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Lights Out: Der Friedhof kehrt zurück. Auf und mit Nuclear Blast. Das Tempo, mit dem die vier kauzigen Schweden samt ihren langen goldgelben Matten und den prächtigen Schauzern in ziemlich hohe Sphären des Rockuniversums gebeamt wurden, ist wirklich atemberaubend. Noch vor etwa drei Jahren hat sich gerade mal eine überschaubare Zahl Conaisseure für ihren reichlich old-schooligen Grooverock interessiert.
Heute überschlagen sich die geneigten Rockgazetten und Kulturmagazine vor Lob und Querverweisen. Von den neuen Led Zeppelin und den Söhnen Ozzys wird da geschwafelt oder Vergleiche mit Danzig, MC5 und Blue Cheer hergestellt. Das mag an und für sich nicht ganz an den Haaren herbeigezogen sein, aber es wird der großartigen Band Graveyard einfach nicht gerecht, wenn man sie ständig mit irgendwem vergleicht, und sei "er" noch so gewaltig.
Denn Graveyard sind schlicht Graveyard, eine Bande langhaariger Hippierocker, die sehr sehr viel Zeit im Proberaum verbracht haben und dort ein ganz eigenes Süppchen zusammengekocht haben. Von dem Sie nun den dritten Gang servieren. Lights Out? All Engines On! Sirenenklang. "An Industry Of Murder" kommt langsam in Fahrt, dann ein Riff aus den Untiefen des Abyss und ab geht's. Nach exakt 62 Sekunden weiß man ziemlich genau, auf welchem Dampfer man sich befindet.
Geschickt gewählt ist auch die zweite Nummer "Slow Motion Countdown", gleichzeitig das ruhigste Stück der Scheibe, das quasi den Gegenpol zum roughen Opener bildet und mit seinem sehnsüchtigen Crescendo Kopf und Herz des Hörers öffnet: "Ever Let It Loose / Don't Ever Let It Loose ..."
Was sich bereits zu Beginn andeutete, bestätigt sich im weiteren Verlauf von "Lights Out": Graveyard sind sich zwar zu 100% treu geblieben, variieren ihr Thema aber ein wenig mehr, sind vielfältiger geworden. Zum Teil auch härter und schneller wie beispielsweise bei "Seven Seven", einem formidablen Hardrockrunner.
Speziell der Gesang ist variabler geworden, manchmal fragt man sich fast, ob da tatsächlich immer (nur) Joakim Nilsson am Mikrofon zu hören ist oder ob und wie viel der "neue" Gitarrist Jonatan Larocca Ramm zum Gesang beisteuert. In jedem Fall sind die Vocals beeindruckend gut geraten und drücken jedem einzelnen Stück einen unverwechselbaren Stempel auf.
Am Ende steht eine Scheibe, die rundum so gelungen ist, dass man im Prinzip jeden Track außer vielleicht den zwei ganz ruhigeren Stücken als Single hätte auswählen können. Ich persönlich hätte mich für "Fool In The End" entschieden, "Goliath" ist es nun geworden. Auch gut. Und die hat übrigens mit "Leaving You" eine Flipside, die eigentlich ganz prima noch als zehnter Track mit auf den sogenannten Longplayer gepasst hätte. Qualitativ wie auch vom Platz her. Das ist aber eigentlich auch schon alles, was man hier kritisieren kann ... der Rest ist einfach Bombe.
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mir hat das vorherige album sehr gut gefallen. mehr im psychedelischen angesiedelt als im hard rock, und auch relativ abwechslungsreich für eine retro-X band. mal sehen, ob ich auch 5 punkte - wie in MEISTER-WERK - geben würde. rezi klingt aber sehr vielversprechend.
Hab ich schon Backstage gesehen, die essen sehr gerne Äpfel
also gleichförmiger Schrott ist Graveyard auf keinen Fall - und wenn sie weiterhin die Feuergeschwindigkeit beibehalten bin ich - ach was - ich bin jetzt schon beeindruckt ...
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