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Der Volksmund sagt: Wenns am schönsten ist, soll man gehen. Die Guano Apes hätten sich besser dran gehalten. Mit ihrem Comeback-Album tun sie sich keinen großen Gefallen - und ihren Fans leider auch nicht. Einmal mehr wünscht man sich "Proud Like A God" zurück.
Legt man voll Vorfreude "Bel Air" ein, macht sich sehr schnell große Enttäuschung breit. Die Platte klingt wie die Fortführung von "Walking On A Thin Line". Allerdings in die völlig falsche Richtung. Mehr Pop, mehr Elektro, mehr Synthies. Dafür weniger Rock, noch weniger Dreck, viel weniger Crossover. Was die Band Ende der 90er so geil und anders gemacht hat, werfen die Guano Apes komplett über den Haufen. Man ist ja jetzt "musikalisch gereift", wie sie in der TV-Werbung sagen.
"Musikalisch gereift" bedeutet also, radiotauglichen Rock zu produzieren und den mit Synthies zu untermauern, bis der Sound aus allen Mainstream-Nähten platzt. Sandras Stimme mag tatsächlich gereift sein. Sie singt deutlich besser und klarer als vor ein paar Jahren. Damit geht aber auch die Aggressivität verloren, die das Quartett so gut gemacht hat. Schreien und rappen tut Sandra so gut wie gar nicht mehr.
Eigentlich reicht es, sich das Cover anzusehen, um die Veränderung zu erkennen. Wo mal eine Fledermaus und eine Ameise waren, posiert Sandra in Glitzer-Mini-Rock und Mega-High-Heels in Kack-Pose im Vordergrund. Ihre drei Jungs stehen unbeholfen dahinter. So klingt die Platte auch: Wie eine Solo-Show von Frau Nasic. Ihre Stimme steht permanent im Rampenlicht, drängt sich manchmal sogar penetrant mit gedoppeltem Gesang auf. Die Musik bleibt Beiwerk.
Ich bin nun wirklich niemand, der Entwicklung und Veränderung nicht gut heißt. Aber ich weigere mich auch, eine Entwicklung als großartig abzunicken, nur weil ich Fan der Band bin. Zum Glück ist die Platte nicht von vorne bis hinten Grütze. "Oh What A Night" lässt sich noch am ehesten mit den "alten" Apes vergleichen. Hier dürfen die dicken Bratgitarren Wände einreißen, und Sandra schreit sogar mal.
In "Tiger" bauen sie ein dreckiges Stonerriff, über dem Sandra richtig fies singt. "All I Wanna Do" fängt ganz gut an, bleibt dann aber wieder im Poprock hängen. Den typischen Disco-Beat verwenden sie hier, wie auf der ganzen Platte, recht inflationär. Das rockige "Trust" kommt komplett ohne Elektrosounds aus und erinnert angenehm an alte Crossover-Brachialität. Der Song geht wohl noch als der Beste der Platte durch, rettet sie aber nicht wirklich. Dazu zieht sie der Disco/Elektro-Rock der anderen Songs zu sehr runter.
Wer mit dieser Art von Genrebastard etwas anfangen kann, darf der Platte ruhig eine Chance geben. Im Prinzip ist "Bel Air" gut gemacht. Die Produktion fällt sehr pompös und fett aus, die Synthie-Sounds abwechslungsreich, und die Apes strotzen vor Energie und messerscharfer Tightness. Das Album funktioniert bestimmt super in jeder Indiedisco. Soviel muss man ihnen lassen.
Anhänger der alten Songs werden allerdings ihre Schwierigkeiten haben, sich hier reinzufinden. Wenn in "She's A Killer" plötzlich ein Trance-Beat über die Gitarren fegt, hat das zwar etwas von Enter Shikari, aber will das der Fan der frühen Stunde? Die Songs haben gute Ansätze und geile Parts, aber ebenso viele, die einfach nur nerven, stören oder schlicht langweiligen. "You should stop count on me", singt Sandra. Man kann ihr leider nur zustimmen.
Dem Guano Apes-Fan bleibt nicht viel übrig: entweder das Album komplett ignorieren - oder so tun, als wäre es kein Apes-Album, sondern eins einer völlig anderen Band. Ansonsten wird Enttäuschung regieren. Im Promo-Text steht: "Wenn du ein Comeback planst, ist eines ganz klar: Du musst mindestens so gut sein wie vor deinem Abschied". Tja, tut mir leid, liebe Apes. Das ist euch nicht gelungen.
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Wo bleiben die Fanboys, die über die Zwei-Punkte-Wertung heulen?
was ein cover, die sängerin seilt einen ab und die typen gucken zu ...
Vielleicht ist das Album auch ein Aprilscherz und am Montag steht das Rockalbum des Jahrhunderts in den Regalen...
...wohl eher nicht. xD
Anstatt sich darüber aufzuregen, wie das Cover aussieht, hört euch lieber mal das Album an und kommentiert das. Ich habe es mir vorhin gekauft und finds bis jetz voll okay.
Hab zwar nicht soviel Synthie erwartet, aber ist jetz auch nicht so tragisch wie der Artikel oben vorgaukelt.
Fire In Your Eyes ist ziemlich gut.
Na ja von der Band erwarte ich nichts großartiges mehr.
Die finanzen spielen bei der Reunion sicherlich auch eine entscheidende rolle.
Wenn man keine erwartungen hat ist es vielleicht ein ganz okayes album. ansonsten ist es nicht besonders aufregend, bis auf die lieder die auch der rezensent erwähnt
Das gesamte kackpose album klingt wie "the signal" nur, dass eben die drei jungs von den apes mitspielen durften...
Wenn man sich dieses track by track Video bei Itunes ansieht... Wale? Heulen wegen Delphinsuppe? Das ist mal ein Statement... also sandra... was stimmt mit dir nicht?
Aber schön auch zu hören, dass sandra nie im proberaum war sondern die songs immer schön nach berlin gemail bekommen hat... das neue Coveratwork, welches leider nicht annähernd an die Cover von Friedel murders anknüpft, kommt ja auch aus dem elektroverseuchten Berlin... Vielleicht würde es Sandra gut tun wieder eher in die Rockige Szene einzutauchen, wenn sie Rock Alben produzieren will. Ich hab gehört, dass grad eh alle coolen Berliner nach Hamburch ziehen, vielleicht würd ihr das auch gut tun?!
Letzten Endes habe mich nun für 12 euro ausreichend mit dem neuen guano apes album befasst um mein abschließendes Statement zu äußern:
SCHADE
Ich hab es noch nicht gehört und obwohl ich oft die Rezensionen von Laut.de kritisch betrachte, spricht die Leserwertung für sich. Synth-Pop bei einer Crossover Band? Naja, mal sehn.
""You should stop count on me", singt Sandra"
wirklich? wenn das wörtlich so ist, dann sind die lyrics aber auch für den mülleimer, englisch für anfänger und so
Man wartet wirklich ständig auf den Moment, an dem Sandra stimmlich endlich ausbricht, an dem die Gitarren mal richtig reinhauen. Und auf diesem Album wartet man da vergeblich. Muss mich meinen Vorrednern anschließen: Schade um die Band!
Wenn der Nasic tatsächlich mal nach Synthie/Popmusik zumute war (was ich anhand der "Kackpose" im Glitzermini stark vermute), hätte sie schließlich auch ein Soloprojekt ansetzen können.
zollt ihnen mal respect für die "weiterentwicklung"! klar, es ist nicht das hammeralbum mit der fledermaus! damals waren sie noch underdogs und jetzt sind sie große "künstler" und brauchen halt auch mal abwechslung!
aber das ist typisch deutsch, den eigenen artists den "erfolg" nicht zu gönnen! so schaffen die das nie in den staaten!
armes "deutschland"!
ich glaub die Guano Apes brauchen dringend Geld.. Urplötzlich gibt es eine Reunion und dann mit einen so kommerziell getrimmten Comeback-Album.
1. Das ist wirklich eines der beknacktesten Albumcover aller Zeiten. Was wollen uns die Künstler damit sagen?
2. Das ganze Album plätschert so an einem vorbei. Alles wie ein einziges großen Intro, doch vergebens wartet man darauf, dass es mal richtig los geht. Enttäuschend, die 2 Punkte sind O.K.

Rockplatten mit der Band aufm Cover sind einfach oberpeinlich, vor allem bei solchen Antistars wie hier. Und weil sie bei Sony sind, wird die Band auch noch ohne Rücksicht auf Verluste in den Medien gepusht. Mit so einem Song wie Oh What A Night würde jede unbekannte Rock/Pop/Whatever-Band einfach gandenlos untergehen. Nach dem Split haben sie ja zugegeben, dass es dabei auch um die Kohle ging. Wer denkt, dass es jetzt anders ist, dem ist nicht mehr zu helfen. Schonmal einer von euch Tamoto gehört? Alter Schwede. Bis auf den Bassisten ist mir irgendwie keiner in der Band wirklich sympathisch. Aber mit 14 fand ich Proud Llike a God auch ganz okay, muss ich zugeben.
Ach, die waren schon gut, damals. Weiß auch nich was jetzt mit denen passiert is, aber früher (als alles besser war) konnte man wirklich gut zu den Apes abgehen. Lords of the Boards und so.
Rammstein und die Guano Apes, da wird Deutschland heute international deutlich schlechter vertreten!
Naja, vielleicht fangen sie sich ja beim nächsten Album wieder.
Ich habe mir das Album jetzt noch exakt viereinhalb mal angehört und muss meine Meinung revidieren.
Unterscheidet sich inhaltlich nicht all zu sehr von Paramore und Katy Perry... Wird sicherlich Geld machen, wie sau.
Fazit: Scheiße, so langsam ärgere ich mich über den Kauf.
Wie heißt es oben so treffend:
»Wenn es am schönsten ist, soll man aufhören.«
In freudiger Erwartung einer Gelegenheit mit dem Anhören des Albums aufhören zu dürfen, werd ich es jetzt noch einmal anwerfen.
Durch die Amplitudenhügel wandern, nach dem einen schönen Moment des Albums suchend, der mich erlösen wird.
(zumindest kann mir niemand vorwerfen den Apes keine chance gegeben zu haben...)
Zum Glück habe ich mir nicht die teurere Version mit Bonus Tacks zugelegt. Nach mehrmaligem Hören des "Standard"Albums reißt mich dieser angerockte Mainstream-Pop mit wenigen Ausnahmen (Oh what a night, Trust) nicht gerade vom Hocker. Na ja, vielleicht waren meine Erwartungen einfach zu hoch. Massenkompatibilität geht eben vor Qualität!
Muss (leider) sagen, die Kritik triffts einfach perfekt. Wie so viele andere einst derbe rockende rockende Bands geht auch hier der Trend dazu, Alben zu produzieren, die im Radio (=Mainstream) gut ankommen und dann dort bis zum Erbrechen zutode genudelt werden. Toll für die Bravo Hits, alte Fans wenden sich (bestenfalls) gelangweilt ab.
Wobei "What a Night" und "Trust" schon super abgehen, auch wenn ich normalerweise härtere Kaliber höre (und auch früher von den Apes gewöhnt war).
Besser Glitzermini als die alten übergroßen Dickies-Pullover. Aber irgendwie bin ich doch stolz auf mich, diese Band schon damals mit 13 scheiße gefunden zu haben, als Proud like a God rauskam. Meine Homies hatten in dem Alter noch nicht so viel Geschmack 
habe das album nun zum 13. mal gehört. Ich habe den schönen Moment des Albums endlich gehört. ES IST WIRKLICH FETT PRODUZIERT Tight wie sau, Das Schlagzeug klingt, als wäre es programmiert, der Bass trifft sogar die eins... Laut ist es auch ohne Ende... Gratulation Jungs und Mädels ihr seid im Olymp des Loudnesswar angekommen. NUr rund um 4kHz tut die Schrammelgitarre etwas weh in den Ohren. Mit anderen Worten, rein technisch betrachtet ein wirklich gutes Album, es trifft einfach meinen Geschmack absolut nicht. ABER: Ich kann endlich aufhören mich mit dem Album zu beschäftigen, ich habe den schönesten Moment entdeckt.
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