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Beim 53. Eurovision Song Contest in Belgrad siegte am Samstagabend Popsänger Dima Bilan mit seiner Ballade "Believe" und holt die Großveranstaltung fürs nächste Jahr damit nach Moskau.
Belgrad (dani) - "Germany: Twelve Points." Einzig der dortigen Popularität von Sängerin Lucy dürfte die Höchstwertung aus Bulgarien geschuldet sein. Abgesehen davon kassierten die No Angels noch zwei nachbarschaftlich-freundliche Pünktlis aus der Eidgenossenschaft und teilten sich somit mit Großbritannien und Polen die rote Laterne.
Wer möchte, darf sich das Debakel gerne als "23. Platz" schön reden. Warum die recht ordentliche Disco-Soul-Nummer Andy Abrahams derartig unterging, entzieht sich zwar dem Verständnis. Isis Gee für Polen und die gerade im Schnelldurchlauf grottigen No Angels trafen die Watschen jedenfalls mit vollem Recht. Der Farblosigkeit halfen auch kein zentimeterdick aufgetragenes Make-Up und eine ganze Batterie Windmaschinen ab.
Weit weniger einleuchten will da die Vergabe der Spitzenplätze. Mit einem bocklangweiligen, orientalisch verbrämten Pop-Dance-Liedchen mit Lyrics, die der Feder eines Dieter Bohlen entfleucht zu sein scheinen, erträllerte die sinnigerweise aus New York stammende Kalomira die Bronzemedaille für Griechenland.
Der undankbare zweite Platz ging an Ani Lorak aus der Ukraine, deren Beitrag sich, ebenfalls auf einem recht tanzbaren Bummbumm-Beat, in Rekordgeschwindigkeit aus dem Erinnerungsvermögen davon machte. Einzig das Glitzerkleid, wie es auch Beyoncé gerne trägt, bleibt noch eine Minute im Gedächtnis. Das peinliche Diven-Getue haben wir wohl bei Mariah Carey abgekuckt. Abputzen, der nächste bitte.
Den Sieg trug dann tatsächlich die Nummer mit der zweifellos albernsten Choreographie davon: Dima Bilan, ganz in Weiß, barfuß auf einer winzigen Eisfläche, umschwirrt von einem Stehgeiger samt Stradivari und dem mehrfachen Olympiasieger und Weltmeister im Eiskunstlauf, Jewgeni Pljuschtschenko, kredenzte eine gefühlsüberfrachtete Ballade. 272 Punkte: Herzlichen Glückwunsch!
Neben vielen, vielen Gruseligkeiten, die die 25 Finalteilnehmer in petto hatten (insbesondere die Beiträge aus Island und Schweden forderten dem Zuschauer enorme Nehmerqualitäten ab), fühlte man sich hin und wieder prächtig unterhalten. Peter Urbans vor giftigen Spitzen triefender Kommentar geriet auch in diesem Jahr schlicht anbetungswürdig.
Die Türkei entsandte mit Mor Ve Ötesi eine kredible Rockband. Von Finnland erwartet und bekommt man inzwischen Hardrock inklusive sämtlicher Klischees. Dem für Israel startenden Boaz Mauda hätte man einen besseren als den mäßigen neunten Rang prophezeit.
Freunde des absurden Theaters wurden von Bosnien-Herzegowina, Aserbaidschan, dem auf einem Grammophon scratchenden greisen Kroaten 75 Cents und in bewährter Dschingis Khan-Manier über einen Kirmestechnobeat "Hu! Ha!" grölenden lettischen Piraten, die nebenbei bemerkt meine Stimme abgegriffen haben, bestens bedient. Sébastien Tellier nebst in Aphex Twins "Windowlicker"-Style kostümiertem Background-Chor: ebenso grandios wie chancenlos. Er landete auf Platz 18.
Da "wir", wie zu erwarten stand, wieder nicht gewonnen haben, gebührt mein Mitgefühl auch in diesem Jahr traditionell Thomas Herrmanns. Ihm gönnt man von ganzen Herzen, dass er irgendwann einmal das Eurovisionsspektakel aus Deutschland moderieren darf. 2009 gastiert der Grand Prix-Zirkus allerdings erst mal in Moskau. Darauf ein "Hu! Ha!"
Das macht das doch ziemlich lächerlich.
Man muss es ja nicht direkt mit der Einwohnerzahl verrechnen, man kann es genau wie im Bundesrat so machen, dass eben Länder mehr oder weniger Stimmen haben. Im Bundesrat geht's von 3 bis 5 so weit ich weiß.
Eine Jury-Bewertung wäre möglicherweise auch besser als so ein Televoting, weil es dann doch von Vornherein klar ist, dass Nachbarn sich da die Punkte zuschieben. Dummerweise haben viele tradiotionelle europäische Länder eben nicht so viele Nachbarn wie die ganzen Zwergstaaten.
Allein schon diese Dreistigkeit, mit einem Drei-Akkorde-Titel, der so geschickt bearbeitet wurde, daß kaum einer gemerkt hat, wie simpel das Ding eigentlich gestrickt ist, beim ESC anzurücken, wäre einen Platz unter den fünf Besten wert gewesen.
(Anm. d. Verf.: Nein, ich habe damit überhaupt kein Problem!)Der Beitrag aus Frankreich war skuril aber sehr gut präsentiert. Chancenlos klar aber sehr guter Beitrag. Den Rest kann man sich schenken. Die Türkei hätte auch noch mehr verdient gehabt... Warum gucken wir bloss alle den Grand Prix???
eine absolut sinnvolle Regeländerung wäre doch schon mal die Abschaffung der automatischen Finalteilnahme der Geldgeberländer.
Dann würde vielleicht bei der Qualifikation schon mal jemand sich Gedanken machen ob es wirklich sinnvoll ist, so eine Grütze an den Start zu bringen wie wir es heuer von Deutschland und den Inselaffen gesehen und gehört haben.
Wenn man bei Russland vom "erkauften Sieg" spricht - was sicher nicht völlig von der Hand zu weisen ist - dann darf man im Falle No Angels ja wohl von einer erkauften Teilnahme sprechen.
Ich habe nie gesagt, dass man aus dieser Union aussteigen soll, sondern einfach mal niemanden ins Rennen schickt. Das wäre definitiv ein Zeichen, dass man sich nicht jeden Trash reinzieht. Wenn man irgendwo teilnimmt, möchte man eben auch eine realistische Chance haben, auch gewinnen zu können. Es ist sehr auffällig, dass in den letzten Jahren die Gewinner immer nur aus einer Himmelsrichtung Europas kamen. Das liegt mit Sicherheit nämlich nicht an überproportional viel Talent.
So eien Jury sollte es in jedem Land geben. Eine einzige Jury wäre ja witzlos. Ich wäre mir sicher, dass damit die Punkte-Zuschacherei etwas eingedämmt würde.
Das glaube ich nicht: Warum sollte eine weißrussische Jury nicht trotzdem 12 Punkte an Russland vergeben? Damit könnte man höchstens eindämmen, dass in gewissen Ländern bestimmte Einwanderergruppen ausschließlich für ihre ehemalige Heimat stimmen.
Wichtig wäre aber vor allem, dass die Verantwortlichen endlich erkennen, dass selbst (oder gerade) eine Nicole heute keinen Blumentopf mehr gewinnen würde. Ebenso sollten wir akzeptieren, dass wir mit unseren Beiträgen den Musikgeschmack in Resteuropa nicht revolutionieren können: 2006 und 2007 hatten wir ordentliche Beiträge, aber das waren Songs, die sich nicht unbedingt beim ersten Hören in den Ohren festgesetzt haben. Was wir also brauchen - insbesondere deswegen, weil die Top 4 in den Halbfinals ja nur in Ausschnitten gezeigt werden, während die anderen Auftritte den Zuschauern bereits bekannt sind - ist ein Lied, das sofort ins Ohr geht und das es zulässt, dass man es mit Tänzern und Showeffekten auf der Bühne präsentieren kann. Außerdem brauchen wir natürlich einen Interpreten, der das Ganze auch mit einer gewissen Begeisterung rüberbringt und dazu noch halbwegs gut bei Stimme ist. Auch sollte man darüber nachdenken, den entsprechenden Künstler in ein paar anderen Ländern vorzustellen. Der russische Sänger schien ja im Vorfeld einige Promotionauftritte absolviert zu haben. Warum machen wir das also nicht auch? Gerade in den Nachbarländern sollte man doch versuchen können, seinen Beitrag ein bisschen bekannt zu machen. Denn selbst wenn wir dann aus Osteuropa immer noch keine Stimmen bekommen - ein paar mehr aus dem Westen dürften dann doch drin sein und damit kann man auch schon eine bessere Platzierung erreichen.
Oder aber man spart sich den Aufwand und schickt das nächste Mal einfach Tokio Hotel! :-D
@kajsa: Ich halte soviel Aufwand , für eine (sein wir ehrlich) doch wirklich triviale Veranstaltung wirklich unnötig. Einen Beitrag auf Sieg trimmen, könnte jedes Land mit der entsprechenden finanziellen Unterstützung.
Aber was haben wir davon... dann sind wir Sieger beim Grand Prix (oder wie das jetzt heißt^^). Wäre nett... mehr aber auch nicht.
1. Es ist ein offensichtlicher Nachteil sich nicht zur Wahl bei den Halbfinals zu stellen. Nicht nur, dass die Möglichkeit einer weiteren Präsentation so grundlos verschenkt wird. Gleichermaßen muss es wohl als absolute Unverschämtheit rüberkommen, sich als "große Nation" ins Finale zu kaufen. Gibt klare Minuspunkte in den anderen 39 Ländern.
2. Unsinniges "Nicht für sich selbst stimmen" abschaffen, da unmöglich durchzusetzen. In unserem gut
bosnien herzegowina waren jawohl spitze 
mein persönlicher favourit!!
und spanien und frankreich waren auch klasse.
und die scooter ähnlichen isländer mit den rosa haaren
und die qele quele frau, die lustige griechin und die 16 jährige armenierin fand ich auch supi 
hach schön wars
ich hör die ersten 5 sogar noch bei youtube 
aber grundsätzlich muss man doch echt ma sagen, wenn man nichma selber für den deutschen titel anrufen würde, selbst, wenn das gehen würde, dann ist das doch aussage genug über die qualität.
ich finds nur immer scheinheilig, dass die medien die deutschen titel im vorfeld immer freundlich mit worten bedenken und nachdem se untergegangen sind, kommt die hähme.da hätte man auch ma früher drauf kommen können.
mir wars klar.
obwohl ich fand, dass die no angels stimmlich viel besser als beim vorentscheid waren.
na ja vllt war auch einfach der ton besser abgemischt, da man sandy's brüllen nich ganz so dominant gehört hat.
für mich wars sowieso viel witziger mich mit leuten zu battlen, wer die favouriten richter tippt.
ein gelungener sa. abend möcht ich sagen, bis auf den gewinner :-/
auch wenn mein held pluschenko mitverantwortlich für den sieg war 
Ja, ich gestehe! Auch ich hab's wieder geschaut und mich - auf zugegeben schräge Art und Weise - unterhalten gefühlt.
Da nimmt man den Großteil der irgendwo zwischen schlecht, ganz schlecht und unterirdisch schlecht liegenden Darbietungen gerne in Kauf, solange sich wenigsten ein paar wenige Lichtpunkte dazwischen mogeln.
Und so gab's auch in diesem Jahr den dann verdienten Angriff auf die Lachmuskeln - und Hörbares war tatsächlich auch dabei! Der hier schon mehrfach erwähnte punkig-fluffige Drei-Akkorde-Beitrag aus Bosnien war das absolute Highlight des Abends, flankiert vom bärtigen Franzosen Tellier, der in Horn'scher Manier dem sterilen und auf Hochglanz polierten Event mal eben den hässlich-verzerrenden Spiegel vorhält, sowie dem Spanier Rodolfo Chikilicuatre mit dem nicht ganz ernst gemeinten, peinlich-banalen „Chiki Chiki“-Song.
Komisch – wenn auch unfreiwillig – sicher auch der glatt gebügelte (um das böse Wort liften mal zu vermeiden) Beitrag aus Schweden oder auch lettische Piraten, die irgendwo zwischen Dschingis Khan und DJ Bobo verloren gegangen sind.
Nur ab und an tut’s richtig weh – wenn beispielsweise die „eigenen Vertreter“ (in unvorteilhaften Kleidchen) keinen, aber auch wirklich k-e-i-n-e-n Ton treffen und man zum Fremdschämen quasi gezwungen wird. Ein unbehagliches Gefühl, dass sich im anschließenden Interview noch intensiviert, als die Damen von einer „geilen Performance“ sprechen, deren in Punkten kaum gewürdigter Ausgang zu mittelschwerer Verwunderung führt. Spätestens da wünscht man den Dreien wenigstens einen Hauch Musikalität. Für die Vierte im Bunde, 12-Punkte-Lucy, hat man derweil nur Mitleid übrig, weil sie das unüberhörbare Nicht(s)können ihrer Mitstreiterinnen auch nicht wettmachen konnte.
Na ja, zumindest gab’s da die Entschädigung aus der alten Heimat.
Aber mehr wäre tatsächlich auch peinlich gewesen…
Also Spanien fand ich auch große Klasse, genauso wie Frankreich und Bosnien-Herzigowina. Bei den No Angels war ich peinlich berührt bis entsetzt - rein von der Performance her ein verdienter letzter Platz. Der Song an sich hätte allerdings mehr Chancen gehabt, der griechische Beitrag war in etwa ident (Trulla trällert sinnfreies Zeug, dazu noch ein knappes Kleidchen und ein wenig Bum-Bum, fertig) und ich frage mich ernsthaft, wie der so viele Punkte bekommen konnte.
Whatever, nächstes Jahr sitz ich ja doch wieder vor dem Fernseher, Trash galore rules...
Allein schon diese Dreistigkeit, mit einem Drei-Akkorde-Titel, der so geschickt bearbeitet wurde, daß kaum einer gemerkt hat, wie simpel das Ding eigentlich gestrickt ist, beim ESC anzurücken, wäre einen Platz unter den fünf Besten wert gewesen.
Ja, besonders Bosnien war von der Inszenierung her ziemlich originell, wenn auch musikalisch meilenweit unter dem für diese Region möglichen Niveau. Hab mir inzwischen auch einige weitere Beiträge angehört. Sirusha/Armenien - ebenfalls durchschnittlicher ESC-Pop, aber stimmlich doch auf einem ganz anderen Niveau als der deutsche Beitrag. Und dann Aserbaidshan: Ich mein', ich kann mit diesem schrill-bunten Queer-Pop so rein presönlich auch nicht so schrecklich viel anfangen. Aber ist eigentlich schon mal irgendjemandem hier aufgefallen, wieviel kulturelle und sexuelle Toleranz, Sanguinismus, Sinnen-Frohsinn, Körperbetontheit hier aus Regionen herüberströmen, die in der öffentlichen Wahrnehmung genau gegenteilig wahrgenommen werden? Stattdessen werden hier ständig vermeintliche Deutschfeindlichkeit und "Abzocke der Wohlhabenden" vermutet. Deppen! Verdammte, idiotische Deppen!
ich verstehe nicht warum ihr alle eiversüchtig seit wenn andere länder gewinnen und nicht deutschland,ihr müsst verstehen das deutschland keine musik hat die man gut finden kann.naja bild beweist und sagt selbst das eure musik keine chance hat und bei der nächsten eurovision einen mix aus alle eucropäischen ländern macht villt.hättet ihr dann eine chance auf den vorletzten platz zu kommen.
ihr redet immer als wär deutschland das beste land,aber gibt doch mal selbst zu das deutschland von nix eine ahnung hat.
naja balkan 4life.
wie ihr ja wisst waren in den letzten 4jahren 3 balkan länder die gewinner,merkt ihr den nicht das wir die beste musik haben und ihr deutschen keinen grund mehr habt teil zu nehmen,ich mein dann müsst ihr euch ja nicht mehr so blamieren hahahahahahaha.
... und dann noch, wie zum Hohn, der idiotische Beitrag "balkan 4life".
weiter oben. Ich meinte eben: Aserbaidshan ist unmittelbarer Nachbar des iranischen Gottesstaats und religiös-geschichtlich-kulturell aufs engste mit dem Iran verbunden. Man muss doch jede Chance nutzen, per Popkultur eine gegenseitige Verständigung und Werteakzeptanz der Kulturen aufrechtzuerhalten. Zum Vergleich: Beim USA-Verbündeten Saudi-Arabien würden Aufnahmen wie die des aiserbaidshanischen ESC-Beitrags ein sicheres Todesurteil zur Folge haben.
Ich habs nicht geguckt - und bin froh drüber. Dass die Noangels keine Engel sind UND kein Talent haben, war ja schon vorher bekannt. Meinetwegen sollte man echt Tokio Hotel schicken, die würde auf jedenfall einen guten Platz belegen. Und es passt ins Niveu. 

Wenn man sich mal ein bissel mit den Hintergründen befasst, merkt man wie komplex das ganze internationale Geschäft mit Popmusik eigentlich ist.
Auf der einen Seite ist "Balkan"-Musik (lassen wir mal den Begriff so stehen, korrekt ist er natürlich nicht) in verschiedenen Bereichen (Independent, Club-Musik) schon lange ein dominierender Einfluss und ohne Zweifel eine der ganz 'heißen Sachen' geworden ist. Hier existiert einfach bereits die kosmopolitische Durchlässigkeit und Offenheit, die den Humus für kreative Köpfe bildet. Andererseits gibt es im Bereich Pop, Schlager, Disko, Glitzer & Glimmer, Trash-TV-Kultur, Queer eine regelrechte Blockade gegen den Osten. Hält man sich vor Augen, dass einige der osteuropäischen Schlagersterne inzwischen bis nach Südafrika (ins Afrikaans übersetzt) populär sind aber in Westeuropa noch nicht mal im Handel zu haben sind und hält man sich desweiteren die Stumpfsinnigkeit von Beiträgen wie dem der No Angels bzw. der Kommentare von Leuten wie Siegel oder Nicole vor Augen, so wird man schnell erkennen, dass diese Blockade lediglich den Unwillen einer satten und unfähigen Branche ausdrückt, sich missliebiger Konkurrenz auszusetzen.
mir war das von vorne herein klar das wir mit den no angels nicht weit kommen, ich hab die einmal live gesehen und hab mir gedacht, okay nie wieder, weil die sind live grottenschlecht, wie es ja jetzt viele im tv sehen konnten, anscheinend muss man um bei esc zu gewinnen was aussergewöhnliches bieten, siehe lordi, selbst der raab oder gildo horn ist besser weg gekommen als die deutschen künstler die die letzten jahre beim esc aufgetreten sind. als der thomas anders mal in einem vorentscheid war, hab ich gedacht der muss dahin, aber nicht weil ich den toll find, sondern weil der durch modern talking im osten ziemlich bekannt ist und wir vielleicht dann mal ein chance auf eine bessere platzierung gehabt hätten, aber nee es wird texas lightning hin geschickt, früher war das mit der punktevergabe anders, da hat es eine fachjury in den einzelnen ländern gegeben, die haben die punkte vergeben, vielleicht sollte das wieder eingeführt werden, und nicht das die zuschauer entscheiden, weil ich finde es sollte nach dem können entschieden werden und nicht danach woher man kommt, weil es ist ja wirklich so das die nachbarländer sich gegenseitig die punkte zuschustern, das fällt ja auf, und ich wär auch wieder dafür das jeder in seiner landesprache singen müsste, das fand ich früher immer viel besser beim grand prix
Gibt ja genügend Fälle, bei denen man erst ganz genau hinhören muss, um festzustellen, dass da eben nicht in der Landessprache, sondern auf Englisch gesungen wird. Ich finde es eigentlich ganz schön, wenn man eine Vielfalt verschiedener Sprachen zu hören bekommt, das hat jetzt auch nichts mit Nostalgie, sondern nur mit meinem persönlichen Geschmack zu tun.
Hi.
Habe mir nachträglich einmal die European Song Contest Beiträge im Internet angesehen/angehört. Und ich frage mich ernsthaft: Warum seit Ihr überhaupt dahin gefahren?
Wenn man Schwierigkeiten hat, Töne richtig zu treffen, da hilft die Windmaschine auf der Bühne dann genauso wenig wie im Fernseher einen Slip zu zeigen.
Warum sollte ein auch nur halbwegs normaler Mensch für das billige Teenie-Geträller freiwillig ein Transistorradio einschalten? Die Zeit der pubertierenden Girli-Bands ist doch schon lange vorbei. Bei Kleinkind-Veranstaltungen mag der Plastikbeat möglicherweise noch was bringen … sofern den Kids nicht die Füsse einschlafen.
Bedenkt aber bitte: Bei einem Gran Prix ist es schon von Vorteil, wenn man singen kann.
Natürlich schieben sich die Osteuropäer gegenseitig die Punkte zu. Das ist aber nicht neu. Das weiß auch jeder. Das machen die skandinavischen und andere Ländergruppen auch. Aber das, wie Ihr da gemacht habt, das war von vornherein zum Scheitern verurteilt.
Mit der Windmaschine Slip zeigen war vom Ansatz her ist ja schön und gut. Unterm Strich aber zu wenig. Um weiter nach vorne zu kommen, bleibt Euch im Prinzip nur der volle körperliche Einsatz … die Doppelstrategie.
A) Ihr müsst die Möpse mehr ins Spiel zu bringen. Viel habt Ihr ja nicht in der Bluse. Und für schlapprige Möpse, für abgenagte Moppel, interessiert sich auch kein Mensch. Solche sollten besser eingepackt bleiben und zusammen mit entsprechenden Push-Up Einlagen in eine Position verschoben werden, dass zumindest etwas Schatten entsteht.
Bei den vorhandenen Mops-Ressourcen reicht es auch nicht, etwas vor der Windmaschine rumzuhampeln oder – wie zufällig - einen Mops aus dem Halfter glitschen zu lassen, a la Janet Jackson (schnarch, wie langweilig). Das Ding ist durch.
Ihr müsst schwerere Geschütze auffahren. Zieht Euch hauchdünne Blusen an, bringt eine Regenmaschine in Stellung und dann: kaltes Wasser Marsch … die Nippel müssen stehen, mit klaren Konturen … wie tiefgefrorene Spargelspitzen. Ihr sollt Mal sehen: das belebt auch die stimmlichen Ressourcen. Dann klappt’s nicht nur mit den Vibrations in der Stimme. Dann klappt’s auch mit den Oktaven noch mal so gut.
Und B): vergesst die Slips. Das ist alles Schnee von gestern. Voller Einsatz heisst: Ihr müsst mit nix drunter auf die Bühne, unten ohne … das ist der Bringer. Hinterher könnt Ihr Euch dann ja immer noch entschuldigen, dass ihr es z.B. völlig vergessen habt, Euch die Schnürsenkel-Unterhosen in den Schritt zu klemmen („Oh my god - wie peinlich“, kommt immer gut) … doch schon seit ihr auf allen Titelseiten … auch im Fernsehen.
Dann würde auch über den russischen Träller-Fuzzie kaum noch jemand sprechen.
OK, der hat sich auch das weiße Nyltesthemd vom Leib gerissen und stand mit nackigem Oberkörper rum, womit er dann ggf. auch noch ein paar schwule Telefonbenutzer zum Anrufen animieren konnte. Ist ja auch OK: Jede Stimme zählt. Kurzes Gras bringt auch Heu.
Andererseits müsst Ihr aber auch klar sehen, dass der Russe auch um Welten besser singen kann als Ihr. Der Song war astrein arrangiert. Schließlich hat da auch das Profi-Team von Justin Timberlake / USA mitgemischt, die tageintagaus dafür sorgen, dass an den CD-Verteilerstationen jede Menge Euros abgegeben und CD-Geldeinsammelstationen insgesamt Millionenumsätze gefahren werden. Die wissen wie der Hase läuft. Und wenn dann auch noch eine echte Strativarie-Geige mit reingeschoben wird, wenn dann noch ein bekannter Schlittschuhfraggle auf der Bühne ein paar Runden dreht, - da habt Ihr natürlich keine Chance … da könnt Ihr noch so viel rumhampeln, - da könnt Ihr nicht gegenanstinken.
Vergesst Grandpa Siegel! Wir haben mittlerweile 2008. Die Zeit der Caprifischer ist durch. Oder wollte Ihr mal so enden wie z.B. Marianne Rosenzwerg, die (notgedrungen) noch immer mit ihrer Klampfe durch die Gegend tappert … sich vorwiegend mit Gastauftritten in Supermärkten und Möbelhäusern von Dunkeldeutschland über Wasser hält? Ständig in Sorge, ob ihr wenigstens die alten Ossis hier und da noch ein paar Euros zustecken, um nicht Hartz 4 beantragen zu müssen.
Kurzum: Vergesst den letzten Platz. Der war nicht gerechtfertigt. Auch wenn der von Putin indirekt gesponsorte Russe besser war: Ihr hattet mit Eurer Performance durchaus das Zeug für den vorletzten Platz.
Aber jammert nicht rum, Mädels.
Haltet durch!
Schaut nach vorne und arbeitet lieber an der Doppelstrategie. Normalerweise mach’ ich mich ja nicht krumm für andere Leute. Da die anstehenden Aufgaben aber von elementarer Bedeutung sind, mache ich auch gerne einmal eine Ausnahme. Will heißen: Meinethalben könnt Ihr rumkommen. Dann könnt Ihr bei mir doppelstrategiemäßig meine Garage aufräumen und den Rasen mähen.
Im Gegenzug bin ich Euch dann behilflich, die Feinheiten rauszuarbeiten.
Woher nehmt ihr alle bloss die Zeit um diese Romane zu schreiben, zu lesen und auch noch drauf zu antworten... Wow 
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