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Eine erneute Schlappe der deutschen Eurovisions-Hoffnungen ruft die Reformatoren auf die Barrikaden. Ausgerechnet Ulkbarde Stefan Raab gilt nun als möglicher Retter.
Hamburg (vog) - Ein "ungeiles Ergebnis" sei es gewesen, sagte Alex Christensen, Produzent und Piano-Statist, in der Nacht nach der erneuten Eurovisions-Enttäuschung für Deutschland. Das '12-Punkte'-Rätsel bleibt somit nach wie vor ungelöst. ARD-Unterhaltungskoordinator Thomas Schreiber verfolgt einen interessanten Lösungsansatz: In diesem Jahr gewannen die Titel der Unschuld. Norwegen und Island bescheinigt er ein authentisches Auftreten. Knappe Röcke und bauchfreie Tops folgten erst auf den Plätzen drei und vier. Ein Erfolg für alle Sittenwächter und Hüter der Moral.
Was auf den Fernsehbildschirmen gar nicht zu erkennen war, versuchte das Dance-Duo nach der Show in Worte zu fassen. Oscar sprach davon die "beste Zeit seines Lebens" und "Mega Spaß" gehabt zu haben. Alex formulierte direkt den ganzheitlichen Anspruch: "Wir haben gerockt. Anspruch und Wirklichkeit klaffen manchmal weit auseinander. So lag es vielleicht auch an der züchtigen russischen Kameraführung, die Dita von Teese erst gegen Ende der Performance näher ins Objektiv nahm.
Zucht und Ordnung beim Song Contest
Die Ausrichter des Wettbewerbs gemahnten Alex und Oscar bereits nach der ersten Probe ihrer Tänzerin Dita Zucht und Ordnung beizubringen und "ihren Busen mehr zu verhüllen", so ARD-Gaudichef Schreiber. Manch einem mag Ditas Show durch Mark, Bein und Glieder gefahren sein. Getreu dem Christensenschen Erfolgsrezept "Hüllen die fallen, füllen die Hallen" hatte sie dennoch am Ende zu viel am Leib.
Lag es am Ende nur daran, dass zu wenig nackte Haut mangels medialer Lancierung die Fernsehbildschirme erreichte und die Leute ein falsches Bild bekamen? Guildo Horn, schlecht frisierter Sozialpädagoge und Grand Prix-Veteran, bescheinigte darüberhinaus Dita von Teese "zu viel Plastik". Wäre die Reitgerte mal nur eine echte Knute gewesen ...
In einem Interview mit der neuen Presse aus Hannover verkündete Thomas Schreiber, das Ergebnis sei "nicht das, was wir uns erhofft hatten". Es müsse ein Umdenken geben. Worin der radikale Schnitt nun besteht, dazu wollte sich der Unterhaltungschef nicht äußern.
Raab als Heilsbringer?
Ratlosigkeit macht sich breit. Publikumsentscheide, wie im letzten Jahr, als die No Angels das Ticket ergatterten oder Juryentscheidungen, die dieses Jahr Christensens Swing-Dance ins Rennen schickten, scheinen den europaweiten Musikgeschmack meilenweit zu verfehlen. Eine Änderung des Reglements scheint unausweichlich. Keiner weiß bis dato, wohin die Reise geht.
Nach einem Bericht von sueddeutsche.de soll bei der am Montag stattfindenden Konferenz der Programmdirektoren über eine Kooperation von NDR und Pro Sieben diskutiert werden. Ob Stefan Raabs Name auch in die Diskussion mit eingebracht wird? Er verhalf Deutschland immerhin zu drei Top 10-Platzierungen beim Eurovision Song Contest und konnte mit seiner Auflage des nationalen Vorentscheids gute Quoten einfahren.
boah, ist der typ peinlich...
boah, ist der typ peinlich...






oder so. dann wird das vielleicht lockerer und lesbarer


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