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Nichts ist schlimmer als einem geschätzten und ehemals großartigen Künstler beim Schaufeln des eigenen musikalischen Grabs zuzuschauen. 50 Lenze zählt Helmet-Kopf Page Hamilton mittlerweile und scheint knietief in einer kreativen Midlife Crisis zu stecken. Aus dem ewigen Jazz-/Hatecore-Olymp stürzt er mit "Seeing Eye Dog" jedenfalls ab.
Schon der Opener "So Long" dürfte als schlechtestes Lied des gesamten Helmet-Schaffens in die Geschichte eingehen. Langweiliger Schweinerock paart sich hier mit einem Gewölle kotzenden Ungesangs, der vollkommen abtörnt. Der Titeltrack gibt sich musikalisch zwar ein wenig aufgeräumter, doch auch hier verbreitet Hamiltons Gesang schieres Unvermögen. Die Krönung: Das Schnarchrotzgeräusch zu Beginn.
"LA Water" lässt endlich Spurenelemente des alten Helmet-Spirits erkennen, doch schon das folgende "In Person" fällt zurück in langweilige Einfallslosigkeit. Vor nicht allzu vielen Jahren hätte Hamilton so etwas nicht einmal als B-Seite verwendet.
Einzig "Morphing" überzeugt in seiner flächigen Pracht als Ambient-Doom-Soundscape mit bedrohlicher Atmosphäre. Es ist jedoch bezeichnend für das Album, dass ein Instrumental als Höhepunkt durchgeht. Man freut sich eben auch, einige Minuten Ruhe vor Hamiltons kaputtem Gesang zu haben. Das Beatles-Cover "And Your Bird Can Sing" schießt den Singvogel dann vollends ab. Die unzerstörbare Melodie findet sich im Schlammbad grauen Alternative-Gegniedels der denkbar uninspiriertesten Sorte wieder.
Auch die beigelegte Livescheibe der 2006er Warped Tour entschädigt kaum, wobei die Best Of-Songauswahl nicht uninteressant ist. Erschreckend gleichwohl, wie über alle Maßen ausgezehrt und müde die eigentlich tollen Lieder hingeklatscht werden. Filigranität weicht Matschrock. Die Tonqualität der Mitschnitte erreicht ohnehin gerade mal durchschnittlichen Bootleg-Standard.
Wer das alles durchhält, ist hinterher im wahrsten Sinne am Ende. Hier ist nicht länger Platz für Häme und Spott. Der Niedergang des Hauses Helmet ist tragisch, unerklärlich und nicht im Geringsten nachvollziehbar. Hoffentlich besinnt sich Page Hamilton und findet bald zu alter Stärke zurück. Ich werfe derweil "Meantime" als Requiem auf den Plattenteller.
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Ja, das war hart. Leider größtenteils berechtigt. Drei Songs, die im Text nicht erwähnt werden, versöhnen mich: Der Titelsong, Miserable und She's Lost. Miserable ist sogar fast ein kleiner Hit.
Das klingt bitter, dba. Ich trau' mich gar nicht, mir das Ding mal anzuhören.
Noch was: Helmet als "Hatecore" zu bezeichnen ist völlig daneben. "Jazz" passt viel besser 
Wat 'ne bekackte Review. Statt wie so viele in einer Tour rumzunölen, Helmet seien angeblich nicht mehr Helmet, und irgendeinen Bullshit von "Hatecore" zu faseln, hätte sich der Autor mal lieber eingehender mit dem vorliegenden Werk befassen sollen. Dann wäre ihm z.B. auch aufgefallen, dass sich auf der Live-CD hinter "Role Model" in Wirklichkeit "Birth Defect" verbirgt. Folglich stellt die Bewertung mit nur einem einzigen Stern eine einzige Frechheit dar. So'n Scheiß könnt ihr mit irgendwelchen zusammengecasteten Kaspertruppen aus der Neuzeit abziehen, aber verdammt nochmal nicht mit Helmet!!!
Dafür dass es so lange gedauert hat, ists ja ne sehr differenzierte Kritik. Aber es braucht ja Zeit sich die anderen Rezessionen durchzulesen um sich dann selbst zu verorten. Nur so ein Gedanke... (Wenigstens gabs überhaupt ne Kritik, ist ja schonmal ein Fortschritt)
Heisst nicht, dass das Album gut ist, aber dieser Veriss ist irgendwie unnötig. Klar, Alleinstellungsmerkmale sind nicht wirklich zu erkennen, "In Person" könnte auch von den Foo Fighters sein, was wohl auch nicht schmeichelhaft ist. Von einer Gruppe, die sich Helmet nennt erwartet man wohl etwas eigensinnigeres. Kriegt man halt nicht.
Ich hatte schon befürchtet, dass "meantime" keine Erwähnung findet, aber auf den letzten Drücker gings noch rein.
Wenn man beim Opener schon die Lust verspürt, das Ding aus dem Fenster, gegen die Wand oder sonstwohin zu pfeffern, läuft doch irgendwas falsch.
Meine Fresse. Warum schreibt hier jemand ne Rezension, wenn er musikalisch bei den Anfängen der Band hängengeblieben ist, und sie immer wieder damit vergleicht und reduziert. Das Leben geht weiter. So scheiße wie hier behauptet wird ist die Platte doch gar nicht.
Könnt ihr Lauch-Heinis vielleicht diese bekloppte Youtube-Grütze wieder abschalten? 80% der Videos laufen doch in Deutschland eh nicht.
@prediger und die beleidigten:
von hängenbleiben kann da keine rede sein.
mit den ersten drei think tank-scheiben und u.a. dem hammeralbum zulutime mit brötzmanns caspar hat der mann sich doch zu recht einen podest neben anderen amerikanischen indie-vordenkern a la big black, hüsker dü/mould oder rollins gebastelt.
das reisst er jetzt mit dem arsch wieder ein.
wenn man da keinen qualitativen unterschied wahrzunehmen vermag, muss es ja nun wirklich nicht zwingend an den mit trauerflor behangenen zeilen des verfassers liegen.
Habs mir jetzt auch mal angehört und muß sagen, zwei Punkte hätte ich schon gegeben. Im Vergleich zu anderen Bands immernoch Durchschnitt, gemessen an der eigenen Diskographie aber wirklich nur noch lauwarm. Gerade Page Hamiltons Gesang ist ziemlich kaputt. Das er sein eigenes "Denkmal" sozusagen einreißt, denk ich aber nicht. Für die Kids von heute ist Helmet eh kaum noch relevant. Alle, die sie aber kennen, können ihnen angesichts ihrer alten Hits sicherlich verzeihen.
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