laut.de-Kritik
Schwedenrock vom Bügelbrett.
Review von Gregory Britsch
Die Herren Höllenschrauber aus Schweden servieren den nächsten Aufguss aus AC/DC , Motörhead und Kiss. Nach drei Alben beim Stockholmer Indie "White Jazz Recordings" wird fortan für Motor die Axt ausgepackt. Ansonsten ist mehr oder weniger alles beim Alten geblieben.
Oder doch nicht so ganz? Klar, es wird immer noch nach besten Kräften gerockert, im Hintergrund klimpert die etwas hühnerbrüstige Fender Rhodes, einige Refrains ("Baby Borderline") gehören weiterhin in die Mitgrölklasse und so mancher Hit wie "Hurtin Time" wird auch eingestreut.
Nur kann das alles nicht darüber hinweg täuschen, dass irgendwie der entscheidende Kick fehlt. Chips Kiesbye versteht auf jeden Fall etwas vom Produzieren, nur kommt High Visibility wie ein von Muttern sorgsam gebügeltes Hemd daher.
Es mangelt am Rotz, der den Livesound der Band auszeichnet, was durch Aufdrehen des Verstärkers aber teilweise wieder kompensiert werden kann. So gesehen ist die Platte schon in Ordnung.