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Sich von musikalischer Seite aus an Hgich.T anzunähern, ist eine mehr als zweifelhafte Angelegenheit. Ich lasse lieber gleich die Katze aus dem Sack: Dieses Album enthält die schlechteste Musik, die ich je gehört habe!
Das Musik- und Videokollektiv Hgich.T besteht seit Mitte der Neunziger Jahre in wechselnder Besetzung. Dem Youtube-Nutzer ist bestimmt einmal das virale Video zu "Tutenchamun" begegnet, das bis jetzt fast eine Million mal geklickt wurde. Die Homebase des aus zehn bis fünfzehn Künstlern bestehenden Kollektivs ist eine Waldhütte in der Nähe Hamburgs, wo die meisten Mitglieder an der Kunsthochschule studierten.
Das Werk der Gruppe ist irgendwo zwischen Performance und Body Art anzusiedeln. Live-Auftritte in Theatern, Kunsthallen oder Jugendzentren sind Happenings mit Dixie-Klo auf der Bühne. Alkohol und Drogen werden konsumiert, das Publikum verhöhnt, Kleider vom Körper gerissen. Pumpende Techno und Psy-Trance Beats befeuern das Treiben auf der Bühne. Die Texte lassen an jedweder Intelligenz zweifeln. So zum Beispiel im ebenfalls erfolgreichen YouTube-Hit "Hauptschuhle": "In der Disko, zwei Titten. Was kommt raus? Ein Baby".
Dass Hgich.T auf vielerlei Ebenen funktionieren, zeigen wiederum die Konzerte. Während in einer Ecke polobehemdete Intellektuelle die Köpfe schütteln, feiern in der anderen Ecke Besoffene in grellen Baurbeiterwesten. Genau darauf zielt das Kollektiv: Nicht auf die Spaltung von "schlau und dumm" oder die pure Provokation des intellektuellen Publikums. Hgich.T zeichnen vielmehr ein erschreckend vielschichtiges Abbild des "dummen Hauptschülers" im engstirnigen Kopf des Intellektuellen.
Ungewollte Teenagerschwangerschaft, permanentes Saufen, häusliche Gewalt und Hartz IV. Die Musik verkörpert all das, was einem sonst nur in der voyeuristischen RTL-Reihe "Mitten im Leben" begegnet. "Hey Pumuckel, hast du eigentlich Abitur? Neeeeiiiinnn. Wozuuuu? Taaaaannnzzeeennnn!"
Wer den Texten irgendeine Art von Bedeutung zugesteht, liegt falsch. Es geht nicht darum, Aussagen zu treffen. "Tut ja nicht so, als ob ihr was verstanden hättet", skandiert Sänger Anna-Laura in Richtung des Publikums. "Künstlerschweine, Künstlerschweine. Ja, ich breche euch die Beine", heißt es im gleichnamigen Song. Ein bisschen Selbstreflexion muss sein.
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Oh mein Gott, was wir auf den Mist bei Youtube schon abgegangen sind. Dass das in CD-Format und ohne saubekloppte Videos auch funtkioniert ist allerdings fraglich (die Musik ist ja wirklich scheisse). HSV steck den Piller in Kakao. Goa Goa.
Klar, der geschätzte Rezensent lehnt sich wahrscheinlich doch lieber bei chilligen tunes in seinen Sessel zurück, kein Wunder dass er solche plumpe, sinnlose Musik nicht hören will. Hat man euch eigentlich ins Hirn geschissen? Warum könnt ihr das Konzept einer vollkommen sinnlosen, verdrogten, prolligen Raveband nicht verstehen? Einer Band, die keinerlei Anspruch auf gar nichts erhebt keinen Anspruch zu unterstellen ist einfach nur dumm. tripmeister eder ist verdammt nochmal genial und auch wenn das nur eine Meinung ist kann ich einfach nihct glauben dass laut.de so einen Kurzdenker ne Platte rezensieren lässt.
Es wurde der Band doch ein nicht unerheblicher Anspruch "unterstellt". Nur die Musik ist nunmal scheiße,ganz einfach. Wer guten Gewissens auf solch eine Grütze abgeht, der erscheint mir als der Kurzdenker.
Nachdem ich kurz gebrochen habe, muss ich noch anfügen, dass ich mich durch diese Musik auf persönlicher Ebene als Mensch beleidigt fühle. Dieses Album ist ein Angriff auf meinen Geschmack, meinen Charakter und auf jegliche gute Musik die existiert. Den "Künstlern" kann es egal sein, die lachen eh gerade.
Lieber Rezensent, von Brachialhumor verstehst du wohl nichts, oder? Wenn nicht, dann guck dir wieder Mario Barth an. HGich.T sind abgefuckte Künstler, die den Begriff an sich ad absurdum führen, nur dass sie es im Gegensatz zu "anerkannten" ganz offen und kritisch machen. Ich liebe diese Gruppe, die Musik lebt vom Dilettantismus, die Texte sind purer Dadaismus. Aber naja, Helge Schneider ist ja unlustig und Die Kassierer hirnlose Proleten. Jaja, diese spießigen BWL-Studenten...
@ Unregistered: Bist wohl nen riesen fan was? xD Oder gehörst sogar zur Gruppe dazu. Hauptschule hab ich besoffen übelst abgefeiert
. Natürlich ist es die beschissenste Musik auf dem Planeten. Aber weil HGich.T dessen durchaus bewusst sein dürfte, ist es durchaus vertretbar^^. Wenns einem nich gefällt muss man es ja nich anhören.
"Kurzdenker" klingt aber hübsch als Beschimpfung. Merk-würdig, keine Frage. 
Wo liegt hier das Problem? Ich finde die Rezension sehr gelungen, weil sie die musikalische Betrachtung voranschickt und sich anschließend dem Konzept der Künstler dahinter nähert. Da deren Output unter dem ersten Gesichtspunkt nichts zu bieten hat, geht die Wertung auch voll in Ordnung, auf laut.de wird schließlich Musik bewertet und nicht irgendeine Performance Art.
Selten so gelacht, als ich im iTunes mal alle Tracks angehört habe. Würde ich Geld dafür ausgeben? NEIN. Muss ich mich darüber aufregen? NEIN. Ich finde es wirklich interessant wie manche Leute ihre Zeit verbringen und was dabei rauskommt. Aber ernst nehme ich das nicht. Und diejenigen die hier von Brachialhumor, Dilettantismus, Dadaismus und sonstwas schreiben, nehmen das einfach zu ernst. Hey, ist nur Musik. Wem es gefällt, darf den Geldbeutel öffnen und Bares auf die Theke legen. Wem das nicht gefällt, soll einfach weghören. Alle anderen dürfen ruhig lachen.
tolle platte!
tolle truppe!
so ist deutschland doch wirklich! nur nicht so lustig
Traurig, vorallem für die Leute, die diese "Platte" wirklich kaufen. Was geschmackloseres habe ich echt noch nicht gehört...und ich habe schon so einiges gehört (Bands, die nicht mal ein Label zwecks ihrer Musik bekommen haben). Da stellt sich mir die Frage, wie es überhaupt dazu kommt, eine solche Musik zu vermarkten und dafür ein passendes Label zu finden. Ist wahrscheinlich wieder so'n Trip: Ein YouTube Video mit tausenden Klicks? Das muss ja lukrativ sein! Hat doch bei grup Tekkan auch super geklappt. Wo sind die eigentlich?
Wir treffen uns mal in einem Jahr hier wieder und dann sehen wir, ob der Rezensent ein "Kurzdenker" ist oder ein Großteil der laut.de Mitglieder noch Sinn für einen guten Musikgeschmack haben.
ach, das sollte man doch nun wirklich nicht in erster linie als musik-cd begreifen.
als radikalhumoristischer spiegel unserer provinziellen, "frauentausch"-gestählten verwahrlosungs-gesellschaft funktioniert das doch perfekt.
zumindest ist der traurigerweise fast dokumentarische ansatz allemal legitim.
die verpackung stinkt hier eben genauso wie der inhalt. hätten wir mehr solche mathematiker und taxifahrer, wäre das hier sicherlich kein schlechteres land.
"künstlerschweine, künstlerschwein, jawir brechen euch die beine"; allein dafür bitte das bundesverdienstkreuz am bande
Musik natürlich schlecht, Rest Kult. Die Frage ist, wie sinnvoll es ist, das Album hier überhaupt zu rezensieren.
Gerade deswegen finde ich, der Rezensent hat seine Sache gut gemacht. Wer den Text aufmerksam liest, sollte eigentlich verstehen, dass hier das Werk als solches nicht als schlecht bezeichnet wird, nur weil halt die Musik Müll ist.
Das denk ich aber auch!
Die Frage nach der Rezensierbarkeit bzw. der Nötigkeit einer Rezension geht tiefer. Ich denke, es ist die Frage, ob ein CD-Silberling überhaupt Sinn macht und ob das nicht auf YouTube einfach mehr Sinn macht.
Klar ist jedoch Musik=Müll und Kunst=Kunst,da hast du recht.
@Dude: vollkommen richtig!
Ehrlich gesagt kenne ich einige Bandmitglieder und weiß daher genau, dass ihre Werke unter vollkommener Nüchternheit entstehen. Wer zu doof ist, zu begreifen, dass man solch "Drogenrausch" auch einfach nur als Show zelebrieren kann, hat das Konzept dieser Gruppe nicht verstanden.
also ich kann diese wertung vollkommen nachvollziehen, die musik ist einfach scheisse, wie kann man sich sowas ernsthaft reinziehen?
@whnarfewol
whnarfewol
28. Juli 2010, 14:18 Uhr
haha lächerlich ich hab mir das video von hauptschule angeguckt
und du erzählst scheisse die sind einfach dumm
Ich kann gar nicht sagen wie ich Goa und Goa(höhlen)menschen hasse. "Tutenchamun", "Tripmeister Eder", "Die affengeile Klopapiernummer" etc. halte ich für realistische Darstellungen der Goaszene. Wenn Hgich.t nicht höchstwahrscheinlich dazu gehören würden, müsste ich sie für diese Realsatire eigentlich lieben.
GGG = Goa geht gar nicht!
Hauptschuhleee, Hauptschuuhleeee, was kommt raaaaus? LAUT.DEEEEEEEEEEE
Jetzt mal ehrlich? Sie ZEIGEN doch gerade "Mitten im Leben" mit diesen Lieder ... -.-
Kann es sein, dass diese Redaktion so dermaßen Indie-verspackt ist, dass sie nichts anderes mehr verstehen kann?
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