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Der 36-jährige Sänger Roger Cicero setzte sich beim nationalen Grand Prix-Vorentscheid gestern Abend gegen Heinz Rudolf Kunze und Monrose durch und reist am 12. Mai nach Helsinki.
Hamburg (mis) - Roger Cicero vertritt Deutschland am 12. Mai beim 52. Eurovision Song Contest in Helsinki mit seinem Swingsong "Frauen regier'n die Welt". Beim gestrigen Vorentscheid an hochkultureller Stätte im Hamburger Schauspielhaus ließ der Sänger seine beiden Konkurrenten Heinz Rudolf Kunze ("Die Welt Ist Pop") und die favorisierte Castingband Monrose ("Even Heaven Cries") hinter sich.
An den entgleisenden Gesichtszügen des Monrose-Mitglieds Mandy im Augenblick der Entscheidung ließ sich deutlich ablesen, dass auch das Trio die langweilige Veranstaltung höchstens als routinemäßige Pflichtübung auf dem Durchmarsch in Finnlands Kapitale erachtete. Scheinbar war die auf 90 Minuten gestreckte Show mit älteren Grand Prix-Semestern und dem dauergrinsenden Grand Prix-Verehrer und Moderator Thomas Hermanns für die junge Monrose-Kundschaft doch zu viel des Guten.
Ciceros halb-ironische Bemerkung im Einspieler, die Eltern mögen vor der Abstimmung doch bitte noch schnell die Handys ihrer Töchter verstecken, erwies sich am Ende als überflüssig. Zwar ließen die Kessler-Zwillinge bei der Gewinnerverkündung offen, wie die Verteilung hinter dem Sieger aussah. Es ist allerdings schwer vorstellbar, dass sich allzuviele von Heinz Rudolf Kunzes gewohnt blassem Altherren-Auftritt beeindrucken ließen.
Mit Roger Cicero reist ein Mann nach Helsinki, der als Sohn eines Jazz-Pianisten bereits auf Kollaborationen mit Till Brönner und Stefan Gwildis zurück blicken kann. Im letzten Jahr erschien sein erstes Solo-Album "Männersachen".






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