Karikatur dieser barocken Instrumentierung klingt "Kopf Hoch, Tanzen", das dank furztrockener Beats und Retro-Keyboards mit einem hübschen Achtziger-Charme flirtet. Das perfekte Gleichgewicht aus Emotion und Pathos serviert er mit der Gänsehaut-Nummer "Du Bist Die". Glückliche Frau, auf die diese Schmachtballade, diese Ode an die Liebe, dieser Sermon des Glücks, gemünzt ist. Man kann jetzt schon unzählige, weniger wortgewaltige Vertreter des starken Geschlechts vor Augen sehen, die ihre Angebetete vor die heimische Anlage zerren und mit Blumenstrauß bewaffnet zu Herberts Klängen anbeten. Das geht auch okay so.
Trotz aller Ernsthaftigkeit und Moll-Töne macht Grönemeyer das Fenster weit auf: Die Trauer von einst weicht optimistischeren Klängen. "Flüsternde Zeit" ist quasi die Fortsetzung des WM-Songs "Zeit, Dass Sich Was Dreht". Die Party ist vorbei, aber außer ein paar Wochen Eierkuchen kam nicht wirklich was bei rum. Dabei zielt seine Kritik etwas inhaltsleer auf die Regierenden, die die angeblich herrschende Supi-Stimmung in der Bevölkerung nicht in zählbare Erfolge umsetzen kann, inklusive Phrasenschwein-Parolen aus dem Fußball, die die Welt nicht braucht.
Das ist dann doch bedauerlich wenig von einem Sänger, der Scheiße ehedem eindeutig beim Namen zu nennen vermochte. "Ihr steht auf der Bremse, wir wollen die Wende". Was nach Kohl'schem 82er-Vokabular klingt, besitzt eben diesen vermufften und konservativen Provinz-Charme. Ist es das, was Grönemeyer anno 2007 auszeichnet? Ein Schaudern macht sich breit. Wendet sich Herbert jedoch mit seinen Texten simplen Befindlichkeiten zu, ist von derlei schwacher Lyrik nichts zu spüren.
Letztendlich bleibt "12" hinter manchem Album seiner Diskographie zurück, ohne wirklich zu enttäuschen. Einige wirklich hübsche Songs ("Du Bist Die", Spur", "Kopf Hoch, Tanzen") zieht der Sänger aus dem Hut. Genug, um wieder einmal die Stadien der Republik auszuverkaufen.
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Er ist endlich zurück- Und wie! Er bringt wiedermal ein ganz typisches Grönemeyeralbum raus. Mit den bekannten Höhen und Tiefen, wobei die Höhen eindeutig überlagern! Ein absoluter Pflichtkauf für Leute, die auf echte deutsche Musik stehen und nicht auf den Einheitsmüll und Medienschund.
Beschreib mir doch bitte mal, was "echte deutsche Musik" ist.
Wenigstens ist Screwball auf meiner Seite....die anderen Forumschreiber können ja nur rumnörgeln und schlecht machen!!! Ist schon blöd, wenn man sich nur so äußern kann. *ls* Was hört denn ihr schon für Musik??? Englische, wo ihr nichts versteht? Will jetzt hier niemanden anmachen, aber es scheint halt bei vielen so! Naja...
P.S. Englische Musik "versteht" man, selbst wenn man kein Englisch kann, vermutlich ebenso gut wie deutsche Musik.
Bei den Texten könnte es in dem genannten Fall allerdings schwierig werden. 
den eigenen bildungsstand nicht auf andere anwenden![/quote]
Oh wir haben hier wohl einen Professor für Germanistik oder was!?! Was sagt ein einziger Text bitte über den Bildungsstand aus? Und wer auf so einen Text anspringt, fühlt sich wohl angesprochen(wie war noch mal das passende Sprichwort mit den Hunden.....bist ja so klug)
bochuuum ich kooooomm aus diiiir!!!! eyyyyy glück auf!!! gekas!
Mal angesehn von englischen Texten (die nur von germanisten verstanden werden!
Echt super^^) finde ich das Album sehr mager!
Besonders gestört hat mich der sogenannte "wirklich hübscher Song": Lied 9 - Spur!
Für alle, die ihn nicht genau gehört haben: Der ehemals große Grönemeyer verwendet solch Kinderreime wie
"Ist mein Konto schlank
Wechsel ich schnell die Bank" und viel besser
"Ist die Arie aus
Verlass ich das Opernhaus"
Das ist eigentlich kein weiteren Kommentar wert...
2/5
das mit dem warum wir eigentlich nicht hab ich auch erst nicht kapiert weil der mann das zu komisch singt.heinz rudolf kunze ist übrigens ein hervorragender musiker.auch wenn seine goldene zeit vorbei ist.echte deutsche musik is auch westernhagen für mich.wir sind den amerikanern ohnehin um lichtjahre voraus^^
autsch.
hör du mit deinen freunden (btw: wer ist denn "wir"?) doch bitte weiterhin grönemeyer, kunze und konsorten und suhlt euch in eurer präpotenz, dann bleiben mir die ganz und gar unecht-deutschen tocotronic, blumfeld usf., und ab und zu mal so'n scheiß von den amis oder von der insel, gelle?
naja, tocotronic wollen ja gar nicht deutsch sein, haben sogar mal nen award deswegen abgelehnt, weil sie sich mit der auszeichnung (beste deutsche nachwuchsband glaub ich wars) nicht identifizieren konnten...
und über geschmack lässt sich bekanntlich vortrefflich streiten. blumfeld und grönemeyer sind nun mal leicht unterschiedlich in ihrer musik - gottseidank. stell dir mal ne welt voller blumfelds und tocotronics vor, da wäre alles furchtbar langweilig und alle wären suizidgefährdet - entweder weil ihnen die musik so nahe geht, oder weil sie die musik hören müssen.
außerdem gehts hier ja wohl kaum darum, ob deutsche, englische, französische oder nigerianische musik besser ist?
Ich kann bei "12" (ich hab bisher erst einaml komplett reingehört) im Vergleich mit "Mensch" eigtl wirklich KEINE Schwachpunkte feststellen!! Es ist nicht mehr ganz so melancholisch wie der Vorgänger gehalten, was ich positiv, auch für Grönemeyers Lebensentwicklung (Überstehung der Tiefschläge) anmerkne muss.
mensch leute ihr habt doch echt keinen plan, grönmeyer macht einfach tolle musik und man sollte ihn nicht auf eine stufe mit kunze stellen. aber wer grönemeyer nicht mag ok,soll aber mit seinen blöden komentaren wegbleiben. ich mach auch neimanden wegen seines musikgeschmackes fertig! ich sag dazu jedem das seine.
und zum album: ich finde es großartig, wie alle anderen auch!
Also, es ist schon sehr interessant wie in solchen Foren miteinander umgegangen wird. Eigentlich wird nach DEINER MEINUNG ZU EINER CD gefragt. Ab der dritten Antwort verläuft sich das Ganze dann in persönlichen Beleidigungen u.ä. Die Antwort von annika420 finde ich prima. Jedem das Seine, einfach jeden seine Meinung sagen lassen.
Meine Meinung zur CD "12" und Grönemeyer:
Musik teilweise wagnerianisch: Ja
Texte stellenweise schwer zu verdauen: Ja
Gefällt mir wie: Insgesamt ganz gut, "Mensch" gefällt mir besser, sehe diese CD auch eher als "Mensch II".
Grundsätzlich polarisiert H.G. sowieso wie wenige deutsche Künstler, d.h.:
Mann/Frau mag ihn oder eben nicht.
Herzliche Grüße an die Leser
Paengy
Ich finde die Kritik an der Platte nicht gerechtfertigt. Soll Grönemeyer weiter in Melancholie an seine Frau schwelgen und nur noch schwermütige Songs singen und schreiben?
"Mensch" war eine therapie für ihn- die ihn kuriert hat. Er hat wieder eine neue Frau an seiner seite und ist glücklich und das hört man auch an seinen Texten.
Er gibt sich dem aktuellem Geschehen hin und argumentiert diese mit seinen Liedern.
Ich ziehe den Hut vor seiner Leistung. Er weiß, wie man´s macht.

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