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Deutschlands Grand Prix-Beitrag bekommt einen Schuss Erotik verpasst: In Moskau steigt Dita von Teese in Korsett und Strapsen zusammen mit Alex Christensen und Oscar Hoja auf die Bühne.
Berlin (vog) - Der Frühling kommt, die Knospen sprießen, und Dita von Teese lässt beim Grand Prix für Deutschland die Hüllen fallen. Was wie ein Aprilscherz klingt, ist die nackte Wahrheit.
Alex Christensen und Oscar Hoja schicken als optischen Aufhänger für ihr Projekt "Alex Swings, Oscar Sings" die Ex-Gattin von Marilyn Manson auf die Bretter; wohl in der Hoffnung, dass die Zuschauer ihrem Eurodance-Standard ein wenig mehr als ein müdes Gähnen abgewinnen können.
The Thong Remains The Same
Die Bild-Zeitung titelt schon jetzt in geiler Erwartung: "Germany: Sex Points". Aber Vorsicht: Auch der Auftritt der halbnackigen No Angels im letzten Jahr gewann die Gunst der Zuschauer für deutsche Kunst nicht.
Dita von Teese mimt die im Song besungene "Miss Kiss Kiss Bang". Die Rolle ist dem Covergirl quasi auf den leicht bekleideten Leib geschrieben. Die Burlesque-Tänzerin freut sich auf die Zusammenarbeit und drückt den beiden Interpreten kräftig die Daumen: "Ich hoffe sehr, die Zusammenarbeit wird den beiden zum Sieg verhelfen."
Dita als Punktegarant
Die Bild-Zeitung, im Stile eines soziologischen Fachmagazins, hat direkt eine Erklärung parat, warum die Zusammenarbeit Früchte tragen könnte: Dita von Teese soll bei ihren vielen osteuropäischen Fans für ausgebeulte Hosen sorgen, mit der Folge, dass sie Deutschland die Punkte nur so hinterher schmeißen.
"Ein bisschen Striptease"
Deutschlands Schlagerkomponist Nr. 1, Ralph Siegel, der mit seinen vergangenen Grand-Prix-Beiträgen allenfalls die goldene Ananas mit nach Hause brachte, kann seinen Unmut über die Dita-von-Teese-Verpflichtung nicht verbergen: "Der Weg von 'Ein Bisschen Frieden' bis zu ein bisschen Striptease war ein langer Weg nach unten. Toi, Toi, Toi."
Dieser kulturpessimistische Bash trifft Disco-Legende und Hobby-Tiefseetaucher Christensen nicht ohne Grund: Siegel schrieb den Songbeitrag für Montenegro und tritt damit in direkte Konkurrenz.

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